Nie zuende gelesen

Rund ums Lesen allgemein

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Beitragvon stephy » Montag 2. Juli 2007, 13:01

"Graf von Monte Christo" hab ich damals verschlungen. Kann mich sogar noch an die Situation erinnern; das war kurz vor Studiumsantritt und eine Bohrmaschine vor unserem Haus ist plötzlich nachts angesprungen und nicht wieder ausgegangen und unser Nachbar ist rübergelaufen... :P Höhö, was man nicht alles vergißt! :lol2:
Ich mußte mich damals entscheiden; auch rausgehen und gaffen oder weiterlesen, hab mich fürs Weiterlesen entschieden. :P

"Schuld und Sühne" ist eins der besten Bücher für mich von Dostojewski. Ich hab damals sogar meine ganze Todesstrafemeinung umgekrempelt, nachdem ich das Buch gelesen hatte... Hab ihn auch nie als Krimi gelesen, immer als philosophisches Werk. Und mindestens 3x verschlungen. :P Genauso wie "Brüder Karamasow".
Für mich ist das Besondere an der russischen Literatur, daß die Romane oft in ganz einfachen Kreisen spielen. Es sind Menschen, mit denen man sich sehr gut identifizieren kann. Natürlich gibt es hier auch Ausnahmen, aber die Identifikation mit den Protagonisten ist einfach etwas Besonderes der russischen Literatur für mich.
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Beitragvon Gwenhwyfar » Montag 2. Juli 2007, 13:37

Der Graf von Monte Christo fand ich unglaublich spannend und toll erzählt. Edmond Dantes gehört für mich zu den faszinierendsten und beeindruckendsten literarischen Figuren überhaupt. Mit dem würd ich gern mal eine Weltreise machen. :love:
"Für jedes Übel gibt es zwei Mittel, die Zeit und das Stillschweigen."

Die Elenden von Hugo schätze ich noch höher ein. Absolutes Meisterwerk. Spannend, 100 verschiedene, ineinander verwobene Geschichten, herzeigreifend, ohne dabei je kitschig zu werden und vor allem; mit einer dem Autor auf der Seele brennenden Aussage. Eines der ganz großen Werke des 19. Jahrhunderts.
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Beitragvon Odetta » Montag 2. Juli 2007, 13:54

hm... also zu
Identifikation mit den Protagonisten
: zB der Idiot (hab ich fertiggelesen).... lool jaja da hab ich keine Probleme,... nein im Ernst, die Figur (Fürst Myschkin?) hat mir gleich gefallen! Er war mir sympathisch, ich hab ihn gemocht. Ich hab mich durchgewühlt Seite um Seite.... hab aber nur wenig von diesem angenehemen Charakter gefunden. Ich hätte gern mehr "Idiot" und weniger russische Gesellschaft gehabt.
Grml egal, ... ich hab mich geoutet und nun is´gut. macht schon den Eindruck, als lese ich kein Buch fertig. :P

Gwenhwyfar hat geschrieben:Die Elenden von Hugo schätze ich noch höher ein. Absolutes Meisterwerk. Spannend, 100 verschiedene, ineinander verwobene Geschichten, herzeigreifend, ohne dabei je kitschig zu werden und vor allem; mit einer dem Autor auf der Seele brennenden Aussage. Eines der ganz großen Werke des 19. Jahrhunderts.

Schön gesprochen! :sweet
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Re: Nie zuende gelesen

Beitragvon Morgaine le Fay » Dienstag 8. Januar 2008, 13:03

Odetta hat geschrieben:Im Gegensatz dazu, Bücher die ich begonnen, aber nie fertig gelesen habe:
Schuld und Sühne (Dostojewski)


Kann ich gar nicht verstehen, ich fand das gut. :(

Odetta hat geschrieben:"Der Verdacht" von Kafka hab ich mit "muss" fertiggelesen.


