Dean R. Koontz

Zum Gruseln

Moderator: Esprit

Beitragvon Gwenhwyfar » Sonntag 4. Dezember 2005, 11:14

Bei diesem "in die Länge gezogen" spielt der eigene Geschmack eine Rolle. Ich liebe es bei King, er ist wahrlich ein Geschichtenerzähler, der jedes unwichtige Detail mit einer Begeisterung für das Beschreiben erwähnt und ausführt. Mir kam es niemals langweilig vor, wobei ich anmerken muß: Mir gefallen mehr die älteren King-Werke. Neuerscheinungen (alles ab Ende der 90er) beachtete ich kaum, las nur ein paar Bücher aus der aktuellen Phase von ihm, da sich mein Buchgeschmack änderte und ich aus Zeitgründen und Interesse anderen Werken den Vorrang gebe.
King gehört für mich in meine Teenagerzeit und ich habe ihn damals verschlungen. :P Bei meinen Lieblingsbüchern aus seiner Feder hätte mich jeder Zusatz erfreut, welcher diese noch ausdehnt, um mehr von ihnen zu haben.

Zu Koontz - ich lese normalerweise nicht im Horrorbereich, um mal sehr oberflächlich Kings Genrezugehörigkeit zu betrachten. Alles, was ich von weiteren "Größen" je in die Finger bekam, bestätigte mir eher, weshalb diese literarische Gattung zu den belächelten Stiefkindern gehört. Trivialliteratur, so sehe ich es.
Wahrscheinlich gefiel mir King nur, weil er eine Ausnahmeerscheinung in diesem Bereich darstellt und das Genre immer gerne sprengte.
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Beitragvon AQ2 » Samstag 14. Januar 2006, 21:34

Hi,

Habe so eben von Dean R. Koontz - Die Hellseherin gelesen und muss sagen das es super gut war. Koontz schreibt auch nicht schlecht, habe mich gut Unterhalten gefühlt. War übrigens meine erste Geschichte von ihm wo ich gelesen habe.

Also wenn Stephen King was ich nicht hoffen möchte, mal nichts mehr schreiben sollte. Weis ich was ich als Nachfolger von King lesen kann.

Aber empfehlenswert finde ich Die Hellseherin allemale. Wie fandet ihr die Geschichte denn.

bis bald :lernen:
Wünsche allen Stephen King Fans noch einen schönen Tag.

Aktuelles Buch: Bernhard Werber - Die Ameisen
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Beitragvon LittleMissCabyCane » Donnerstag 2. Februar 2006, 18:53

Ich mag Koontz einfach als Person nicht, habe den Eindruck der Typ ist wohl irre arrogant. Er prahlt z.B. damit dass er noch nie eine Schreibblokade hatte, dass alles geradezu aus ihm heraussprudelt etc.

Okay, wir reden hier aber von den Büchern, nicht vom Autor. Hmpf. Also, mir gefiel "Schwarzer Mond" sehr gut, danach habe ich noch so 5-6 andere Bücher von ihm gelesen, aber, sorry, die fand ich alle... :popo: Da überall geschrieben steht, "Schwarzer Mond" sei auch sein bestes Buch, hab ich's aufgegeben Koontz zu lesen. Außerdem habe ich mich neulich tierisch über so ne Rezension aufgeregt, die da auf einem Koontz-Buch drauf stand. Also, da stand: "Koontz ist nicht nur intelligenter wie King, er schreibt auch besser." Da hab ich mir echt gedacht: So, jetzt reicht's. Das stimmt nämlich meiner Meinung nach nicht

:angry:
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Beitragvon torsten » Donnerstag 2. Februar 2006, 19:21

