Wie bringt man Kinder zum Lesen?

Rund ums Lesen allgemein

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Beitragvon Esprit » Sonntag 27. Juli 2003, 20:02

Huch,ein alter Thread wird wiederbelebt...
Also mein Sohn liest immer noch nicht freiwillig,nur,wenn erfür die Schule ein Buch lesen muss,und selbst dann muss ich ihm noch dabei helfen,indem ich ihm ein paar kapitel vorlese,damit er überhaupt fertig wird :roll: :schuettel:
Dafür hab ich viel Hoffnung bei meiner Tochter,die zwar noch nicht lesen kann (sie kommt jetzt erst in die 1.Klasse),aber immer mit Büchern hinsitzt und so tut ,als ob sie lesen würde und sich dabei Geschichten ausdenkt....Sich vorlesen lassen mag sie aber auch nicht so,weder von mir,noch von jemand anders,das ist ihr wohl zu passiv,da kann sie nicht lange stillsitzen,nur,wenn sie eben selbst "liest"...
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Beitragvon AQ2 » Sonntag 27. Juli 2003, 20:54

also mir wurde früher nicht sehr viel vorgelesen. Aber bei meiner Oma und Opa, da hat mir mein Opa immer Geschichten erzählt. Das hat mir sehr gefallen.

In der Schule keine ahnung welche Klasse das war hat jeder das selbe Büchlein bekommen und man musste jeden tag wenn man drangekommen ist lesen. Und das hat mir sehr viel spass gemacht

Aber so in der Schule haben wir keine bücher bekommen die wir lesen mussten. Und wenn ich hätte sie denke ich schon gelesen.

Irgendwann habe ich nur noch ab und zu gelesen dann ne lange zeit gar nicht mehr und seit ich arbeitslos bin lese ich wieder sehr viel und sehr sehr gerne.

Lesen macht echt spass. Ich möchte es gar nicht mehr missen wollen.

Viele Kinder und Jugendliche hocken ja nur noch vor der Glotze und vorm PC und tun gar nichts mehr anderes. Da bei ist Lesen doch echt interessant wenn man sich erst mal dafür begeistert. Und wenn ich mal die eine Werbung mit der Frau wo ihrer Freundin den Brief zum Vorlesen gibt und die Freundin dann sagt warum sie den nicht lesen tut. Weil er ja an sie gereichtet ist. Da sagt sie sie könne nicht lesen und fürs Bett hätte sie noch nie ein Buch gebraucht. Da fragt man sich echt was falsch gelaufen ist in der Kindheit.

Und wenn man hört das es viele Menschen gibt die nicht lesen könne die tun einen echt leid. Also sollten Kinder zum lesen animiert aber nicht gezwungen werden. Sondern ihr Interesse geweckt werden. PC spiele fördern zwar die Motorick aber nicht das lesen. Und wie wollen sie mal in einer Welt mit Wörtern und Buchstaben zurecht kommen wenn sie sie nicht entziffern können.

Darüber sollte man sich schon gedanken machen finde ich zumindest.
Wünsche allen Stephen King Fans noch einen schönen Tag.

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Beitragvon Louis » Montag 28. Juli 2003, 19:57

Ich bin in der Grundschule auf das Lesen gestoßen.
Vorgelesen wurde mir hin und wieder- ich weiss nicht mehr.
Ich habe jedenfalls vor der Grundschule schreiben gelernt und geübt, und da hat sich alles so ergeben...
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Beitragvon Tiberius » Montag 28. Juli 2003, 20:10

