Mängelexemplare

Rund ums Lesen allgemein

Moderator: Annie_!

Beitragvon Noxeema » Mittwoch 22. Oktober 2003, 18:00

das Teufelchen hat geschrieben:wo kriegt man solche Mängelexemplare überhaupt her?


manchmal stehen auch so kisten mit den büchern in großen supermärkten . da hab ich alle meine mängelexemplare her (bis jetzt sinds nur 8 Stück :P )

in aachen gibt es von der Mayerschen Buchhandlung immer am ersten Samstag jeden Monats einen Ausverkauf von schlechten/kaputten Büchern in ner Lagerhalle die bei mir inner Nähe is . Da hab ich alle fünf Bände von Zetsuai 1989 (ist ein Manga) für 8€ bekommen . Und da waren nur ein paar knicke im Einband . Dann hab ich noch zwei R.L.Stine Taschenbücher und Der Exorzist als Mängelexemplar . An den Büchern war keine Mängel zu finden , keine Rechtschreibfehler , keine doppelt bedruckten oder fehlende seiten ...
Hab ich so glatte Haut , zieh sie in Streifen ab
Hab ich die klaren Augen , nimm mir das Licht
Hab ich die reine Seele , töte sie in Flammen
Habe ich dein Weib dann
töte mich und iss mich ganz auf
Benutzeravatar
Noxeema
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 41
Registriert: Mittwoch 1. Januar 2003, 18:54
Wohnort: NRW

Beitragvon aubrey » Mittwoch 22. Oktober 2003, 18:16

ich hab die erfahrung gemacht, das "mangelexemplar" nur bedeutet, dass der buchrücken nicht ganz gerade, sondern leicht verschoben ist. also wenn man das buch von oben betrachtet, bildet der buchrücken keine gerade linie.
Bild
Benutzeravatar
aubrey
Bücherwurm
 
Beiträge: 127
Registriert: Freitag 20. April 2001, 00:01
Wohnort: Land unter

Beitragvon theklaus » Mittwoch 22. Oktober 2003, 18:54

Mängelexemplare können alles mögliche sein:
verschobene Buchrücken
fehlende Seiten
leere Seiten
Lagerschäden
oder einfach nur ein Stempel "Mängelexemplar" um die Buchpreisbindung zu umgehen 8)
21 ist nur die Hälfte der Wahrheit!
Benutzeravatar
theklaus
Master of BookOla
 
Beiträge: 198
Registriert: Freitag 28. April 2000, 00:01
Wohnort: Pfeddersheim

Beitragvon torsten » Donnerstag 8. Januar 2004, 22:54

Scheint so, als würdet ihrs mit der Jagd nach Mängelexemplaren ernst meinen ...
Daher ein paar Tipps von mir (bin seit meinem 16. Lebensjahr eifriger Mängelexemplar-Jäger):

1) Die besten reduzierten Bücher bekommt ihr meistens zu zwei Jahreszeiten - entweder Anfang oder Mitte des Jahres. Am besten geht ihr dafür in relativ große Kaufhäuser wie Karstadt, Kaufhof, etc.

2) Je größer die Buchhandlung, umso größer die Chance an Restbestände ranzukommen

3) Wenn alle Stricke reißen, schaut doch einfach mal bei Jokers.de vorbei - die haben Spitzen-Angebote von Restbeständen, Mängelexemplaren etc.

Viel Spaß beim Jagen!
Benutzeravatar
torsten
Leseratte
 
Beiträge: 319
Registriert: Montag 15. Dezember 2003, 17:26
Wohnort: Ludwigshafen am Rhein

Beitragvon ichbin » Freitag 9. Januar 2004, 13:19

Hab letztens ein Buch von Amazon gehabt, da konnte man es merken, das es ein Mängel-Exemplar war (Es fehlte ein Blatt). Nur doof, das ich gar keins bestellt hatte.
"Die Landschaft seiner Poesie war immer noch die Wüste..."

Salman Rushdie
Die satanischen Verse
Benutzeravatar
ichbin
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 3
Registriert: Mittwoch 26. März 2003, 22:57
Wohnort: Göttingen

Beitragvon Walter » Samstag 10. Januar 2004, 23:53

Ich weis noch das ich mit 9 Jahrn oder so mal zu irgentson Faschingsspiel Winnetou 1 -3 (also 3 Bücher) gewonnen habe. Damals stand ich auch sehr auf diese Abenteuerzeug (Jack London) und hab sie auch mit Freude gelesen. Dann im zweiten Teil war ich plötzlich ab der Mitte mitten in Teil drei. :evil: Außerdem warn einige Seiten verkehrtrum gedruckt... Jedenfalls hab ich nie mehr Karl May gelesen obwohls ja nicht seine Schuld ist. Ich hab einfach das interesse verloren.
Ich Zeige dir die Angst in einer Handvoll Staub.
Benutzeravatar
Walter
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 12
Registriert: Donnerstag 17. Oktober 2002, 11:42
Wohnort: Dresden

