Wie bringt man Kinder zum Lesen?

Rund ums Lesen allgemein

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Wie bringt man Kinder zum Lesen?

Beitragvon Esprit » Sonntag 27. Oktober 2002, 10:28

Hat jemand von euch auch Kinder und möchte,dass sie Spass am Lesen kriegen?Trotz Vorlesens u.s.w. finden sie Glotze und Computer doch viel spannender!Dabei gibts doch so viele schöne Kinderbücher,ich meine,sie verpassen da etwas,als Nebeneffekt wäre es ja auch für die Rechtschreibung förderlich.Klar,jeder Mensch ist anders und ich bin nun mal ne ausgesprochene Leseratte,aber trotzdem sollte jedes Kind doch auch etwas Bücherverständnis kriegen ,oder? Was meint ihr,zwingen
kann ich sie ja nicht... :(
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Beitragvon Konz » Sonntag 27. Oktober 2002, 10:40

Hi!

Um ne genauere antwort zu schreiben,würd ich gern wissen,wie su "kinder" definierst....

Also ich meine damit welche Altersklasse...von wann bis wann???

Von schulkind bis Teenager oder noch eher...
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Beitragvon stephy » Sonntag 27. Oktober 2002, 11:35

Hm, dazu kann ich nicht viel sagen. Ich hab selber weniger vorgelesen gekriegt (nur ein paar Geschichten) und finde das echt doof... Da muß man ja schon zwanghaft zur Leseratte mutieren... :D
So die Bücher von Michael Ende und Astrid Lindgren hätte ich gerne mit sechs oder 10 vorgelesen bekommen. Ob das das Lesen allgemein fördert, glaube ich zwar eher nicht, weil es schon ein bißchen am Mensch selbst liegt - aber es macht bestimmt mehr Spaß, als sich vor den Fernseher zu setzen und irgendeinen Teletubbi (wie schreibt man das?)-Scheiß zu gucken... :roll:

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Beitragvon Konz » Sonntag 27. Oktober 2002, 12:26

Also was mich betrifft kann ich nur sagen,man muss sich die lust aif bücher selber erlesen.ich konnte schon sehr zeitig lesen und hab oft schon in den ersten schuljahren außerschulisch viel gelesen.....in den grundschuljahren verschlang ich sämtliche klasiker,darunter die gesamte astrid lindgren sammlung(pippi langstrumpf,michel,karlson vom dach usw.)...mit steigenden schuljahren wurde das natürlich immer breiter...so kamen bald werke wie "die schatzinsel,"gullivers reisen" oder "don Quichotte" dazu...ja bis ich dann nach einem "gänsehaut"(R:L. Stine) bei stephen King landete...also ich würd sagen,das man kindern durch bücher und schule das lesen nahe bringen kann,aber sie müssen den größten teil dazu selber tun...
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Sonntag 27. Oktober 2002, 12:46

Tja, bei mir ist die Leseleidenschaft wohl dadurch entstanden, das meine Mutter mir immer schon extrem viel vorgelesen hat. Sie hat damit vermutlich schon begonnen als ich es noch gar nicht verstehen konnte, und im Kindergartenalter war ich dann schon begeistert von Büchern und Geschichten und wollte immer etwas hören. Damals konnte ich es nicht erwarten selber lesen zu lernen und schnappte mir die Karl May-Sammlung meines Bruders und erfand zu den Buchstaben einafch Geschichten,. Mein Bruder nahm mein Geplappere fleißig auf Band auf und so existiert heute eine etwas peinliche Kassette von mir. ;-)

Als ich in die Grundschule kam kannte ich viel mehr Kinderbücher als die anderen, viele wussten noch nichtmal die gängigen Märchen. Ich bin meiner Mutter also dankbar, dass sie mich quasi dazu gebracht hat.

Wenn ich Kinder hätte, würde ich ihnen vermutlich schon kurz nach der Geburt etwas vorlesen und wenn sie dann alt genug sid es zu verstehen sind sies schon gewöhnt und können nicht genug davon bekommen. So liefs jedenfalls bei mir. ;-)

Gruß, Ginny
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Beitragvon Konz » Sonntag 27. Oktober 2002, 13:48

oh Ginny von der kassette hätte ich gern mal ein paar hörproben! :D
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Beitragvon Gwenhwyfar » Sonntag 27. Oktober 2002, 13:51

