Wenn Sie im Leben etwas anderes tun können als schreiben ...

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Wenn Sie im Leben etwas anderes tun können als schreiben ...

Beitragvon Eddy Baur » Montag 23. Januar 2006, 17:05

"Wenn Sie im Leben etwas anderes tun können als zu schreiben, dann rate ich Ihnen: Tun Sie das."

- Georges Simenon -

Wenn ich auf Webseiten für Hobbyautoren, oder auf Webseiten bekannter Schriftsteller solchen oder ähnlichen Satz lese, verdirbt mir das glatt die ganze Lust am Schreiben.

Andreas Eschbach hat ja eine interessante Webseite übers Schreiben erschaffen, aber wieso zitiert er dann solch einen Satz? Damit sind die ganzen Tipps, die er gibt, überflüssig ..

Was meint ihr?
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Beitragvon kingdom » Montag 23. Januar 2006, 18:38

Weil das Schreiben Ausdruck innerer Spannungen ist, die abgebaut werden müssen. Somit ist es nicht selten eine Qual, allerdings glaube ich, is das eher ironisch gemeint. Denn was gibt es befriedigerendes, als einen kreativen Schaffensprozess? :P
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Beitragvon Eddy Baur » Montag 23. Januar 2006, 18:50

bluesaway83 hat geschrieben:Weil das Schreiben Ausdruck innerer Spannungen ist, die abgebaut werden müssen. Somit ist es nicht selten eine Qual, allerdings glaube ich, is das eher ironisch gemeint. Denn was gibt es befriedigerendes, als einen kreativen Schaffensprozess? :P


Jede Arbeit kann manchmal eine Qual sein. Soll dass dan heißen, das man am besten überhaupt nichts machen soll?
Wenn auch ironisch - langsam gehen mir die Sprüche gehörig auf dem Senkel.
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Beitragvon kingdom » Montag 23. Januar 2006, 18:55

würde es wirklich eine qual ein, würde Georges Simenon nicht schreiben. Allerdings existiert auch ohne Qual keine Freude und Befriedigung kommt erst, wenn ein Text/KG fertig ist. Bis dahin (so gehts jedenfalls mir) leidet man mit dem Text, als wäre er das eigene todkranke Kind, das bald wieder gesund werden soll!
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Beitragvon Marc » Montag 23. Januar 2006, 21:15

Seien wir mal ehrlich:
Für einen Autoren sind andere Autoren letzten Endes Konkurrenten.
Daher solche und ähnliche Sprüche: versucht es gar nicht erst, so kann mich auch keiner von meinem Thron stoßen.

O.K., dass ist vielleicht eine etwas schwarzmalerische Sicht, aber ich glaube, dass ein Fünkchen Wahrheit schon drin steckt.
Autoren, die sich gegenseitig helfen sind meist die, die es noch zu nichts gebracht haben (zumindest in kommerzieller Hinsicht).
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Beitragvon Eddy Baur » Montag 23. Januar 2006, 21:38

Marc hat geschrieben:Autoren, die sich gegenseitig helfen sind meist die, die es noch zu nichts gebracht haben (zumindest in kommerzieller Hinsicht).


Jupp, siehe Sol Stein, James N. Frey und wie sie alle heißen. Sieht man Bücher von denen in den Bestsellerlisten? Nope ...
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Beitragvon Marc » Montag 23. Januar 2006, 21:43

Ja, eigentlich schade, vorallem weil James N. Frey in seinem "Wie man einen verdammt gunten Roman schreibt" doch sehr sympathisch herüber kommt :-P
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Beitragvon das Teufelchen » Dienstag 24. Januar 2006, 07:43

Also wenn ich den Satz auf mein Umfeld beziehe, bedeutet es so viel wie: Wer schreibt, wird nicht reich. Und bis auf ganz wenige Begnadete Schrifststeller ist das doch auch der Fall.
Meine Eltern sind z.B. von je her dagegen, dass ich schreibe. Sie finden es zwar als "Hobby" ganz OK, aber ich soll doch lieber in meinem richtigen, langweiligen Beruf bleiben, da verdiene ich wenigstens sozusagen mein Leben. Eine Schreiberkarriere garantiert nicht die Suppe im Teller.
So würde ich das sehen.
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Beitragvon Eddy Baur » Dienstag 24. Januar 2006, 11:33

Ich will ja nicht dadurch reich werden. GLaube auch nicht, daß ich jemals dadurch reich werden könnte. Ich will nur schreiben und veröffentlichen. Das genügt mir.
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Beitragvon das Teufelchen » Mittwoch 25. Januar 2006, 10:21

Das ist auch eine vernünftige Einstellung! :P

Und wie gesagt, glaube ich, dass genau das die "großen" Schriftsteller mit solchen Zitaten vermitteln wollen. :wink:
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Beitragvon Eddy Baur » Freitag 27. Januar 2006, 12:43

das Teufelchen hat geschrieben:die "großen" Schriftsteller


Mh, naja, ich für meinen Teil habe von diesem George Simmons, äh Simenon oder wie der Typ heißt - noch nie etwas gehört oder gelesen.

Muss mir das peinlich sein?
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Beitragvon Marc » Freitag 27. Januar 2006, 18:49

Ich denke nicht...
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Beitragvon Eddy Baur » Freitag 27. Januar 2006, 19:22

Kennst du den denn?
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Beitragvon susa » Freitag 27. Januar 2006, 20:06

George Simenon ist ein- durchaus bekannter- Krimiautor.
Ich zitier mal:

Aus seiner Feder stammen rund 400 Romane, die über 400 Millionen mal verkauft und in mehr als 50 Sprachen übersetzt wurden. Einen Teil davon schrieb er unter verschiedenen Pseudonymen. Er ist einer der meistgelesenen Autoren der Welt und zugleich „Vater“ des berühmten Pariser Kommissars Maigret, den er in insgesamt 85 Romanen schwere Kriminalfälle mehr durch Menschenkenntnis als durch Logik lösen lässt.
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Beitragvon das Teufelchen » Montag 30. Januar 2006, 07:43

Dass wir den nicht kennen, liegt bestimmt daran, dass er Krimi schreibt. Jemand der sich nicht für Horror interessiert, wird unter Umständen auch King nicht kennen.
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