Also, ich weiß noch, dass man mich nicht unbedingt begeistern musste. Ich war noch im Vorschulalter, als mir meine Eltern immer vorgelesen haben (ja, sowas solls auch gegeben haben).
Allerdings war ich ein eher ungeduldiges Kind und habe versucht, nachdem mich meine Eltern lesetechnisch im Stick gelassen haben (vielleicht auch nur, damit ich endlich einschlafe), die bereits gelesene Geschichte nochmal zu überfliegen (ich hab noch das allererste Buch) und mit der Zeit, kannte ich zwar die Geschichte schon eher auswendig, aber mir kamen die Buchstabenreihen immer vertrauter vor. Von da an las ich wirklich alles mir selber aber vorrangig meinen Eltern und Freunden vor. Jedes Plakat, jede Packungsanleitung (sofern sie auf deutsch und einigermaßen verständlich war). Einfach alles. Seitdem bin ich eigentlich "bekloppt" nach Büchern, ich weiß auch nicht warum. Vielleicht gefällt es einem Kind seine Phantasie zu stärken - immerhin geht das besser als beim Fernsehen, oder?
Allerdings habe ich, abgesehen von mir, keine Ahnung von Kindern und ihrer Psyche und ihren Freuden. Vielleicht sollte man als Elternteil ein Vorbild sein und sein Kind ein wenig Locken. Vielleicht einfach mal ein Buch kaufen und ihm hinlegen, vieleicht kein allzu großes, das schön von außen aussieht und mit Bildern innen drin. Die werden dann schon von ganz alleine kleiner und die Geschichten länger :wink:

Aber, wie gesagt nur ein Vorschlag.
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Beitragvon Esprit » Montag 28. Juli 2003, 21:25

Tiberius hat geschrieben: Seitdem bin ich eigentlich "bekloppt" nach Büchern


:lol: Mir gehts ja auch so,aber DEN Ausdruck hab ich noch nie gehört.. :wink:
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Beitragvon HohePriesterin » Dienstag 29. Juli 2003, 20:35

Meine Eltern habe mir auch nie vorgelesen - die haben nicht mal Bücher...nee war ne Lüge mein Dad hat ein paar Karl May Bücher und Moby Dick.

Bis ich 11 war habe ich nicht freiwillig gelesen - fand auch vorlesen in der Schule scheiße. Habe mir aber schon immer Gesichten ausgedacht die ich dann erzählt habe.

Heute bin ich von Büchern nicht mehr wegzubekommen. Ich weiß nicht wie das kam.

Da kam ein Buch - sah und siegte. So muss es gewesen sein. Eine andere Erklärung habe ich nicht.

Würde mir nicht so viele Sorgen machen, dass dein Sohn nicht liest, da kommt bestimmt noch!!!!!!!!!!! Und die Alterbeschränkung so ab 12 würde ich auch OK finden. Und zu der Gewalt in SK-Büchern ist nur folgendes zu sagen - Märchen sind auch gewalttätig und manchmal sogar gruselig.

Klar, ich würde auch keinem Kindergarten-King aus "Es" oder so vorlesen, aber wie gesagt Märchen sind auch nicht so ohne.
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Beitragvon goofy » Mittwoch 30. Juli 2003, 00:26

Ich weiß genau, wie ich zum lesen kam,

immer wenn meine Mutter um 20:00 Uhr das Licht ausgemacht hatte, habe ich unter mein Bett gegriffen und ein Buch und eine Taschenlampe hervorgeholt und, verbotener weise, unter der Bettdecke, gelesen.

Das war doppelt spannend, einerseits die Geschichte, und andererseits, die Möglichkeit erwischt zu werden (mein Bruder war auch eine Petze).

Vieleicht ist das eine Möglichkeit, die Kinder zum lesen zu bringen, in dem man dafür sorgt, daß sie glauben was verbotenes zu tun.
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Beitragvon Darkness » Mittwoch 30. Juli 2003, 02:37

Kindergarten-King


:rofl3: :laugh: Ich kann nicht mehr, vor lachen! :lastlaugh: :lach
Sorry *zusammenreiss* weiß ja, dass das ein simples Verschreiben ist ... aber es kling sooo lustig!

Einem Kindergarten-King kein King Buch vorlesen ..:P Nicht schlecht!!
> Denn,
wenn es keine Hexen gäbe,
wer, Teufel,
möchte Teufel sein? <

( Goethe´s "Faust" )
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Beitragvon Gio » Mittwoch 30. Juli 2003, 14:32

Vieleicht ist das eine Möglichkeit, die Kinder zum lesen zu bringen, in dem man dafür sorgt, daß sie glauben was verbotenes zu tun.


