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Beitragvon torsten » Montag 27. Dezember 2004, 16:46

Vielleicht kennt ihr sowas auch: Ihr kauft - oder leiht - euch ein Buch aus reiner Neugierde und erlebt eine positive Überraschung, weil das Buch so gut ist! Trotzdem bekommt das Werk eurer Meinung nicht genug Beachtung - und bleibt ein Geheimtip. Genau dafür ist dieser Thread gedacht; zum Posten von Büchern, die ihr klasse findet, aber eurer Meinung nach in der breiten Masse ein wenig untergangen sind bzw. ignoriert wurden. Bin auf eure Tipps bzw. "Schätze" schon sehr gespannt! :sweet

Ich hätte da auch einen Roman:

Richard Laymon - Im Zeichen des Bösen

Ein Jack-the-Ripper-Roman, der es faustdick hinter den Ohren hat. Hauptperson dieses Werkes ist der fünfzehnjährige Trevor, der per Zufall dem Treiben des Killers beiwohnt und sich an dessen Fersen heftet. Doch aus der Verfolgung wird eine Odyssee, die sich von London über das Meer bis nach New York und schließlich - aufpassen! - den Wilden Westen erstreckt! Wer jetzt aber was total abgedrehtes erwarten sollte, der wird positiv überrascht sein. Laymon gelingt es, den Leser bereits nach ein paar Seiten gefangen zu nehmen und ihn gleichzeitig neugierig auf mehr zu machen. Die Seiten fliegen nur so an einem vorbei! Sehr lobenswert sind außerdem die gut ausgearbeiteten Charaktäre. Eine Schande, dass der Goldmannverlag dieses Meisterwerk nicht mehr nachdruckt! Laymon rules! :P
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Beitragvon Leila2002 » Montag 17. Januar 2005, 18:56

Das ist mal ein interesanter Thread.

Also, auf jeden Fall kann ich die Bücher von Sandra Gulland über Joséphine Bonaparte empfehlen. Die drei Bücher sind in form eines Tagebuches verfasst und zegen das ganze Leben der Joséphine. Ihre Kindheit, ihre erste Ehe, die französische Revolution und schließlich ihre Ehe mit Napoleon.
Ich habe bei diesen Büchern geweint, gelacht und gefiebert. Einfach klasse. Dabei hatte ich das erste Buch rein zufällig in der Bibliothek entdeckt, weil ich mich für Geschichte so interessiere. Es war ein richtiger Glücksgriff.
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Beitragvon Esprit » Dienstag 18. Januar 2005, 21:08

Johannes Mario Simmel :"Liebe ist nur ein Wort" und
"Niemand ist eine Insel"

bei diesem Autor glaubt man vielleicht erst an Schnulzen - aber weit gefehlt,die Romane sind der Hammer,bei beiden war ich nach dem Lesen erstmal sprachlos...
"Der Wahnsinn ist ein Land, in das nicht jeder Zutritt hat. Man muss ihn sich verdienen."
(aus"Die grauen Seelen" von Philippe Claudel)
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Beitragvon Noxeema » Sonntag 30. Januar 2005, 14:05

ich habe durch zufall mal auf so nem wühltisch mit mängel exemplaren ein wunderbares buch gefunden ...
"Vielleicht lieber morgen" von Stephen Chbosky

Bei >>Vielleicht lieber Morgen<< handelt es sich um eine äußerst gut gestaltet Geschichte. Es geht um den 15-jährigen Charlie, der Briefe an einen (für den Leser) unbekannten „Freund" schreibt, allerdings keinen Absender angibt, sodass dieser „Freund" niemals auf seine Briefe antworten kann. In diesen Briefen erzählt Charlie von sich und seiner Vergangenheit und vor allem von der Gegenwart und die bis ins kleinste detail.

Charlie ist kein gewöhnlicher Junge. Sein Lehrer bezeichnet ihn als besonders und das ist er auch wirklich. Er kümmert sich meist nur um alle anderen: Seine Freunde und seine Familie. Und dabei lügt er und vergisst fasst seine eigenen Bedürfnisse. Er meint dies (natürlich) nicht böse.

