Selbstkostenverlage - Pro und Contra

Tipps, Tricks und Infos rund ums schreiben

Moderator: Ginny-Rose_Carter

Beitragvon Mike1978 » Mittwoch 10. September 2003, 15:54

das Teufelchen hat geschrieben:Ist ja verständlich, aber meiner ist vielleicht was um die 80 Seiten und eine Aktuelle Geschichte die ich verfasst habe hat vielleicht mal gerade 40.


80 Seiten ist wirklich ein bisschen wenig. Ein durchschnittlicher Roman hat normalerweise so 200 Seiten. Und das ist schon wenig in meinen Augen. Schau dir mal die Wälzer von King an...

Um beim Thema zu bleiben: ein Selbstkostenverlag druckt dir natürlich alles was du willst. Egal ob 10 oder 1000 Seiten. Aber ein "normaler" Verlag verlangt schon umfangreichere Manuskripte. Bei unbekannten Autoren dürfen es aber auch nicht zuviel Seiten sein. Viele Seiten = hohe Kosten und ein Risiko ob es gekauft wird oder nicht.

Bleib einfach am Ball und versuch ausführlich zu formulieren. Nimm dir King als Beispiel. Der ist ja der Meister darin, wenn es um Nebensächlichkeiten geht ;-)

Schönen Gruß
Mike
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Beitragvon das Teufelchen » Donnerstag 11. September 2003, 06:42

Ja, ja, lies mal was von mir.... :bounce:

Sagen wir meine "Romane" sind eher überdimensionale Kurzgeschichten. Mir sind KG sowieso lieber, weil ich selbst auch eher Lesefaul bin und daher auch kurz schreibe. An die wirklich dicken Wälzer von King wage ich mich erst gar nicht ran.... Wobei wir wieder beim Anfang der Diskussion wären. KG finden bei Nonames keinen Absatz...

Mal schauen, wenn ich meine Aktuelle Geschichte, die ich noch nciht an Klaus geschickt hab auf das Format von Romansuche ausrichte und noch mal beim Korrekturlesen einige Stellen ausreize wie viele Seiten ich dann zusammen bekomme....
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Beitragvon das Teufelchen » Donnerstag 11. September 2003, 07:13

Hey, ich da grad noch mal nachgerechnet... die verlangen ein Format 1 Seite zu 30 Zeilen á 60 Zeichen. Das sind pro Seite 1.800 Zeichen!!! An sich noch kein Problem. Aber auf den maximalen 100 Seiten gesehen sind das logischerweise 180.000 Zeichen insgesamt! So viel Ausbessern kann ich gar nicht. Weil ich grad mal auf 100.000 Zeichen komme.... *säufz*
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Beitragvon Mike1978 » Donnerstag 11. September 2003, 09:35

Hi,

also wie gesagt, du musst bei Romansuche nicht deinen ganzen Roman einstellen, sondern lediglich das Expose (Inhaltsangabe) und ein kurzes Kapitel bzw. Leseprobe.

Um deinen Roman zu "strecken" gibt es einige Mittel. Du könntest z.B. die Dialoge vertiefen, Nebenhandlungen oder neue Handlungsstränge einbauen. Die Schauplatze detailliert beschreiben etc. Von welchem Roman reden wir eigentlich? Von dem Teenie-Kitsch oder von was Neuem?

Oder... gleich von vorn anfangen und was neues schreiben :D

Gruß
Mike
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Beitragvon das Teufelchen » Donnerstag 11. September 2003, 11:18

im Moment rede ich von was neunem.... Den Teeni-Kitsch habe ich nämlich nicht auf PC, das heißt, ich müsste es nicht noch mal Korrekturlesen, sondern auch noch mal neu tippen, da ich damals noch keinen PC hatte und ales auf Schreibmaschine geschrieben habe.

Das "neune" ist aber auch wieder etwas der Sparte "bereits total ausgeschlachtet". Auch wieder so ne Art Alien-Quatsch. (Du siehst, auch ich bin von dem was ich zu Papier bringe nicht überzeugt)
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Beitragvon Holger » Donnerstag 11. September 2003, 11:51

Du solltest dich nicht von vornherein selbst fertigmachen. Alien-Geschichten müssen ja nicht unbedingt schlecht sein, nur weil es schon eine ganze Menge davon gibt. Alles andere war auch schon oft da und kann deshalb trotzdem gut sein.
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Beitragvon Payam » Montag 3. November 2003, 17:48

Ich habe auch irgendwann mal vor meinen Roman zu veröffentlichen und mich ein wenig umgeschaut.

Zur kostengüstigsten Publikation eines Romans kann man sich an "Books on Demand" wenden, die auch eine Manuskriptberatung anbieten: www.bod.de

Ich hab noch nicht alles durchgelesen, aber die Manuskriptberatung folgt auch telefonisch. Die Korrigieren und sagen auch was zum Inhalt. Hört sich ganz gut an. Das kostet eine Pauschale von 89€, was sogar noch zu verktaften wäre.

Ein Versuch ist es Wert. Vielleicht werden die Kosten ja vom Christkind beglichen :D
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Book on demand

Beitragvon Nenya » Mittwoch 12. April 2006, 10:51

Was haltet ihr davon? Oder hat hier jemand schon Erfahrung damit gemacht??
Ist das vielleicht eine Chance wenn man keinen Verlag findet?
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Beitragvon Eddy Baur » Mittwoch 12. April 2006, 12:35

Nein, ist es nicht.
Der Buchumschlag eines BOD-Buchs ist der Sarg eines Manuskripts, verfasst von einem verzweifeltem, frustierten Hobbyschriftsteller.
Ein teurer Sarg, und an der Beerdigung nimmt niemand, ausser die engsten Freunde des Verfasser, Teil.
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Beitragvon mystic » Mittwoch 12. April 2006, 12:36

Book on Demand ist immer ein zweischneidiges Schwert

Wenn man keinen Verlag findet, aber gerne ein Buch von sich in den Händen halten will ist Books on Demand eine gute Alternative.

Für 300 Euro bekommst Du dort schon ein Taschenbuch.

Bei Verlagen ist Books on Demand allerdings sehr schlecht angesehen, weil dort eben jeder gleich welcher Qualität veröffentlichen kann....deshalb macht ein Bod Buch meist einen schlechten Eindruck auf einer Vita.

Wenn Du das Buch allerdings nur für Dich, Freunde, Verwandte u.s.w haben willst ist Bod eine sehr gute Sache.
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Beitragvon Bangor » Mittwoch 12. April 2006, 13:16

BoD wird auch gerne genommen, wenn man einen Buchhändler kennt und es sich um regionale Themen handelt. Dann stellt er es sich auch in das Schaufenster.
Oder man macht Heimatvereine usw darauf aufmerksam, die dann etwas Werbung dafür machen.
Bei Romanen und Horrorstorys natürlich nicht.
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Beitragvon Delorian Jain » Donnerstag 18. Mai 2006, 10:30

BoD kommt einem erster Klasse Begräbniss eines Manuskripts gleich. Es eignet sich allenfalls für Leute, die ihr Buch nicht verkaufen wollen sondern im Bekannten- und Familienkreis verschenken wollen. Außerdem ist es unverschämt teuer. Es wird für die Produktion meist über 1000 Euro verlangt, je gedrucktem Buch muß nochmals was gezahlt werden und dann verlangen die auch noch je verkauftem Buch eine Provision. Der Autor bezahlt also zuerst kräftig für sein eigenes Buch und dann bekommt er nicht mal den ganzen Gewinn.
Werbung für den Verkauf machen die bei BoD höchstens gegen zusätzliche Bezahlung. Wozu auch? Verdient haben sie ja bereits.
Wer eine günstigere Altnernative dazu sucht der sollte sich mal mit Eigenverlag befassen. Das ist sehr viel billiger und man hat den "Gewinn" für sich. Kleine Druckereien machen das auch für Kleinstauflagen mit Binden und Cover. Das ist wesentlich besser.
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Beitragvon Nenya » Donnerstag 25. Mai 2006, 09:55

Oh nur schlechte Meinungen zum BoD :ohhh:
Schade dachte das stellt ne Alternative dar...
Wie geht das denn genau mit dem Eigenverlag, könntest du da bitte nochmal was zu schreiben?? Danke
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Beitragvon Delorian Jain » Donnerstag 25. Mai 2006, 13:57

Für den Eigenverlag müßtest du das Manuskript als fertige PDF-Datei speichern, so daß diese druckfertig für eine Druckerei ist. Es gibt viele kleine Druckereien, die auch Kleinstauflagen übernehmen. Du suchst dir eine aus, wählst dort das Papier und lieferst die Datei mit dem Manuskript.
Beim Papier beachten: ganz weiß ist zwar billiger, liest sich aber schlecht. Achte mal darauf wenn du ein Buch liest! In keinem guten Buch verwendet man das, es sollte gelblich sein. Im Zweifelsfall helfen bei Papier und Datei die Druckereien weiter.
Ist es eine Buchdruckerei, haben sie manchmal eine kleine Auswahl an Coverbildern zum Aussuchen parat, ansonsten mußt du selbst eins finden. Dazu kann ich nicht so viel Tipps geben, ist auch schwierig. Bei Bildern gibt es auch Urheberrechte, also immer beachten!
Die Buchdruckereien werden dir das Buch auch gleich binden, so daß es dann fertig ist. Hier der Link, unter dem man eine ISBN beantragt :

Deutschland: http://www.german-isbn.org

Wenn du das Buch im Handel verkaufen willst, brauchst du die. Ansonsten nicht. Du mu´ßt dann auch dran denken die Pflichtexemplare abzuliefern!

Soweit war's das dann. Mußt es dann nur noch selbst verkaufen oder bei Amazon unterbringen. Am Besten bei Google "Buchdruckerei" eingeben, dann findest du sicher was. Laß dir aber Angebote machen, das variiert sehr!
"Gibt es kein Vergeben in euren Herzen?"
"Nein, nur im Tod."
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Beitragvon Nenya » Freitag 26. Mai 2006, 15:09

Herzlichen Dank für die Infos!!
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