Aller Anfang ist schwer

Tipps, Tricks und Infos rund ums schreiben

Moderator: Ginny-Rose_Carter

Beitragvon Absinth » Sonntag 9. November 2003, 23:23

Ich weiss nicht, obs interessiert, aber ich schreibs trotzdem mal:

Das mit dem Anfang ist wirklich so eine Sache. ich versuche seit mehr als 5 Jahren, einen Roman zu beginnen und breche immer wieder nach etwa 20 seiten ab. hab mich ja immerhin während der zeit immer wieder verändert/weiterentwickelt und somit auch die story , so dass der Anfang einfach nicht mehr dazu passte.

zwischendurch hab ich eine Zeit lang Texte für einen kleinen Kurzgeschichtenband geschrieben; sehr fragmentarische Geschichten. aber irgendwie wusste ich, dass auch diese Geschichten Teil dieses einen, ersten Romans von mir waren. also legte ich alles wieder bei seite und hab diesmal lange nachgedacht.

Ich denke/hoffe, dass ich diese Woche mit dem Roman beginnen werde (man findet ja immer wieder einen Grund, es nicht zu tun).

zur art der story kann ich nur folgendes sagen: es ist nicht Horror. wenn, dann eher etwas in richtung eines david lynch oder eines david cronenberg. nicht dass ich die beiden kopieren will, aber es fallen mir nun mal nur solche stories ein. und so schlecht muss das ja auch nicht sein, oder? 8)
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Beitragvon Louis » Samstag 15. November 2003, 18:46

Da Absinth das Thema wieder aufgerollt hat, werd ich auch was zu sagen:
Das mit dem Anfang ist schon so eine sache.
Ich fang an zu schreiben, und hinterher passt der Anfang nicht mehr zur restlichen Geschichte, so dass ich ich ihn ändern muss und am ende ist es ein komplett anderer Anfang als vorher.
Ist schon komisch :?
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Beitragvon böser Wolf » Samstag 15. November 2003, 19:00

...is bei mir auchso, was meinste wieviel skizzen ich hier rum liegen habe, aus denen mal was werden sollte, aber ich denke das ist auch so'ne art natürliche Selektion... Wenn man nicht den willen aufbringen kann etwas angefangenes zuende zu bringen. Bei mir liegt es zumeist an dem zwischenzeitlichem Resultat, was mich dann wieder aufgeben lässt...
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Beitragvon kevin » Montag 17. November 2003, 18:41

Das ist bei mir anders. Habe ich eine Idee zu einer Geschichte die gut ist, wird diese auch geschrieben - auf Biegen und Brechen.
Das Leben lehrt mich: Es ist egal woher du kommst, es ist NICHT egal wohin du gehst, auf welcher Seite du dann stehst!

An wen soll ich glauben, wenn nicht an mich selbst? Die Fehler, die ich machte, bad ich selber aus, denn Verlierer sehen anders aus!
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Beitragvon Tino » Montag 2. Februar 2004, 08:50

Ich will mich demnächst auch mal an einer Geschichte versuchen, aber ich weiß nicht wie ich abfangen soll, ich will über einen Totengräber schreiben, der Anfang, glaube ich, ist am schwierigsten und der Schluss, ich glaube auch wenn der Anfang erstmal geschrieben ist, dann hat man das Schwierigste erstmal geschafft, und dann muss man nur noch seine Ideen und Gedanken richtig zu Papier bringe, aber mit einem guten einstieg klappt das schon, wenn man weiß was man schreiben will.
Tino
 

Beitragvon theMoellermann » Montag 2. Februar 2004, 10:11

Tino hat geschrieben:der Anfang, glaube ich, ist am schwierigsten


Naja, ich finde eher, dass es am schwierigsten ist, zum Schluss nicht abzuflachen. Ich hab nämlich immer das Problem, dass ich nach ca. 3 Vierteln nur noch fertig werden will mit der Story, und das merkt man dem Schluss nachher an.

