Bram Stoker

Zum Gruseln

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Bram Stoker

Beitragvon lyrejünger » Dienstag 18. Dezember 2001, 11:03

Mir ist da was passiert. Ich hab vor kurzem Bram Stokers Original in die Hände bekomen und musste nach dem Lesen eindeutig feststellen, dass es eines der besten Bücher ist, dass ich je gelesen habe. Aus Unterhaltungen mit anderen hab ich erfahren, dass es wohl mehrere sehr gut finden. Bei war es nie wirklich der Wunsch dieses Buch zu lesen, der ganze Mythos Dracula ist ja so weitläufig, aber nun würde ich es echt jedem empfehlen. Da kennt man sein Leben lang diesen Dracula und erst dann erkannt man, dass der Klassiker den Begriff verdammt wert ist! Wie siehts bei euch aus ihr Lieben? Gelesen? Meinungen?
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Beitragvon Fabian » Dienstag 18. Dezember 2001, 14:21

Ich habe das Buch schon vor einiger Zeit gelesen. Es erschien mir damals etwas langatmig in manchen Szenen, hat mir aber trotzdem sehr gut gefallen. Leider hat Stoker ansonsten nicht viel gutes geschrieben, au´ßer ein paar Kurzgeschichten.
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Beitragvon Neuner » Dienstag 18. Dezember 2001, 16:47

Hi!

Ich habe das Buch nur vom Film her gelesen und ich muss sagen mir hat es gefallen. Und der Film war auch sehr gut, vorallem die Musik, war sehr mysteriös.

Ich wünsche noch allen einen schönen Tag. [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img]
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Beitragvon stephy » Donnerstag 20. Dezember 2001, 05:58

Ich muß zurt mal sagen, daß ich kein Dracula-Fan, sondern eher ein Frankenstein-Fan bin... [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img] Auch ein Tip; "Frankenstein" von Mary Shelley! Genial!!!!! [img]images/smiles/icon_rolleyes.gif[/img]

"Dracula" hab ich gelesen, ist schon ein bißchen her. Eigentlich wollte ich damals drüber ein Referat in Deutsch halten (besser als "Der Götz von Berlichingen" - hehe), aber dann schlug meine Lehrerin "Frankenstein" vor - was auch sehr gut war, denn das Buch finde ich um Klassen besser, was ältere Horrorliteratur betrifft.
"Dracula" hat mir nicht so gut gefallen - ich weiß aber nicht, warum. Es war etwas verwirrend aufs Ende hin (so hab ich's damals empfunden), aber na ja... [img]images/smiles/icon_smile.gif[/img]
Ist trotzdem nicht schlecht. Auf jeden Fall ein Klassiker nicht ohne!

Griasle
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Beitragvon lyrejünger » Donnerstag 20. Dezember 2001, 09:48

@stephy

...mit Frankenstein kann ich dir nur zustimmen!Ich hatte leider die Wahl nicht, ich musste mich in Deutsch mit Götz befassen, aber es könnte schlimmeres geben...
[img]images/smiles/icon_wink.gif[/img]
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Freitag 28. Dezember 2001, 16:18

Jau, sowohl "Frankenstein" als auch "Dracula" fabd ich klasse, "Dracula" aber vor allem weil ich damals total auf dem Vampir-Trip war und ununterbrochen etwas darüber lesen wollte... [img]images/smiles/icon_wink.gif[/img]
Eigentlich wollte ich schon längst mir mal einige der KLassiker in dieser Richtung besorgen, Z.B. von Ann Radcliffe und Walpole, oder "Der Zirkus des Dr. Lao" von Finney... Weiss aber nicht ob deren Bücher nicht schon längst vergriffen sind... [img]images/smiles/icon_sad.gif[/img] Kennt sie vielleicht jemand...? *glf*
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Beitragvon Gwenhwyfar » Mittwoch 10. Juli 2002, 17:25

ich las es mal im Urlaub, unter mediteraner Sonne.Mhm...für echten Horror halte ich das Buch nicht; es ist eher ein Einblick in die viktorianische Epoche...zwar ist die Handlung aus dem Bereich des Phantastischen, dennoch kann man an ihr viele zeittypische Merkmale feststellen. Die unterschwellige Sexualität, welche verteufelt wird.Bild
Oder all die detailgenauen Beschreibungen über Bahnpläne; technische Errungenschaften (siehe die Methoden der Protagonisten, ihre Meinungen und Gedanken "aufzuzeichenen"); das Einflechten von Psychatrie und geistigen Krankheiten.
Dieser Aspekt gefällt mir am Buch und macht es mir lesenswert, aber ansonsten kann man als Vampir-Literatur "Besseres" finden.
Zuletzt geändert von Gwenhwyfar am Dienstag 23. Juli 2002, 11:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Mittwoch 10. Juli 2002, 17:40

Nachtrag von mir: Was mich etwas störte waren die verschiedenen Erzählperspektiven. Ich wusste damals nicht, dass nicht der gesamte Romn aus der Sicht von Jonathan Harker bzw seinem Tagebuch erzählt wird und empfand es plötzlich als Bruch, dass da auf einmal Minas und Lucys Briefe kamen und ich eine ganze Weule nicht wusste wie es mit Jonathan weitergeht.

Damals war ich 13 und nicht sonderlich geduldig. :mrgreen:
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Beitragvon das Teufelchen » Donnerstag 11. Juli 2002, 09:29

Dracula war und ist ein klassiker, den man unbedingt gelesen haben muss. Das buch hat mir auch sehr geut gefallen. Die Verfilmung war auch nciht schlecht. Aber andererseits, Dracula war vielleicht vor hundert Jahren ein Schocker. Doch heute kann man da eher nur noch Kinder mit erschrecken.....

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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Donnerstag 11. Juli 2002, 10:42

Also, ich habe Vampire sowieso nie als angsteinflößend gefunden. In Romanen oder Geschichten fand ich nur immer die Atmosphäre schauerlich - Friedhöfe bei Nacht und so.

Aber ich hab immer schon gedacht, vor Vampiren muss man doch keine Angst haben. Sie wollen einen nur beissen und etwas Blut saugen, das wars. Naja, nicht das angenehmste, aber man weiss wenigstens was sie vorhaben.

Schrecklicher fände ich es, wenn ein Zombie auf mich zugetaumelt käme. Mit dem kann man nicht vernünftig reden und was er genau vorhat weiss man auch nicht.

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Beitragvon Gwenhwyfar » Donnerstag 11. Juli 2002, 14:00

Stimmt nicht - "Dracula" war vor 100 Jahren kein Schocker.
Wenn ich mich recht erinnere, gab es die Erstausgabe in einem gelben Einband, was zur damaligen Zeit ein Erkennungszeichen für pornographische Werke war.
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Beitragvon Gwenhwyfar » Donnerstag 11. Juli 2002, 14:20

Hab noch ein paar Zitate zum Buch gefunden:

"Der eher erfolglose Autor und Theatermanager Stoker hat in Dracula auch seinen Chef, den berühmten Schauspieler Henry Irving, porträtiert – die Beschreibung stimmt bis in die Einzelheiten, und der »Held«, van Helsing, heißt Abraham.
Deshalb ist wohl auch weniger der Vampir als der Vampirologe so schreckenerregend: »Am Ende ist Dr. van Helsing das wahre Ungeheuer des Romans, dessen Motive man nicht kennt, dessen Handlungen unberechenbar sind, ... während Dracula an seine armseligen Vampirregeln gebunden ist.« (Sturm)."

"»Dracula« wurde der erfolgreichste Vampir-Roman überhaupt – ein mittelmäßiger, prüder Trivialroman bestimmt unser Bild des Vampirs bis heute. Wie so oft in Politik und Kunst stimmen Qualität und Wirkung nicht überein "

"Viele Literaturwissenschaftler führten diese Mischung und die Figur des blutsaugenden Grafen auf die unterdrückte Sexualität der viktorianischen Epoche zurück. In Stokers Romanen feiert die viktorianische Prüderie fröhliche Urständ, gleichzeitig gibt es immer wieder ausgesprochen sexuell aktive, meist bedrohliche Frauen. Besonders die Vampirfrauen haben bei diesem verklemmten Autor – der bei seiner Frau, einer ehemaligen Geliebten Oscar Wildes, sexuell unbefriedigt gewesen sein soll und seine homoerotischen Bedürfnisse wohl nur im Geheimen ausleben konnte – eine starke erotische Ausstrahlung, und Lucy möchte am liebsten alle drei Anbeter heiraten. Hingegen ist Graf Dracula in erster Linie ekelhaft; erst Bela Lugosi und vor allem Christopher Lee machten ihn zum erotisch anziehenden Wesen. Augenfällig ist im Roman wie auch in den späteren Filmen, daß der Graf die viktorianischen Damen, die er sich als Opfer erwählt, als Mann sinnlich erregt. Stoker stattete seinen Helden dabei mit einem glatten anglophilen Charme aus, der ihm auch in der sogenannten besseren Gesellschaft die Herzen zufliegen ließ."

Na, was hab ich gesagt?
Ist denn niemandem aufgefallen, daß gerade Lucy zum Vampir wird und sterben muß? Eine der wenigen Frauen, die sich nach heutigen Maßstäben modern und unabhängig verhält sowie auch demnach lebt?
Und die keuschen Hauptpersonen bezwingen den "bösen" Vampir ohne größere Schäden.
Ich hörte auch schon von Interpretations-Theorien, wo nach die eigentliche "Botschaft" des Romanes sexuelle Enthaltsamkeit wäre, damit man sich nicht mit Geschlechtskrankheiten anstecke - denn gerade in der viktorianischen Epoche wütete die Syphilis... :roll:
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Beitragvon das Teufelchen » Freitag 12. Juli 2002, 10:39

@gwen :shock: ich hab ein Erotisches Buch gelesen???? :lol: :lol:

@ginny stimmt. und das ist Rache! Hi hi! Ich hab mir nämlich deinen Avator ausgesucht gehabt und dann hab ich gesehen, dass du den schon hast. Dann hab ich einen anderen genommen. Hab ich mir auch schon gedacht, dass der dir ähnlich sieht, aber "Strafe muss sein"! Hi, hi. Wenn du ihn haben willst, können wir ja tauschen?

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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Freitag 12. Juli 2002, 13:06

@Teufelchen ... Hehe, "erotische Lektüre", und man ahnt es noch nicht einmal.

Ich hab an anderer Stelle schonmal erwähnt, dass ich Vampire übrigens erotisch finde.. *hüstel*

Nönö, behalte den Avatar ruhig, der guckt nämlich genauso böse wie ich auf meinem Foto und damit würde ich meinen Ruf nur noch bestätigen ... :mrgreen:
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Beitragvon Roland of Gilead » Mittwoch 4. Dezember 2002, 15:14

Ich fand, das Dracula eigenlich etwas blutrünstiger hätte sein können. Aber als ich danach die Verfilmung (mit K. Reeves und A. Hopkins) gesehen habe, gefiel mir doch das Buch. Zumindest besser als der Film.
Lange Tage und angenehme Nächte,
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