Ich denke nicht dass Koontz ein arroganter Mensch ist. Seine Essays, Vor- und Nachworte strotzen immer vor Humor - auch sich selbst gegenüber - und sind wirklich sehr amüsant. Gleiches spiegel sich auch oft in seinen Charaktären und Dialogen wieder, z. Bsp. in seinem neuen, wirklich großartigen Roman Die Anbetung, der vielleicht zu seinen besten Werken gezählt werden darf. Außerdem hört der Mann Van Halen und Megadeth!
Aber zurück zum Thema: Wenn Koontz behauptet, dass er unter keiner Schreibblockade leidet, dann nehme ich dass dem Mann ohne zu zögern ab. Allein in den letzten zweieinhalb Jahren erschienen sechs Bücher von ihm! Manche sind halt mit solch einer Gabe gesegnet ...
Und was Koontz Schreibe betrifft - stellenweise finde ich sie wirklich besser wie die von Kollege King. Die Art, wie er z. Bsp. bestimmte Dinge umschreibt oder erklärt, macht mich mehr als einmal neidisch auf sein Talent. Bei Die Anbetung wurde mir dass wieder auf sehr schmerzliche Weise bewusst; der Roman bricht übrigens überraschenderweise mit sehr vielen bekannten (und auch meist ziemlich lästig gewordenen) Koontz-Elementen, was sehr erfrischend war. Bin gespannt, ob King mit Cell gleichziehen wird.
Beide Autoren sehe ich übrigens auch als Trivialliteratur bzw. Belletristik an - na und? Was bringt mir ein Autor, der seine Leser nicht fesseln und unterhalten kann und wenigstens einigermaßen originell ist? Mir persönlich sind zehn Trivialliteraten lieber als einer, der intellektuell schreibt und sein Werk mit schnöder Langeweile garniert.
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Beitragvon princess_mononoke » Montag 20. Februar 2006, 09:44

Ich habe nur ein Buch von Koontz gelesen und ihr könnt euch sicher sein dass ich keins mehr anfasse. Wie man den Blödsinn auch nur mit King vergleichen kann! Ich glaub es hieß "Das Haus der Angst". Es war unglaublich langweilig, langatmig, unglaubwürdig, die Gefühle waren sehr fragwürdig beschrieben, zu dem Buch kann ich echt nichts positives sagen... :bad: :bad: :bad:
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Montag 20. Februar 2006, 10:10

princess_mononoke hat geschrieben:Ich glaub es hieß "Das Haus der Angst".

Das hab ich zwar nicht gelesen, aber eine Freuzndin von mir und da sie mir alles darüber erzählt hat, inklusive dem Ende, kann ich mir sparen, es selbst zu lesen ...

Aber ich wollte neulich "Bote der Nacht" lesen und habs abgebrochen, weil es grottenlangweilig war. Ich finde allerdings, dass sich die Inhaltsangabe von "Velocity" sehr gut anhört und werd's bei Gelegenheit damit mal probieren.
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Beitragvon torsten » Montag 20. Februar 2006, 18:41

Jou, Velocity klingt wirklich sehr interessant. Könnte vielleicht auch der Grund gewesen sein, warum ich es mir in der Bahnhofsbuchhandlung gekauft habe ... offenbar macht Koontz einen Schritt zurück und konzentriert sich wieder auf einfacher gestrickte Stories. Kein schlechter Schritt wie ich finde.
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Beitragvon Levia » Montag 20. Februar 2006, 20:03

Erinnert mich von der Story etwas an "Saw".. Weiss einer wie das Buch auf deutsch heißt?
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Montag 20. Februar 2006, 21:42

Levia hat geschrieben:Weiss einer wie das Buch auf deutsch heißt?
Ist noch nicht erschienen und der deutsche Titel noch nicht offiziell bekannt ... glaub ich.
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Beitragvon torsten » Montag 20. Februar 2006, 23:23

Hmm ... mir kam beim Kauf der Vergleich mit Speed in den Sinn.
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Beitragvon Glue Boy » Dienstag 21. Februar 2006, 07:21

Ich hab gestern "Die Anbetung" gelesen - mein erstes Buch von Koontz. Der Anfang hat mich fast aus den Socken gehauen - Kinder, ist das gut! dachte ich.

Doch leider hält der Autor das Niveau dann nicht durch. Allzu vieles ist direkt von "Sixth Sense" abgekupfert ("Ich sehe tote Menschen!"). Was wirklich charmant, düster und unerklärlich beginnt, gipfelt in einem 08/15-Finale, das mich schon nicht mehr wirklich interessiert hat:

[spoiler]
Eine Schießerei in einer Shopping Mall. Die Bösis sind Typen, die man vorher gar nicht kannte. Und hurra, der Plastiksprengstoff zündet nicht.[/spoiler]

Ich würde sagen, Koontz kann ganz nett schreiben. Aus dem Anfang hätte ein Knüller-Buch werden können. So aber: Allenfalls Durchschnitt. Ich glaube kaum, dass ich noch mal was von ihm lesen werde...
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Beitragvon TheUsed » Sonntag 28. Mai 2006, 12:09

Viele mögen seine Bücher nicht besonders, und zum Großteil teile ich diese Meinung. Die meisten Bücher gefallen mir nicht, aber davon heben sich 2 Romane ab, die mir doch gefallen haben. Das eine ist "Phantom - Unheil über der Stadt", das andere "Intensity". Beide Romane sind sehr sehr spannend, was eigentlich den Hauptgrund dafür ausmacht, warum mir diese 2 Bücher gefallen.
Aber ansonsten gefällt mir Koontz wie gesagt nicht besonders, weil viele Bücher mit der Zeit sehr langweilig werden und auch irgendwie...abgedroschen sind. Auch die Ursache der Schrecken in einigen Büchern ist für mich irgendwie enttäuschend, wie zum Beispiel in "Schwarzer Mond", wo die Ursache für die Ängste der Protagonisten schlicht und einfach ein Experiment der Regierung alá Roswell ist, was mit Außerirdischen zu tun hat usw...
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Beitragvon ice-e » Donnerstag 29. Juni 2006, 10:31

Hab was schönes bei eBay ersteigert, darf mir aus 18 Titeln 9 Stück aussuchen und weiß natürlich nicht wirklich, was denn zu den wichtigeren Werken zählt:

-Brandzeichen
-Das Versteck
-Das Haus der Angst
-Die Spuren
-Die Maske
-Eiszeit
-In der Kälte der Nacht
-Morgengrauen
-Ort des Grauens
-Schattenfeuer
-Schlüssel der Dunkelheit
-Security
-Survivor. Die Überlebende
-Vision
-Wenn die Dunkelheit kommt
-Zwielicht
-2 in 1: Unheil über der Stadt/Todesdämmerung
-2 in 1: Flüstern in der Nacht/ Nach dem letzten Rennen

Vielen Dank für eure Hilfe :laugh:

edit: hab einfach alle eure Beiträge durchgelesen und die gewählt die am häufigsten empfohlen wurden^^ außer das letzte, darüber stand nix drin.

Brandzeichen
Das Versteck
Ort des Grauens
Zwielicht
Unheil in der Stadt / Todesdämmerung
Schlüssel der Dunkelheit
Morgengrauen
Wenn die Dunkelheit kommt
Flüstern in der Nacht/ Nach dem letzten Rennen
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Beitragvon spaddl » Donnerstag 13. Juli 2006, 12:45

Also ich habe nun "Die Anbetung" durchgelesen und bin auch ein wenig zwiegespalten, einerseits ist es ein Tick gruselig und spannend, aber gelegentlich hat es mich echt total gelangweilt!!.......aber das Ende, das war der Wahnsinn, die letzten 5-7 Seiten sind nur toll!!!......deswegen empfiehlt es sich schon, das Buch zu lesen.
Zynismus ist der geglückte Versuch, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist!
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Beitragvon Leila2002 » Donnerstag 24. August 2006, 14:46

Hi
Würde gern einen Roman von Koontz lesen.
Habt ihr ein paar Vorschläge für den Einstieg?
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