Geschichten von Holger

Hier könnt ihr konstruktive Kritik und Lob loswerden

Moderator: Ginny-Rose_Carter

Beitragvon stephy » Freitag 16. Februar 2007, 17:27

holger, das ist mir schon klar, mir fehlt inzwischen auch etwas der bezug zu meinen geschichten... aber ich dachte, ich mach hier einfach den anfang und lese mal wieder etwas. vor allem das, was ich noch nicht kenne. da ist mir dann deine geschichte aufgefallen. :)
... die gleich tot in Ohnmacht fällt
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stephy
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Beitragvon Berzerk » Montag 16. Juni 2008, 16:56

Hallo Holger!

Wie versprochen, auch mal eine Kritik Deiner Werke.

Vorgenommen habe ich mir jetzt am Wochenende die Stories "Alles wird gut" und "Carlottas Plan".

Bin natürlich kein Profi, was das rezensieren von KGs angeht, deswegen nimm bitte alles als rein subjektive Sichtweise eines Berserkers.

Achso, bevor ich anfange, wer die Stories noch nicht gelesen hat, am besten dieses Posting jetzt überspringen.

Für beide Geschichten gilt, dass Dein Schreibstil passt, sowohl um eine düstere, depressive Stimmung aufzubauen in "Alles wird gut" als auch in "Carlottas Plan", wo Du es schaffst, den Leser in die Zeit der großen Illusionisten zu versetzen. Aber jetzt mal im einzelnen:

"Alles wird gut"

Wie gesagt, die Stimmung ist sehr düster und depressiv, und so soll es ja auch sein. Um so erstaunlicher ist es, wie Du den Dreh findest, dem Leser zu vermitteln, dass es Hoffnung gibt, eine zweite (?) Chance. (Verstehe ich das richtig, dass er auf seinem ganz persönlichen Friedhof ist, bevor er wiedergeboren wird? Gute Idee!)

Ich habe die Geschichte sehr gerne gelesen, es hat alles gepasst.

Wenn ich in den Krümeln suchen soll, würde ich den Einstiegssatz erwähnen:

"Aus dem Tagebuch des 20-jährigen Marc Schmidt"

Den Satz finde ich nicht sehr glücklich, weil er sehr distanziert klingt, in etwa wie ein Nachrichtensprecher. Kurz darauf hast Du den Leser ja gefangen durch Deinen Stil und den Aufbau, aber der erste Satz vermittelt eine gewisse Entfernung zum Geschehen. Hier würde ich einen anderen Einstieg wählen, dem Leser das Tagebuch "vorstellen". Kann ich irgendwie nicht besser ausdrücken.
Aber wie gesagt - Krümelsucherei.





"Carlottas Plan"

Das Setting finde ich alleine schon stimmungsvoll. Amerika in den 30ern, die Branche der Illusionisten, Theatersäle, usw. Habe mich gleich wohlgefühlt. Der Ton, den Du anschlägst, ist passend und die Story ist es auch. Habe mich an den Film "Prestige" erinnert gefühlt, von der Stimmung her.

Wenn ich auch hier etwas herausnehmen soll, dann ist es der Absatz, in dem Du den Anwalt einführst. Dadurch, dass Du explizit erwähnst, wie Carlotta und er sich hassen, um den Verdacht von Eddie wegzubekommen, erreichst Du mMn das Gegenteil. Ich würde diese Stelle weglassen, und einfach schreiben, dass Luigi seinem Anwalt im Brief seine Befürchtungen mitteilt ermordet zu werden, ohne auf ihn (den Anwalt) näher einzugehen. Ich vermute, das würde den AHA-Effekt vergrößern.

Aber auch ohne ändert es nichts daran, dass diese Geschichte sehr gelungen und absolut lesenswert ist.



So, dass solls erstmal gewesen sein. Ich werde nochmal weitere Stories vornehmen in nächster Zeit.

Viele Grüße

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Beitragvon Holger » Dienstag 17. Juni 2008, 10:05

Vielen Dank!

Bei der Sache mit Carlotta bist du nicht der Erste, der mir diesen Hinweis gibt, also wird da wohl was Wahres dran sein.

Sollte ich also jemals in die Bredouille kommen, die Story in einem Buch veröffentlichen zu müssen :lol2: , werde ich diese Passage vorher sicherlich noch abändern.
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Beitragvon Berzerk » Dienstag 17. Juni 2008, 19:17

Ich hoffe doch sehr, dass Du in diese Bredouille kommen wirst :)

Verdient hat die Story es allemal!

Grüße

Berzerk
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Beitragvon Holger » Donnerstag 14. August 2008, 12:50

Danke!

Zunächst hege ich jedoch erstmal die Hoffnung, dass ich meinen Roman noch in diesem Jahr endlich zuende bringen werde, und dann werde ich versuchen ihn an den Mann/Verlag zu bringen.
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