Charlie wird von einer dieser „Jugend Wellen" überschwemmt: Die erste große Liebe, familiäre Probleme, Sex und Drogen. So ganz „nebenbei" verarbeitet er auch noch den Tod seiner Tante, für den er sich verantwortlich macht, und den Selbstmord seines besten Freundes. All dies zusammen führt zum totalen Chaos und Charlie verzieht sich in seine eigene Welt um sich erstmal wieder zu ordnen.
Quelle : Eine Amazon Rezension

noch ein schönes Zitat :
Daraus schließe ich, dass wir aus viele Gründen so sind, wie wir sind. Und vielleicht werden wir uns nie über die meisten klar werden. Aber selbst wenn wir keinen Einfluss darauf haben, woher wir gekommen sind, bleibt uns auf jeden Fall die Möglichkeit zu wählen, wohin wir gehen. Und wir können mit dem was wir tun, zufrieden sein.
Hab ich so glatte Haut , zieh sie in Streifen ab
Hab ich die klaren Augen , nimm mir das Licht
Hab ich die reine Seele , töte sie in Flammen
Habe ich dein Weib dann
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Audrey Niffenegger - Die Frau des Zeitreisenden

Beitragvon biberrulez » Freitag 6. Oktober 2006, 07:15

Vor knapp einem Jahr hab ich ein Buch gekauft als Mängelexemplar, das mich dermaßen von den Socken gehauen hat, so dass ich es jedem nur zur Lektüre ans Herz legen kann. Ich hatte es bereits vorher schon gesehen und fand den Inhalt interessant, aber es war mir als Blindkauf (da es das Buch zu diesem Zeitpunkt nur als Gebundene Ausgabe gab) zu teuer.

Die Rede ist von dem Roman „Die Frau des Zeitreisenden“ von Audrey Niffenegger. Das Buch wahr wohl ganz erfolgreich, zumindest tummelte es sich einige Zeit in diversen Bestsellerlisten, aber ich war überrascht, dass niemand hier etwas dazugeschrieben hat.

Der Titel sagt auch schon einiges zum Inhalt. Es geht im Prinzip um die Beziehung zweier Menschen: Clare und Henry. Die beiden könnten ein ganz normales Paar sein, wenn Henry da nicht diese Krankheit hätte, denn er ist ein Zeitreisender. Dabei weckt das Wort „Reisender“ sicherlich falsche Assoziationen, denn er tut dies nicht freiwilig und auch nicht, indem er eine Kapsel besteigt und dann startet. Nein, es wird verglichen mit einem epileptischen Anfall. Plötzlich überkommt es ihn und er landet irgendwo in der Zukunft oder der Vergangenheit, an irgendeinem Ort. (Eventuell beeinflußt er dies auf eine unbewußte Weiße?) Dabei verzichtet die Autorin aber auf Horrorszenarios; soll heißen, dass Henry sich nicht plötzlich einem Tyrannosaurus gegenübersieht oder in einem Atomkrieg landet. Häufig landet er nämlich bei Clare oder in deren Nähe.
Da die Inhaltsangabe von Zeitreisestorys immer kompliziert ist, zitierte ich hier Teile des Klappentextes (der nicht zuviel verrät und in diesem Fall scheinbar tatsächlich von jemandem geschrieben wurde, der auch das Buch gelesen hat.)

[…]ohne jede Ankündigung verstellt sich seine innere Uhr. Plötzlich und unerwartet stürzt er los, nie ist sicher, aus welcher Zeit er kommt und in welcher Zeit er bei Clare landet, aber immer ist sicher, dass er wieder bei ihr sein wird. Als sie sich das erste Mal begegnen, ist Clare sechs und Henry 36, aber in Wahrheit ist Henry nur acht Jahre älter als sie und schon lange mit ihr verheiratet.


Ich fand dieses Buch unglaublich. Absolut treffsicher und verständlich erzählt Audrey Niffenegger diese Geschichte und umschifft dabei jedes Zeitreiseklischee. Sie spielt mit den Paradoxien und reizt alles aus dem Thema aus. Auch, dass es sich laut Klappentext um eine Liebesgeschichte handelt, sollte niemanden abschrecken. Ich selbst lese keine Liebesgeschichten (okay, „Vom Winde verweht“ hab ich gelesen und ich fands klasse :oops: ) und lieber Horror, Action und Sci-Fi, aber dieses Buch: mann-o-mann. :love:
Um bildlich zu sprechen, sollte meine kleine Bibliothek Feuer fangen und ich könnte nur fünf Bücher retten, dann wäre dieses auf jeden Fall dabei. Ich hatte selten so oft bei einem Buch einen Kloß im Hals, an einigen Stellen lief es mir eiskalt den Rücken runter (incl. Geflügelhautentzündung) und leichtere Gemüter werden an einigen Passagen zweifellos mit den Tränen kämpfen müssen.
So :heulsuse: oder sogar so :heul:
"Er oder sie muss sich fragen, ob sein oder ihr Stilgefühl es ihm oder ihr erlaubt, so zu schreiben."
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Beitragvon kingdom » Freitag 6. Oktober 2006, 16:18

Aber selbst wenn wir keinen Einfluss darauf haben, woher wir gekommen sind, bleibt uns auf jeden Fall die Möglichkeit zu wählen, wohin wir gehen.


