Anne Rice

Zum Gruseln

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Anne Rice

Beitragvon JCM » Dienstag 15. April 2003, 22:31

Hi,

ist hier noch jemand mit den Werken von Anne Rice vertraut? Hat unter Anderem die Bücher geschrieben, die dann als "Interview mit einem Vampir" und "Queen of the damned" verfilmt wurden. Zu den Filmen kann ich nichts sagen, aber die Bücher sind wunderbar geschrieben....Hab aber auch nur die Bücher der Lestat-Saga gelesen, zu Rice's Hexen-Büchern usw. kann ich daher nichts sagen. Kennt die noch wer?
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Dienstag 15. April 2003, 22:43

Ich kenne "Die Mumie" und das Buch ist relativ schlecht und amateurhaft geschrieben. Es wimmelt vor Stilblüten, z.B. Tautologien, die Charaktere sind z.T. sehr klischeehaft und die Handlung ist unlogisch und an den Haaren herbeigezogen. Der Roman liest sich leicht und innerhalb von 2-3 Tagen ist man locker durch, war auch keine Zeitvershwudung, aber bei so einer große Autorin hatte mir ein höheres Niveau erwartet. :-/
Dagegen habe ich mal angefangen die Hexensaga zu lesen, das machte eine weitaus besseren Eindruck, wenn es sich auch nicht so flüssig las.
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Beitragvon JCM » Dienstag 15. April 2003, 23:52

Von "Die Mumie" hab ich zuvor nichts gehört... Die Inhaltsangabe, die ich eben bei Amazon gelesen hab, klang auch wirklich nicht so prickelnd :) Aber zumindest den Charakter von Lestat in der Vampir-Saga fand ich recht gut ausgearbeitet.
Kannst du einem armen Nur-Deutsch-GKler mal erklären, was eine Tautologie ist? :oops:
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Mittwoch 16. April 2003, 00:13

Tautologie heißt es, wenn man etwas doppelt sagt,. z.B. "ein weißer Schimmel" oder "grünes Gras".
Bei der "Mumie" standen öfters solche überflüssige Sachen bzw ungeschickte Ausdrücke wie "er flüsterte leise zu ihr" - ja, logisch, flüstern heißt ja auch leise reden. :rolleyes:

Naja - die Idee war nicht schlecht: Ein Forscher entdeckt die Mumie Ramses des Großen und wird ermordert; seine Tochter erhält die Mumie die zu Leben erwacht ...
Aber dann wurde alles klischeehaft. Die Mumie ist nämlich ein wuderschöner, gerade perfekter Mann der natürlich innerhalb von wenigen Stunden fließend englisch spricht und übernatürliche Fähigkeiten hat. Er ist so perfekt wie ein Android und die junge Frau verliebt sich logischerweise in ihn und gibt ihn als Freund ihres verstorbenen Vaters aus und zeigt dem jahrtausendealten Pharao das schöne England ... ich hab nicht begriffen warum Ramses dermaßen perfekt sein muss. Dass er unsterblich ist ist schon gewagt genug, aber dass er sich dann innerhalb von Stunden in der Neuzeit zurechtfindet, das war doch sehr übertrieben ...
...wenngleich die Idee natürlich wirklich ganz gut war. Und das Buch ja auch nicht wirklich mies, aber ... naja, nachdem Anne Rice als bester weiblicher Horrorautor gefeiert wurde hatte ich mir da schon mehr erwartet.
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Beitragvon JCM » Mittwoch 16. April 2003, 13:05

Na ja, lies mal Interview mit einem Vampir oder noch besser Fürst der Finsternis....Gefällt dir vielleicht besser :)

Auch wenn ich Rice nicht mal in die Horrorschublade stecken würde. Nur weil Vampire und Hexen drin vorkommen? :frage:
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Mittwoch 16. April 2003, 15:06

Naja, und Mumien. :P
Horror eher im Sinne von Schauerromanen, leichter Grusel, nicht zum Schocken.
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Beitragvon Holger » Mittwoch 16. April 2003, 16:04

Muß mich jetzt auch mal zu Wort melden. Habe Interview mit einem Vampir gelesen und muß sagen, dass es eine der wenigen Buchvorlagen ist, bei denen mir der Film besser gefällt. Queen of the Damned habe ich auch gelesen. Fand ich auch höchstens mittelmäßig, und hier reden wir am besten erst gar nicht über den Film.
Habe mir von Anne Rice wesentlich mehr erwartet, ist aber leider absolut nichts für mich.
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Beitragvon Dunkelelf » Samstag 3. Mai 2003, 08:38

Also seit mir nicht böse aber ihr solltet zu erst alle Bücher der Vampir cronic lesen bevor ihr sagen könnt die Charaktere seien unausgereift.
Die Mumie war ein erstling werk lest die Chronik sie ummfast mittlerweile 8 Bücher wenn du die alle gelasen hast erzähl nmir noch mal das die Charakter schlecht ausgearbeitet sind.
Das interresante bei Anne Rice ist das du egal bei welchem Band du anfangst dich immer Auskennst und das du immer Paralelen zu anderen werken findest die sehr gut ausgearbeitet sind Und ich finde man kann nicht von einem Buch auf den ganzen Autor schlissen!
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Samstag 3. Mai 2003, 11:18

Für mich war die Mumie ein eher schlechtes Buch, das ich als Lektor meinem Schützling um die Ohren gehauen hätte.Selbst Superman wäre neidisch auf Ramses und seine Fähigkeiten geworden, das hat mich schlicht genervt. Die Kleopatra-Sache wirkte auf mich hanebüchen und aufgesetzt, hätte man sogar weglassen können, der Rest gab schon genug Stoff her, dem man dafür viel mehr Zeit und Entwicklung hätte geben können.
Kann ja gut sein, dass die anderen Bücher besser sind, ich vermute es sogar (alles andere würde ihren Erfolg nicht erklären).
Aber die Mumie fand ich höchstens durchschnittlich, mit viel Wohlwollen.
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Beitragvon Dunkelelf » Sonntag 4. Mai 2003, 19:33

Das mag schon sein ich muß ehrlich zu geben die Mumie war schwach aber ein Buch das mir sehr gut von ihr gefallen hat war "Falseto".
Es spielt in Venedig geht um einen jungen Kastraten. Die Familiengeschichte ist sehr interresant.
Vielleicht ließt du es wenn ja kannst du mir ja sagen wie dir dieses Buch gefallen hat.
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Beitragvon Annie_! » Montag 5. Mai 2003, 09:45

Ich hab von Anne Rice ein Buch namens "Nachtmahr" (was immer auch der Titel heißen soll.....? :? ) zuhause. Hab ich irgendwo mal bekommen.
Hat das schon irgendwer gelesen???
Wie ist es denn so??? Empfehlenswert??
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Beitragvon Dunkelelf » Montag 5. Mai 2003, 18:26

Es ist das vierte Buch aus der Chronik der Vampire.
Es geht um Lestat der mit einem Menschen den körper tauscht der Mensch läuft dann mit lestats Körper weg.
Bin ungefähr in der mitte bis jetzt ist es nicht schlecht
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Beitragvon Gwenhwyfar » Freitag 9. Mai 2003, 03:47

Annie_! hat geschrieben: "Nachtmahr" (was immer auch der Titel heißen soll.....? :? )


Soweit ich weiß, ganz einfach nur Nightmare; Alptraum. :sweet

Zu Anne Rice - ich las nur "Interview mit einem Vampir" und war ebenfalls, wie Holger, gar nicht begeistert...seltsam, daß ein recht guter Film daraus wurde. Um nicht auch den Vorwurf abzubekommen; von einem Buch auf das ganze Können des Autos zu schließen, sei oberflächlich, bezieh ich mich halt nur auf dieses. Trivialliteratur, vermischt mit ein paar guten Ansätzen. Der Film gefiel mir auch eher der Bilder wegen, welche die Stimmungen und Charaktere sehr gut wiedergaben, im Buch ist dem nicht so. Louis nervt mit seiner weinerlichen Weltanschauung den Leser mehr als Lestat - der übrigens auch nicht so frivol-bissig ist, wie im Film. Oh Mann, da les ich lieber Jane Austen, ist viel spannender. :mrgreen:
Keine Ahnung, warum Anne Rice überhaupt einen Ruf hat und eine riesige Fangemeinde, vielleicht ist sie einfach der Dieter Bohlen in ihrem "literarischen" Bereich, wo immer der auch liegen mag.

Anne-Rice-Fans, bitte mich nicht in der Luft zerreißen, ist halt meine Meinung - außerdem ist es auch schon kurz vor 5, eine Uhrzeit der Immunität oder so ähnlich. :P *gähnundschlafengeh*
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Beitragvon susa » Freitag 9. Mai 2003, 10:51

Ist "Die Mumie" echt so schlecht(und ist das Buch nicht zufällig verfilmt worden?)?
Habs mir nämlich ausgeborgt und grad eben erst Ginnys Verriß gesehen. :nice:
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Beitragvon Peter.M » Freitag 9. Mai 2003, 11:01

Susa hat geschrieben:Ist "Die Mumie" echt so schlecht(und ist das Buch nicht zufällig verfilmt worden?)?
Habs mir nämlich ausgeborgt und grad eben erst Ginnys Verriß gesehen. :nice:


Der Film "Die Mumie" hat absolut nichts mit dem Buch von Anne Rice zu tun.
"And sometimes, in my dreams and memories, I smell the place where I spoke that language with such easy authority: a whiff of earth, a scent of oranges, and the fading smell of flowers."
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