Lovecraft

Zum Gruseln

Moderator: Esprit

Beitragvon torsten » Dienstag 8. März 2005, 18:38

Naja, dass Hohlbein gerne kopiert bzw. eine Idee mehrmals oder zu Serien verbrät, ist ja bekannt. Wobei ich die Hexer-Reihe noch mit zum Besten zähle, was WH veröffentlicht hat. Lovecraft selbst hatte ja in seinem Testament angegeben, dass jeder Autor im Grunde seine Ideen und Konzepte weiterführen darf. Und seitdem hat so ziemlich jeder Schreiber von fantastischen Geschichten sich an Cthulhu & Co. versucht - u.a. auch ein gewisser Stephen King ... :wink:
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Beitragvon forsakingmax » Dienstag 8. März 2005, 19:48

KING? Wo kommt den das bitte vor?
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Das Wakan-Tanka.
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Beitragvon torsten » Dienstag 8. März 2005, 20:36

"Crouch End" (Kurzgeschichte aus "Nightmares & Dreamscapes) und
"Briefe aus Jerusalem" (ebenfalls eine KG aus "Nachtschicht" bzw. der Lovecraft-Anthologie "Hüter der Pforten").
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Beitragvon Twinner » Dienstag 8. März 2005, 20:56

ich muss gestehen, dass ich außer einer Verfilmung, "Dagon" glaube ich, noch gar nichts kenne von Lovecraft.
Was wäre denn so als Einstieg zu empfehlen?
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Beitragvon torsten » Dienstag 8. März 2005, 20:59

Hmmm....das ist eigentlich gar nicht so einfach.
Am Besten fängst du mal mit dem Buch the Best of Lovecraft an. Da sind so ziemlich die besten und wichtigsten Geschichten enthalten.
Aber eine kleine Warnung vorweg: Action- und Dialoglastig sind Lovecrafts Geschichten nicht. Dafür war der Mann ein Meister der Ausschmückung. Sein Stil erinnert ein wenig an Edgar Allan Poe. Sollten dir seine Geschichten dennoch gefallen, hast du - als Folgebuch - die freie Auswahl. Außerdem gibt es noch tonnenweise Material von anderen Autoren.
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Beitragvon Twinner » Dienstag 8. März 2005, 21:26

Danke Torsten :D , ist auf meinem "Bücherzettel" notiert.
Da er ja ein wichtiger Vorreiter im Allgemeinen und Inspirator für unter anderem King war, will ich auf jeden Fall mir eine eigene Meinung bilden :wink:
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Beitragvon Leila2002 » Donnerstag 10. März 2005, 09:03

Hallo

Habe von Lovecraft bis jetzt nur ein Buch gelesen und zwar "Berge des Wahnsinns". Fand die Geschichte ein wenig verwirrend, aber doch ziemlich gruselig.
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Beitragvon Leila2002 » Donnerstag 10. März 2005, 09:06

Twinner hat geschrieben:ich muss gestehen, dass ich außer einer Verfilmung, "Dagon" glaube ich, noch gar nichts kenne von Lovecraft.


"Dagon" ist von Lovecraft??? :erschreck: :erschreck: :erschreck:

Ich glaub, ich sollte doch mal noch ein Buch von ihm lesen. :P
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Beitragvon Twinner » Donnerstag 10. März 2005, 20:15

habe gerade nochmal nachgeschaut
Der Film trägt den Titel: H.P.Lovecrafts Dagon
Die Story wurde halt nur etwas zeitmäßig angepasst, nehme ich an :D
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Beitragvon Schnie » Freitag 11. März 2005, 10:05

Wenn ihr auf der Startseite von BookOla mal unter "Schriftsteller - englischsprachige Autoren" schaut, findet ihr von Lovecraft eine Biografie, Bibliografie und etwas über Filme (auch Dagon). Stand früher alles auf der King Page. Einfach mal reinschauen.

Schnie :D
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Beitragvon Nimrod » Mittwoch 26. Oktober 2005, 14:55

Ich habe gehört, Lovecraft habe einen extrem starken Vaterkomplex gehabt und hätte ihn für ein Überwesen, möglicherweise sogar für einen der Großen Alten gehalten.
Die Gothic-Band "Janus" hat dazu einen wundervollen Song geschrieben, der wie ein Buch von Lovecraft heißt: "Der Flüsterer im dunkeln."
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Beitragvon MercuryX » Donnerstag 16. März 2006, 00:43

Ich habe heute angefangen im Auto Der Cthulhu-Mythos zu hören. Nach "Lovecraft stellt sich vor" höre ich gerade "Der Ruf des Cthulhu". Gefällt mir bis jetzt ganz gut.
Auch auf den CDs sind:
-Der schwarze Stein
-Die Glocke im Turm
-Warum Abdul Al Hazared dem Wahnsinn verfiel
-Dagon
-Ein Porträt Torquemadas

Bin schon gespannt... :mrgreen:
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(Schwarz)

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Beitragvon Cthulhu » Mittwoch 30. Mai 2007, 22:43

Hi,

ich hab heut nach nem Autoren-Forum gesucht und bin hier gelandet. Gefällt mir ganz gut hier, ich denk ich bleibe ;)

Nun zum Thema:

Wie man unschwer an meinem Nick erkennen kann, kenne ich die ein oder andere Story von Lovecraft. Hab sein gesamtes Lebenswerk gelesen + 2 Biografien. Er zählt einfach zu den besten Autoren. Für mich oersönlich ist er der beste. :lol2:

Ich möchte auf ein paar Aussagen hier im Thread eingehen.

proud hat geschrieben:naja, irgendwie ist der stil lovecraft`s schon etwas älter, mal von der zeit, in der die geschichten spielen abgesehen, king ist viel direkter und beschreibt den eigentlichen horror auch präziser, d.h. die szenen, lovecraft mit king zu vergleichen wäre aber whrscheinlich nicht so beschreibend, da ja doch ein paar jahre zwischen beiden liegen...


Lovecraft schreibt im Stil des 17.&18. Jahunderts weil er diese als glorreichste und beste der Welt empfand. Deshalb versuchte er seinen Schreibstil darauf anzupassen.

Sascher hat geschrieben:ich hab mal gehört, dass der alte knabe luzide Träume hatte, die in quasi "einweihten", bzw. in einweihen sollten in die hohe Magie, aber er hat es ignoriert, sondern nur GEschichten drüber geschrieben. seine Alpträume zu geschichten verarbeitet. deshalb, wegen der ungenügenden Beschäftigung und Kenntisnahme der Dinge, die da auf ihn einwirkten, war er verrückt wie eine Scheisshausratte, jedenfalls am Ende! weiss einer genaueres?


Es ist wahr das Lovecraft Alpträume hatten die ihn inspirierten. Allerdings hatte das nix mit einweihen zu tun. Interessant was für Gerüchte da kursieren :minieek: Auch war am Ende weder verrückt noch Geisteskrank. Das waren meistens nur die Protagonisten seiner Romane :lol2:

Esprit hat geschrieben:Mich würde mal interessieren,ob Lovecraft so ähnlich wie E.A.Poe schreibt,die kann man sicher besser miteinander vergleichen als einer von beiden mit King....Hat jemand schon beide gelesen?Ich vermute,Lovecraft ist noch um einiges düsterer ,oder?


Lovecrafts frühre Geschichten lehnten sich vom Stil und der Thematik an Poes Erzählunen an. Später hat er sich mit dem ganzen "Cthulu-Mythos" davon entfernt. Poe war aber auf jedenfall eine seiner Inspirationen.

samIamsad hat geschrieben:Essentiell. Für Blut- und Splatterfanatiker haben Lovecrafts Auflösungen allerdings was von Coitus Interruptus...


Das ist ja eine der genialen Dinge: Er deutet am Ende nur an - den wahren Horror überlässt er der Phantasie des Lesers. Das ist für mich eine viel Befriedigendere Erfahrung als wenn ein Autor das Ende haarklein beschreib und es einem quasi vorkaut.

samIamsad hat geschrieben:Der Mann war ein Freak. Befand sich selbst als nicht gesellschaftsfähig. Deshalb die merkwürdigen/nicht vorhandenen Dialoge. Er führte nämlich kaum welche. Und kommunizierte selbst mit engen Freunden fast ausschließlich über Briefwechsel. Andererseits macht ihn das auch so gut. Put the freaks up front!


Einfach nur lächerlich. Er hatte mit seinen wenigen engen Freunden sehr engen persönlichen Kontakt. Er besuchte sie oft, tauschte sich oft aus. Mit dem Rest, das stimmt, kommunizierte er nur mit Briefen. Er hat mehr Brief- als Textzeilen geschrieben.

forsakingmax hat geschrieben:Habe gerade mal Hohlbein gelesen => der ahmt Lovecraft ja voll nach. In "Der Hexer" gibts nicht nur ein Insmouth, sondern auch noch einen Clan, der Cthulu beschwört. Und außerdem gibts da eine Stadt in maine, die "jerusalem's Lot" heißt....hat denn der Typ gar keine eigenen Ideen?


Das hat mit Nachahmen nix zu tun. Unzälige Autoren, u.a auch Robert E. Howard, haben weitere Mythos-Geschichten geschrieben, die eben in Lovecrafts Welt spielen. Das hat nix mit Nachahmen zu tun weil sie es absichtlich machen.

Twinner hat geschrieben:Was wäre denn so als Einstieg zu empfehlen?


Bei den Mythosgeschichten gibt es keinen Besten Anfang. Am besten man beginnt irgentwo und liest die ersten Geschichten nochmal, da einem erst dann die unzähligen Anspielungen auffallen.
Eine sehr geniale Nicht-Mythos Geschichte ist zB: "Der Aussenseiter" oder "Herbert West: Re-Animator"

Leila2002 hat geschrieben:Habe von Lovecraft bis jetzt nur ein Buch gelesen und zwar "Berge des Wahnsinns". Fand die Geschichte ein wenig verwirrend, aber doch ziemlich gruselig.


Zu dem "verwirrt" kann ich nur sagen: "Willkommen im Cthulhu-Mythos" :lol2: Lies einfach noch ein paar Bücher und dann diese Geschichte nocheinmal - vielleicht wirds dann klarer ;) Darin geht es quasi um dies Vernochten der Alten Rasse durch den Einfall der Schogotten.

Nimrod hat geschrieben:Ich habe gehört, Lovecraft habe einen extrem starken Vaterkomplex gehabt und hätte ihn für ein Überwesen, möglicherweise sogar für einen der Großen Alten gehalten.


Sein Vater hatte als Lovecraft drei war einen Nervenzusammenbruch und ist kurz darauf in der Klappse gestorben. Ich glaube nicht das er ihn als "Übermensch" angesehn hat. ( Diese Gerüchte ziehn einem echt die Schuhe aus ;) )

Ich kann diese Reihe hier Empfelen:
Eine mit "Der Kosmische Schrecken" beginnende 6-teilige Reihe. Im Mai ist der 3.te Band erschien

http://www.festa-verlag.de/Lovecrafts-B ... :::27.html

Dazu die Biographie:
http://www.festa-verlag.de/Hardcover/Lo ... e::34.html


Abschließend noch ein wenig (Lovecraft-)Humor:

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Wenn man "Die Musik des Erich Zann" kennt:
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Der Schatten über Innsmouth:
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Wenn jmd. noch Fragen hat, ich beatworte sie gerne ;)
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Beitragvon Nimrod » Mittwoch 30. Mai 2007, 23:04

Erst mal herzlich willkommen hier im Forum, Cthulu.

Cthulhu hat geschrieben:
Nimrod hat folgendes geschrieben::
Ich habe gehört, Lovecraft habe einen extrem starken Vaterkomplex gehabt und hätte ihn für ein Überwesen, möglicherweise sogar für einen der Großen Alten gehalten.



Sein Vater hatte als Lovecraft drei war einen Nervenzusammenbruch und ist kurz darauf in der Klappse gestorben. Ich glaube nicht das er ihn als "Übermensch" angesehn hat. ( Diese Gerüchte ziehn einem echt die Schuhe aus Wink )


Da muß ich wohl Abbitte leisten, habe mich in dieser Beziehung wohl tatsächlich aufs Glatteis führen lassen. Aber wenn wir schon einen Experten in unseren Reihen haben: Wurde Lovecraft von seiner Mutter tatsächlich gekleidet wie ein Mädchen oder ist das ein weiteres Gerücht?
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Beitragvon Cthulhu » Donnerstag 31. Mai 2007, 00:07

Nimrod hat geschrieben:Da muß ich wohl Abbitte leisten, habe mich in dieser Beziehung wohl tatsächlich aufs Glatteis führen lassen. Aber wenn wir schon einen Experten in unseren Reihen haben: Wurde Lovecraft von seiner Mutter tatsächlich gekleidet wie ein Mädchen oder ist das ein weiteres Gerücht?


Das ist wahr und hat Lovecraft sehr belastet. Seine Mutter wollte immer ein Mädchen.
Hier ist ein Bild aus der Zeit:


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