Aber einen richtigen Anfang zu finden, ist auch nicht leicht, da stimme ich dir zu.


Bis dann,

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Beitragvon Mike1978 » Montag 2. Februar 2004, 11:56

Aller Anfang ist schwer :-)

Eigentlich ist es doch ganz einfach: angenommen, ihr habt die Pointe oder den Schluss im Kopf, mal ein ganz banales Beispiel: ihr habt ein Bild vor Augen, in dem euer Prot. (eure Hauptfigur) von Zombies umzingelt ist.

Dann müsst ihr dem Leser natürlich auch erklären, wie er in diese Situation gekommen ist. Ist genauso, wie wenn ihr jemandem den Weg von a nach b erklären würdet. Zuerst natürlich mal den Prot. beschreiben: wer ist er, wo ist er, was macht er, was will er? Warum will er jenes, warum macht er das, was er macht?

Die Schwierigkeit am Anfang ist natürlich, daß man dem Leser die Charaktere vorstellen muss. Das darf aber nciht in seitenlanges Geschwafel ausarten, in der man jede Haarsträhne beschreibt.

Dann leitet man über in den Mittelteil, die heile Welt des Prots. wird brüchig, er wird in das Geschehen hineingezogen.

Richtig schwierig, so finde ich, ist es, den Leser "bei der Stange" zu halten. Die Geschichte kann ruhig mal abschweifen, aber sie sollte nie langweilig werden.
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Beitragvon Kingzwriter » Donnerstag 5. Februar 2004, 06:48

Hallo zusammen :lol:

Nun bei mir hab ich zwar auch gelegentlich ein paar kleine Durchhänger was die stories betrifft aber das wird schon wieder :wink:

Ich bringe meistens alles sofort zu papier was für eine geschichte gut sein könnte sind zwar manchmal echt schwachsinnige Passagen dabei aber die lassen sich streichen Bei mir ist der Anfang das schwierigste weil ich nie entscheiden kann welche Person oder welche handlung zuerst in den Vordergrund tretet :shock:

mfg

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Anfang

Beitragvon Tino » Freitag 6. Februar 2004, 16:50

Hallo alle zusammen,
ich wollte ja eine geschichte Geschrieben, und nun wollte ich mal was wissen, weil ich mit dem Anfang nicht so recht klar komme, ich wollte eine Geschichte schreiben die sich eigentlich nur auf einen Friedhdof abspielt, in der die Hauptfigur ein Totengräber und nun meine Frage, ist es sinnvoll als Anfang den Ort wo der Friedhof ist vorzustellen oder besser gleich auf dem Friedhof anzufangen?
Tino
 

Beitragvon theMoellermann » Freitag 6. Februar 2004, 19:49

Hm ... also, wenn ich in so einer Situation bin, in der ich nicht weiß, wo ich anfangen soll, schreibe ich erst einen Satz, der Handlung beinhaltet, die jedoch nicht viel aussagt, wie "Jan setzte sich besorgt an den Tisch und lauschte dem Sturm, der draußen tobte". Dann beginne ich, die Situation des Charakters zu erklären. Das hat bei mir bisher eigentlich immer ganz gut geklappt, und King hat es auch schon ein paar mal gemacht. Als Beispiel fällt mir da gerade "Schwarz" ein: "Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste und der Revolvermann folgte ihm." Dann beginnt King, die Wüste und (langsam) die Situation zu beschreiben.

Ist nur ein Tipp, wie gesagt, so mache ich das immer, wenn ich nicht weiß, wie ich anfangen soll.


