Gibt es in Deutschland keine guten Autoren ???

Rund ums Lesen allgemein

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Beitragvon Leila2002 » Samstag 26. August 2006, 17:35

torsten hat geschrieben:Da geb ich dir völlig Recht, Nenya - Kai Meyers Romane sind wirklich klasse. Die Mischung aus Geschichtlichem und Unheimlichen, die beherrscht er wirklich wie kein zweiter. Der letzte Roman, der ich von ihm gelesen habe, war Das Buch von Eden und es hat mich förmlich ungehauen!!!


Das Buch von Eden wollte ich auch schon unbedingt mal gelesen haben.
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Beitragvon stephy » Donnerstag 12. Oktober 2006, 15:02

ich hab die erfahrung gemacht, daß es eine ganze menge guter, junger deutscher autoren gibt. z.b. juli zeh mit ihrem ersten roman "adler und engel" - einfach klasse! über das, was danach kam, reden wir jetzt lieber nicht... :lookaround:

oder meine absolute favouritin: judith hermann. echt klasse! dann gibt es noch zoe jenny, auch eine sehr gute, junge, deutsche autorin... man muß nur etwas die augen offenhalten. oder mein liebling martin walser, der zwar dem alter nach auch mit grass in verbindung gesetzt werden könnte, der aber - im gegensatz zu grass - eben nicht (!) diese 2.-weltkrieg-literatur "betreibt".

ich hab am anfang fast nur ausländische literatur gelesen, bis ich die deutsche entdeckt und lieben gelernt habe. es stimmt schon, daß die deutsche literatur "anspruchsvoller" ist oder zumindest sein will (obwohl, wenn ich da an die sogenannte pop-literaten stuckgrad-barre oder christian kracht denke... :lookaround: ) - aber ich finde, das spricht auch für sich.

ich hab die erfahrung gemacht, daß viele romane, die internationalen kurzweiligen erfolg feiern, nichts für mich sind. für mich ist ein gutes buch ein buch, das mich zum nachdenken bringt. also nicht direkt unterhaltungslektüre ist.
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Beitragvon susa » Freitag 13. Oktober 2006, 14:22

stephy hat geschrieben:. z.b. juli zeh mit ihrem ersten roman "adler und engel"


Ich hab "Spieltrieb" von ihr gelesen und versuch noch immer, diesen pseudotiefsinnigen und völlig banalen Blödsinn zu verdrängen. :P
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Beitragvon jule » Freitag 13. Oktober 2006, 15:10

@stephy magst du christian kracht nich? :P
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Beitragvon stephy » Freitag 13. Oktober 2006, 15:26

nee, kracht ist wirklich nicht so mein fall... :P vielleicht auch, weil er als begründer der pop-literatur gilt und ich diese verabscheue... :lookaround: aber im vergleich zu anderen pop-literaturen finde ich ihn immer noch am besten von diesen.

susa: genau das meine ich; "spieltrieb" oder auch das tagebuch, das sie auf ihrer bosnien-reise geführt hat... einfach bescheuert. und irgendjemand muß ihr seit "adler und engel" gesagt haben, daß sie gute metaphern macht - die "dappt" sie in ihren späteren geschichten für meinen geschmack einfach zu sehr aus. gerade in "spieltrieb".
"die schule ist wie ein albatros..." --- oh gott... :kotz: welch vergleich!

aber "adler und engel", ihr erstlingswerk ist wirklich sehr empfehlenswert. da wußte sie noch von nix. :P
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Beitragvon Woerterschmied » Samstag 2. Dezember 2006, 10:52

meiner meinung nach gibt nur einen richtig guten deutschen schriftsteller zur zeit und das ist frank schätzing!

-der schwarm (das einzige buch das in dtld sakrileg vom thron stoßen konnte)
-lautlos (sehr geil! besonders die hauptfigur ist genial!)
-tod und teufel (so ähnlich wie name der rose nehm ich an, noch nicht gelesen)
-mordshunger (noch nicht gelesen, i-was über suchtbefriedigung von 14 menschen oder so)

echt lesenswert!
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Beitragvon Nimrod » Samstag 2. Dezember 2006, 12:32

Ich finde im Bereich Fantasy muß man Bernhard Hennen erwähnen. Mit Elfen und Elfenwinter hat er wirklich hervorragende Bücher abgeliefert, die sich vor amerikanischen Fantasy-Sagen wie LvEuF und ähnlichem in keinster Weise verstecken müssen. Auch waren es die besten Bücher aus dieser Ork-, Zwerge-, und was-weiß-ich-nicht-noch-Reihe.
Ich werdemir auf jeden Fall demnächst noch Elfenlicht zulegen und auch mal einen Blick in seine älteren Sachen werfen.
Mmn ein Autor, der vielzu wenig Aufmerksamkeit bekommt.
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Beitragvon Leila2002 » Mittwoch 13. Dezember 2006, 11:22

Habe die Elfen gelesen und kann dir nur begesitert zustimmen. :greenjump:
Es gibt sogar schon einen dritten Teil von den Elfen.
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Beitragvon stephy » Montag 5. Februar 2007, 21:51

deutschland setzt eigentlich recht wenig auf den nachwuchs. vielmehr kauft manbereits bewährte bücher aus dem ausland ein... :kotz:
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Beitragvon Morgaine le Fay » Dienstag 8. Januar 2008, 13:07

Gwenhwyfar hat geschrieben:Ich gestehe aber, ich selbst lese bei deutscher Literatur eher die Klassiker und kaum etwas nach 1945...


Ist bei mir genau so. Ich habe früher mal etwas Wolfgang Hohlbein gelesen und auch, wenn seine Stories oft ganz gut sind, mag ich seinen Schreibstil überhaupt nicht.
Ich lehne Gewalt ab, weil das Gute, das sie zu bewirken scheint, nicht lange anhält; dagegen ist das Schlechte, das sie bewirkt, von Dauer.
[Mahatma Gandhi]
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