Schreibblockaden

Tipps, Tricks und Infos rund ums schreiben

Moderator: Ginny-Rose_Carter

Beitragvon Nimrod » Freitag 25. November 2005, 16:51

Also, ich muß sagen, direkte Schreibblockaden hatte ich bis jetzt eigentlich nicht. Meine Schwierigkeiten sind eher dahingehend, dass ich mich erst mal dazu überwinden muß anzufangen. Mir schwirren immer so gute Ideen im Kopf herum, die ich erst Ordnen muß, manchmal sogar für mehrere Geschichten gleichzeitig. So habe ich schon die Idee und eigentlich sogr ein Konzept für einen Fantasy-Roman entwickelt, aber noch kein einziges Wort dazu geschrieben. Ich denke, dass liegt vor allem daran, dass ich mich immer wieder selbst viel zu viel in Frage stelle. Wenn man einfach mal anfängt hat man das Schlimmste hinter sich.

Und klar werde ich manchmal eitwas komisch angeschaut, wenn ich erzähle, ich schreibe Geschichten usw. Aber so krasse Erfahrungen wie ihr hab ich damit noch nicht gemacht. Ich denke einfach, schreiben ist für mich ein Hobby wie für andere Briefmarken sammeln und falls ich tatsächlich irgendwann mal Erfolg haben sollte...um so besser :mrgreen:
Lasciate ogni speranza, voi ch' entrate ! ! !

Dante Alighieri (1265-1321)

Bild
Benutzeravatar
Nimrod
Leseratte
 
Beiträge: 424
Registriert: Dienstag 25. Oktober 2005, 01:19
Wohnort: Leixlip, Irland

Beitragvon kingdom » Freitag 25. November 2005, 17:01

meine neuest erfahrung (mit ner ehemaligen Schulkollegin)

Xscape [22:59]: ich hab nämlich meinen ersten roman fertig
Xscape [22:59]: und suche grad nen verlag
Jay-Jay [22:59]: krasss
Xscape [22:59]: 100 din a 4 seiten schriftgröße 12, reicht für ca. 200 - 300 buchseiten
Jay-Jay [22:59]: wiesop schreibst du ein buch???
Xscape [22:59]: :))
Xscape [22:59]: 4 fun
Xscape [23:00]: über substanzunabhängige subchtmittel
Xscape [23:00]: suchtmittel
Xscape [23:00]: sollte ich der heinzelmann geben lol
Xscape [23:00]: zum durchlesen
Xscape [23:01]: 1 Jahr hab ich gebraucht ... jetzt hab ich drei weitere romane angefangen 3, 3, 5 Seiten
Xscape [23:01]: bisher
Xscape [23:01]: lol
Jay-Jay [23:01]: was sind substanz unabhängige suchtmittel???
Xscape [23:01]: mediensucht
kingdom
Bücherwurm
 
Beiträge: 165
Registriert: Donnerstag 13. Oktober 2005, 14:13

Beitragvon Anke Sky » Samstag 26. November 2005, 00:22

Also ich hatte schon mal eine sehr, sehr lange Schreibblockade und das ging über Monate, sogar zwei, drei Jahre hinweg, in dieser Zeit hatte ich aus beruflichen und persönlichen Gründen heraus einfach nicht mehr die Kraft und die Muße zu schreiben. Ich war wohl regelrecht depressiv und selbst zu (lebens?)müde mich hinzusetzen und Geschichten zu schreiben, was ich ja sonst zum Leben brauche wie die Luft zum Atmen.

Jetzt scheine ich die Kriese überwunden zu haben, denn das Schreiben klappt wieder. Aber trotzdem habe ich auch zwischendurch eine Blockade, selbst wenn ich Lust zum Schreiben habe. Ich setze mich hin, will anfangen und nichts kommt. Dann hat es keinen Sinn. Dann hör ich auf und fang ein anderes Mal noch mal an.

Auch geht es mir manchmal so, dass ich mir meine geschriebenen Sachen anschau und denke, was für ein Schrott und manchmal denke ich, das hab ich nicht geschrieben, so gut gefällt es mir. Aber Selbstzweifel hat wahrscheinlich jeder Künster, wäre schlimm wenn's nicht so wäre.

Auch habe ich gemerkt, dass die besten Geschichten die sind, die einfach so aus mir herausfließen, ohne Zwang, wie Bangor gesagt hat. Schließlich schreibe ich,weil's mir Spaß macht, nicht für andere, sondern für mich (der Drang zu Schreiben war fast schon immer da). Und das hat nichts mit Geld zu tun, obwohl das irgendwann schon mal ein guter Nebeneffekt wäre.

