Geschichten schreiben in der Schule

Tipps, Tricks und Infos rund ums schreiben

Moderator: Ginny-Rose_Carter

Beitragvon TimeGypsy » Mittwoch 6. Februar 2008, 21:33

auch wenn das Thema schon älter ist, ich will ja nicht extra was neues dazu aufmachen...

also in letzter Zeit habe ich in TV-Berichten, etc. öfter gehört, was soll man tun, damit Schüler sich mehr fürs lesen interessieren, die Schüler wären ja oft soo schlecht, können nicht richtig lesen und schreiben.. und an den Lehrplänen/Richtlinien könnte man ja auch nicht viel ändern, bzw. davon abweichen und was anderes im Unterricht machen...
Da habe ich immer das Gefühl, die Schulen haben eine Zeitreise zurück ins Mittelalter oder sonst wohin gemacht.

Wir haben damals in der Grundschule jedenfalls etwas gemacht, was allen Spaß gemacht hat, wo alle mitgemacht und auf jeden Fall auch was fürs Leben gelernt haben:
wir haben innerhalb von 2 oder 3 Jahren 3 Bücher geschrieben!

Schade, dass unsere Lehrerin, die das mit uns gemacht hat, wohl nur eine Ausnahme war. (wobei wir später nochmal einen Lehrer hatten, der sich nicht stur an den Lehrplan hielt...)

Ich bin jedenfalls nicht die einzige, die sich bis heute gerne daran erinnert und in dieser Zeit mehr gelernt hat als in all den anderen Schuljahren, wo nur der "normale" Unterrichtsstoff durchgenommen wurde.
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Beitragvon Morgaine le Fay » Mittwoch 6. Februar 2008, 21:50

Hmm ... Im Deutsch-Unterricht haben wir sowas eigentlich gar nicht gemacht. Außer, man zählt die "Kurzgeschichten", die wir an Hand von Bildergeschichten in der Grundschule schreiben durften (für die meisten: mussten), mit. ;)
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Beitragvon Silver » Mittwoch 6. Februar 2008, 22:43

Ich finde das auch sehr schade und eigentlich sogar ärgerlich. Man hat den heutigen Lehrplan solange bearbeitet und ausgeschlachtet, dass so gut wie kein Platz mehr für kreatives Arbeiten, bzw. Schreiben bleibt.
Meiner Meinung nach sollte die Kreativität genauso Geschult werden, wie das Arbeiten nach vorgegebenen Richtlinien, oder zumindest wieder einen höheren Stellenwert bekommen.

Naja, aber trotzdem glaube ich, dass es uns in Zukunft nicht an guten und zahlreichen Schriftstellern mangeln wird! :laugh:

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Beitragvon stephy » Mittwoch 6. Februar 2008, 23:09

Bei uns hießen die freien Aufsätze damals noch Erlebnisaufsätze und sie haben wirklich tierisch Spaß gemacht. :heartbeat: Das war so in der fünften bis zur sechsten Klasse Realschule, da hatten wir ne große Themenvorgabe und konnten mehr oder weniger schreiben, was wir wollten. Besonders gefragt war immer "Was habe ich in den Ferien alles erlebt". :lol2:

Das kreative Schreiben wird kaum an Schulen gefördert, das liegt aber nicht an den Lehrern, die sich an den Lehrplan größtenteils halten müssen. Das liegt wohl leider daran, daß die Aufgaben des Deutsch-Unterrichts wohl in erster Linie Lektürevermittlung (wie gehe ich mit literarischen Texten um etc.) und Rechtschreibung (u. Zeichensetzung) sind.
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Beitragvon TimeGypsy » Donnerstag 7. Februar 2008, 15:38

also was mir gut in Erinnerung geblieben ist, war eine Aufgabe in Deutsch, wo wir zu einem kurzen Zeitungsartikel eine Geschichte schreiben sollten. Aus Sicht eines der Betroffenen, Hintergrundgeschichte, wie es also zum ereignis kam, etc. - da hatten wir viel Freiheit, wie wir das schreiben wollten, worüber... Ich wunder mich noch heute, dass ich da ne 1 für meinen Aufsatz bekommen habe. Ich konnts mir nämlich nicht verkneifen und hab daraus eine MacGyver-Story gemacht. :lol2: :lol2:
(einziges Manko: die Story sollte ja nicht allzu lang werden und zum Zeitungsartikel passen. Daher war das Ende alles andere als MacGyver-typisch. Aber was solls, es war ne 1! :lol2: )
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