Bücherleser=Langweiler?

Rund ums Lesen allgemein

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Beitragvon jule » Freitag 13. Oktober 2006, 14:43

hmm.. also mir fällt auch auf, dass viele jugendliche in meinem alter nicht so richtig damit umgehen können, dass ich lieber lese als in die disko zu gehen (ganz ähnlich wie bei stephy).
ich finds schade, dass sich so wenige heutzutage noch fürs lesen begeistern können (was natürlich zT auch an der erziehung liegt, wenn ich meinem kind nur computer, playstation und fernseher ins zimmer stelle kommt so sicher keine lust zum lesen auf), aber auch in der schule kommt literatur immer mehr zu kurz (jedenfalls an meiner schule) und wenn dann doch mal ein buch gelesen wird ist es entweder ein total langweiliger schinken oder es wird so zu tode interpretiert das man hinterher völlig vergessen hat worums überhaupt ging.

als langweiler wurd ich auch schon oft "beschimpft" aber das is mir ziemlich egal... lesen rules :P
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Beitragvon Marc » Freitag 13. Oktober 2006, 15:17

Ich bin glücklicherweise aus dem Alter herraus, in dem man dafür gehänselt wird, dass man eine ausgeprägte Phantasie besitzt.
Doch alls ich in meinen "Teens" :orange: war, bin ich auch gerne als Langweiler abgestempelt worden. Kein Alkohol, geraucht habe ich auch nicht und Discos waren mir zuwider.

Ich hatte sogar ein paar Leute in meiner Klasse, die stolz darauf waren, in ihrem Leben lediglich acht Bücher, oder so, gelesen zu haben - eben jene, die wir im Unterricht besprochen haben.

Meiner Meinung nach hält man sich am besten vor Augen, dass es ein Zeichen von Intelligents ist, sich mit Büchern auseinander zu setzen. Statistiken zeigen immerhin, dass Menschen die regelmäßig lesen, ein wesentlich größeren Wortschatz haben und sich besser ausdrücken können.
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Beitragvon biberrulez » Montag 16. Oktober 2006, 06:28

Trotz meiner immensen Lesemenge wurde ich deswegen nie als Langweiler bezeichnet. In der Schule sorgte das eher für Verwunderung, z.B. erinnere ich mich, wie sich die einige meiner Freunde auf Klassenfahrt köstlich amüsierten, als ich Clive Barkers Imagica mithatte. Das Buch hat über tausend Seiten und sieht wie ein Backstein aus, aber vorne drauf stand "Erstmals im Taschenbuch". Diese Bezeichnung fanden die sehr lustig. :laugh:

Allerdings ist es heute leider ein Negativ-Trend, dass Leute sich daran messen, wie wenig Bücher sie gelesen haben. (Mein Bruder z.B. ein einziges in seinem ganzen Leben und er ist immerhin 22.) Zwar zeigen die Verkaufszahlen, dass viele Bücher verkauft werden, aber sie zeigen nicht, wieviele davon tatsächlich gelesen werden und nicht nur als schicke Deko im Billy-Regal landen.

Statistiken zeigen immerhin, dass Menschen die regelmäßig lesen, ein wesentlich größeren Wortschatz haben und sich besser ausdrücken können.

Und nicht nur das. Im letzten Semester besuchte ich eine Lehrveranstaltung mit dem Titel Literarisches Lesen lernen und lehren. Dort musste ich ein Referat zum Thema Literarisches Lesen halten. Das Lesen von v.a. literarischen Texten fördert einige geistige Fähigkeiten, die auf anderem Wege schlicht und ergreifend nicht zu erwerben sind. Andererseits aber setzt das Lesen auch einige Fähigkeiten vorraus, ohne die man nicht sehr weit kommt. Ich hab da noch die schriftliche Vorlage von (ca. 3. Seiten), wer sich dafür interessiert, kann mir gerne ne PN schicken. :lily:
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Beitragvon Gwenhwyfar » Montag 16. Oktober 2006, 13:55

Ich hätte gern die Referatsseiten! :sweet
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Beitragvon Levia » Montag 16. Oktober 2006, 15:10

Ich auch!
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Beitragvon biberrulez » Montag 16. Oktober 2006, 18:29

Ich merke gerade, dass man bei Persönlichen Nachrichten keine Anhänge machen kann und über den E-Mail-Button auch nicht. Deswegen müsstet Ihr mir bitte mal eure Mail-Adressen per PN zukommen lassen, da ich sonst leider nichts schicken kann. (Oder hab ich da was übersehen?)

Ich freu mich übrigens über Eure Ressonanz. Danke :lol:
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