Eure persönliche Entwicklung!

Tipps, Tricks und Infos rund ums schreiben

Moderator: Ginny-Rose_Carter

Eure persönliche Entwicklung!

Beitragvon kingdom » Dienstag 22. November 2005, 18:41

Falls ihr schon länger schreibt, was fällt euch auf, wenn ihr eure Anfangswerke mit den heutigen vergleicht? Sind euch eure ersten Werke peinlich, könnt ihr euch damit noch identifizieren?

Ich habe bei meinem 1. Roman festgestellt, dass die Sprache zu Beginn eine gänzlich andere ist als zum Ende hin. Ab der Mitte ca. ähnelt der Text schon einem Gedicht, soviel sprachliche Mittel hab ich da verarbeitet.

Wie siehts bei euch aus?
kingdom
Bücherwurm
 
Beiträge: 165
Registriert: Donnerstag 13. Oktober 2005, 14:13

Re: Eure persönliche Entwicklung!

Beitragvon Eddy Baur » Dienstag 22. November 2005, 18:51

bluesaway83 hat geschrieben:Falls ihr schon länger schreibt, was fällt euch auf, wenn ihr eure Anfangswerke mit den heutigen vergleicht? Sind euch eure ersten Werke peinlich, könnt ihr euch damit noch identifizieren?

Ich habe bei meinem 1. Roman festgestellt, dass die Sprache zu Beginn eine gänzlich andere ist als zum Ende hin. Ab der Mitte ca. ähnelt der Text schon einem Gedicht, soviel sprachliche Mittel hab ich da verarbeitet.

Wie siehts bei euch aus?


Ja, wenn ich mir meine ersten Versuche ansehe denke ich schlicht weg: Gequirlte Scheisse!

Von langweilige, stupide Dialoge bis hin zu fast keinerlei Ortsbeschreibungen etc.
Benutzeravatar
Eddy Baur
Bücherwurm
 
Beiträge: 249
Registriert: Montag 21. November 2005, 18:44
Wohnort: Grönland

Beitragvon theMoellermann » Mittwoch 23. November 2005, 20:41

Hach, woher kenne ich das nur? :mrgreen:

Jaja, meine ersten Schreibversuche sind heute aus meiner Sicht nur noch lächerlich, stumpf und sterbenslangweilig - schmöker zwischendurch aber trotzdem gerne nochmal in meinen älteren Werken. :D
Benutzeravatar
theMoellermann
Leseratte
 
Beiträge: 385
Registriert: Montag 28. Juli 2003, 11:10
Wohnort: Schortens (bei Wilhelmshaven)

Beitragvon Anke Sky » Samstag 26. November 2005, 00:08

Ja, meine ersten Schreibversuche finde ich heute, größtenteils, sehr lustig. Da waren zwar durchaus auch ganz gute Ideen dabei, aber der Stil war manchmal noch sehr holprig und manche Dinge noch sehr unbeholfen. Ich habe auch irgendwo einen Roman rumliegen, den ich über mehrere Jahre hinweg geschrieben habe, der Stil im 1. Teil des Buches ist ganz anders als im Rest des Buches. Daran merke ich, wie sich mein Stil verändert hat, ich, hoffentlich, einiges dazu gelernt habe. Und das dann mit den heutigen Geschichten verglichen ist wieder was ganz anderes. Manch ältere Geschichte gefällt mir aber auch heute noch ganz gut, war von der Idee her frisch und vielleicht auch ungeschminkter. Wegschmeißen würde ich die alten Sachen auf keinen Fall. Könnte ich ja noch was draus machen. :wink:
I thougt the whispering came from inside the walls
I heard some footsteps echoe in the deserted halls
But there was noone here

"Ghost" von "Anke Pekarsky"
Benutzeravatar
Anke Sky
Bücherwurm
 
Beiträge: 213
Registriert: Dienstag 27. September 2005, 16:46
Wohnort: Nürnberg

Beitragvon Nimrod » Samstag 26. November 2005, 00:11

Ich habe leider noch nicht so viel geschrieben, als dass ich von mir behauüten könnte, dass ich bei mir schon eine deutliche Entwicklung erkennen könnte. Ich bin aber mal sehr gespannt darauf, wie ich das in ei paar Jahren sehen werde, wenn ich schon mehrere Geschichten geschrieben habe...
Lasciate ogni speranza, voi ch' entrate ! ! !