Wenn Kinder wirklich gar kein Interesse an Büchern haben, kann man auch nichts dagegen tun. Meine Mutter zum Beispiel behandelte meine Schwester und mich gleich, las vor, kaufte jeden Buchwunsch, versuchte zu begeistern - aber im Gegensatz zu mir, haßt meine Schwester Bücher und würde jetzt freiwillig keins mehr lesen.
Versuch lieber nicht zu sehr zu bedrängen, dann entwickeln Kinder Abneigungen (wieviele Leute hassen die Bücher, die sie in der Schule lesen mußten?), also: Vorschriften weglassen. Eher würde ich rausfinden, auf welchen Gebieten die Interessen der Kinder liegen und dazu ab und zu ein Buch zu kaufen (auch wenn es "nur" eine Geschichte mit den Personen vom geliebten PC-Spiel ist Bild), vielleicht greifen sie dann freiwillig mal nach etwas zum Lesen.
Viel Glück!
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Beitragvon Esprit » Sonntag 27. Oktober 2002, 14:14

Ja,das ist klar,mit Bedrängen und Zwingen geht gar nichts,da bewirkt man eher das Gegenteil.Zu deiner Frage:Mein Sohn wird jetzt 9 Jahre alt und hat 0 Interesse an Büchern,sagt immer,da gäbs ja keine Bilder dazu!
Wenn ich ihm dann sage,die Bilder entstehen im Kopf,dann kann er das gar nicht glauben...Bei meiner Tochter hab ich mehr Hoffnung,die ist erst 5 Jahre,kann natürlich noch nicht lesen,aber sie machts ähnlich wie Ginny in dem Alter,sitzt mit dem Buch hin und tut so als ob und brabbelt ne eigene Geschichte vor sich hin...echt süss!Natürlich ist nicht jeder ein Leser,genausowenig wie ich ne gute Köchin :bad: bin,aber wenn ers halt gar nicht probiert,kann er es ja auch nicht beurteilen.Ich dachte ja nur,da jetzt in seiner Klasse Rechtschreibung angsagt ist,dass Lesen da einiges verbessern würde...
Aber vielen Dank :remybussi: für eure zahlreichen Antworten..
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Beitragvon Gio » Sonntag 27. Oktober 2002, 14:17

wenn man ihnen das lesen Näher bringen will, sollte man ihnen Vorlesen, stimmt schon. Wenn sie ganz klein sind. Meine Mutter hat mir früher immer eine Gutenachtgeschichte erzählt (selber ausgedacht) und ich wollte abends immer unbedingt etwas hören. Später kam dann mein Vater dazu, der mir immer vorgelesn hat, das war dann aber tagsüber. Sehr viel von Astrid Lindgren dann. Anschließend bekam ich comics :sweet. Ich denke, kinder sollen einen Spaßhaften einstieg haben und dann nicht gleich ein Buch bekommen, lieber etwas leichtes zu lesen. Ich las ganz oft comics, jaja, und an mein erstes Taschenbuch erinnere ich mich auch noch (das kam mir so eeeewig lang vor, eine riesen Geschichte :P). Irgendwann bekam ich dann mal ein Karl May Buch geschenkt, das für mich unglaublich dick war, eine richtige Herausvorderung.


Naja, aber es war nie gezwungen, und das ist das wwichtigste überhaupt, auch in ganz vielen anderen Bereichen. Ich habe einen Freund, der kaum was essen will. Das konnte ich früher überhaupt nicht verstehen. Der ist sehr dünn und isst nie was mit oder immer nur ganz wenig, egal, wie gut es schmeckt (ich will dagegen dauernd essen). Ihn hat seien Mutter jedoch ziemlich dazu gezwungen, immer, wenn er bei mir war, klingelte irgendwann sein handy (und früher, als er noch keins hatte, wurde bei uns angerufen) und seine Mutter meinte, er müsse nach hause kommen, essen. Dem wurde das total aufgezwängt, und jetzt hasst ers beinahe.
Kinder sollten deshalb nie das gefühl bekommen, sie MÜSSTEN etwas lesen. Denn Pflichtsachen tut man in seiner Freizeit erst recht weniger.
Außerdem kommt es ganz auf den Typ an, man könnte auch fragen, wie man kinder den Sport näher bringt, oder die interesse an anderen Sprachen, oder für die Biologie, oder.... naja, aber es gibt nunmal bio-freaks, oder leute die sich freiwillig alles mechanische angucken und ühysikbücher kaufen. Oder ach wie viele spielen fußball? - Trotzdem geällt nicht jedem der sport.
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Beitragvon Gio » Sonntag 27. Oktober 2002, 14:22

oh ja, die rechtschreibung verbessert es natürlich auch total. :sweet

...mh, das erste, was mein Bruder selber laut vorgelesen hat (er liest immer noch ncihts wirlklich selber), ist ein Rätselwitzbuch gewesen. Da waren ganz viele Bilder dabei :P. Er konnte jemandem die Frage daraus vorlesen und anschließend die richtige (witz-)antwort. Und das fand er gut. :sweet
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Beitragvon Gwenhwyfar » Sonntag 27. Oktober 2002, 14:34