Beitragvon stephy » Montag 12. Januar 2004, 18:55

Solltest Du dann aber nicht den Mängelexemplaren zuschulden kommen lassen... ;) Hättest Dir das Buch ja einfach aus der Bibliothek ausleihen können... ;)

Also; mein Tip ist auch www.jokers.de - einfach gute Bücher für wenig Geld! :)
... die gleich tot in Ohnmacht fällt
Benutzeravatar
stephy
Literaturkritiker
 
Beiträge: 1040
Registriert: Montag 26. Februar 2001, 01:01
Wohnort: Nürtingen

Mängelexemplare

Beitragvon ABCDVITAMIN » Samstag 7. Februar 2004, 20:14

Ein Lagerarbeiter hat mir mal erzählt, daß viele Bücher als Mängelexemplar gestempeltn werden, um die Buchpreisbindung zu umgehen. Das wird dann gemacht, wenn Lagerkapazität benötigt wird und die Bücher raus müssen. Erst mit Mängelstempel können die Bücher billiger angeboten werden.

Gruß

ABCDVITAMIN :D
ABCDVITAMIN
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 7
Registriert: Montag 26. Januar 2004, 18:42
Wohnort: Hessen

Beitragvon Dunkle_Hexe » Montag 5. April 2004, 12:19

Ich hab bei meinen beiden Mängelexemplaren nie einen wirklich Mangel gefunden.Wohl Glück gehabt...
Wenn du lange genug in einen Abgrund blickst,blickt der Abgrund irgendwann auch in dich
Benutzeravatar
Dunkle_Hexe
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 34
Registriert: Freitag 12. März 2004, 14:15
Wohnort: Oranienburg/bei Berlin