Bis dann,

theMöllermann :)
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Beitragvon Danny17 » Donnerstag 1. April 2004, 10:43

Der Anfang ist bei mir auch immer am schwierigsten, deswegen denke ich mir immer einen Ort aus, wo die Geschichte anfangen könnte.
Man kann sicher an jedem beliebigen Ort eine Geschichte starten. Meistens hat das auch was mit den Characteren zu tun die ich mir im Kopf ausgedacht habe.
Ein Prolog schreiben ist auch manchmal von Vorteil, denn da kann man eine Situation schildern ohne eine direkte Vorgeschichte bereits geschildert zu haben.
Muss aber im Endeffekt jeder selber wissen, wie er am besten zu Rande kommt.
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Beitragvon Louis » Sonntag 4. April 2004, 14:24

Ich hatte da mal so eine Idee, habe ich aber nicht ausprobiert: Wenn einem der Anfang derartig schwerfällt, dass man seine Geschichte nicht schreiben kann, dann könnte man es doch wie bei einem Filmdreh machen: man schreibt einzelne Szenen in der Geschichte und hinterher setzt man alles zusammen, so das einem ein logischer anfang einfällt.
Wäre doch möglich, oder? :roll:
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Beitragvon Earthpoet » Mittwoch 14. Juli 2004, 18:42

hi

also am schlimmsten find ich es immer noch mir die namen auszudenken- liegt wohl aber daran, dass die story fertig ist und nur noch namen fehlen. wie löst ihr dieses problem??? wie findet ihr den kraftvollen, zum Chara passenden namen, der all die eigenheiten der person in sich zusammen fasst??????????
die geschichte hab ich meist schon im kopf und schreib sie dann per stichpunkt in meinen großen karrierten block
alles in allem hab ich schon an die 30 (?) story-ideen, was wohl aber sicher daran liegt, dass ich ein tagträumer bin, der nichts anderes macht als mit seinen gedanken bei einem chara zu sein und mit ihrm irgendwelche drachen zu erschlagen.

kennt ihr das auch, dass ihr anfangt zu schreiben und wenn ihr die texte nach ein paar wochen lest, ihr sie plötzlich blöd findet???
so was ist scheiße. ehe man sich versieht, verlässt einen wieder der mut!

überhaupt scheine ich nur 2000 seiten wälzer in angriff zu nehmen....

wie schafft ihr es nur, dass ihr nicht die lust verliert?? woher habt ihr das durchhaltevermögen? und wenn ihr welches übrig habt, schenkt ihrs mir??? *G*

überhaupt verändert sich mein schreibstil ständig, je nachdem von welchem autor ich gerad was lese....

bis dann

euer poet
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Aller Anfang ist schwer

Beitragvon jule » Freitag 30. Juli 2004, 08:31

Hey,

Also ich will demnächst auch mal mit dem schreiben anfangen. Hab ja auch schon mal ein paar Sachen geschrieben, aber das is alles nicht so toll geworden.
Die Idee für die Geschichte ist auch schon fertig. Hab alles in meinem Kopf gespeichert, aber irgendwie finde ich keinen Anfang :(
Habt ihr vielleicht ein paar Tips, wie man am besten eine Geschichte beginnen kann?!
Ich hab übrlegt mir von King "Das Lesen Und das Schreiben" zu kaufen. Hilft das vielleicht wenn man gerade erst anfängt zu schreiben?

Liebe Grüße,
julia
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Beitragvon theMoellermann » Freitag 30. Juli 2004, 09:06

Ich denke schon, das es einem helfen kann, aber darüber, wie man den richtigen Anfang findet, steht glaub ich nix drin. :? Aber wenn du die ganze Geschichte schon im Kopf hast, wie du sagst, dann dürfte das doch eigentlich nicht allzu schwer sein, oder? Fange einfach damit an, womit du meinst anfangen zu müssen, damit die Geschichte einen Sinn ergibt. Und wenn es dann damit nicht klappt, dann versuchst du, mit einer anderen Situation anzufangen! Vielleicht könntest du ja auch irgendwann mittendrin beginnen und mit Rückblicken arbeiten, habe ich auch schon mal (in der Art) gemacht, bei mir ist es ganz gut angekommen. :wink:

Gruß,
Mölle :knuddel2: :remybussi:
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