Und wenn ich wieder so eine Lebenskrise habe und nichts geht beim Schreiben, dann lass ich es eben für ne Weile. Das Schreiben geht mir zumindest nicht verloren. Das ist ein Teil von mir. :wink:

Und meine schlechten Erfahrungen mit anderen Leuten, die meinten, das Schreiben wäre unsinnig hatte ich auch schon. Ich kannte jemanden, der meinte doch zu mir, ich solle lieber nähen lernen, da hätte ich wenigstens was davon und könnte mir meine eigenen Klamotten nähen. Autoren gäbe es ja eh schon genug.

Aber die meisten Leute sind eigentlich ziemlich beeindruckt und finden das toll und wer das anders sieht, der hat halt keine Ahnung, worum es da eigentlich geht. :nice:
I thougt the whispering came from inside the walls
I heard some footsteps echoe in the deserted halls
But there was noone here

"Ghost" von "Anke Pekarsky"
Benutzeravatar
Anke Sky
Bücherwurm
 
Beiträge: 213
Registriert: Dienstag 27. September 2005, 16:46
Wohnort: Nürnberg

Beitragvon kingdom » Samstag 26. November 2005, 18:35

Nun mal zum Thema:
Schreibblokaden habe ich nur dann, wenn ich mich zum Schreiben zwinge, Und dann kommt auch nichts dabei heraus.
Mein Tipp: wenn du bei einer Geschichte nicht weiterkommst, dann überlege dir eine geniale wendung (oder sidestory) und baue diese aus! Dann ist diese eine Idee der Funke für deine Storyrakete! Wenn dann der Gedanke verarbeitet ist, kommen gleich wieder zig neue Gedanken, Ideen und Möglichkeiten ...
kingdom
Bücherwurm
 
Beiträge: 165
Registriert: Donnerstag 13. Oktober 2005, 14:13

Beitragvon Eddy Baur » Freitag 9. Dezember 2005, 09:11

Der Sprung ins kalte Waser hilft wirklich. Wenn ich schreibe, habe ich fast nie eine Idee, kein Konzept. Ich schreibe einfach drauf los und - zack - schon kann ich garnicht mehr aufhören. Die Geschichte schreibt sich quasi wie von selbst.

Habe ich jedoch eine Idee, ein Konzept, ein Ende für die Geschichte - dann passiert nichts. Dann fällt mir partout nichts mehr ein. ich weiss zwar wie die Geschichte aussehen soll, aber weiss nicht, wie ich es erzählen soll.

Einfch drauf losschreiben. Es funktioniert!
Benutzeravatar
Eddy Baur
Bücherwurm
 
Beiträge: 249
Registriert: Montag 21. November 2005, 18:44
Wohnort: Grönland

Inspiration

Beitragvon Silver » Mittwoch 27. Dezember 2006, 00:11

Um das Forum mal wieder ein bisschen aufzuwecken, habe ich mal einen neuen thread eröffnet.

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich leide hin und wieder unter "Schreibblockaden" oder einfacher Ideenlosigkeit. Was mir dann immer weiterhilft, sind bestimmte Einflüsse wie Musik oder besondere Filme, wobei das Thema natürlich passen muss. Besonders anregend sind für mich zum Beispiel Filme wie "Breaveheart" oder "Herr der Ringe", wo einfach alles passt. Die Story, die "Landschaft", das schauspielerische Können und vor allem die Filmmusik.
Im besten Falle will ich dann sogar sofort weiterschreiben, wobei man aufpassen muss, dass man sich nicht zu sehr beeinflussen lässt, sonst hat man plötzlich einen schwertschwingenden, blau angemalten William Wallace in seinem Buch. :laugh:

Woher holt ihr eure Inspirationen, oder was hilft euch besonders bei Schreibblockaden weiter?

lg Silver Bild
Benutzeravatar
Silver
Bücherfreund
 
Beiträge: 97
Registriert: Mittwoch 23. August 2006, 15:06

Beitragvon Eddy Baur » Mittwoch 27. Dezember 2006, 08:34

Gegen Schreibblockaden hilft mir immer Musik, Lesen und ggf. Fernseh.
Im Fernseh laufen die verrücktesten Gestalten um, die mich inspirieren.
Mit der richtigen Musik kann man sich gut in einer richtigen Trance versetzen, Oft höre ich das gleiche Lied mehrmals hintereinander.