"Der Verdacht" sagt mir zwar nichts, aber Kafka ist auch immer gut. :heulsuse:

Naja, ich habe "Die elfte Plage" von John S. Marr und John Baldwin nie zu Ende gewesen, aber das ist auch das einzige Buch. Obwohl es schon Bücher gab, bei denen ich in Versuchung war.
Ich lehne Gewalt ab, weil das Gute, das sie zu bewirken scheint, nicht lange anhält; dagegen ist das Schlechte, das sie bewirkt, von Dauer.
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Beitragvon Odetta » Dienstag 8. Januar 2008, 14:23

@ Morgaine
Das war mein Fehler. Der Verdacht ist von Friedrich Dürrenmatt.
Der Prozess von Kafka.
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Beitragvon Morgaine le Fay » Dienstag 8. Januar 2008, 15:58

Okay, dachte schon, ich hätte da was verpasst. ;)
Den Prozess fand ich aber gut. Naja, die Geschmäcker eben...
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Beitragvon Leila2002 » Dienstag 8. Januar 2008, 19:03

Sorry, aber das Buch Der Prozess fand ich sehr langweilig. Hab es immer noch nicht zu Ende gelesen. Dabei dachte ich auch immer Kafka würde mir gefallen.
Naja vielleicht gefällt mir ja Verwandlung besser.
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Beitragvon Morgaine le Fay » Dienstag 8. Januar 2008, 21:01

Bestimmt. :) Mir hat "Die Verwandlung" zumindest ziemlich gut gefallen, war mal etwas "fantastischer" als das, was Kafka sonst schreibt. Aber ich bin eh ein Kafka-Fan. ;)
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Beitragvon Leila2002 » Dienstag 8. Januar 2008, 23:22

Ich werde die Verwandlung auf jeden Fall lesen. Muss nur noch die Zeit dazu finden.
Ich gehe sie mal suchen... :koopa: :laugh:
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Beitragvon Beverly-Marsh » Dienstag 8. Januar 2008, 23:46

@Leila: Ich kann dir die Verwandlung auch nur wärmstens Empfehlen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen
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Beitragvon Odetta » Mittwoch 9. Januar 2008, 09:06

Da kann ich mich nur anschließen! Die Verwandlung ist kein Vergleich. Sehr feine Geschichte! :lernen:
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Beitragvon Robert_Herold_ » Sonntag 20. Januar 2008, 21:39

Meteor von Dan Brown.
Ich hab des einfach net fertiggekriegt, ausserdem kam mir Stephen Kings Saga vom Dunklen Turm dazwischen.
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Beitragvon LittleMissCabyCane » Donnerstag 31. Januar 2008, 23:48

Leider: Die Schatzinsel. 3 Mal angefangen, jedes Mal gelangweilt weggelegt.
"...Du wirst nur dann neue Ozeane entdecken, wenn du den Mut besitzt, deinen Blick von der Heimatküste abzuwenden..."

(André Gide)
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Beitragvon stephy » Freitag 1. Februar 2008, 00:09

Ehrlich, Little? Ich habs verschlungen! ;)
... die gleich tot in Ohnmacht fällt
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Beitragvon Maik » Freitag 1. Februar 2008, 06:06

Robert_Herold_ hat geschrieben:Meteor von Dan Brown.
Ich hab des einfach net fertiggekriegt, ausserdem kam mir Stephen Kings Saga vom Dunklen Turm dazwischen.



Könntest du dazu vielleicht im vorgesehenen Thread etwas drüber schreiben? Wenn es geht ein bissi im Vergleich zu Sakrileg und/oder Illuminati? Hatte Meteor schon unzählige Male in der Hand, aber nie getraut es zu kaufen, da es heißt, dies war das erstlingswerk von Brown, und deshalb net gut.


Danke schonmal. :lookaround:
Egal ob Sandkorn oder Stein.
Im Wasser gehen sie beide unter.
Merk dir das!

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