Frankenstein (Mary Shelley)

Zum Gruseln

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Frankenstein (Mary Shelley)

Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Sonntag 3. November 2002, 14:35

*hüstel* Die Frankenstein-Debatte bitte hier weiterführen.
Was mich betrifft, ich mag sowohl "Dracula" als auch "Frankenstein", leider hab ich Frankenstein das letrzte Mal vor etwa sieben Jahren gelesen, danach hab ich mein Buch an eine Freundin verliehen die darüber ein Referat hielt (nein, stephy wars nicht :mrgreen: ) und es, soweit ich das überblicke, nie zurückbekommen ...
Ich mag aber auch die neue Frankenstein-Verfilmung extrem gerne, hab sie neulich im TV verpasst obwohl ich sie unbedingt aufnehmen wolte. :-/
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Beitragvon Gwenhwyfar » Sonntag 3. November 2002, 15:22

Über Mary Shelley und Hintergründe bzw. Zusatzinformationen ist hier
http://www.stephen-king.de/kingforum/vi ... c&start=15
noch was zu finden.Bild
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Beitragvon stephy » Sonntag 3. November 2002, 15:22

@ anakin

Mir ging es auch darum, daß gesagt wurde, der Schluß des Filmes würde sich an das "Original" halten - und das stimmt allerdings so nicht ganz. Sicher ist die Verfilmung ziemlich (!) genau am Original gehalten, aber trotzdem hat sie einige wichtige Abweichungen, die hätten nicht sein müssen (wie die Sache mit der "Braut"). ;)

Zum Buch: Ich halte es für eines der besten Bücher im Horrorgenre. Also kennst Du jetzt eine, die es supi findet, anakin... :)
Ich hab mich damals richtig reingekniet und das Referat hat sooo Spaß gemacht! Außerdem liebe ich schon allein Shelleys Darstellung von dem Monster (das nie einen Namen bekommen hat... schluchz): Es hat Herz. Es hat Verstand. Es weiß also genau, daß es hässlich ist und daß niemand etwas von ihm wissen will. Andererseits kann man Frankenstein verstehen; er muß geschockt gewesen sein... Ihm muß bewußt gewesen sein, daß er die Grenze überschritten hat... Und in seinem Schock, in seiner ersten Reaktion, in seiner Abneigung gegen sich selbst und das, was er da geschaffen hat... hat er den schlimmsten Fehler überhaupt begangen; er hat es verstoßen. Und es hat sich bei ihm gerächt...
Diese Problematik ist wirklich genial. Ich finde es super von Mary Shelley, daß sie beide Seiten sympathisch dargestellt hat. Sie hätte es sich auch einfacher machen und das Monster abartig und böse darstellen können - aber das hat sie nicht getan und deshalb ist das Buch ein Meilenstein für sich. Deshalb ist es vielleicht auch so populär geworden, keine Ahnung.
Und wie Gwen schon sagte; die philosophischen Ansätze, die Denkanstöße und alles; wow. "Frankenstein" ist ein sehr zeitloses Werk. Und das Buch gehört zu den größten Büchern, die ich je gelesen habe.
Da hat mir "Dracula" weniger gefallen, muß ich ehrlich sagen... ;)

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Beitragvon Gwenhwyfar » Sonntag 3. November 2002, 15:29

*hierhinverschieb*


Verfasst am: 03 Nov 2002 14:23
--------------------------------------------------------------------------------

*maleinmisch*
Also, "Frankenstein" ist um Klassen besser als zum Beispiel "Dracula" und hat viele philosophische Ansätze, die auch heute noch aktuell sind (Wissenschaft und Ethik), nicht umsonst ist der Untertitel "Der neue Prometheus".
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Beitragvon stephy » Sonntag 3. November 2002, 15:36

*Gwenganzheftigzustimmenmuß* :daumenhoch:
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Beitragvon anakin » Sonntag 3. November 2002, 20:15

Ja.Schön. Gut.
Es gibt sicher Punkte, die für das Buch sprechen. Der interessant-verschachtlete Aufbau z. B. oder der ethische Grundgedanke.
Der innere Konflikt des Geschöpes ( 'Monster' ? Wieso 'Monster' ? )

Das ändert aber alles nichts daran, das das Buch schlicht und einfach schlecht geschrieben ist. Wäre die Shelly bei ihrer ürsprünglichen Idee einer Kurzgeschichte geblieben, hätte das der Story nicht geschadet. Sie schreibt einfach zu viel.....zu....wie soll ich sagen..auf'gebläht'
Und läßt ihre figuren viel zu viel herum schwaffeln. Als ich das Buch , im alter von 16 Jahren ( lange her, ich gebs zu ) gelessen hab, hatte ich hinterher das Gefühl, zum erstem Mal ein wirklich schlechtes Buch gelesen zu haben.
Nein, tut mir leid, ich kann mit dem Roman 'Frankenstein' nicht viel anfangen. Vielleichts liegts daran, das ich erst diverse Verfilmungen kannte, vielleicht lags am Still der Übersetzung, aber irgendwie bilde ich mir ein, ein 'gutes Buch' zu erkennen, wenn ich es lese ( und das hat , wie gesagt nicht immer etwas mit persönlichem Geschmack zu tun )
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Beitragvon stephy » Sonntag 3. November 2002, 22:42

Das ändert aber alles nichts daran, das das Buch schlicht und einfach schlecht geschrieben ist. Wäre die Shelly bei ihrer ürsprünglichen Idee einer Kurzgeschichte geblieben, hätte das der Story nicht geschadet. Sie schreibt einfach zu viel.....zu....wie soll ich sagen..auf'gebläht'


Ich glaube, auch bei diesem Roman verhält es sich nach dem altbewertem Geschmacks-Schema; Dir gefällt er nicht, okay, vielen gefällt er - auch okay... ;)
Ich finde ihn ganz große Klasse. Das "Geschwafel", wie Du es bezeichnest, findet man in vielen alten Büchern und könnte man als"Monologe" betiteln. Auch der Stil ist Geschmacksache, weil ich echt nichts finde, was ich daran auszusetzen hätte. Es ist eine alte Geschichte und deshalb kann der Stil natürlich nicht an heute angeglichen werden... Aber im Gegensatz zu vielen alten Büchern, die oft verwirrend sind, versteht man jedes Wort, das Mary Shelley geschrieben hat. Und obwohl die Dramatik immer die gleiche ist und sich durch das ganze Buch zieht, wird sie aus zwei verschiedenen Blickwinkeln erzählt, die man beide nachvollziehen kann. Und das hat was. Das ist neu. Das wird nicht langweilig. Das ist modern.

Ich finde, es hätte der Idee geschadet, wenn es nur eine Kurzgeschichte geblieben wäre; dann wären viele Elemente kaputt gegangen. Eben dieses "Geschwafel", das die Verzweiflung beider Charaktere widerspiegelt. Und auch die Kernelemente, die ganze Dramatik.

Es ist Geschmacksache. Ich liebe das Buch so, wie es ist. Und ich bin nicht allein... ;)
Und was das Erkennen von guten Büchern betrifft... Wer entscheidet, ob etwas gut ist oder schlecht, wenn nicht der Leser für sich selbst? Es gibt ja wirklich noch Menschen auf dieser Welt, die behaupten, daß "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin ein klasse Roman sein soll... Deshalb würde ich mich prinzipiell auf kein Urteil Verlassen. Auf gar keins.

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Beitragvon anakin » Montag 4. November 2002, 17:41

stephy hat geschrieben:Und was das Erkennen von guten Büchern betrifft... Wer entscheidet, ob etwas gut ist oder schlecht, wenn nicht der Leser für sich selbst?

Generell schon.
Nur gibt es eben Dige wie Still, Ausdruck und 'innere Logik' , die realativ unabhängig vom persönlichem Geschmack sind.
Daran würde ich ein 'gutes Buch' festmachen, egal ob´s mir persönlich gefählt oder nicht.

Und..das mir keiner behaupted , ich würde 'Frankenstein' verreißen wollen :wink: es ist der Still, der mir nicht gefällt, nicht die Geschichte.

Hm, wenn ich´s beganke....das
ist ein Verriß :roll: ..aber ich mein´s nicht bös´
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Beitragvon stephy » Montag 4. November 2002, 19:48

@ anakin

Nur gibt es eben Dige wie Still, Ausdruck und 'innere Logik' , die realativ unabhängig vom persönlichem Geschmack sind.


Gerade Dinge wie Stil, Ausdruck und "innere Logik" sind Geschmacksache. Sonst gäbe es keine Diskussionen über Literatur. Wenn "Frankenstein" wirklich schlecht geschrieben wäre, würde es heutzutage kein Schwein mehr lesen - und es wird dennoch gelesen. Also ist der Stil auf jeden Fall Geschmacksache.
Der Eine z.B. mag einen schwafelnden Stil. Weitschweifig. Ausmalend. Der Andere mag den Stil mehr knapp, kurz und prägnant. Und genau deshalb ist eben der Stil meiner Meinung nach keine Sache, die man jenseits von persönlichem Geschmack sehen kann.

"Frankenstein" ist hier doch ein gutes Beispiel ;) : Wenn es so schlecht geschrieben wäre, wie Du sagst, würden es die Leute nicht mehr lesen. Also ist es nicht schlecht, weil es gelesen wird. Also muß der Stil gut sein... ;)

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Beitragvon anakin » Montag 4. November 2002, 21:24

Nun, was soll ich sagen ?
Ein kluger Mensch hat mal gesagt : "Ein Klassiker ist ein Buch, das niemand gelesen hat, aber jeder zu kennen glaubt"

Dafür ist 'Frankenstein' das Paradebeispiel :wink:

Sicherlich gibt es Leute, die das Buch gut finden, was auch ihr gutes Recht ist. Und hier im Forum mag der Prozentsatz ( aus naheliegenden Gründen) etwas höher sein.

Aber Tatsache ist, das ich mit meiner Meinung auch nicht allein stehe .....ätsch.

Ein Klassiker, ja ...ein Meilen- vielleicht sogar ein Grundstein der phantastischen Literatur, ohne Frage.....aber ein 'gutes Buch' ?
Nein....
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Beitragvon Gwenhwyfar » Dienstag 5. November 2002, 00:37

Ein Klassiker, ja ...ein Meilen- vielleicht sogar ein Grundstein der phantastischen Literatur, ohne Frage.....


Schließen diese Kriterien nicht mit ein, daß das Buch anspruchsvoll und "gut" sein müßte? :engel2: "Gutes Buch" - was genau versteht Ihr darunter? Mir kommt es hier eher vor, als meint Anakin, trotz anderer Erklärung, ein Buch, daß ihm gefällt und Stephy sieht es allgemeiner.
Nun, "Frankenstein" ist anspruchsvoll, tiefgründig, spannend, modern, wegbereitend - wenn einem der Stil nicht gefällt, denke ich auch, dies ist ein subjektives Einschätzen. Ansonsten schließe ich mich Stephy an.

"Ein Klassiker ist ein Buch, das niemand gelesen hat, aber jeder zu kennen glaubt"

*lach* Diesen Spruch halte ich für augenzwinkernd und an eigentlich unwissende, nachplappernde Klugscheißerchen gerichtet. Also, auf den würde ich schon mal gar nicht setzen, was Klassiker betrifft. :sweet
Er zeigt aber auch. wie schwer es ist, diesen Begriff "Klassiker" zu definieren, denn literaturhistorisch gesehen ist die Klassik eine Epoche - so meinen ja wir das zum Beispiel nicht, wenn man sich mal die Liste der Bücher ansieht, die wir unter "Klassiker" gestellt haben. Vielleicht kann man es ganz salopp so ausdrücken: ein Buch, welches über viele/mehrere Zeitströme hinweg beliebt und ansprechend geblieben ist (viele unterschiedliche Generationen begeisterte), welches über die Zeit zum Kulturgut wurde, welches nichts von seinem Reiz verloren hat, welches zeitlos ist.
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Beitragvon anakin » Dienstag 5. November 2002, 06:19

*Seuftz* Ihr versteht mich nicht.....

'Frankenstein' ist eine - von der Idee her- gute Geschichte, aber eben geschrieben von einer völlig unerfahrenen und, endschuldigung, nicht besinders begabten 19jährigen, die heute als fast unbekannt ist ( außer eben bei einigen wenigen, die zufällig wissen, wer 'F.' geschrieben hat.)

Welcher ernsthafte Schriftsteller veröffendlicht schon als erstes Werk eine 3-bändigen Mamutt-Roman mit einem derart komplexem Thema ?


Das mit "unwissenden Klugscheißerchen" will ich überhört haben , Gwenilein :wink:
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Beitragvon stephy » Dienstag 5. November 2002, 06:26

@ Gwen

Vielleicht kann man es ganz salopp so ausdrücken: ein Buch, welches über viele/mehrere Zeitströme hinweg beliebt und ansprechend geblieben ist (viele unterschiedliche Generationen begeisterte), welches über die Zeit zum Kulturgut wurde, welches nichts von seinem Reiz verloren hat, welches zeitlos ist.


Der Satz der Sätze! Ich denke, das sagt alles und ich schließe mich dem vollkommen an.
"Dracula" ist ja auch ein Klassiker, obwohl ich persönlich nicht soviel mit dem Buch anfangen konnte - ich würde aber nie wagen zu behaupten, das Buch sei scheiße. Es hat mir persönlich nicht so gefallen, ein Klassiker bleibt es und wird es auch immer bleiben - und das ist gut so!

"Gutes Buch"... Könnte man wieder einen Thread aufmachen und drüber diskutieren, was ein gutes Buch denn nun wirklich ist... :mrgreen:
Ich halte den Begriff für rein subjektiv. Dem Einen gefällt das, dem Anderen das. Man kann nicht allgemein sagen, was ein gutes Buch ist. Jeder spricht hierbei von seiner ganz persönlichen Meinung.
Meiner Meinung nach.. :)

"Frankenstein" ist zeitlos. Man wird es in hundert Jahren immer noch lesen, wenn Shelley noch länger tot ist als jetzt schon. Es ist einfach schon vom Thema her sehr ansprechend und immer wieder aktuell. Ich denke nicht, daß es Leute gibt, die behaupten, einen Klassiker gelesen zu haben, obwohl das nicht stimmt. Warum sollten sie auch? Verstehe ich nicht so ganz... Aber glaubst Du im Ernst, anakin, daß so der Mythos um "Frankenstein" entstanden ist und auch auf diese Art und Weise das Buch an Popularität gewonnen hat?
Das denke ich echt nicht, denn der Roman hat mächtig was auf der Pfanne... Zumindest jetzt meiner ganz persönlichen Meinung nach...

Und was Shelleys "Popularität" betrifft... Das bedauere ich auch sehr, daß sie niemand kennt, aber andererseits sieht man, daß in erster Linie ihr Werk im Vordergrund steht. Wer kennt heutzutage schon den Autor von "Peter Pan"? Das sind ganz wenige, weil die Werke allein schon mächtig bekannt sind, so groß, daß sie den Namen des Autoren ganz verschlucken. Vom Hörensagen kennt jeder Frankenstein und Peter Pan, aber wer diese Werke geschrieben hat, das wissen wohl eher weniger.
Spricht meiner Meinung nach nicht gegen Shelley, sondern für sie.


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Beitragvon anakin » Dienstag 5. November 2002, 06:48

stephy hat geschrieben: Vom Hörensagen kennt jeder Frankenstein und Peter Pan, aber wer diese Werke geschrieben hat, das wissen wohl eher weniger.

..und genau da greift 'meine' Klassiker-Definition wieder, nicht wahr ? :wink:

Und was die Popularität von 'F.' angeht...das ist kaum Shelley´s Verdienst.
Das Buch war zu seiner Zeit ein ziemlicher Flop (was ja btw an irgendetwas liegen muß ) und wurde erst später , unter anderem eben durch die Film-Bearbeitungen, zu dem Klassiker, der es heute ist.
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Beitragvon Gwenhwyfar » Dienstag 5. November 2002, 13:06

Bist Du Dir sicher, was den Erfolg des Buches betrifft? Mhm, kann ja mal jemand recherchieren. :sweet
Und ich denke, man muß einen großen Unterschied zwischen dem Buch "Frankenstein" und dem Filmmythos "Frankenstein" ziehen - dieser hat, bis auf wenige Ausnahmen, fast nichts mit dem eigentlichen Buch zu tun, sondern basiert auf richtige Plüsch-Horrorfilme...eine Sache, die ebenfalls die Dracula-Gestalt betrifft, nur nicht in diesem Ausmaß - was vielleicht daran liegt, daß Vampire faszinierender sind und sich dann doch mehr Leute mit diesem Buch befaßten.
stephy hat folgendes geschrieben::

Vom Hörensagen kennt jeder Frankenstein und Peter Pan, aber wer diese Werke geschrieben hat, das wissen wohl eher weniger.


..und genau da greift 'meine' Klassiker-Definition wieder, nicht wahr ?

"Dein" Satz:
"Ein Klassiker ist ein Buch, das niemand gelesen hat, aber jeder zu kennen glaubt"

Ja, in dem Fall hast Du recht, aber ich meinte mit meiner Interpretation dieses Satzes nicht, daß Du ein Klugscheißer wärst, sondern daß der Satz sich an Klugscheißer richtet. :sweet
Eine allgemeine Definition ist es jedenfalls nicht.
Zuletzt geändert von Gwenhwyfar am Dienstag 5. November 2002, 15:47, insgesamt 1-mal geändert.
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