Geschichten von Bangor

Hier könnt ihr konstruktive Kritik und Lob loswerden

Moderator: Ginny-Rose_Carter

Beitragvon susa » Montag 5. September 2005, 14:41

Hab eben "Der Mann mit dem Hund" gelesen und hab mich dabei herrlich amüsiert. Eigentlich ist die Geschichte ja kein Horror, oder? Eher ..gibts ne Kategorie "Boshaft" oder "Gemein"? :P

Ich mag deinen Stil, und auch wenn die Geschichte kurz ist ist sie trotzdem wirkungsvoll mit einer genialen Pointe. hach, ich liebe solche Enden.

Im Gegensatz zu Holger hab ich das Ende nicht vorausgeahnt, das wollt ich nur noch anmerken. Hmm.vielleicht spricht das jetzt ja gegen mich.. :wink:
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Beitragvon Bangor » Dienstag 6. September 2005, 10:38

Danke Susa! :sweet

Deine Kritik freut mich sehr. In der Tat ist es nicht der Horror im klassischen Sinne, aber ein ganz kleines bisschen morbid ist es vielleicht schon. :wink:

Und gegen Dich spricht überhaupt nichts. Schau Dir den sympatischen Beitrag von Twinner an. Ihm ging es noch schlimmer. :lach

Viele Grüße,

Bangor
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Beitragvon Marc » Samstag 24. September 2005, 14:17

Hallo Bangor!
Deine KG ,, Ich HINTERFRAGE´´ hat mir SEHR gut gefallen! Schön, wie die mit der kaputten Psyche von deiner Figur spielst. Ein paranoider Neurotiker, der glaubt alle kleinen Alltäglichkeite, an die man sich nicht bewusst erinnern kann, kommen von mysteriösen Mächten (Spionen), die im Hintergrund arbeiten.
Besser hätte mir die Idee aber noch gefallen, wenn du sie so erzählt hättest, dass man den Alltag deiner Protagonisten mit erlebt, wie er immer wieder auf etwas stößt, was er sich mit dem Wirken der ,Spione´ erklären muss. Und am Ende ist er dann so weit, dass er sich mit der Kamera und dem Zettel auf sein Bett setzt und wartet. Dann hättest du einen Absatz machen können und das Eindringen der Polizei beschreiben können und damit geendet, dass sie den verfaulten Leichnam finden.

Das soll jetzt nicht irgendwie klugscheisserisch Klingen ( zumal ich selber gerade erst mit dem Schreiben angefangen habe :roll: ). Aber vielleicht bringt dir meine Kritik ja etwas.

Viele Grüße,
Marc.
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Beitragvon Bangor » Donnerstag 29. September 2005, 10:34

Hallo Marc,

vielen Dank für Deine Worte.

Die Geschichte beleuchtet auf kurze, knappe Art eine Szene.
In meinem Kopf stellte sich eigentlich nur das eine Bild dar:
Ein Toter sitzt auf einem Bett und hat einen Zettel in der Hand.

Alles andere kam einfach herausgesprudelt.

Die Geschichte hat Dich dazu animiert, die Handlung auszudehnen. Das freut mich wirklich sehr, denn sie scheint dadurch nicht langweilig zu sein.
Du bist neugierig geworden und hättest gerne mehr über den Alltag des Protagonisten erfahren.

Aber Marc...... so ging es mir auch. :wink:

Ich weiss aber leider auch nicht mehr als Du. Ich habe ihn genau so gefunden, wie er da sitzt.

Viele Grüße,

Holger
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Beitragvon Marc » Donnerstag 29. September 2005, 18:48

Hi!
Also ist es bei dir so wei bei King: der sagt auch immer, er würde seine Geschihcten nicht so richtig erfinden, sondern ,der Wind´ wehe sie ihm zu. Zumindestens schreibt er so etwas ähnliches in einem der letzten DT- Romane einmal, ich weiß nicht mehr genau wo.
Ein wenig erinnern mich deine Worte auch an Wolfgang Hohlbein, der einmal gesagt hat ( auf einer Lesung, auf der ich mal war), dass er auch immer gespannt ist, wie seine Geschichten den weiter gehen und manchmal gerne mehr wissen würde, als er geschriben habe.

Schöne Grüße,
Marc.
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Beitragvon theMoellermann » Donnerstag 29. September 2005, 19:01

Mach ich aber genauso: ich habe eine Idee, erarbeite mir daraus den Grundriss einer Story und gucke dann, was passiert: sprich, ich lasse den Gedanken beim Schreiben einfach freien Lauf ... manchmal (meistens? :?) passiert's mir zwar, dass ich zum Ende hin abflache, aber King hat irgendwo mal geschrieben: wenn der Autor mittendrin nicht mal weiß, wie seine Geschichte endet, wie soll es der Leser dann tun? :wink:
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Beitragvon Marc » Donnerstag 29. September 2005, 20:18

Kleveres Konzept!
Wenn man sich selbst überrascht, muss es zwangsläufig auch jeden Leser überraschen. Wirklich interessant. Ich habe bei meiner KG eigentlich die Grundzüge vom Anfang bis zum Ende schon bevor ich mit dem Schreiben begonnen habe geplant und vor mir gesehen. Bei der Arbeit ist dann noch allerlhand dazu gekommen, bzw. hat sich um die Kerngeschichte drumherum entwickelt, weil es mir so viel natürlicher und glatter erschien. Aber einfach anfangen, ohne so recht das Ende zu kennen...ich glaube ich würde mich in meiner eigenen Geschichte verlaufen, wie in einem Urwald :P
Aber so hat jeder seine Technik. :!:
Sehr interessant, wie für jeden Autor etwas bestimmtes am besten funktioniert. :idea:
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Beitragvon theMoellermann » Freitag 30. September 2005, 17:48

Sowas habe ich auch schon mal versucht - halt "einfach" die Geschichte schon im Kopf haben, aber bei mir klappt's nicht ... klingt dann irgendwie immer total gekünstelt. :?

Aber lass mal aufhören jetzt ... nachher labern wir noch Bangors ganzen schönen Thread dicht. :wink: :mrgreen:
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Beitragvon Marc » Samstag 1. Oktober 2005, 12:55

:wink: O.K. :P
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Beitragvon kingdom » Samstag 12. November 2005, 22:57

Der Mann mit dem Hund

Kurz und knackig!
hätte wohl niemand daran gedacht, dass es nicht der Hund ist! :lol:
Am Ende wäre vllt noch eine Zeitungsmeldung nicht schlecht:
z. B. erster Fall von Tollwut in der Stadt seit dem Krieg o. ä.
Eine gute Story muss nicht zwingend lang sein!


Ich HINTERFRAGE

Der Typ hat anscheinend eine ernsthafte Neurose. Nein, du (Bangor) willst bewusst ihre Existenz ins Lächerliche ziehen! Du willst ihre verdammten Versuche vertuschen! Ich lasse mir das nicht bieten! Ich HINTERFRAGE!
:lach
Hat die diese Story einen entfernteren, philosophischen Hintergrund? Ich finde es wichtig zu hinterfragen, neugierig zu sein. Ich denke, viele Menschen haben Angst davor, weil sie der Meinung sínd, dass HINTERFRAGEN ihr religiöses Weltbild zerstört. Mit dieser Erkenntnis ist zumindest ein Anfang getan! :lach



Ich will mehr (Storys) von dir! Her damit! :twisted: :!:
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Beitragvon Nimrod » Sonntag 13. November 2005, 19:03

Bangor hat geschrieben:

In meinem Kopf stellte sich eigentlich nur das eine Bild dar:
Ein Toter sitzt auf einem Bett und hat einen Zettel in der Hand.


Das müssen dann aber schon mehrere Zettel gewsen sein. Oder der Typ hatte ne verdammt kleine Schrift :wink:

Aber ernsthaft, mit "Ich hinterfrage" konnte ich ehrlich gesagt nicht so viel anfangen. Irgendwie konnte ich mich nicht so recht in die Geschichte hineinversetzen.

Dafür hat mir "Der Mann mit dem Hund" um so besser gefallen. Ich bin auch bis zum Schluß nicht drauf gekommen, worum es eigentlich geht. Auch den Erzählstil fand ich hier klasse, eine tolle, kurze Geschichte.

Tut mir leid, ich bin wohl nicht der geborene Kritiker, ich kann einfach nur sagen, ob es mir gefallen hat oder nicht... :oops:
Lasciate ogni speranza, voi ch' entrate ! ! !

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Beitragvon Bangor » Freitag 18. November 2005, 09:17

bluesaway83 hat geschrieben: Der Mann mit dem Hund
z. B. erster Fall von Tollwut in der Stadt seit dem Krieg o. ä.

Ich denke, es ist gut so. :wink:


bluesaway83 hat geschrieben:Ich HINTERFRAGE
Hat die diese Story einen entfernteren, philosophischen Hintergrund? Ich finde es wichtig zu hinterfragen, neugierig zu sein. Ich denke, viele Menschen haben Angst davor, weil sie der Meinung sínd, dass HINTERFRAGEN ihr religiöses Weltbild zerstört. Mit dieser Erkenntnis ist zumindest ein Anfang getan! :lach

Ich denke einfach, manchmal ist die Grenze zum Unnormalen sehr schwammig. Es gibt viele Leute, die unnormale Angewohnheiten oder Verhaltensweisen haben. Sie merken es nur nicht.

@ Nimrod

Ja! Der Typ hatte eine verdammt kleine Schrift! :mrgreen:
Ich kann mich übrigens auch nicht in jede Geschichte hineinversetzen. Das macht aber nichts.
Und Deine Kritik war auch gut. Danke dafür. :wink:



Ich will mehr (Storys) von dir! Her damit! :twisted: :!:

To be continued. :sweet
Bangor
 

Beitragvon kingdom » Freitag 18. November 2005, 15:14

Bangor hat geschrieben:
bluesaway83 hat geschrieben: Der Mann mit dem Hund
z. B. erster Fall von Tollwut in der Stadt seit dem Krieg o. ä.

Ich denke, es ist gut so. :wink:

hm, ich schreib immer am Ende zu viel .. wie bei Niemand


bluesaway83 hat geschrieben:Ich HINTERFRAGE
Hat die diese Story einen entfernteren, philosophischen Hintergrund? Ich finde es wichtig zu hinterfragen, neugierig zu sein. Ich denke, viele Menschen haben Angst davor, weil sie der Meinung sínd, dass HINTERFRAGEN ihr religiöses Weltbild zerstört. Mit dieser Erkenntnis ist zumindest ein Anfang getan! :lach

Ich denke einfach, manchmal ist die Grenze zum Unnormalen sehr schwammig. Es gibt viele Leute, die unnormale Angewohnheiten oder Verhaltensweisen haben. Sie merken es nur nicht.


Oh, da hast du recht! :lach Ich merk's selber bestimmt auch nicht :lach
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