Dante Alighieri (1265-1321)

Bild
Benutzeravatar
Nimrod
Leseratte
 
Beiträge: 424
Registriert: Dienstag 25. Oktober 2005, 01:19
Wohnort: Leixlip, Irland

Beitragvon das Teufelchen » Montag 28. November 2005, 08:00

Ich glaube eine persönliche Weiterentwicklung wird jeder an sich einmal erleben, das ist nicht nur mit dem Schreiben so.

Ich sehe das bei mir (leider) auch immer häufiger. Leider habe ich dann aber noch nicht "die Kraft" dazu, die alten Sachen "auf Vordermann" zu bingen und meinem aktuellen Stil anzupassen. Meist fehlt mir da die entscheidende Idee.
Des Teufelchens neuer Aufenthaltsort:

Fräulein Drache @ home

Facebook
Benutzeravatar
das Teufelchen
Bücherfetischist
 
Beiträge: 587
Registriert: Dienstag 19. März 2002, 01:01
Wohnort: München

Beitragvon Sachmet_Atropos » Samstag 11. November 2006, 15:46

Mir gehts im Moment so, dass ich gern nochmal meinen angefangenen Roman komplett umschreiben würde. Weil der Stil auch am Anfang anders ist als später... ich glaub das Problem ist, dass ich seit über einem Jahr nicht mehr dran geschriebn hab und die erste Seite aus dem jahr 2001 stammt oder so... man sollte nicht so lange an derselben Sache arbeiten, weil ich denk mit der Zeit ändert sich der Stil immer ein bisschen.
Sachmet_Atropos
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 3
Registriert: Samstag 11. November 2006, 15:27
Wohnort: Leipzig

Beitragvon Laurin » Donnerstag 16. November 2006, 22:48

Der Stil kann sich schon ändern, aber was ist daran so schlimm.
Wenn der alte Stil gefällt, dann die Geschichte im alten Stil einfach beenden.
Wichtig ist doch wohl ob die Handlung zum Stil passt und umgekehrt.
Gruß Laurin :lernen:
Bild
Benutzeravatar
Laurin
Moderator
 
Beiträge: 838
Registriert: Samstag 14. Dezember 2002, 12:34
Wohnort: Schönebeck/Elbe

Beitragvon stephy » Montag 5. Februar 2007, 21:42

meinen ersten "roman" (kann man wohl nicht so nennen!) hab ich mit 13 jahren geschrieben. hatte sogar ganz stattliche 184 din-a-4-seiten. sprachlich: mißerabel. inhaltlich: ebenfalls sehr plump, aber muß zugeben, daß einiges durchaus recht phantasievoll war... --- im gegensatz zu heute; da hab ichs irgendwie nicht mehr so mit der phantasie, da fasziniert mich vielmehr der alltag. sprachlich hat sich natürlich auch einiges getan im vergleich zu meinem 13. lebensjahr (will ich doch hoffen!). aber die phantasie hat eindeutig nachgelassen.
... die gleich tot in Ohnmacht fällt
Benutzeravatar
stephy
Literaturkritiker
 
Beiträge: 1040
Registriert: Montag 26. Februar 2001, 01:01
Wohnort: Nürtingen

Beitragvon Laurin » Dienstag 6. Februar 2007, 02:09

Na, das wird sehr verschieden sein.
ich habe einige Texte aus sehr frühen Zeiten gefunden und finde deren Inhalte für Wert das sie weiter entwickelt werden.
Klar das einiges anders gestaltet werden muss. Doch jetzt (seit 1989) habe ich die Freiheit dazu, die ich damals nicht hatte. Jetzt kann ich meiner Fantasie freien Lauf lassen. Ich finde, dass sich mir damit gewaltige Welten geöffnet haben. Reale und phantastische Welten.
Gruss Laurin :monstereyeroll_lightgreen:
Benutzeravatar
Laurin
Moderator
 
