Geschichten von Anke Pekarsky

Hier könnt ihr konstruktive Kritik und Lob loswerden

Moderator: Ginny-Rose_Carter

Geschichten von Anke Pekarsky

Beitragvon Anke Sky » Donnerstag 29. September 2005, 19:36

Hallo,
:-P
ich bin neu hier und habe vor ein paar Tagen meine erste Geschichte mit dem Titel "Erwachen" hier reingestellt. Gerne hätte ich eure Meinung dazu. Würde mich freuen, ein Feedback zu erhalten.

Tschüss

Anke :roll:
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Anke Sky
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Beitragvon Marc » Donnerstag 29. September 2005, 20:08

Hallo Anke!
Tolle Geschichte; hat mir wirklich gut gefallen. Besonders das Ende war nach meinem Empfinden besonders tragisch, weil man nicht damit gerechnte hätte.
Die Verkettung der Ereignisse hat mir gut gefallen und das im Hintergrund waltende Schicksal, dass zum bitteren Ende seine Fäden im Verborgenen spinnt, ist für meinen Geschmack klasse geworden.
Dein Schreibstil ist auch wirklich gut. Etwas trockener, als von anderen Autoren, aber mitreißend und eindringlich. Du setzt dene eigenen Aktzente un das finde ich einfach gut :daumenhoch:
Auch die Tatsache, dass du nicht ,einfach´eine Geistergeschichte geschrieben hast (was ich zugegebener Maßen zuerst erwartet hatte), fand ich sehr erfrischend. Und dann der letzte Satz:

Bens Stimme wurde leiser und verklang dann schließlich endgültig im Erwachen ihrer Seele.

Wirklich Klasse :glowface: !!!

P.S.:Vielleicht liest du auch mal mein Debüt? (Direkt über deiner Geschichte :) )
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Marc
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Beitragvon Marc » Sonntag 23. Oktober 2005, 16:20

Hallo Anke!
Ich habe gerade "Traum und Wirklichkeit" gelesen.
Erstmal ein großes Kimpliment für die wirklich ungewöhnliche Idee :daumenhoch:
Während des Lesens habe ich mir do einige Gedanken über den Sinn des, Fremden gemacht, aber ich wäre nie darauf gekommen, dass Maggi im Koma liegt und die Welt um sich herum nur zusammenphantasiert. Daher war ich sehr überrascht, als sich der Fremde nicht als ihr Schutzengel oder Gesandter ihres Vaters herrausgestellt hat (was meine Vermutungen gewesen wären), sondern den Arzt in der KLinik symbolisiert.

Zwei Details haben mich jedoch ein wenig stutzig gemacht.
Das war zum einen die Tatsachen, dass der Arzt genau wusste, dass Maggi in ihrem Koma einen ganzen Monat erlebt hat, obwohl nur wenige Tage seit dem Unfall verstrichen sind (woher weiß er das?), was aber wirklich nur eine Kleinigkeit ist, und zum anderen, die Wendung am Ende.
Ehrlichgesagt verstehe ich das Ende im Hinblick auf die vorangegangenen Entwicklung der Geschichte nicht. Du wolltest, denke ich, damit andeuten, dass Maggi vielleicht doch noch nicht aufgewacht ist und immer noch in einer Art Traum feststeckt. Aber was macht das für einen Sinn im Bezug auf das Vorangegangene?
Auf mich wirkt es ein wenig so, als wolltest du kein Happy End in deiner Geschichte haben, obwohl sie eigentlich darauf hinausläuft. Kann das sein, oder tue ich dir damit unrecht ?

Abgesehen davon ist "Traum und Wirklichkeit" aber eine sehr gelungene Geschichte, der eine innovative Idee zu Grunde liegt
Weiter so :D :daumenhoch:
Schöne Grüße,
Marc :D
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Beitragvon Anke Sky » Sonntag 23. Oktober 2005, 18:13

Hallo Marc,

danke, dass du meine Geschichte so schnell gelesen hast und für deine doch eigentlich ganz gute Kritik.

Mit dem ersten Punkt wegen der Zeit, die für Maggi vergangen ist und wovon der Arzt weiß, stimmt. Ist eigentlich unlogisch. Er hätte zwar von anderen aufgewachten Komapatienten wissen können, dass die Zeit für diese anders verläuft, aber er konnte, ohne mit Maggi vorher darüber zu sprechen, nicht wissen, wie viel Zeit für sie vergangen ist. Das stimmt. Das ist ein riesiger Logikfehler. Das ist mir bisher gar nicht aufgefallen.

Wegen dem Ende hast du Recht. Ich wollte nicht, dass es so endet, Friede, Freude, Eierkuchen. Sie weiß am Ende nicht, was wirklich ist und was nicht. Meinst du, das ist zu aufgesetzt?

