Geschichten von Fresh

Hier könnt ihr konstruktive Kritik und Lob loswerden

Moderator: Ginny-Rose_Carter

Beitragvon Fresh » Mittwoch 21. April 2004, 21:27

So, also erst mal fettes Danke für deine Megakritik Gio.
Sowas ausführliches hab ich mir schon lange mal gewünscht. :)

Gut, jetzt erst mal ne kleine Stellungnahme dazu.
Okay, hauptsächlich kritisierst du den Ausdruck in meiner Geschichte und den Stil. Zum Ausdruck: Du hast vollkommen Recht!!! Wiederholungen wie mehrfach "Prügeln" sind echt blöd. Auch die anderen Schwächen im Ausdruck sind zweifelsohne vorhanden. Dazu kann ich eigentlich nur sagen, dass Ausdruck nie meine Stärke war und es das ist was am häufigsten bei mir kritisiert wird. Aber was solls. Nobodys perfect. Ich versuch dran zu arbeiten, kann aber nicht versprechen dass es dadurch besser wird.

Jetzt zum Stil. Der war so gewollt, wie er umgesetzt wurde.
Dazu ist zu sagen, dass ich eigentlich nicht in solchen kurzen abgehackten Sätzen schreibe, wie sie hier verwendet wurden, aber hier fühlte ich mich dazu verpflichtet sie einzubauen und zwar eigentlich aus den Gründen, die du daran kritisiert hast. :P
Ich werd mir mal anhören, wie andere darauf reagieren und dann entscheiden ob diese Wahl ein Fehler war. Normalerweise schreibe ich in langen Sätzen. Schildere detaillierter und versuche dadurch eine bessere Darstellung der Szenerie zu erreichen. Der Nachteil an diesem Schreibstil ist meiner Meinung nach, dass er bei Geschichten die schon allein aus der Handlung heraus Längen haben, die ganze Geschichte noch viel langatmiger und langweiliger macht, als wie sie möglicherweise schon ist.
Meine 2.te Geschichte war von diesem Typ. Der Anfang hat glaube ich auf jeden Fall sein Längen. Das aber trotzdem eine Dynamik entsteht, habe ich die Sätze verkürzt. Dadurch steigt der Lesefluss. Die Handlung scheint schneller und wir haben plötzlich Dynamik. Zumindest habe ich dieses Phänomen schon oft selbst beim Lesen bemerkt und soweit ich mich erinnere wurde es auch vor langer Zeit mal im Deutschunterricht behandelt. (Dort vor allem bei Gedichten) Es ist aber durchaus möglich, dass mir das bei meiner Geschichte überhaupt nicht gelungen ist.
Kann durchaus sein. Jedenfalls war das die Absicht.

Der Grund, warum ich den Schreibstil etwas distanziert gewählt habe liegt darin, dass er mir eigentlich schon persönlich genug schien. :)
Ich wollte vermeiden, dass die ,allein schon ziemlich lange Geschichte, durch unnötige Hintergrund Informationen sinnloserweise noch weiter ausgedehnt wird. Ich mag es lieber kurz in solcher Art von Erzählungen und für meine Begriffe war sie schon zu lang.
Noch weitere Längen, wie Beschreibungen des Familiären Hintergrundes hätten der Geschichte wohl nicht gut getan.
Ein weiter Grund ist der, dass ich einerseits einen Ich- Erzähler wollte, andererseits aber auch einen Auktorialen Erzähler,
der die Dinge distanziert beschreibt. Es sollte geschildert werden, wie es aussieht einen Menschen zu beobachten, der sich in so einer Situation befindet. Gleichzeitig sollten aber auch gewisse Informationen und Statements vermittelt werden, die nur vom Ich Erzähler her rühren können. Deshalb mußte ich beide kombinieren. Deshalb der Stil.
Auch hier möchte ich nicht abstreiten, dass das durchaus ein Fehler gewesen ist. Manchmal sollte man vielleicht beim altbewährten bleiben. Mache mir aber oft zu viele Gedanken um es dann am Ende auch auf diese Art durch zu setzen.

Gut jetzt zu den 3 "Kleinigkeiten".

- Spoiler -


Nr. 1, die Geschichte mit den Werkzeugen.
Ich habe gerade nochmal nachgelesen, weil ich mich schon selbst über meine Dummheit geärgert hatte. Hab jetzt aber festgestellt, dass ich nirgends schreibe, dass er erstmals an Tag 4 nach Werkzeugen sucht. Schon an Tag 1 stellt er "das Haus auf den Kopf" und versucht mit "brachialer Gewalt auszubrechen". Ich schreibe lediglich: "Ein Plan muss her. Ein verdammt guter Plan. Ein verdammt guter Plan um hier auszubrechen. Auf der Suche nach brauchbaren Werkzeugen durchsuche ich die Schränke." Soll heißen: Er schaut sich erneut um (nach Werkzeugen) um dabei möglicherweise einen Ausbruchsplan zu entwickeln.
Wenn ich geschrieben hätte, wie er an Tag 4 auf Toilette geht, dann muss das nicht heißen, dass er die anderen Tage nicht gegangen ist. Wenn aber trotzdem der Eindruck entstanden ist, so wie du ihn erwähnt hats, dann werd ich das ganze bei einer möglichen Überarbeitung irgendwann mal berücksichtigen.

- Spoiler Ende -


Nr. 2, die Anführungsstriche beim "guten Mensch". Ich hätte es auch unterstreichen, dick einfärben, kursiv schreiben oder in großen Lettern ausdrücken können. Das alles wäre aufs Selbe hinausgelaufen. Es sollte den GUTEN MENSCHEN einfach noch mal betonen und kein Formalismus sein. Ähnlich wie Jake, der in "Er", das Wort Er auch immer groß geschrieben hat oder Cage_Creed, der SIE immer besonders hervorgehoben hat. Da ich die Geschichte ursprünglich "Ein guter Mensch" nennen wollte, schien mir das angebracht.


- Spoiler -


Nr. 3, zum Loch in der Wand. Zu dem Zeitpunkt, als das Faustgroße Loch sich in der Wand befand, war meine Hauptperson gerade wieder dabei sich mit ihren bestialischen Kopfschmerzen herum zu ärgern. Ich habe eigentlich versucht, zu beschreiben, dass er zu nichts mehr fähig ist, in diesem Moment. ("In wenigen Minuten werden die Kopfschmerzen so bestialisch brennen, dass jede Bewegung unmöglich sein wird.
Ich lasse die Hacke langsam sinken und quäle mich zurück in mein Schlafzimmer. Wir können die Schmerzen, die mir jeder Schritt in Richtung rettendes Bett bereitet, beinah selbst spüren so präsent sind sie.")
Er war nicht mal mehr in der Lage sich vernünftig auf den Beinen zu halten. Geschweige denn aus dem Loch um Hilfe zu brüllen. Bei einem flüchtigen Blick, durch ein Faust großes Loch sieht man unter solchen
Bedingungen wohl auch nicht besonders viel von der Außenwelt. Deshalb, habe ich mir die Ausführungen dazu auch gespart. Sollte aber wie gesagt einmal eine Überarbeitung anstehen, gehört er auch zu den Punkten, die dann wohl noch einmal durchdacht und verbessert werden.


- Spoiler Ende -

Insgesamt konnte ich mit deiner Kritik SEHR viel anfangen. Vielen Dank also nochmal. Sie war wirklich konstruktiv. Mehr davon. :)
Auch wenn ich mich jetzt versucht habe in einzelnen Punkten zu rechtfertigen, heißt das nicht, dass ich sie nicht berücksichtige. Das wäre nämlich ziemlich blöd von mir.
Ich werde versuchen in Zukunft bestimmte Dinge zu vermeiden oder ein ausgewogenes Verhältnis zu finden, zwischen einen Stilen.

Und @Mölle: Ich denke, dass kann ich gerade noch so verkraften. :)

MfG

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Beitragvon theMoellermann » Donnerstag 22. April 2004, 17:39

Wär eh schon zu spät gewesen! :P
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Beitragvon Gio » Donnerstag 22. April 2004, 19:18

Dazu ist zu sagen, dass ich eigentlich nicht in solchen kurzen abgehackten Sätzen schreibe, wie sie hier verwendet wurden, aber hier fühlte ich mich dazu verpflichtet sie einzubauen und zwar eigentlich aus den Gründen, die du daran kritisiert hast. :P


Ich versteh schon was du meinst. Man will nicht, dass die Geschichte große Längen bekommt, zu sehr ausschweift oder langweilig wirkt. Und da hast du auch vollkommen recht. Nur vielleicht sparst du an der falschen Stelle, da das Ziel, das hinter der Kürzung steckt, bei mir nicht unbedingt erreicht wurde. Eine Geschichte muss vor allem atmosphärisch sein, und wenn ich merk, dass mir die Hauptperson kaum nah geht trotz all diesen Ereignissen, fehlt mir was. Irgendwo könnte noch mehr Nähe sein. Diese kann auch unterschwellig kommen.
Die Geschichte könnte, wie schon gesagt, für mich noch ein wenig lebendiger erscheinen, und durch einen knapperen oder kürzeren Schreibstil wird dem nicht zwingend entgegengearbeitet. Die Person könnte das selbe erzählen, aber sehr zynisch. Vielleicht auch kurz und knapp, dafür aber prägnant. Stattdessen wirkt es für mich eher (unterschwellig) "formell" und "sachlich". Wie genau, kann ich wie gesagt nicht begründen oder an Beispielen belegen. Es ist oft sehr schwer, beim Schreiben genau die passenden Grenzen zu finden.
Warscheinlich liegt es am Ausdruck. Und vielleicht hat mir etwas Humor gefehlt, oder etwas Auflockerung. Ein besonderes Maß an Spannung kommt natürlich nicht auf, da kaum etwas aktiv passiert und in die Höhe getrieben wird, es wird eher ausdruckslos beobachtet. Auch dass unser Herr bis zum Schluss eingesperrt ist, ist ersichtlich, da er uns direkt anspricht und schon zu beginn meint, seit 10 Tagen gequält zu werden. Die Spannung liegt daher eher darin, zu erfahren, was wirklich passiert ist, warum dies alles passiert. Und bis dahin könnte man noch mehr hineingesogen werden ins geschehen. Das Gefül bekommen, es spräche gerade wirklich jemand zu einem. Ganz egal, ob kurz und knapp, traurig, belustigt, bitter, nüchtern, spottend, verrückt, ausschweifend, analysierend. Dadurch müsste die Geschichte nicht zwingend viel länger oder kürzer erzählt werden. Und auch bei kurzen Sätzen kann es fließender erscheinen.
Aber wie schon gesagt, ich fände den Stil, oder eben den Ausdruck, der im Stil beinhaltet ist, kritisierenswert oder verbesserungsfähig.


Der Nachteil an diesem Schreibstil ist meiner Meinung nach, dass er bei Geschichten die schon allein aus der Handlung heraus Längen haben, die ganze Geschichte noch viel langatmiger und langweiliger macht, als wie sie möglicherweise schon ist.


Hierbei muss aber auch bedacht werden, dass es Geschichten gibt, die lang sein MÜSSEN. Kommt natürlich darauf an, für was es geschrieben wird, und dein Zielpublikum liest vermutlich lieber kurze Geschichten statt welche, für die man sich viel Zeit nehmen muss. Aber trotzdem gibt es manchmal welche, die sich nicht dafür eignen und länger sein müssen. Und Kings "Es" finde ich verdammt gelungen, auch wenn es unglaublich ausartend ist. Denn "Lang" heißt nicht gleichzeitig "Langatmig".
"In der Kürze liegt die Würze"... aber kurz ist relativ.


Die Handlung scheint schneller und wir haben plötzlich Dynamik. Zumindest habe ich dieses Phänomen schon oft selbst beim Lesen bemerkt und soweit ich mich erinnere wurde es auch vor langer Zeit mal im Deutschunterricht behandelt. (Dort vor allem bei Gedichten)


Stimmt durchaus, und trifft nicht nur auf Gedichte zu. King selber sagte, wenn ich mich recht erinnere, dass er sich vornimmt, nach jeder fertig geschriebenen Geschichte 20% beim Überarbeiten zu kürzen ("Leben und Schreiben"). Trotzdem kann man aber, je nach Geschichte, auch länger schreiben. Was für diese hier optimal ist, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, was ich groß anders machen würde. Ich kann nur sagen, wie es auf mich wirkte.

Ein weiter Grund ist der, dass ich einerseits einen Ich- Erzähler wollte, andererseits aber auch einen Auktorialen Erzähler,
der die Dinge distanziert beschreibt. Es sollte geschildert werden, wie es aussieht einen Menschen zu beobachten, der sich in so einer Situation befindet. Gleichzeitig sollten aber auch gewisse Informationen und Statements vermittelt werden, die nur vom Ich Erzähler her rühren können. Deshalb mußte ich beide kombinieren. Deshalb der Stil.


Und hierbei finde ich die Idee genial. Ist sehr passend gewählt, wie gesagt, Inhaltlich hätte ich wenig auszusetzen.



- Spoiler -
Hab jetzt aber festgestellt, dass ich nirgends schreibe, dass er erstmals an Tag 4 nach Werkzeugen sucht. Schon an Tag 1 stellt er "das Haus auf den Kopf" und versucht mit "brachialer Gewalt auszubrechen". Ich schreibe lediglich: "Ein Plan muss her. Ein verdammt guter Plan. Ein verdammt guter Plan um hier auszubrechen. Auf der Suche nach brauchbaren Werkzeugen durchsuche ich die Schränke." Soll heißen: Er schaut sich erneut um (nach Werkzeugen) um dabei möglicherweise einen Ausbruchsplan zu entwickeln.


Stimmt. Aber ist ein wenig rausgeredet... :mrgreen:
Mit "Haus auf dem Kopf stellen" kann man auch das Suchen nach einem Schlupfloch verbinden, beim brachialen Gewalts-Ausbrechen könnte man auch meinen, er schmeißt sich gegen die Tür. Natürlich dachte ich das Anfangs nicht, man vermutet dass er einfach nichts zum Ausbrechen findet. Als aber am Tag vier das "suchen nach Werkzeugen" erwähnt wurde, fasste ich mich plötzlich an den Kopf. Natürlich ist ein Werkzeug nicht immer gleich Hammer und Kneifzange, es kann unter diesen Umständen einfach nur ein Werkzeug zur Verwircklichung eines Plans sein, der nur mittelbar zum Ausbruch führt.
Trotzdem hatte es für mich den Anschein, als würd er erst dann die Schränke nochmal wirklich durchsuchen, um nach etwas geeigneten zu sehen, und das wirkte auf mich als "viel zu spät". Oder nicht verständlich genug ausgedrückt. Denn auch das Entdecken der Münzenbestatigt den Gedanken. Die Wohnung hatte ich nähmlich eher kahl in Erinnerung, nicht mit Keller und Abstellkammer und Dachboden und meheren Zimmern mit mehreren Schränken. In meiner Fantasie stellte sich nur ein kahles Bild ein. Daher wirkte es auf mich, als er das Geld fand, als hätte er sich vorher noch nicht richtig umgeschaut, bei der Übersichtlichkeit. Kann aber sein, dass ich ein falsches Bild im Kopf hatte oder ich unaufmerksam gelesen hatte.


Nr. 2, die Anführungsstriche beim "guten Mensch". Ich hätte es auch unterstreichen, dick einfärben, kursiv schreiben oder in großen Lettern ausdrücken können. Das alles wäre aufs Selbe hinausgelaufen. Es sollte den GUTEN MENSCHEN einfach noch mal betonen und kein Formalismus sein. Ähnlich wie Jake, der in "Er", das Wort Er auch immer groß geschrieben hat oder Cage_Creed, der SIE immer besonders hervorgehoben hat.


Mir fällt kein Buch ein von King dass "Er" heißt, bei "Es" fällt mir kein Jake ein, der darin vorkommt, und bei einem Jake, der immer Er sagt, fällt mir kein Buch inhaltlich dazu passend ein. Irgendwas stimmt da nicht... :mrgreen:
...Aber ich weiß was du meinst. Aber auf mich wirkt trotz allem diese Hervorhebung durch Anführungszeichen überflüssig, da man bereits nach dem ersten Mal wusste, was du meinst, oder was dieses "guter Mensch" in der Geschichte zu bedeuten hat. Anschließend wirkt es nicht mehr wie eine Hervorhebung, sondern wie eine Richtigstellung, weil es zu umgangssprachlich wäre. Kursiv wäre etwas anderes, oder hinterließe bei mir einen anderen Eindruck.
Oh, und übrigens bin ich froh, dass das Stück nicht "guter Mensch" heißt. Der aktuelle Titel ist viel besser :sweet


Nr. 3, zum Loch in der Wand. Zu dem Zeitpunkt, als das Faustgroße Loch sich in der Wand befand, war meine Hauptperson gerade wieder dabei sich mit ihren bestialischen Kopfschmerzen herum zu ärgern. Ich habe eigentlich versucht, zu beschreiben, dass er zu nichts mehr fähig ist, in diesem Moment.


Stimmt! Aber ich griff es anders auf. Bis ein Loch faustgroß ist, dauert es eine Weile. Erst recht, wenn man bedenkt, wie lange er daran arbeitete. Zwischendurch hätte er genügend Zeit gehabt zum Rausschauen. Allerdings ging es mir nicht ums Rausschauen und Gegend-Analysieren generell, denn dafür wäre vielleicht wirklich nicht genügend Raum gewesen. Mir ging es überhaupt darum, zu wissen, was draußen IST. Ob die Sonne noch scheint. Gibt es grünes Gras da? Existiert überhaupt noch eine Welt oder gibt es nur Schwärze? Was würde passieren, wenn er rauskommt?
Wenn man die Geschichte liest, sucht man automatisch nach logischen Erklärungen. Warum ist diese Person blos dort, wo sie ist? Wieso altert sie so komisch? Wieso spinnen die Geräte? Wieso ist alles abgesperrt, warum befinden sich Leichen um ihn herum, wieso zerfällt alles, er aber nicht? Wer steckt hinter alle dem? Ist er ein Experiment für eine Organisation?
Ich dachte anfangs an etwas ähnliches wie "the Cube". Jedenfalls stellte ich mir die Außenwelt zwischenzeitlich so vor. Tiefes, dunkles Schwarz. Oder war er vielleicht abgelegen im Wald? ...oder konnte man plötzlich Autos und Häuser draußen sehen, und alles deutete darauf hin, dass er Verrückt war?
Ich habe keine Ahnung, ob er durch vergitterten Fenster sehen konnte, aber er hat es nie getan. Es spielt sich alles so geschlossen in diesem Haus ab, dass man die Meinung hat, völlig abgeschieden von der Außenwelt zu sein, und nicht zu wissen, wo man ist. Vielleicht sind die Fenster verdunkelt, undurchschaubar, vielleicht ist irgendein illusionierendes Bild vorgeklebt. Ganz egal was, auf alle Fälle war ich unglaublich gespannt auf die Außenwelt, und war verwirrt, als keinerlei feststellung kam. Immerhin will man das Rätsel ja auch selber lösen, bzw. mitdenken :sweet


Insgesamt konnte ich mit deiner Kritik SEHR viel anfangen. Vielen Dank also nochmal. Sie war wirklich konstruktiv. Mehr davon. :)


Schön, das freut mich! :sweet


Auch wenn ich mich jetzt versucht habe in einzelnen Punkten zu rechtfertigen, heißt das nicht, dass ich sie nicht berücksichtige. Das wäre nämlich ziemlich blöd von mir.


Klar. Kann dir ja auch nur mitteilen, wie es auf mich wirkte oder was mir meiner Meinung nach fehlte. Schlüsse daraus musst du selber ziehen.
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Beitragvon Fresh » Donnerstag 22. April 2004, 21:39

Hui und gleich nochmal. :o

Ich versuch mich diesmal etwas kürzer zu fassen.
Gut. Also, zu der Sache mit dem mal raus schauen (aus den Fenstern, aus dem Loch usw.). Da hab ich während dem Schreiben echt nicht dran gedacht. Da hätte ich noch mehr daraus machen müssen. Ich gebe dir Recht.
Der Grund warum ich das überhaupt nicht bemerkt habe, lag wohl darin, dass ich bereits ein perfektes Bild vom Haus und der Umgebung im Kopf habe. Das birgt das Risiko, dass ich vergesse manche Dinge, die eigentlich schon dazu gehören zu erwähnen.
Ich habe das Gefühl, dass es bereits bekannt ist, obwohl es nirgends steht.
Zum Beispiel: Mein Haus hat Erdgeschoss und erstes Stockwerk. Im ersten Stockwerk sein Zimmer, gegenüber das Bad. Dazwischen ein Gang, der zu einer Treppe führt, die wiederum ins Erdgeschoss führt und kurz vor der Eingangstür endet. Im selben Erdgeschossraum befinden sich Wohnzimmer und Küche. usw. Ich hatte einen kompletten Bauplan im Hinterkopf.
Erwähnt hab ich ihn aber nirgends. Ist mir erst am Ende aufgefallen und da hatte ich keine Lust mehr, dass zu ändern. Und du hast mich bei meiner Rücksichtslosigkeit und eigenen Dummheit ertappt. Glückwunsch :D


Das mit dem Schreibstil nehm ich so hin. Verbesserungswürdig. Okay. Notiert. Aber da hab ich dir ja auch schon von Beginn an Recht gegeben.

Den Guten Menschen, werd ich ab sofort kursiv schreiben.

Das mit den Werkzeugen werd ich umformulieren.

Daran dass während der Geschichte so wenig passiert kann ich nichts ändern. Das liegt an der Story. Ich wüßte zur Zeit nicht wie ich das verändern könnte, werd mir aber trotzdem mal Gedanken darüber machen.

Genauso darüber, dass dir der Herr zu unpersönlich erscheint, obwohl ich da wohl am meisten Schwarz sehe noch etwas verbessern zu können.

Und letzter Punkt: Ich habe mich mit den Werken "Er" und "Sie" auf unsere Hobbyautoren Jake und Cage_Creed bezogen und nicht auf King.
:P Aber egal.

So. Ich werde jetzt erst mal die (hoffentlich noch kommenden) restlichen Kritiken abwarten und dann entscheiden ob ich mir die Mühe mache die Geschichte noch einmal komplett zu überarbeiten oder ob ich es einfach (als Griff ins Klo) so stehen lassen soll und die Zeit dafür in eine andere Geschichte zu investieren.

Also Danke für deine zweite, genauso ausführliche, Kritik, Gio.
Ich verneige mich vor dem wahren "Hobbyautorstundenlangkritisiermän". :thumbs:

MfG


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Beitragvon forsakingmax » Dienstag 27. April 2004, 16:01

Hallo!

Die Geschichte find ich anfangs ganz toll, ist ja auch wirklich spannend, was mit dem Typen überhaupt los ist.

Total enttäuschend finde ich aber das Ende - nicht, weil er in einer Nervenheilanstalt ist, das hab ich mir eh schon gedacht, nein, sonder weil er es selbst sagt und somit der ganze Witz der Geschihte verloren geht. Du hättest irgendwelche Elemente einbauen sollen, die dem Zuschauer zu erkennen geben, dass er sich in einer Heilanstalt befindet, ohne dass er es selbst ausspricht. So hätte ich es zumindest gemacht.

Ansonsten ganz soldie!

MFG
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Beitragvon Gio » Dienstag 27. April 2004, 16:58

Nun, die Nervenanstalt allein hätte doch nicht den ganzen Rest erklärt.
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Beitragvon Fresh » Dienstag 27. April 2004, 20:13

Hey,

also erst mal Danke für die Kritik Forsaking. :D
Ich finde aber, dass ich das Ende so machen mußte, wie ich es gemacht hab.
Wie sonst hätte ich alles aufklären sollen. Da die Geschichte in der Ich - Form geschrieben ist, hätte ich meine Hauptperson als ziemlichen Idioten dastehen lassen, wenn er nicht merkt, was los ist, aber jeder der seine Geschichte hört, ihm sofort erklären könnte, was Sache ist.
Außerdem wollte ich alles auflösen und auch, dass er weiß was los war, weil sonst der Anfang der Geschichte keinen Sinn mehr gemacht hätte, in dem er sein Leben schon mal selbst kritisch hinterfragt.

Auf jeden Fall trotzdem Danke für dir Kritik.

MfG

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ich

Beitragvon forsakingmax » Dienstag 27. April 2004, 20:48

Ja, da hast du schon recht...

Geschichten in der Ich-Form zu schrieben ist ja generell ziemlich problemeatisch. Ich schriebe gerade an einem Roman (habe schon 300 Seiten davon zu papier gebracht), der auch in der ich-Form erzählt wird und manchmal könnte ich mir in den Ar*** beißen, weil ich manchmal gerne andere Sichten einbringen würde, oder was andere Leute denken. Ansonsten sind ich-Erzählungen aber total überzeugend, finde ich.
MFG Markus

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Beitragvon Fresh » Donnerstag 29. April 2004, 21:29

Hey Mölle,
wo bleibt deine Kritik???? :P

MfG
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Beitragvon theMoellermann » Freitag 30. April 2004, 15:24

Kommt noch, aber erst nach Wochenende, hab dieses WE echt keine Zeit. Aber wenn du schon mal 'ne erste Meinung hören willst: die ersten 3-4 Seiten sind echt super. Toller Stil!

Ich weiß, is ein bisschen wage, aber was Ausführliches jibbet erst, wenn ich die Geschichte durch habe. :P :mrgreen:


Mölle :wink: :)
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Beitragvon Fresh » Freitag 30. April 2004, 17:14

Na dann bin ich mal gespannt. 8) :D
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Beitragvon Klapperstrauss » Samstag 1. Mai 2004, 16:49

Hey fresh, geile story, geiles thema, prima umgesetzt => ich will mehr davon. Ich entdeck hier langsam morbide seiten an die die du mir all die jahre verheimlicht hast.... schähm dich.

So, jetzt muss ich aber langsam mal was zu diesem dubiosen GIO sagen. es ist ja nett das du hier deine eigenen erfahrungen weitergeben möchtest und dem guten fresh ein paar gut gemeinte ratschläge geben willst. Aber es muss doch nun echt nicht sein, dass du ihm hier vorschreiben willst was er für nen schreibstil zu benutzen hat.

Die Geschichte könnte, wie schon gesagt, für mich noch ein wenig lebendiger erscheinen, und durch einen knapperen oder kürzeren Schreibstil wird dem nicht zwingend entgegengearbeitet.
:popo:

So, großer meister, dann erzähl uns doch mal bitte, wie man eine derartige geschichte lebendiger erscheinen läßt?! hätte fresh vielleicht beschreiben sollen wie der typ aufs klo geht, oder in der nase bohrt. Ich hab vielleicht nicht so viel ahnung vom schreiben wie ihr, aber bisher hatte fast jede wirklich lebendige geschichte, die ich so kenne, nen kurzen abgehackten schreibstil, dadurch kommt tempo rein und das ist in diesem falle genau das, wovon die geschichte lebt. denn nur dadurch kann man die extreme verwirrung dieses typen darstellen.


Warscheinlich liegt es am Ausdruck. Und vielleicht hat mir etwas Humor gefehlt, oder etwas Auflockerung. Ein besonderes Maß an Spannung kommt natürlich nicht auf, da kaum etwas aktiv passiert und in die Höhe getrieben wird, es wird eher ausdruckslos beobachtet.

:asdf: :asdf: :asdf: :asdf: :asdf: :asdf:

Ok, bei der sache mit dem ausdruck geb ich dir tatsächlich recht (wahnsinn, oder?). da sind wirklich ein paar schnitzer drin und ich denk mal das fresh das in griff kriegt, wenn er weiter fleißig schreibt. aber hallo? humor... gehts noch!? soll der typ auf die fresse fliegen, damit man was zum lachen hat, oder was? ich bezweifle stark, das man humor in die geschichte bringen kann und am ende was bei rauskommt. und wenn es nicht spannend ist zu erfahren warum der typ eingesperrt ist, dann weiß ich auch nicht.
Nimms nicht zu persönlich, aber es gibt geschichten, die sind so und es gibt welche, die sind anders. und wenn du nicht damit klar kommst, dann läßt du besser deine kommentare. es muss nicht immer alles aufgeklärt werden und alles rund sein, selbst ein offenes ende hätte in die geschichte gepasst. so, ich lass das mal lieber jetzt sonst wird mein beitrag noch zensiert :mrgreen:

@fresh, du hast nen geilen eigenen schreibstil und auch wenn die sache mit der "ich form" nur ein experiment war, kann es sich sehen lassen. Das mit dem ausdruck hatte ich ja schon erwähnt, aber da können wir uns ja nochmal in ruhe zusammensetzen und das besprechen. ich hab bei dir das gefühl das du eher so ein intuitiver schreiber bist, bei dem die besten sachen rauskommen, wenn er einfach drauf los legt. und das ist ja auch gut so. also nimm die kommentare dieser flachzangen hier nicht allzu ernst (auch meinen). individualismus rockt.


Wer rechtschreibfehler findet darf sie behalten. aber vorsicht, nicht zum verzehr geeignet.
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Beitragvon Fresh » Samstag 1. Mai 2004, 23:03

Also, ich glaube ich sollte mich jetzt vielleicht mal zum letzten Kommentar
äußern.

Also gut, ich finds erst mal super,Klapper, dass dir die Geschichte gefallen hat, aber das hab ich ja auch schon vorher gewußt. :P

So jetzt nur Kritik an Gios Kritik. Dein Statement war vielleicht etwas überzogen, weil ich die Sache eigentlich nicht so krass gesehen hab.
Ich liebe Kritiken und wenn mal eine härter ausfällt, dann hat das wohl auch seinen Grund. Es hilft mir trotzdem. Ohne das jemand seine Meinung sagt, hätte die ganze Sache hier sowieso keinen Sinn.
Und apropos überzogene Kritiken. Es gibt sicherlich ein paar Leute, die ich schon kritiesiert habe und die deshalb vielleicht selbst ein Lied davon singen können (*winktzzumSchaufelradbaggerrüber*) :) . Sowas steht manchmal schneller da als man denkt.
Zumindest hat mich deine Aussage mal drüber nachdenken lassen, ob es nicht hier auch ein paar Leute gibt, die MICH wegen meiner Kritiken für einen blöden Klugscheißer halten. Ich versuche niemanden was vorzuschreiben mit dem was ich sage, nur Anregungen.
Außerdem werde ich glaube ich versuchen mich in Zukunft dabei etzwas auf die Inhalte an sich zu beschränken.
Und Gio kann und SOLL, auf jeden Fall so weiter machen wie bisher.
Harte Kritiken sind immer noch die besten.

Trotzdem Danke für dein Statement Klapper.
Ich hoffe es ist erstmal alles gesagt.

MfG

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Beitragvon Klapperstrauss » Sonntag 2. Mai 2004, 02:49

naja, hast schon recht. aber es geht hier nicht um harte kritiken, oder nicht. es geht um sinnvolle bzw sinnlose kritiken. ne sinnvolle wär für mich persönlich eine, mit der ich was anfangen kann, dh wenn meine (schreib)schwächen sachlich, mit nem beispiel und mit ner objektiven begründung aufgelistet werden. das macht GIO meiner meinung nach nicht so wirklich, deßhalb entschuldige bitte meine ausschweifungen
..... vielleict bin ich ja auch hier der klugscheißer... wer weiß :roll:
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Beitragvon Fresh » Sonntag 2. Mai 2004, 14:02

Ja, wer weiß. Vielleicht sind wir ja alle kleine Klugscheißer... :P :lach
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