Beiträge: 838
Registriert: Samstag 14. Dezember 2002, 12:34
Wohnort: Schönebeck/Elbe

Beitragvon forsakingmax » Mittwoch 7. Februar 2007, 19:28

Das interessiert mich, erzähl mehr davon, Laurin.
MFG Markus

Bild
Das Wakan-Tanka.
forsakingmax
Leseratte
 
Beiträge: 322
Registriert: Montag 23. Februar 2004, 11:55
Wohnort: Graz

Beitragvon Laurin » Donnerstag 8. Februar 2007, 00:18

Oh, da muss ich weit ausholen.
Ich hatte schon immer irgendwelche Ideen zu Geschichten. Schon deshalb, weil ich sehr viel gelesen habe. Mein Traum war es, wie soll es wohl anders sein, mal selbst ein Buch zu veröffentlichen.
Einige Geschichten hatte ich auch irgendwo angeboten – aber nie eine Antwort erhalten. Sicher sind sie durch die Zensur gefallen. Ich habe aber mein Buch trotzdem verfasst und eine Auflage für mich „verlegt“.
Alles reine Handarbeit. In Druckbuchstaben geschrieben, mit ausgeschnittenen Bildern beklebt und natürlich ein Cover dazu gebastelt. Computer gab es da noch nicht. Mein erstes Buch war fertig – toll was? Drei Geschichten sind drin. Eigentlich hatte ich es lange Zeit vermisst. Ich wusste nicht mehr wo es war. Bis vor einem Jahr ein ehemaliger Schulkamerad von mir, ihm hatte ich eine Ausgabe Mitternachtsgrauen zugeschickt, mir mein Buch nach über 30 Jahren zurückgeschickt hat. Echte Fans heben eben gute Bücher auf. Ich habe nicht schlecht gestaunt und war auch überglücklich meine Geschichten wieder lesen zu können.
Mittlerweile habe ich noch weitere Konzepte gefunden und will sie irgendwann überarbeiten und weiterentwickeln. :grinsking:
Gruß Laurin
Bild
Benutzeravatar
Laurin
Moderator
 
Beiträge: 838
Registriert: Samstag 14. Dezember 2002, 12:34
Wohnort: Schönebeck/Elbe

Beitragvon Torsten2 » Sonntag 18. Februar 2007, 12:07

Meine ersten Geschichten haben locker auf eine, wenn nicht sogar auf eine halbe Seite gepasst, aber jetzt ziehen sich hin bis auf vier- bis fünfhundert Seiten.
Meine Devise ist: Bring die Akteure in eine scheiß Situation und versuch sie da raus zu holen oder wenn du es nicht schaffst, lass sie darin verrecken.
Wer viel gelesen hat, gilt als gebildet.
Torsten2
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 46
Registriert: Freitag 26. Dezember 2003, 22:47
Wohnort: Freiburg im Breisgau

Beitragvon stephy » Sonntag 18. Februar 2007, 20:41

bei mir ist es andersrum... und zwar genau andersrum verlaufen! ;)

hab früher laaaaaaaaaaaaaaange kurzgeschichten geschrieben, die waren jedenfalls nach jedem korrigieren noch länger als vorher... :lookaround: jetzt werden sie seltsamerweise immer kürzer. schdephy schreibt keine sieben-seiten-kurzgeschichten mehr, sondern beschränkt sich oft auf ein, zwei wenn nicht sogar ne halbe seite... :minieek:
Benutzeravatar
stephy
Literaturkritiker
 
Beiträge: 1040
Registriert: Montag 26. Februar 2001, 01:01
Wohnort: Nürtingen

Beitragvon kingdom » Sonntag 18. Februar 2007, 21:19

die Kunst ist es auch, sich kurz zu fassen und den Leser nicht mit überflüssigen Details zu belasten
kingdom
Bücherwurm
 
Beiträge: 165
Registriert: Donnerstag 13. Oktober 2005, 14:13

Nächste

Zurück zu Das Autoren Forum

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

cron