Nie zuende gelesen

Rund ums Lesen allgemein

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Nie zuende gelesen

Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Mittwoch 27. Juni 2007, 12:04

Weil Odetta diesen Punkt im anderen Thread aufgriff:
Odetta hat geschrieben:Im Gegensatz dazu, Bücher die ich begonnen, aber nie fertig gelesen habe:
Schuld und Sühne (Dostojewski), Die Säulen der Erde (Ken Follett), Die Füchse im Weinberg (Lion Feuchtwanger), Harry Potter -Die Kammer des Schreckens, Der Glöckner von Notre Dame (Victor Hugo)
uvm.


Mich interessiert, welche Bücher ihr nicht zuende gelesen habt oder auch die, für die ihr zumindest mehr als einen Anlauf gebraucht habt. Und die Gründe ... denn ich denke, man kann ein Werk wie "Krieg und Frieden" etwa durchaus gut finden, aber schlichtweg überfordert sein vom Umfang und von der Zeit, die man dafür braucht, sodass man irgendwann rauskommt und es bei Seite legt.

Ich hab vor ca. 2 Jahren "Der Zorn" von D. Marquart weggelegt, weils mich nur noch angeödet hat. Und bei welchem Buch ich immer wieder scheitere: "Lady Chatterley". Ich finde den Stil entsetzlich ermüdend und bin schon nach kurzer Zeit genervt. Nix Show, nur Tell, das kann ich nicht ...
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Re: Nie zuende gelesen

Beitragvon Roland of Gilead » Mittwoch 27. Juni 2007, 14:24

Ginny-Rose_Carter hat geschrieben: man kann ein Werk wie "Krieg und Frieden" etwa durchaus gut finden, aber schlichtweg überfordert sein vom Umfang und von der Zeit, die man dafür braucht, sodass man irgendwann rauskommt und es bei Seite legt.


Ja, genauso war es bei mir. Als ich das wieder weiterlesen wollte, kam mir alles recht verwirrend vor, sodass ich überhaupt nicht mehr wusste, was jetzt da genau war, etc.pp..
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Beitragvon stephy » Mittwoch 27. Juni 2007, 15:59

Aktuelles Beispiel: "Faust II". Ich hab eingesehen, daß ich zu dumm für diese Lektüre bin... :lookaround:
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Beitragvon Gwenhwyfar » Donnerstag 28. Juni 2007, 10:02

Ich geb die Hoffnung nicht auf bei:

Walden von H.D.Thoreau
Die falsche Kiste von Robert Louis Stevenson & Lloyd Osbourne
Malte Laurids Brigge von Rilke (sooo düster und traurig, fiel mir immer schwerer, weiterzulesen :frown)
Alles ist erleuchtet von Jonathan Safran Foer

:mrgreen:

Die ersten 3 liegen seit Jahren bei mir mit Lesezeichen im Bücherregel. :rolleyes: Mal war es die Stimmung, mal kam ein anderes Buch dazwischen, mal zog es sich zu sehr, so daß ich vorerst die Lust vorlor.
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Beitragvon stephy » Donnerstag 28. Juni 2007, 10:05

Ging mir mit Walden auch so. :lookaround:
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Beitragvon Gwenhwyfar » Donnerstag 28. Juni 2007, 10:20

Ich erinnere mich. :mrgreen:
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Beitragvon Odetta » Donnerstag 28. Juni 2007, 11:24