ein ganz übler Witz
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Beitragvon stephy » Samstag 14. Februar 2009, 20:31

Ich weiß jetzt nicht so recht, ob meine Frage hier richtig ist, aber stell sie mal trotzdem: Ich suche einen Buch-Geheimtipp zum Thema "Zombies". Würde so gern mal einen wirklich sehr, sehr guten Zombie-Roman lesen, so etwas wie "Dawn of the Dead" in Buchform. ;)
Hat mir da wer einen Tipp? Würd mich freuen. :heartbeat:
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Beitragvon Esprit » Freitag 27. März 2009, 20:57

stephy hat geschrieben:Ich weiß jetzt nicht so recht, ob meine Frage hier richtig ist, aber stell sie mal trotzdem: Ich suche einen Buch-Geheimtipp zum Thema "Zombies". Würde so gern mal einen wirklich sehr, sehr guten Zombie-Roman lesen, so etwas wie "Dawn of the Dead" in Buchform. ;)
Hat mir da wer einen Tipp? Würd mich freuen. :heartbeat:


"dawn o the dead" gibt es doch als Buch ;-)

ich kenn da noch z.B. "I'm Legend"...als Buch. Aber glaub das sind da keine Zombies, die da den letzten Mann auf der Welt bedrohen..bin mir nicht mehr so sicher.
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Beitragvon Bangor » Samstag 28. März 2009, 11:54

Von "I am Legend" habe ich als Kind die Verfilmung gesehen. Sie hieß Der Omega-Mann und in der Hauptrolle spielte Charlton Heston. Der Film hat mich derartig beeindruckt, durch seine Hoffnungslosigkeit und der Weltuntergangsstimmung, dass er zu meinen absoluten Lieblingsfilmen zählt.
"Zombies" kommen da nicht vor, aber die Menschen dort sind ebenfalls durch ein Bakterium befallen. Nur tot sind sie halt nicht und können sich auch besser artikulieren. :lernen:
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Beitragvon ShadowMan » Samstag 28. März 2009, 22:26

Da kann ich Dir John Russo - Untot und Die Nacht der lebenden Toten empfehlen, ist aber nicht mehr im regulären Handel erhältlich, Auktionsplattformen sollten da helfen.

Und bei Eloy Edictions gibt es eine sehr gute Anthologie namens Albions Alpträume: ZOMBIES!, die müsste noch erhältlich sein.
http://www.eloyed.com/zombie-anthologie.htm

Mein erstes Zombie-Buch war damals die Anthologie Das große Horror Lesebuch I, die hat meine Zombieleidenschaft sehr geprägt.
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Beitragvon ShadowMan » Samstag 28. März 2009, 22:33

Bangor hat geschrieben:Von "I am Legend" habe ich als Kind die Verfilmung gesehen. Sie hieß Der Omega-Mann und in der Hauptrolle spielte Charlton Heston. Der Film hat mich derartig beeindruckt, durch seine Hoffnungslosigkeit und der Weltuntergangsstimmung, dass er zu meinen absoluten Lieblingsfilmen zählt.
"Zombies" kommen da nicht vor, aber die Menschen dort sind ebenfalls durch ein Bakterium befallen. Nur tot sind sie halt nicht und können sich auch besser artikulieren. :lernen:


Da gibt es auch noch eine Schwarz/Weiss Variante mit Vincent Price, ich glaube, der hiess Last Man on Earth von 1964, den hatte ich damals irgendwo mal gesehen, ist schon ewig her. War aber auch nicht schlecht.
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Beitragvon ShadowMan » Sonntag 29. März 2009, 17:16

Dann kann ich hier noch die Zombie-Bücher von David Wellington - Stadt der Untoten und Nation der Untoten nennen, die waren auch nicht schlecht.

Von Brian Keene ist noch der Roman Das Reich der Siqqusim ein Muss.

Von David Moody ist eine Zombie-Reihe mit dem Titel Herbst am laufen, da warte ich erst einmal mit dem Lesen, bis ich alle zusammen habe.
Die heissen dann Herbst (1): Beginn, Herbst (2): Stadt, Herbst (3): Läuterung, Herbst (4): Mensch und Herbst (5): Zerfall, wobei die ersten beiden schon erschienen sind.

Und wer auf Comics steht, der sollte sich mal die Reihe The Walking Dead antun, sind gerade bei Band 7, sollen glaub ich 10 werden.
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Beitragvon stephy » Mittwoch 1. April 2009, 14:02

Boah danke Euch allen für die tollen Tipps! Wäre meine doofe Uni nicht, würd ich sofort mit den Büchern anfangen. :)
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