Nicht nur die Rechtschreibung, auch der Wortschatz und der Ausdruck verbessern sich, wer viel liest macht eigentlich nicht solche Fehler wie "wir fahren nach Oma" oder "du bist größer wie ich". (Von Dialekten mal abgesehen.)
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Beitragvon Esprit » Sonntag 27. Oktober 2002, 14:34

Comics-ja ,das hat er ab und zu gelesen-aber von "Digimon" :erschreck:
aber das war auch schon alles.Aber wahrscheinlich muss es von einem selbst kommen.Zum Fussball spielen haben wir ihn NIE animiert,auch sein Vater ist kein Fussballfan,trotzdem ist er heut im Verein und es gibt nichts wichtigeres für ihn. :hallo:
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Sonntag 27. Oktober 2002, 14:35

oh ja, die rechtschreibung verbessert es natürlich auch total.
Wie man an dem Beitrag vorher sieht. ;-)

Meine Kassette werd ich mit ins Grab nehmen, etwaige Grabräuber werden gehenkt. Steht schon alles in meinem Testament. <hehe> ;-)

Wenn jemand nicht gern liest ist das ja nicht schlimm, nur hab ichs bisher so erlebt das er der Auslöser dafür meist war dass dies Betreffeden nie virgelesen bekamen oder sich die Eltern auch nicht für Bücher interessierten. Insofern denke ich mal, dass es bei mir und meinem bruder eine Rolle gespielt hat dass unsere Mutter damit früh anfing.
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Beitragvon Esprit » Sonntag 27. Oktober 2002, 16:43

Also,wenn du auch mit Comics angefangen hast,Gio,dann bin ich ja beruhigt und hab noch Hoffnung.Jetzt ist er 9,sagen wir mal ,er liest noch 3 Jahre Comics(mein Sohn),vielleicht schnappt er sich ja dann mal ein King-Buch von mir(heb sie schon mit dem Hintergedanken auf,dass sie eines Tagesn meine Kindr lesen)he ,he.
Aber dann ist es ja leider zu spät für all die schönen Kinderbücher,die ich früher gelesen ha:z.B. 5 Freunde,Hanni und Nanni,Pippi Langstrumpf u.s.w.und das ,was es heute so alles gibt:Harry Potter(Obwohl,hab ich auch erst vor einem Jahr mit 32 gelesen) :lernen: ,TKKG etc....
Was ich auch als Teenie mal gelesen hab "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" ist ja auch noch aktuell,oder? :kiffer3:
Findet ihr es unverantwortlich,dass ich meinen Kindern später mal King-Bücher empfehle?Als Mutter sollte ich sie davor doch eher "schützen",aber wenn ich doch selbst Fan bin?Ich hab jetzt als schon ein schlechts Gewissen,wenn sie rumerzählen,(mein Sohn kann ja den Autor auf dem Buch schon lesen),dass ich Bücher von "Stephen King" lese
und manche Leute gucken so entsetzt(Weil SK = Schund),dann bin ich in deren Auge ein schlechts Vorbild. :schuettel:
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Beitragvon Konz » Sonntag 27. Oktober 2002, 16:54

Hi esprit!

Du machst dir also sogen,wenn du deinen kinden(sohn)ein kingbuch empfehlen willst.

Mein vorschlag:las ihn erstmal mit comics weeiter in kontakt kommen und versuch dann,seine interessen etwas zu beobachten...wenn er etwas älter ist...14 oder so...dann nimm mal ein kingbuch zur hand und stöber drin...und versuch,deinen jungen etwas drauf aufmerksam zu machen..sicher kommt die leselust von allein...wenn nicht...probieren.,...weitermachen.oder ihhn in ruhe lassen daAMIT.wwenn andre sich aufregen..king ist super erfolgreich usw.außerdem ist jedem selber überlassen,was er liest..

mein vorschlag ist etwas weitgreifend,aber ist doch ne idee,oder???
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