Namen

Tipps, Tricks und Infos rund ums schreiben

Moderator: Ginny-Rose_Carter

Beitragvon Woerterschmied » Sonntag 3. Dezember 2006, 17:37

forsakingmax hat geschrieben:Weil jemand mit dem Teufel spricht und durch raum und Zeit reist wirkt wer menschlich? Also für mich sicher nicht.
Für mich wirkt jemand menschlich, wenn er ähnlich handeln würde wie ich, wenn er nachvollziehbare entscheidungen trifft.


ja, faust versucht das unerreichbare zu erreichen und ist dabei beinahe fanatisch, also mit menschlichen sünden ausgestattet. gerade durch diesen pakt mit mephisto, der ja nichts anderes darstellt als das streben nach wissen/macht, wird faust menschlich. die menschlichkeit liegt vor allem im nicht-perfekt-sein, d.h. im streben nach ausgleich eines mangels!
"Ein Schriftsteller ist ein Mensch, der seinem Verstand beigebracht hat, sich unanständig zu benehmen." (Michael Noonan, aus "Sara")
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Beitragvon Marc » Montag 4. Dezember 2006, 15:00

Wer mal Kafka gelesen (und natürlich verstanden) hat, sieht auch hier, wie man mit Abstraktion und extremer Verfremdung Dinge besonders gut hervorheben kann.
Kafkas Stil hat sogar ein eigenes Adjektiv erhalten, 'kafkaesk'. Autoren, deren Werke bizarr und sehr eigentümlich anmuten werden oft mit diesem Adjektiv belegt.

Aber in der Literatur gibt es - und das muss wohl ein jeder bei aller Fachsimpelei eingestehen - kein Patentrezept, um etwas 'gut' zu machen.
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Beitragvon forsakingmax » Mittwoch 6. Dezember 2006, 05:09

ja, faust versucht das unerreichbare zu erreichen und ist dabei beinahe fanatisch, also mit menschlichen sünden ausgestattet. gerade durch diesen pakt mit mephisto, der ja nichts anderes darstellt als das streben nach wissen/macht, wird faust menschlich. die menschlichkeit liegt vor allem im nicht-perfekt-sein, d.h. im streben nach ausgleich eines mangels!


Das ist ein Punkt, da hast du völlig Recht.
MFG Markus

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Beitragvon Woerterschmied » Mittwoch 6. Dezember 2006, 14:48

forsakingmax hat geschrieben:Das ist ein Punkt, da hast du völlig Recht.


merci beaucoup!

wenn ihr deutsche namen benutzt, wo nehmt ihr eure inspiration her? ausm telefonbuch zb :D?
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Beitragvon Fresh » Freitag 8. Dezember 2006, 22:48

Aus dem Kicker Bundesliga Sonderheft, unter Regionalligaspieler. Die kennt sowieso keine Sau. :rolleyes: :P
»Seit die Mathematiker die Relativitätstheorie aufgegriffen haben verstehe ich sie selbst nicht mehr.«
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Beitragvon forsakingmax » Samstag 9. Dezember 2006, 04:45

Im Internet gibts auch ausfuehrliche Namenslisten, sortiert nach Maenner und Frauen (Vornamen). Da schau ich meistens rein.
MFG Markus

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Beitragvon Eddy Baur » Samstag 9. Dezember 2006, 19:59

Fresh hat geschrieben:Aus dem Kicker Bundesliga Sonderheft, unter Regionalligaspieler. Die kennt sowieso keine Sau. :rolleyes: :P


Aus Büchern, die aus Anthologiewettbewerben entstanden sind. Die kennt sowieso keine Sau.
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Beitragvon kingdom » Samstag 9. Dezember 2006, 21:10

Eddy Baur hat geschrieben:
Fresh hat geschrieben:Aus dem Kicker Bundesliga Sonderheft, unter Regionalligaspieler. Die kennt sowieso keine Sau. :rolleyes: :P


Aus Büchern, die aus Anthologiewettbewerben entstanden sind. Die kennt sowieso keine Sau.


doch, die autoren und ihre familien

:laugh: :nuts:
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Beitragvon Fresh » Sonntag 10. Dezember 2006, 19:38

Tja, da kann man leider nicht sicher gehen.
Schließlich gibt es auch noch andere Möglichkeiten sich einen Namen zu machen...
Natürlich darf sein Horizont dann nicht nur aufs Lesen und Schreiben beschränkt sein... :lernen:
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Hobbyautor

Beitragvon Einheit23 » Mittwoch 28. November 2007, 13:09

Hallo,

ich habe als Hobbyautor in den letzten zwei Jahren zwei ebooks
geschrieben. Die Bücher wurden online oft runter geladen.

Beide Bücher habe ich auf Internetseiten veröffentlicht,
wo es ausschließlich Hobbyautoren gibt.

Eines Tages bekam ich eine email. Darin beschwerte sich eine
Person über den Namen in ihrer Geschichte. Ich soll den Namen
ändern. Sonst werden möglicherweise rechtliche Schritte eingeleitet.

Sofort habe ich beide Bücher vom Netz genommen.

Hat noch jemand Erfahrungen mit solchen emails gemacht?

Mein Frage:

Wie kann man sich als Hobbyautor davor schützen?

Geht das mit folgenden Sätzen?

Die Namen aller Personen in diesem Buch sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig und sind vom Autor nicht beabsichtigt.

Ähnlichkeiten mit Eigenschaften und Berufen sind zufällig gewählt.

Der Autor hat nicht die Absicht Personen in ihrer Ehre zu verletzen oder ihnen zu schaden, wenn Name, Eigenschaften und Beruf mit der Wirklichkeit übereinstimmen.

Die Geschichte von diesem Buch ist ein Modernen Märchen. Die Ereignisse in diesem Buch haben so nie statt gefunden und werden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht Wirklichkeit.

Gibt es überhaupt ein Unterschied zwischen Hobbyautor und Profi?

Was ich muss ich als Hobbyautor noch beachten, wenn ich
Werke online stelle?

Über Antworten würde ich mich freuen.

Danke, Einheit23

:lernen:
Einheit23
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Re: Hobbyautor

Beitragvon Nimrod » Mittwoch 28. November 2007, 16:26

Hallo, Einheit und herzlich willkommen in unserem kleinen Kreis.

Wie hab ich das zu verstehen, jemand hatte Problememit demNamen in ihrer Geschichte? Oder meintest Du, ihr Name war zufällig in deiner Geschichte? So alà Susi Müller wurde brutalstens zerstückelt und dann meldet sich eine Susi Müller bei dir und droht mit Klage? Dann müßte ja die gesamte Autorenlandschaft mit Klagen überzogen werden. Ich kann mir nicht vorstellen, das es dahingehend irgendwelche Gesetze oder Vorschriften gibt.

Einheit23 hat geschrieben:
Die Namen aller Personen in diesem Buch sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig und sind vom Autor nicht beabsichtigt.


Ich denke, der Satz sollte im Notfall absolut genügen, auch zu deiner persönlichen Beruhigung, der Rest ist schon übertrieben, vor allem der Teil mit den Berufen.
Lasciate ogni speranza, voi ch' entrate ! ! !

Dante Alighieri (1265-1321)

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Beitragvon Leila2002 » Mittwoch 28. November 2007, 17:07

Ich stimme Nimrod völlig zu. Es ist unmöglich einen Namen auszuwählen, den noch niemand hat.
Sonst könnte ich ja auch die Rowling verklagen, weil ihre Tante Magda im Harry Potter Buch meinen Vornamen trägt. :laugh:
:star: Lisa Simpson: "Ich bin die Eidechsenkönigin!" :star:
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Namen

Beitragvon Einheit23 » Mittwoch 28. November 2007, 20:07

Danke für die Antworten.

Es war wirklich so, das es diese Person wirklich gibt.

Diese Person ist in meinem Buch Polizistin. Eigentlich
kein Grund zu klagen. Welch ein Zufall, wenn diese Person
in Wirklichkeit auch Polizistin ist. Oft stimmt das Alter und
die Eigenschaften nicht mit der Realität überein.

Wörtlich stand da in etwa:

Die Person überlegt einen Anwalt einzuschalten. Können Sie den
Prozess gewinnen oder nicht? Wir haben bisher nichts unternommen,
weil wir hoffen, das Sie den Namen ändern. Ob die Person rechtliche
Schritte einleitet bleibt abzuwarten. Haben Sie sich schon einen
Anwalt genommen?

Die email wurde am Freitag Abend um 20 Uhr 30 abgeschickt.

Bisher ist mit der Post noch nichts gekommen.
Meinen realer Name ist nicht zu erkennen sondern nur ein Pseudonym.

Wenn jemand ermordet wird
kann es natürlich sein, das dies keiner gerne liest,
aber es ist ja nur ein Buch.

Außerdem gibt es die meisten Namen nicht nur einmal.
Bei den Namen in den Büchern müssten also alle
Klage einreichen die z.B. Max Mustermann heißen.

Allerdings hatte ich in dem Buch den obligatorischen Satz
vergessen.

Trotzdem ist es nur eine Geschichte und
vernünftige Personen sollten sich denken, das die Autoren
echten Personen keinen Schaden zu fügen wollen.

Sonst könnte man die Hobbys und Berufe eines Autoren an
den Nagel hängen.
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Re: Deutsche Namen

Beitragvon Daniela71 » Mittwoch 16. Januar 2008, 13:17

Hannibal der Kannibale hat geschrieben:Ich benenne meine Figuren eigentlich immer nur mit englischen namen. Und du hast recht, wenn man ihnen deutsche namen gibt, hört sich das in meinen Ohren irgendwie unecht an.


Hallo miteinander,
bin lange nicht mehr hier gewesen und daher antworte ich mal frecherweise auf einen uralten Beitrag, da er im Forum so schön weit oben steht :-)

Nun, das oben Geschrieben schockiert mich ein wenig. Warum hören sich deutsche Namen unecht an und warum müssen wir deutschen Schriftsteller uns am amerikanischen Mainstream orientieren? In meinem Roman haben alle Personen ausschließlich deutsche Namen und ich finde keinesfalls, dass das unecht klingt. Wie kommst du darauf?
Mir fällt sehr oft auf, dass sich viel an den amerikanischen Schriftstellern orientiert wird. Hat ein Roman mit angelsächsisch klingenden Namen mehr Erfolg? Kommt es nicht auf die Story an? Angelsächsisch klingende Namen zu verwenden macht aus einem schalen Roman keinen Bestseller. IMHO... ist eben nur meine Meinung.
Liebe Grüße,
Daniela
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Beitragvon Morgaine le Fay » Mittwoch 6. Februar 2008, 23:32

In meiner allerersten Kurzgeschichte habe ich auch englische Namen verwendet. Mir war das gar nicht so bewusst, ich war bei Geschichten einfach "so drin" mit den englischen Namen. Glücklicherweise hat mich eine Freundin direkt darauf hingewiesen und seit dem nutze ich fast nur deutsch klingende Namen oder - wenn es sich um Fantasy-Geschichten handelt - selbst ausgedachte oder alte.

Liebe Grüße
Ich lehne Gewalt ab, weil das Gute, das sie zu bewirken scheint, nicht lange anhält; dagegen ist das Schlechte, das sie bewirkt, von Dauer.
[Mahatma Gandhi]
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