Hm, also ich leg Bücher eigentlich nur aus Langeweile weg. Sie können grauslig oder kitschig oder auch verwirrend sein, ich les sie doch fertig. Aber wenn es langweilig wird, d.h. wenn die Handlung irgendwie auf nichts hinausläuft, dann leg ich es weg, weil ich in der Zeit schon 3 andere gelesen habe könnte. Wenn es so dahindümpelt und man seit zig Seiten schon auf irgendein Erlebnis wartet. Also wenn ich mich fragen: Um was geht es da eigentlich Himmelherrgott.
Bei dünneren lese ich sie auch da fertig, Bsp. Nana - Zola (also da hab ich mich vielleicht geärgert), aber auch "Der Verdacht" von Kafka hab ich mit "muss" fertiggelesen. Aber begeistert war ich nicht. (jaja bin ein Banause)
Aber diese Russen! :aehm Mir fehlt es wohl an Intelligenz für diese Weltliteratur, aber die Genialität konnte ich noch nicht entdecken. Bleibt mir ein Rätsel was an denen so wahnsinnig toll sein soll.
Das sind genau die Bücher von denen jeder meint man muss sie einfach gelesen haben, obwohl die wenigsten sie wirklich gelesen haben.

auch nicht ferig gelesen:
Sofie´s Welt - (weiss garnicht warum)
und "Gehen" v. Thomas Bernhard :asdf: so ein Schmoarn.

EDIT * Natürlich quatsch. Dürrenmatt muss es heissen.
Zuletzt geändert von Odetta am Montag 2. Juli 2007, 11:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon stephy » Donnerstag 28. Juni 2007, 16:38

Odetta hat geschrieben:Aber diese Russen! :aehm Mir fehlt es wohl an Intelligenz für diese Weltliteratur, aber die Genialität konnte ich noch nicht entdecken. Bleibt mir ein Rätsel was an denen so wahnsinnig toll sein soll.
Das sind genau die Bücher von denen jeder meint man muss sie einfach gelesen haben, obwohl die wenigsten sie wirklich gelesen haben.



Ich hoffe, Du spielst da nicht auf einige aus diesem Forum an. :lookaround: :lol2:
Ich weiß für meinen Teil nicht, was an den Russen nicht wahnsinnig toll sein soll. :lol2:
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Beitragvon Odetta » Freitag 29. Juni 2007, 11:19

stephy hat geschrieben:Ich hoffe, Du spielst da nicht auf einige aus diesem Forum an.

Was denn wir haben Russen im Forum? :engel2: Nein, also alle Anwesende (noch lebend, und eventuell mitlesenden) dürfen sich ausgenommen fühlen! :P
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Beitragvon Nimrod » Freitag 29. Juni 2007, 12:07

Bücher in Briefform und Horrorklassiker. Durch Dracula habe ich mich noch so gerade durchgequält, aber mit "Gefährliche Liebschaften" quäl ich mich inzwischen seit zwei Jahren herum und Frankenstein hab ich gerade mal zur Hälfte geschafft. Weiß nicht warum, eigentlich lese ich gerne auch Bücher in, ich nenn es mal, etwas altertümlicher Sprache. Dumas z.B. hab ich verschlungen, "Der Glöckner von Notre Dame" ist ein meiner Lieblingsbücher.

Darüber hinaus hab ich gerade bei meinem Fantasy-Konsum öfters mal ins Klo gegriffen. Erinnere mich grade vor allem an "Die Drachen". Da hats f´gerade mal für die ersten beiden Kapitelgereicht :lol2:
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Beitragvon stephy » Freitag 29. Juni 2007, 13:22

Odetta: Natürlich keine Russen im genetischen Sinne, aber Russenleser. :P
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Beitragvon Leila2002 » Freitag 29. Juni 2007, 15:07

Gwenhwyfar hat geschrieben:Ich geb die Hoffnung nicht auf bei:


Malte Laurids Brigge von Rilke (sooo düster und traurig, fiel mir immer schwerer, weiterzulesen :frown)


Habe mich auch durch das Buch durchkämpfen müssen. Aber ich brauchte es für ein Referat und eine Vorlesung. Das Thema ist gut, nur die Schreibweise war ein wenig anstrengend zu lesen.

Zum Thema:
Nie zu Ende gelesen hab ich: Licht im August von Faulkner.

Habe es angefangen, weil Stephen King Faulkner gelesen hat. Bei Herr der Fliegen war sein Tipp goldrichtig gewesen, aber mit Licht im August konnte ich gar nichts anfangen.
Ich quälte mich 100 Seiten lang und habe die ganze Zeit nichts verstanden. Auch habe ich auf ein spannendes Erlebnis umsonst gewartet. Nee, das war nix für mich. :ohhh:
Es ist auch das einzige Buch, neben einem Sachbuch, das ich nie zu Ende gelesen habe.

Ein anderes Buch, wo ich mich richtig durchkämpfen musste war: Die Säulen der Erde. Ich habe es zu Ende gelesen und zum Schluss war es auch nicht schlecht, aber ich glaube meine Erwartungen waren einfach zu groß.
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Beitragvon biberrulez » Freitag 29. Juni 2007, 16:57

Ich fühle mich eigentlich verpflichtet, alle Bücher, und seien sie auch noch so grottenschlecht, zuende zu lesen. Das ist einerseits ein bisschen bekloppt, andererseits gehören viele meiner absoluten Lieblingsbüchern zu der Kategorie, die ich bis zur Hälfte am liebsten zugeklappt und aus dem Fenster geschmissen hätte, z.B. Richards Adams "Shardik", Peter Straub "Geisterstunde" oder Bret Easton Ellis "Die Informanten". Was wäre mir entgangen, hätte ich aufgegeben.

Angefangen, aber nicht zuende gelesen habe ich:
"Flossen weg" von Christopher Moore. Werd da aber noch einmal einen Anlauf machen. Hatte es damals angefangen und dann erschien "Puls" von King. Da hab ichs halt auf Seite gelegt; war aber auch nicht so dolle.

Ebenfalls nicht beendet: Tadeusz Kwiatkowski - Die sieben ehrbaren Todsünden. Irgendso ein DDR-Schinken, den meine Großtante aufm Dachboden gefunden hat. Da gehört er auch hin. :lol2:
"Er oder sie muss sich fragen, ob sein oder ihr Stilgefühl es ihm oder ihr erlaubt, so zu schreiben."
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Beitragvon Gruselfreund » Sonntag 1. Juli 2007, 16:57

Ich fühle mich eigentlich verpflichtet, alle Bücher, und seien sie auch noch so grottenschlecht, zuende zu lesen.


Ja das kenne ich, geht mir genauso. Manchmal nervt das richtig, weil ein Buch so richtig langweilig sein, und ich es doch nicht weglegen kann :ohhh:
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Beitragvon Odetta » Montag 2. Juli 2007, 11:50

stephy hat geschrieben:Odetta: Natürlich keine Russen im genetischen Sinne, aber Russenleser. :P

Achsooo du meinst
Das sind genau die Bücher von denen jeder meint man muss sie einfach gelesen haben, obwohl die wenigsten sie wirklich gelesen haben.

Nein nein, von den Leuten hier im Forum geh ich davon aus, das sie die Sachen gelesen haben von denen sie behaupten. Wer sie gelesen hat, darf sie natürlich toll finden! :biggrin:
Mir kamen eher die möchtegern Literaten in den Sinn, die groß daher reden über "Dostojewski" und "Tolstoi" etc. weil es so gscheit klingt. Wenn man aber mal genau nachfragt, was sie denn schon gelesen haben, werden sie ganz leise. :orange:

Nimrod hat geschrieben:"Der Glöckner von Notre Dame" ist ein meiner Lieblingsbücher.

Ich weiss nicht warum ich mir dabei so schwer getan habe... vielleicht war mir die Handlung schon zu bekannt.
Hast du "die Elenden" / Les Miserables gelesen? Noch nie ist es mir schwerer gefallen ein Buch wieder ins Regal zu stellen nachdem ich es ausgelesen hatte. Am liebsten hätte ich es noch ein paar Tage mit mir rumgetragen. :P

Zu Dumas fällt mir "der Graf von Monte Christo" ein, auch nicht ferig gelesen.
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