Gute Idee! :mrgreen:
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:sweet
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Beitragvon Esprit » Samstag 13. September 2003, 19:05

Passt wahrscheinlich hier nicht ganz rein,wollte nurmal fragen,ob man Kindern jetzt nur noch Bücher geben soll,die nach den neuesten Rechtschreibregeln gedruckt sind,das haben nämlich die Lehrer etc gesagt,heisst das,die können keine alten Bücher aus meiner Kindheit lesen?(oder später meine Kingbücher :biggrin: )
das ist doch totaler Quatsch,alles neu kaufen,das ärgert mich jetzt echt!! :flatsch:
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Beitragvon Gio » Samstag 13. September 2003, 19:23

totaler Quark. Wirklich. Die Fehler, die sie sich vielleicht abgucken können, werden später eh durch Gramatikverständnis leicht ausgebügelt, schließlich konnten wir (Schüler) uns ja auch alle umgewöhnen. Viele Sachen wurden gramatikalisch vereinfacht, folglich, denke ich, kein Problem. Besser ist, dass sie überhaupt lesen.
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Beitragvon AQ2 » Sonntag 14. September 2003, 10:56

Also ich würde diese neue Rechtschreibung echt zum Teufel jagen. Die Schüler die noch die alte Rechtschreibung im Kopf haben kommen doch ganz durcheinander.

Das ist genau so wie früher, wenn man ein Kind das links schreibt zwingt rechts zu schreiben. Da kann im Gehirn echt was durcheinander kommen.

Wieso muss die Menschheit immer so was unsinniges Erfinden um nur die anderen durcheinander zubringen. Ist denen langweilig oder was?

Sie sollten lieber was für die Umwelt tun und was sinnvolles Erfinden. Was die Menschheit wirklich gebrauchen kann.

Das ist mein Standpunkt dazu :)
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Beitragvon susa » Sonntag 14. September 2003, 13:34

Also ICH hab die neue Rechtschreibung bis heute nicht gecheckt. :mrgreen:

Ich hab schon als Kind viel gelesen, immer wenn ich an Geburtstagen ein Buch bekam hab ich mich in ne Ecke verzogen und gelesen, während meine kleinen Freunde meinen Geburtstag gefeiert haben. :sweet
Übrigens hat mir mein Lehrer geraten keine Brezina-Bücher zu lesesn (ja, ich war Knickerbockerbande-Fan), da die den "Stil" angeblich kaputtmachen.

Meine kleinste Schwester brachte ich durch "Charmed" zum Lesen. Sie hat die Serie immer angeschaut, da hab ich ihr einfach mal eines von diesen Büchern gekauft. Und seitdem ist sie auch ne Leseratte. Bei meiner mittleren kleinen (:mrgreen:) Schwester musste ich gar nicht nachhelfen, die ist wie ich. Obwohl ich mir manchmal schwer tu zu beurteilen für was sie noch zu jung ist. Sie ist nämlich grad voll am 2. Weltkrieg interessiert und ließt dauernd Bücher zu dem Thema, wo ich mir manchmal echt denk das man davon doch ALpträume kriegen muss..
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Ändere die Welt; sie braucht es.
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Beitragvon aubrey » Sonntag 14. September 2003, 21:43

keine angst, susa! ich denke beim lesen ist es nicht so wild. ich habe mich mit jungen jahren, angefacht durch "schindlers liste" auch sehr für den zweiten weltkrieg und grade die konzentrationslager interessiert und habe auch viel bücher zu dem thema gelesen. sicherlich war es teilweise schockierend, aber geschadet hat es mir (hoffentlich :wink: ) nicht. es ist immer was anderes, ob man etwas sieht oder liest. beim lesen kann man sich nur das vorstellen, was man sich vorstellen will.
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Beitragvon Martin65 » Mittwoch 29. Oktober 2003, 20:05

wiederhochhol
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