das ICH-DU-ER-SIE-ES-Problem

Tipps, Tricks und Infos rund ums schreiben

Moderator: Ginny-Rose_Carter

Beitragvon stephy » Sonntag 18. Februar 2007, 01:52

genau das meine ich. man kann auch die figuren wechseln. man sollte einfach mehr damit herumexperimentieren. alles hat seine vor- und nachteile. ;)
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Beitragvon Woerterschmied » Sonntag 18. Februar 2007, 12:40

stephy hat geschrieben:wörterschmied; und wie hältst du es mit ich-perspektiven beim schreiben? ;)


kennst du "black house" von stephen king. das buch hat einen wir-erzähler (die beiden autoren king und peter straub) und da heißt es dann immer:

"unbemerkt schleichen wie jack, underem helden, hinterher"
oder
"ein ungesehener blick durchs schlüsselloch genügt, um uns zu zeigen, dass wir unsere beiden turteltäubchen wohl besser alleine lassen sollten. schon fliegt uns ihr slip entgegen, wir entschwinden mit roten wänglein wieder durch das schlüsselloch nach draußen"

das fand ich genial gemacht! und das ist auch der grund, warum nach diesem meinem ersten king-buch noch 30 weitere folgten.

------------------------------------------------------------
ich-erzähler hab ich noch nie wirklich gebraucht, aber einmal auch einmal einen wir für eine KG ("wir besuchen joe palmer an einem heißen julitag in seinem haus in texas. er wird unsere präsenz, liebe mitreisende, gar nicht bemerken, also treten wir einfach durch die offene tür hinein und leisten unserem gastgeber joe etwas gesellschaft")

das zu schreiben, hat echt spaß gemacht! :read:
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Beitragvon Nimrod » Sonntag 18. Februar 2007, 13:34

Ich weiß nicht,diese, ich nenn sie mal "Reiseleiter-Perspektive", kann ich irgendwie gar nicht leiden. Da ist mir alles andere lieber als das. Am meisen mag ich halt diese typische PoV-Schreibweise in der dritten Person, danach kommt die Ich-Perspektive, dann eigentlich diese Geschichtenzähler-Perspektive, wie z.B. im Herr der Ringe. Dieses "Lasstuns malschauen..." usw. kommt irgendwann ganz zum Schluß.
Lasciate ogni speranza, voi ch' entrate ! ! !

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Beitragvon stephy » Sonntag 18. Februar 2007, 20:31

ist bei mir ganz ähnlich; ich mag auch keine wir-perspektiven. ;)
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Beitragvon Woerterschmied » Montag 19. Februar 2007, 11:50

ihr seid auch krüsch :laugh:
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Beitragvon stephy » Montag 19. Februar 2007, 15:36

was heißt krüsch??????
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Beitragvon Woerterschmied » Montag 19. Februar 2007, 15:45

nicht alles essen / mögen; wählerisch sein


beispiel:
"Das Essen ist wirklich gut, ich kann das beurteilen, denn ich bin krüsch"; "Wenn Klein Erna ihren Spinat nicht essen wollte, lustlos in der Buchweizengrütze ohne Zucker und mit Magermilch oder im pampigen Kartoffelmus herumstocherte, sagte Mutter Puvogel: 'Nu sei maa nich so krüsch!'"
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Beitragvon stephy » Montag 19. Februar 2007, 19:17

ach so, welchem dialekt entspringt das wort? ;)
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Beitragvon Woerterschmied » Montag 19. Februar 2007, 20:43

keine ahnung :D aber ich hab bis jetzt noch kaum einen getroffen, der es kannte :laugh:

... könnte plattdütsch sein :lol2:
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Montag 19. Februar 2007, 22:17

Die Wir-Perspektive ist nichts für mich, ich fühle mich da immer so bevormundet vom Erzähler.
Die Ich-Perspektive habe ich bei Thrillern oder auch Horror nicht mehr sonderlich gern, weil mich stört, dass ich daher schon weiß, dass der Protagonist überleben wird. Manchmal gibt es zwar ein überraschendes Ende, gerade bei Kurzgeschichten, indem der Ich-Erzähler etwa aus einem Verlies heraus erzählt oder so, aber in den gewöhnlichen Thrillern liest man heraus, dass der Protagonist ein normales Leben führt und eben rückblickend erzählt - das finde ich dann nicht mehr so spannend, zu lesen, wie er von einem Mörder verfolgt wird, weil ich zumindest schon weiß, dass er davonkommt.
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Beitragvon stephy » Montag 19. Februar 2007, 23:11

ich finde, da könnten autoren auch mehr mit der phantasie spielen (sag gerade ich, ich weiß... :P), z.b. wie bei "american beauty" (ist jetzt ein film, aber der vergleich paßt trotzdem); der ich-erzähler erzählt die geschichte und am ende kommt das unerwartete.

würde es das häufiger auch bei ich-perspektiven geben, würde man nicht mehr glauben, automatisch zu wissen, daß der erzähl-protagonist überlebt. :lol2:
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Dienstag 20. Februar 2007, 10:29

Ja, allerdings mag ich das nicht, wenn der Ich-Erzähler im Nachhinein doch tot ist - da fühl ich mich verarscht. Ich will es wenn schon recht früh erfahren, aber nicht als Pointe. Bei "American Beauty" z.B. sagt der Erzähler es ja zu Beginn, dass er in einem Jahr tot sein wird ... das finde ich dann noch okay.
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Beitragvon stephy » Dienstag 20. Februar 2007, 11:54

ginny ist sehr krüsch ;) :lol2:
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Dienstag 20. Februar 2007, 12:56

:lach :lach :lach
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Beitragvon Woerterschmied » Dienstag 20. Februar 2007, 16:33

jetzt wird mein vokabular noch in die exkremente gezogen! :roll:
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