Noch eine Methode ist Clustering.
Klingt wie eine Sexualpraktik, bei der man sich Gegenstände Rektal einführt, ist es aber nicht.

Clustering:



Das Ziel des Clusterings ist es eine Szene oder Darstellung so detailliert wie nur möglich dazustellen.
Man beginnt mit einem zentralem Begriff, wie zum Beispiel " Hausaufgaben"
Dieser Begriff wird zentral in die Mitte des Blattes mit Großbuchstaben geschrieben. Dann schreibt man kleiner darunter in welcher Szene oder in welcher Beziehung dieser Begriff steht.
Des Weiteren kann man nun mit verschiedenen Abzweigungen veschiedene Begriffe, die man damit verbindet, niederschreiben.
Benutzeravatar
Eddy Baur
Bücherwurm
 
Beiträge: 249
Registriert: Montag 21. November 2005, 18:44
Wohnort: Grönland

Beitragvon theMoellermann » Mittwoch 27. Dezember 2006, 16:14

Eddy Baur hat geschrieben:Clustering:[/b]


Das Ziel des Clusterings ist es eine Szene oder Darstellung so detailliert wie nur möglich dazustellen.
Man beginnt mit einem zentralem Begriff, wie zum Beispiel " Hausaufgaben"
Dieser Begriff wird zentral in die Mitte des Blattes mit Großbuchstaben geschrieben. Dann schreibt man kleiner darunter in welcher Szene oder in welcher Beziehung dieser Begriff steht.
Des Weiteren kann man nun mit verschiedenen Abzweigungen veschiedene Begriffe, die man damit verbindet, niederschreiben.


... auch "Mind-Map" genannt. :wink:
Benutzeravatar
theMoellermann
Leseratte
 
Beiträge: 385
Registriert: Montag 28. Juli 2003, 11:10
Wohnort: Schortens (bei Wilhelmshaven)

Beitragvon Eddy Baur » Mittwoch 27. Dezember 2006, 16:40

Nein, ist wieder etwas anderes. Ähnelt nur so ziemlich den mindmap.
Benutzeravatar
Eddy Baur
Bücherwurm
 
Beiträge: 249
Registriert: Montag 21. November 2005, 18:44
Wohnort: Grönland

Beitragvon kingdom » Donnerstag 28. Dezember 2006, 16:52

ich lass mich von meinem Scheissleben inspirieren, da kommen immer noch die bösesten Sachen raus ;)
kingdom
Bücherwurm
 
Beiträge: 165
Registriert: Donnerstag 13. Oktober 2005, 14:13

Beitragvon Delorian Jain » Donnerstag 4. Januar 2007, 22:07

Mich inspirieren ganz alltägliche Situationen. Irgendeine seltsame Person, eine Situation zu der man sich die "was wäre wenn"-Frage stellen kann... Einfach alles. Daraus ergeben sich dann Bruchstcke um die ich einfach eine nette Story schreibe. Funktionierte bislang recht gut. Fernsehen??? Der Tod der freien Phantasie...
"Gibt es kein Vergeben in euren Herzen?"
"Nein, nur im Tod."
Delorian Jain
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 17
Registriert: Donnerstag 18. Mai 2006, 10:16
Wohnort: Alzey

Beitragvon Mayk » Mittwoch 24. Januar 2007, 23:58

Eddy Baur hat geschrieben:
Mit der richtigen Musik kann man sich gut in einer richtigen Trance versetzen, Oft höre ich das gleiche Lied mehrmals hintereinander.


Vor allem wenn es so 10 Minuten Version von bestimmten Songs sind. Da kann es leicht mal sein, das ich 2 Stunden lang nur ein Lied immer und immer wieder höre und sich eine Geschichte dazu in meinen Gedanken aufbaut ... Aber auch beim Schreiben selbst hilft es oft, weil es die Stimmung auf einem gewissen Level und in einer gewissen Richtung hält.
Zuletzt geändert von Mayk am Montag 29. Januar 2007, 04:31, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Mayk
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 1
Registriert: Dienstag 16. Januar 2007, 00:13
Wohnort: Kanada

Beitragvon kingdom » Donnerstag 25. Januar 2007, 09:27

ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass ich ohne Musik konzentrierter und mehr schreibe
kingdom
Bücherwurm
 
Beiträge: 165
Registriert: Donnerstag 13. Oktober 2005, 14:13

Vorherige

Zurück zu Das Autoren Forum

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron