Denkt darüber nach und lebt wie der Fischer

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Denkt darüber nach und lebt wie der Fischer

Beitragvon Bücherfreak » Donnerstag 16. Juni 2005, 14:05

Ein Manager ging während seines Urlaubs am Strand spazieren und sah einen Fischer, der gerade dabei war sein altes Holzboot an Land zu ziehen. Der Manager beobachtete ihn eine Weile, ging dann zögernd auf ihn zu und fragte interessiert:,,Darf ich wissen wie lange sie jetzt mit ihrem Boot auf dem Meer waren?"-,,3 Stunden!" Darauf meinte der Manager erstaunt:,, Und was machen Sie den restlichen Tag?" Der Fischer antwortete lächelnd:,,Nun, ich verbringe viel Zeit mit meiner Frau in unserer Hütte, spiele mit meinen Kindern, mache nach dem Mittagessen eine lange Siesta und am Abend gehe ich in die Stadt und spiele mit meinen Freunden Gitarre und trinke Wein!"Der Manager betrachtete mitleidig den kleinen Holzkorb in der Hand des Fischers, der mit der bescheidenen Tagesausbeute an Fischen nicht mal bis zur Hälfte gefüllt war.,,Wissen Sie, ich könnte Ihnen helfen!", sagte er schließlich mit einem großzügigen Lächeln auf den Lippen.,,Wenn Sie anstatt 3 Stunden 6 Stunden mit dem Fischen verbringen würden, würden Sie doppelt so viele Fische fangen!"-,,Ja,und?"-,,Dann würden Sie doppelt so viel Geld verdienen, Sie könnten reich werden !"-,,Und dann?"-,,Langsam begann den Manager die Gleichgültigkeit des Fischers zu ärgern.,,Verstehen Sie nicht?Sie könnten sich eine Wohnung in der Stadt kaufen und von dort einen großen Konzern leiten!"Die Augen des Fischers blieben teilnahmslos, beinahe gelangweilt.Also sprach der Manager weiter.,,Sie könnten dann früh in Pension gehen,sich ein Haus am Meer kaufen, viel Zeit mit Ihrer Frau und Ihren Kindern verbringen und am Abend in die Stadt gehen und mit Ihren Freunden Gitarre spielen und Wein trinken.Jetzt begann der Fischer zu lächeln, der Manager jedoch wurde auf einmal ganz, ganz still.

Diese Geschichte ist leider nicht von mir, ich habe sie vor einiger Zeit wo gelesen und ich fand sie so gut, dass ich sie mir gemerkt habe. Sie ist mir gerade wieder eingefallen, also was meint ihr dazu?
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Beitragvon Esprit » Donnerstag 1. September 2005, 16:16

schöne Geschichte, aber wenn er in Pension geht, sind die Kinder dann gross und die Freunde dann auch weg...das hat dann der Manager vom vielen Arbeiten, oder?
Der Fischer bleibt zwar "arm" in bezug auf Besitztümer, aber ist letztendlich trotzdem reicher (und glücklicher) als der Manager..also so versteh ich das zumindest...
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Beitragvon susa » Freitag 2. September 2005, 07:14

Das war ja die Moral, der Fischer hats von vornherein besser- das, was ihm der Manager als Belohnung nach vielen Jahren harter Arbeit vorschlägt hat er ja schon jetzt. :P
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Beitragvon Esprit » Freitag 2. September 2005, 12:01

susa hat geschrieben:Das war ja die Moral, der Fischer hats von vornherein besser- das, was ihm der Manager als Belohnung nach vielen Jahren harter Arbeit vorschlägt hat er ja schon jetzt. :P


*ggg* :oops: :mrgreen: habs wieder zu umständlich ausgedrückt... :roll:
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Beitragvon Barney G. » Sonntag 4. September 2005, 18:12

Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf einer Farm einer sehr armen Familie.
Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn: "Wie war dieser Ausflug?"
"Sehr interessant!" antwortete der Sohn."
Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können?"
"Oh ja, Vater, das habe ich gesehen."
"Was hast du also gelernt?" fragte der Vater. Und der Sohn antwortete:
"Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört. Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne. Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont."
Der Vater war sprachlos. Und der Sohn fügte noch hinzu:
"Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind."

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Beitragvon princess_mononoke » Sonntag 19. Februar 2006, 10:15

Hübsche Geschichte... Weiß aber nicht genau, was der Vater erreichen wollte... Dass sein Sohn sieht, wie gut sie es haben wahrscheinlich. Er hat aber Recht, es gibt andere Vorstellungen von Armut
Jene, welche die Dunkelheit fürchten, haben noch nie erlebt, was das Licht einem antun kann.
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Beitragvon Nenya » Freitag 24. März 2006, 09:30

Über die Genügsamkeit

Mit der Mehrzahl der Philosophen seiner Zeit teilte Sokrates die Meinung, es gehöre sich für einen Weisen, genügsam zu leben und keine Schuhe zu tragen. Trotzdem zog es ihn immer wieder zum Markt, wo er die Fülle der Waren betrachtete.
"Was treibst du hier", wollte ein Freund wissen, "du kaufst ja doch nichts."
"Ich staune nur darüber", erwiderte Sokrates, "wieviele Dinge es gibt, deren ich nicht bedarf."
Wer mit beiden Beinen fest am Boden steht kommt keinen Schritt weiter.
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Beitragvon Morgaine le Fay » Mittwoch 9. Januar 2008, 19:04

Barney G. hat geschrieben:"Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind."


Wäre schön, wenn es heute noch mehr Kinder geben würde, die das so sehen...
Ich lehne Gewalt ab, weil das Gute, das sie zu bewirken scheint, nicht lange anhält; dagegen ist das Schlechte, das sie bewirkt, von Dauer.
[Mahatma Gandhi]
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