Beitragvon hans_maulwurf » Dienstag 5. April 2005, 20:34

Ich hatte schon öfters "Mängelexemplare" in den Händen bei denen ich den Mangel nicht erkennen konnte. Dumm nur, dass ich zu diesen Zeitpunkten wirklich nie Geld dabei hatte. :wink:
[URL=http://www.sportgamez.com/]Bild
~~~~~~~~~~~> Macht mit bei der Elferduell-Liga! <~~~~~~~~~~~[/URL]
Benutzeravatar
hans_maulwurf
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 25
Registriert: Donnerstag 6. Januar 2005, 04:22
Wohnort: Gudensberg

Beitragvon Gwenhwyfar » Mittwoch 6. April 2005, 10:05

Wie schon öfters in diesem Thread angemerkt, sind fast alle Bücher, welche man in der Remitten-/Mängelexemplar-Box finden kann, tatsächlich gar keine. Allein durch den Stempel oder Strich befindet sich ein Buchladen in der Lage, die Bücher zu Preisen von 3 € oder weniger anzubieten. Außerdem ist so ausgeschlossen, daß ein Buchhändler diese ersteht und zu "normalen" Preisen weiterverkauft. Dazu folgt noch der Aspekt der "Verunstaltung"; ein Buch mit Mängelexemplar-Stempel erstehe ich nur für mich, niemals aber zum Verschenken.
Für Vielleser, welche gern das eine oder andere Buch selbst besitzen möchten, ist dies ein tolles System. Ich selbst habe in meinem Bücherregel eine Menge an Büchern, die sich von fabrikneuen nur durch diesen kleinen Vermerk unterscheiden. Mein Gesamtersparnis dadurch beträgt mindestens 100 €.
...those were the days...der Rest ist sunshine.
Bild
"Mädchen - großer Gott. Sie können einen verrückt machen, wirklich."~H.C.~
Benutzeravatar
Gwenhwyfar
Moderatorin
 
Beiträge: 785
Registriert: Freitag 7. Dezember 2001, 01:01
Wohnort: Hamburg

Beitragvon Eddy Baur » Donnerstag 2. März 2006, 15:48

Diese Bücher können durchaus noch in sehr gutem Zustand sein und einfach nur alt und vom Verlag aus dem Handel zurückgezogen, weil zum Beispiel eine neue Auflage erschienen ist.
Benutzeravatar
Eddy Baur
Bücherwurm
 
Beiträge: 249
Registriert: Montag 21. November 2005, 18:44
Wohnort: Grönland

Beitragvon Rush » Donnerstag 30. März 2006, 14:33

Ich habe ein Mängelexemplar von "Im Kabinett des Todes". Der einzige Mängel ist der Abstand zum Rand, denn links ist er kleiner als rechts. :D
Hat auch nur 1,95€ gekostet
Benutzeravatar
Rush
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 32
Registriert: Dienstag 28. März 2006, 15:04
Wohnort: Nähe FFM

Beitragvon DePfaelzer » Freitag 31. März 2006, 10:59

ich habe einen großteil meiner star trek bücher aus den wühltischen in den kaufhäusern :-P
und mängel waren keine zu finden und vor allem hat man dabei schön geld gespart.
[FSK 12]: Der Held bekommt das Mädchen.
[FSK 16]: Der Bösewicht bekommt das Mädchen.
[FSK 18]: Alle bekommen das Mädchen!!!
DePfaelzer
Bücherwurm
 
Beiträge: 122
Registriert: Mittwoch 29. März 2006, 09:47
Wohnort: Pfalz

Beitragvon biberrulez » Freitag 29. September 2006, 07:43

Mängelexemplare sind fantastisch. Ich stürme jeden Wühltisch, auf dem irgendetwas Lesbares zu finden ist. Ich habe sicherlich schon hunderte Bücher mit Remittenden-Stempel und nicht ein einziges davon hat tatsächlich einen Mangel. Lediglich einmal hätte ich fast ein Buch gekauft von Asimov. Kurz vor der Kasse fand ich beim Durchblättern aber einen Zettel darin und auf dem stand, dass knapp 150 Seiten fehlen. Da hab ichs wieder weggelegt. Ansonsten steure ich sogar im Urlaub jeden real an, da es dort fast immer was gibt. Aber eigentlich wollte ich mal ein Erlebnis im Zusammenhang mit Mängelexemplarbüchern erzählen, von dem ich immer wieder gern berichte.

Vor zwei Jahren im Sommer durchstöberte ich mal wieder eine Bücherwühlkiste und wurde auch fündig. Drei Bücher grinsten mich an. Angesichts des bevorstehenden Urlaubs aber nahm ich nur eines (eine Kurzgeschichtensammlung von Philip K. Dick). Das eine der zwei anderen Bücher, die ich nicht mitnahm, habe ich längst vergessen; das andere war "Die Haarteppich-Knüpfer" von Andreas Eschbach. Dieses Buch nicht zu kaufen fiel mir schon etwas schwerer, weil ich es bereits viele Jahre zuvor in einer Buchhandlung gesehen hatte und es irgendwann mal lesen wollte. Aber wie gesagt, mit Blick auf die Urlaubskasse: :nonono2:
Wieder zuhause beschäftige es mich aber doch noch. Hätte ich es vielleicht doch kaufen sollen? 2,95 Euro sind ja nicht die Welt!
In solchen Fällen suche ich mir Entscheidungshilfe. Mit anderen Worten: Ich sehe mir die Rezensionen bei amazon an. Die waren durchweg gut, doch was musste ich darüberhinaus lesen: Das Buch war vergriffen und nur noch gebraucht über Zweitverkäufer zu erwerben; und zwar für 30 Euro. 30 Euro für ein gebrauchtes Taschenbuch :greenjump:? 30 Euro für ein gebrauchtes Taschenbuch, das in einer Wühlkiste für 2,95 zu haben war?
In diesem Moment ratterte die grauzellige Rechenmaschine zwischen meinen Ohren. Ich schaute bei ebay, was so für das Buch geboten wurden. 20-30 Euro. Wenn ich ein Buch für 3 Euro kaufte und für das zehnfache verkaufte, wäre das ein beachtlicher Gewinn. :lol2:
Doch was tun? Wenn ich das Buch kaufte und las, könnte ich es kaum hinterher verkaufen. (Bin da ein bißchen neurotisch. Selbst von Büchern, die arabisch rückwärts vorgelesen besser wären, kann ich mich nicht trennen, wenn ich sie gelesen habe.)
Wenn ich es verkaufte und irgendwann mal lesen wollte, würde ich mich dann vielleicht in mein Hinterteil beisen.
Langer Rede kurzer Sinn: Ich dachte mir, kauf es erstmal und dann kannste weitersehen.
Gesagt getan: Ich also wieder hin und die Kiste umgegrämpelt. Ah, das wars ja: Andreas Eschbach - Die Haarteppichknüpfer. Super!!! Aber vielleicht hatte ich noch andere gute Bücher übersehen. Ich hab ja Zeit - also: stöber stöber stöber. Und da fand ich tatsächlich ein zweites Exemplar. Irre!!! Ich würde eins behalten können und das andere verkaufen. Als ich kurz darauf die gesamte Kiste durchwühlt hatte, fand sich tatsächlich noch ein drittes Exemplar. Ich ging zur Kasse und kaufte drei Mängel-Exemplare desselben Buches. In den folgenden Woche las ich ein Exemplar (tolles Buch, steht jetzt im Regal :lernen: ) Die anderen zwei verkauft ich für zusammen ca. 50 Euro bei ebay. :lol2:
Und letztes Jahr sehe ich in der Buchhandlung, dass das Buch neu erschienen ist (nur mit einem häßlicherem Cover) und für 8 Euro für jedermann zu haben ist. :rofl:

Es lohnt sich also immer mal nach Schätzen in solchen Kisten Ausschau zu halten. Vielleicht hat einer von Euch ja mal dasselbe Glück. Ich gönns Euch. :hallo:
"Er oder sie muss sich fragen, ob sein oder ihr Stilgefühl es ihm oder ihr erlaubt, so zu schreiben."
Richard Dawkins
Benutzeravatar
biberrulez
Bücherwurm
 
Beiträge: 201
Registriert: Donnerstag 28. September 2006, 10:39
Wohnort: Thüringen

VorherigeNächste

Zurück zu Bücher und Lesen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron