Preisbindung von Büchern

Rund ums Lesen allgemein

Moderator: Annie_!

Preisbindung von Büchern

Beitragvon MercuryX » Donnerstag 17. Juni 2004, 20:33

Vor ein paar Tagen gab es doch das Urteil das Bücher im Internet (z.B. bei Ebay) nicht mehr unter dem üblichen Ladenpreis verkauft werden dürfen. Die sogenante Preisbindung tritt also in Kraft.

Mich würde jetzt mal interessieren, was so ein Buch (nemen wir mal "Susannah"/ Heyne/ €22,-) überhaupt im Einkauf kostet. Wie hat sich das für die ganzen Ebayer rentiert?

Hat da jemand Ahnung?
Niemand bezahlt für Verrat jemals wirklich mit Silberlingen. Der Preis jedes Verrats wird stets mit Fleisch beglichen.
(Schwarz)

Bild
Benutzeravatar
MercuryX
Bücherfreund
 
Beiträge: 80
Registriert: Dienstag 13. Januar 2004, 20:52
Wohnort: Dortmund

Beitragvon Navarre » Donnerstag 17. Juni 2004, 21:50

So wie ich das mitbekommen habe, hat der betreffende Ebayer gar nichts für die Bücher bezahlen müssen, da es Rezensionsexemplare waren. Nichtsdestotrotz waren es neue Bücher, die im Verkauf der Buchpreisbindung unterliegen.
Und was Deine eigentliche Frage betrifft... am besten mal 'nen Buchhändler fragen. :wink:
<i>Commala-come-come
The battle's now begun

And all the foes of man and rose
Rise with the setting sun.</i>
Benutzeravatar
Navarre
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 2
Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 21:41
Wohnort: Achim (bei Bremen), nördliche Baronie von Innerwelt (=Zentraleuropa)

Beitragvon Dschafar » Freitag 18. Juni 2004, 14:28

Die Preisbindung gilt allerdings nur für neue Bücher und betrifft nicht gebrauchte oder fehlerhafte Exemplare.
Siehe Artikel bei Heise.de
<i>Die Menschen haben die Angewohnheit, sich das Allerselbstverständlichste
ständig zu bestätigen und zu wiederholen... </i>(Ford Prefect)
Benutzeravatar
Dschafar
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 4
Registriert: Dienstag 10. Juni 2003, 21:06
Wohnort: Köln/Bonn

Beitragvon MercuryX » Freitag 18. Juni 2004, 21:13

Navarre hat geschrieben:Und was Deine eigentliche Frage betrifft... am besten mal 'nen Buchhändler fragen. :wink:

Das habe ich schon mal aus Spaß gemacht und als Antworten bekommen: "Darüber haben wir Verkäuferinnen keine Informationen. Da müssen Sie die Cheffin fragen." Das war mir dann aber doch zu blöd. :lol:
Niemand bezahlt für Verrat jemals wirklich mit Silberlingen. Der Preis jedes Verrats wird stets mit Fleisch beglichen.
(Schwarz)

Bild
Benutzeravatar
MercuryX
Bücherfreund
 
Beiträge: 80
Registriert: Dienstag 13. Januar 2004, 20:52
Wohnort: Dortmund

Beitragvon Blaine_derMono » Freitag 18. Juni 2004, 21:23

Da sich ja der Verkauf der Bücher auch später bei starker Preisreduzierung wohl noch für die Händler rentiert denke ich nicht das sie über 50% des Verkaufpreises zahlen, wenn überhaupt.
Ist allerding nur eine Vermutung ^^
Eine Katze kann im Backofen Junge bekommen, aber deshalb sind es noch lange keine Muffins.

Auch die Toten haben Staßen
Benutzeravatar
Blaine_derMono
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 8
Registriert: Dienstag 30. Dezember 2003, 15:19
Wohnort: bremen

Beitragvon tiff´any » Montag 21. Juni 2004, 12:53

momentan ist das eh ein neues feld der juristen! buchbinderpreisbindung! ätzend!! ich würde nicht unter dem wert verkaufen...sonst hat man eine klage am hals, die man garantiert verliert (natürlich nur bei neu&ovp!)
Sobald du dir vertraust, weißt du zu leben.
(goethe)
Benutzeravatar
tiff´any
Bücherfreund
 
Beiträge: 58
Registriert: Mittwoch 27. August 2003, 22:45
Wohnort: Wiesbaden

Beitragvon Wanderer » Montag 21. Juni 2004, 14:11

Warum haben wir in Deutschland überhaubt eine Preisbindung ?
Benutzeravatar
Wanderer
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 7
Registriert: Mittwoch 2. Juni 2004, 16:34

Beitragvon tiff´any » Montag 28. Juni 2004, 14:41

Sobald du dir vertraust, weißt du zu leben.
(goethe)
Benutzeravatar
tiff´any
Bücherfreund
 
Beiträge: 58
Registriert: Mittwoch 27. August 2003, 22:45
Wohnort: Wiesbaden

Beitragvon Twinner » Dienstag 17. August 2004, 17:24

der Link is gut Tiff.
Die Buchpreisbindung ist doch auch für die Riege der Hobbyautoren nicht grundsätzlich verkehrt. Die Verlage finanzieren sich über ihre Topautoren, mit denen sie über das Jahr mit relativ sicheren Einnahmen rechnen können. Das ermöglicht dann auch hin und wieder seitens eines Verlages einem unbekannten Schriftsteller eine Chance einzuräumen.
Und die habens bekanntlich wirklich nicht leicht.

Natürlich tut es mir weh, die Preise für Neuerscheinungen zu bezahlen, aber bei King seh ich eh alles rosarot :nice: :mrgreen: , ansonsten muss ich halt warten bis zum Taschenbuch....

In diesem Sinne
Das Schlimme an einer Illusion ist der Schmerz, wenn sie einem als solche bewusst wird.
--------------------------------------------------
www.mitternachtsgrauen.de

meine Homepage
Twinner
Leseratte
 
Beiträge: 347
Registriert: Donnerstag 8. Juli 2004, 21:35
Wohnort: Auerbach


Zurück zu Bücher und Lesen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron