Schreibblockaden

Tipps, Tricks und Infos rund ums schreiben

Moderator: Ginny-Rose_Carter

Beitragvon das Teufelchen » Mittwoch 12. Februar 2003, 08:39

danke Ginny,

eine Idee an sich hätte ich ja schon.... ich hatte nur gehofft, dass irgendwer mich durch eine Laufende Diskussion unbewusst dazu animieren könnte eine Ausführung zu dieser Idee zu finden....


Puh... So viele Fremdwörter hab ich glaub ich schon lange nciht mehr in einem Satz benutzt.....
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Beitragvon stephy » Montag 17. Februar 2003, 06:07

Teufelchen, tröste Dich, ich hatte jetzt in letzter Zeit auch 'ne Schreibblockade. Das ist der absolute Alptraum, zieht einen so richtig runter und macht einen richtig gehend fertig. Ich fühl mich da immer richtig unnütz und schlecht. Mir mangelt's da eigentlich weniger an Ideen, sondern einfach an der Kraft, das umzusetzen. Es ist sehr frustrierend.

In letzter Zeit wollte ich sowieso mit dem Schreiben aufhören. Hab's 3 Wochen ohne ausgehalten (wenn man mal von Briefen und Tagebuch absieht). War richtig gehend stolz drauf!
Und jetzt? Jetzt hab ich doch wieder angefangen. Das ist immer so, irgendwie; ich hasse es, in meiner Haut zu stecken, ich wäre viel lieber jemand anderes. Ich hasse mich. Ich mag nicht mehr, ich finde mich so scheiße. Aber wenn ich dann schreibe, dann will ich doch mit niemandem tauschen. Wenn es läuft, dann bin ich froh, daß ich niemand anderes bin. Wenn das Schreiben aber nicht läuft, hasse ich mich wieder und halte mich für extrem unfähig. Und bin der Meinung, daß ich den Ideen nicht würdig bin. Des Schreibens nicht würdig. Ein kleiner Zwerg im Weltall. So richtig scheiße eben.
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Montag 17. Februar 2003, 22:55

Stephy, sei bloß nicht so selbstkritisch. Bild
Ich kenne das zwar auch, man hat Ideen aber fühlt sich nicht imstande sie umzusetzen ... mir geht es oft so dass ich die Geschichte in meinem Kopf vor mir sehe wie einen Film, die Dialoge höre und die Emotionen darin förmlich spüre, aber mich nicht in der Lage fühle, alles angemessen zu Papier zu bringen.

Aber wenn man mal sieht was für viele schlechte Autoren es da draußen gibt deren Zeug veröffentlich wird und was für Perlen manchmal übersehen werden ... da weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. :rolleyes:
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Beitragvon stephy » Montag 17. Februar 2003, 23:13

Man sollte lachen und Walzer tanzen und sich an der Welt ergötzen und man sollte in Tränen ausbrechen und sich selbst aufschlitzen. :bite: :mrgreen:
Na, nicht gerade geistreich um die Stunde, das stimmt. Aber egal. :P
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HELP!!!!!!

Beitragvon Louis » Montag 2. Juni 2003, 16:20

Hi ich schreibe grade an meiner ersten geschichte(MS Word, schriftgröße 8, ungefähr bei der 9 Seite).
Wie schafft ihr es einen Text aus 230 Seiten und mehr zu machen???
*Respekt* Ich bin zwar erst 13, aber meiner Meinung nach ändert sich mit dem Alter nur die Schreibweise, nicht die Länge der Story.
Bitte gebt Tipps!
PS.: In der Schule lernen wir "Aufbau einer Geschichte", also wie man sie beginnt, wo der spannenste Teil liegen sollte(angeblich in der Mitte)usw.
Sollte ich nmeine Geschichte danach richten oder drauflosschreiben?
Bye Louis 8)
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Beitragvon stephy » Montag 2. Juni 2003, 16:27

Das Schreiben wird Dir die Erfahrung bringen, Louis... Es gibt nämlich auch Geschichten, die gar keinen Höhepunkt haben und trotzdem sehr gut sind... Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Spaß, denn das ist die Voraussetzung beim Geschichten schreiben (behaupte ich jetzt mal... hihi)! :)
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Beitragvon Gio » Montag 2. Juni 2003, 16:48

*Respekt* Ich bin zwar erst 13, aber meiner Meinung nach ändert sich mit dem Alter nur die Schreibweise, nicht die Länge der Story.


bei mir werden die Texte mit dem alter sogar immer kürzer... :mrgreen:


Ich würde an deiner Stelle auf alle Fälle erst einmal frei schreiben. Bei wirklich langen Geschichten solltest du natürlich darauf achten, dass du auf einen Höhepunkt oder ein Finale baust, bei kürzeren würde ich drauf losschreiben, so wie es dir Spaß macht. Außerdem wirst du dabei noch viel lernen.

Wenn du zuviel vorrausdenkst und probierst, irgendwelche Schreibregeln einzuhalten, macht das schreiben viel weniger Spaß und ich zumindest bekomme eine Schreibblockade. Deine Geschichte sollte natürlich einen Aufbau haben und nicht konfus, ungeregelt und ungeordnet hin und her springen, aber trotzdem solltest du die Schreibanleitungen nur als richtlinien nutzen, das muss automatisch kommen. Der Leser muss natürlich auch das Gefühl bekommen, dass der Höhepunkt auch der Höhepunkt ist und das Ende auch das Ende, aber ich denke, dir steht frei, wie du das übermitteln willst.

öh, ansonsten... ich hab eigentlich auch überhaupt null Ahnung :mrgreen:
Gebe jedem Tag die Chance, der beste Deines Lebens zu werden
Mark Twain

:sweet
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Beitragvon Louis » Montag 2. Juni 2003, 17:50

Danke für die Tipps! :)
Das habe ich schon selbst gemerkt: Wenn ich mich ZU sehr auf die Form u.a. konzentriere, macht es keinen Spaß. :cry: Schreibblockaden hatte ich schon mal, die sind einfach schrecklich!!! :evil:
Noch mal danke
bye Louis
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Beitragvon Louis » Mittwoch 4. Juni 2003, 15:34

Wie hast du es geschafft, die Schreibblockade zu 'bekämpfen'?? *seufz*
PS.:Die Story klingt echt gut.
Bye Louis
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Blockade oder Angst vorm schreiben?

Beitragvon TwoFaZe » Donnerstag 1. September 2005, 19:59

Hallo,

irgendwie bin ich verzweifelt. Aus mir sprudeln die Ideen, aber ich schaffe es einfach nicht, diese zu Papier zu bringen. Und ich habe keine Ahnung woran das liegen mag. Faulheit? Mache ich mir selber alles madig? Angst zu versagen?

Mich würde mal interessieren, ob es hier Leute gibt, denen es ähnlich geht. Also, lasst was hören. ;-)

Gruss

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Beitragvon Bangor » Freitag 2. September 2005, 07:56

Es kommt vielleicht darauf an, wie ernst man die Sache nimmt. Ich mache momentan auch so eine Phase durch. Allerdings nehme ich das so hin. Ich möchte nur dann etwas auf Papier bringen, wenn es locker entsteht. Eine Story unter Zwang muss, meiner Meinung nach, in die Hose gehen.
Außerdem habe ich ja keine Verpflichtung. Ich warte einfach, bis es mich wieder packt. Dann macht es umso mehr Spaß.
Es klingt zwar für einen kleinen Hobbyautoren großkotzig, aber ich mag den Spruch von Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944):

"Ich verabscheue Leute, die schreiben, um sich zu amüsieren und auf Effekthascherei aus sind. Man muss etwas zu sagen haben."
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Beitragvon theMoellermann » Freitag 2. September 2005, 15:26

Bangor hat geschrieben:Es kommt vielleicht darauf an, wie ernst man die Sache nimmt. Ich mache momentan auch so eine Phase durch. Allerdings nehme ich das so hin. Ich möchte nur dann etwas auf Papier bringen, wenn es locker entsteht. Eine Story unter Zwang muss, meiner Meinung nach, in die Hose gehen.


Genau meine Meinung, und genau so eine "Phase" wie ihr habe ich zur Zeit auch: habe genügend Ideen - darunter auch sehr, sehr gute, wie ich finde -, aber wenn ich versuche, daraus eine Geschichte zu schreiben, kommt das nicht von selbst, halt locker, sondern sie klingt sehr aufgesetzt.
Aber ich setz mich da auch nicht unter Druck, oder so, irgendwann wird's schon wieder klappen. :wink:
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Beitragvon kingdom » Donnerstag 13. Oktober 2005, 15:17

Stimmt schon, mit dem Schreiben, kommt man am besten voran, wenn man voll hinter der Sache steht bzw. Andere zum Nachdenken bewegen will.
Ich schreibe nur, wenn ich Lust habe (so habe ich in einem Jahr 100 Seiten geschafft und meinen ersten Roman fertiggestellt)
Autobiografisches ist authentisch und treibt an, vor allem, weil man dann der eigenen Realität sehr viel näher kommt.
Ideen kommen mir oft und viel, egal woher. Wichtig dabei ist, dir gleich alles zu notieren, was dir wichtig erscheint.
Wenn du also eine Idee hast, zeichne einen Verlauf und ein mögliches Ende. Oder umreiße einzelne Kapitel grob. Alles weitere kommt dann mit dem Schreiben!
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Re: Blockade oder Angst vorm schreiben?

Beitragvon Eddy Baur » Freitag 25. November 2005, 10:52

TwoFaZe hat geschrieben:Mache ich mir selber alles madig? Angst zu versagen?


Ja, das hab ich immer. Ich schreib eigentlich schon seitdem ich 12 bin (bin jetzt 19) aber habs immer aufgegeben. Dann schrieb ich wieder ne Weile, dann dachte ich mir wieder "Ach, hör doch auf mit dem Scheiss, will doch eh keiner lesen". Also hörte ich auf, fing wieder an, hörte auf usw. Jetzt hab ich wieder angefangen und schreibe einen Roman, den ich hoffentlich mal zuende bringen kann, ohne direkt wieder aufzuhören.
Das ich immer die Lust am schreiben verliere (oder generell an kreativen Themen) liegt daran dass mein Vater bei allem was ich mache immer direkt sagt "Und, was bringt mir dass, wenn du schreibst? Wo bleibt das Geld?" oder "Ach, du bist ein Spinner. Lass die Schreiberei!" - diese Worte schallen mir stets in die Ohren wenn ich schreibe, und irgendwie verdirbt es die Stimmung. Man muss dazu sagen das ich zwischenzeitlich Gemalt, Gezeichnet, Musik produziert habe usw - und das alles hab ich aufgegeben nur weil er mir diese Worte immer sagte.

Kennt das jemand Was macht man dagegen?
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Beitragvon mathias-erhart » Freitag 25. November 2005, 14:19

Also ich kenne das mit dem "Und, was bringt mir dass, wenn du schreibst?" oder zumindest sowas in die Richtung. Bei mir war es immer so, wenn ich mal was davon erzählt habe, dass ich mal Autor werden möchte, dass es hieß: "Jetzt mach aber erstmal deine Ausbildung fertig.", oder: "Davon kann man aber nicht leben ..." Also alles Sachen, die eigentlich überhaupt gar nix damit zu tun haben (Zumindest nicht für mich. Für mich heißt Autor sein nicht, dass ich damit mein täglich Brot verdienen kann.)

Aber ich hab das dann eh schnell gelassen. Ich glaube nicht, dass meine Eltern überhaupt noch glauben, dass ich schreibe oder noch immer gerne Autor werden möchte. Sie haben auch noch nicht eine einzige Geschichte von mir gelesen oder sich auch nur dafür interessiert, was ich überhaupt schreibe.
Ich komme damit eigentlich ganz gut zurecht. Ich bin froh, dass ich wenigstens beim Schreiben meine Ruhe habe und es da niemanden gibt, der sich da irgendwie einmischen will. In erster Linie schreibe ich ja auch für mich.

Das wäre dann auch mein Tipp, wenn es um Schreibblockaden geht. Zumindest bei mir sind die immer entstanden, wenn ich beim Schreiben zuviel an andere bzw. überhaupt nachgedacht habe. Bei mir läuft es immer am besten wenn ich die Geschichte einfach für mich schreibe und dabei das genieße, was mir beim Schreiben am meisten Spaß macht, nämlich dieses völlige Abtauchen in die eigene Welt.
Sobald ich aber daran denke, die Geschichte ja richtig spannend aufzubauen und die Charaktere interessant zu gestalten und sie darauf auslege, was anderen gefallen könnte, geht alles daneben.
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