Na ja, ist vielleicht nicht meine beste Geschichte. Vielen Dank aber für deine kritik. Oft fällt einem sowas selbst gar nicht auf. :nice:
Vielleicht schreib ich sie noch wegen dem Logikfehler kurz um. Das Ende wollte ich aber eigentlich so lassen, außer es kommt jetzt von vielen, dass es vielleicht doch zu gezwungen wirkt. Na ja, mal sehen.

Viele Grüße

anke :sweet
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Beitragvon Marc » Sonntag 23. Oktober 2005, 20:13

Hi Anke!
Der Logikfehler ist zwar da, aber ich finde ihn jetzt nicht so riesig schlimm; eher eine Kleinigkeit, also ärger dich nicht, so etwas passiert eben :)
Im Bezug auf das Ende muss ich sagen, dass ich es schon etwas unpassend zu der Richtung finde, in die die Geschichte eigentlich steuert. Das liegt, glaube ich, in erster Linie daran, dass man sehr gut nachvollziehen kann, wieso Maggi den Arzt für ihren Engel hält (im übertragenden Sinne), aber abgesehen von der plötzlich auftretenden Stimme keine Gründe zu sehen sind, wieso die Figur des Arztes sich plötzlich so bedrohlich darstellt.

Aber am besten wartest du erst mal auf die Meinungen anderer, vielleicht geht der Grundtenor dann doch eher in die Richtung, dass das Ende gut passt.

Wie gesagt, zu 95% für mich dennoch eine tolle Geschichte. Sehr individuelle Idee, die gut für sich selbst steht.
Also, alles in allem: :daumenhoch:
Marc :-P
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Beitragvon Anke Sky » Montag 24. Oktober 2005, 11:20

Hallo Marc,
vielen lieben Dank noch Mal für deine Kritik. Ich freue mich wirklich immer sehr über gut gemeinte und konstruktive Kritik und Tipps, aus denen ich dann auch was machen kann, was hier im Forum definitiv der Fall ist.
Wegen dem Logikfehler werde ich die Geschichte noch mal genau durchgehen und das ausbessern.
Wegen dem Ende geb ich dir Recht, dass ich erst mal abwarte, was die anderen so schreiben. Und dann kann ich ja immer noch entscheiden.
Aber ernst nehmen tu ich deine Meinung auf alle Fälle. Vielleicht war ich, als ich die Geschichte geschrieben hab auch mehr in Stimmung für ein dunkles Ende, als für ein Happy End, was nicht heißen soll, dass meine Geschichten alle schlecht ausgehen. Ich schreibe ja ab und zu auch gerne mal Märchen. :lily:
Aber vielleicht hast du Recht und das Ende passt nicht ganz. Ich lass mir das noch mal genauer durch den Kopf gehen und danke dir noch mal für deine Tipps.

Bis dahin viele Grüße

Anke :-P
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Beitragvon Marc » Montag 24. Oktober 2005, 15:16

Nichts zu danken :-P
Immerhin hilft man sich hier ja gegenseitig, was ich ziemlich toll finde :D
Marc :wink:
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Beitragvon Anke Sky » Montag 24. Oktober 2005, 22:30

Hallo Marc,

stimme ich dir zu. Seit dem ich hier im Forum bin, habe ich auch endlich gelernt ein bisschen kritikfäher zu sein. :idee:

Viele Grüße

Anke :lach
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Beitragvon Marc » Dienstag 25. Oktober 2005, 20:12

Ich denke, dass ist auch wichtig, weil wie sollte man sich sonst weiter entwickeln?
Und schließlich liest man bei allen Schriftstellern (auch bei King), wie viel sie am Anfang ihrer Karriere an sich pfeilen mussten, bevor sie zu dem geworden sind, was sie nun verkörpern: geniale Geschichtenerzähler.
King beispielsweise, war damals schon soweit, dass er seine Manuskripte in dem Müll geworfen hat, weil er dachte, ihm fehle Talent. Zum Glück hat seine Frau Tabitha ihn dazu gebracht, die Sachen wieder hervorzuholen und weiter daran zu arbeiten. Zum Glück, sonst würde Stephen wohl jetzt lediglich ein weiterer Hochschulprofessor sein.
Es ist halt noch kein Meister vom Himmel gefallen!

Viele Grüße,
Marc. :hallo:
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Beitragvon Anke Sky » Dienstag 25. Oktober 2005, 22:55

Hallo Marc,

ja da jast du wohl Recht.

Das mit dem Stephen King habe ich auch gelesen. Und dabei ist "Carrie" doch eine großartige Geschichte. Wäre wirklich schade gewesen, wenn dieses Buch im Papierkorb geblieben wäre. Wahrscheinlich würden wir ihn dann heute gar nicht kennen und natürlich würden wir uns hier dann nicht unterhalten.

Gerade deshalb finde ich dieses Forum sehr gut, weil man sich gegenseitig unterstützt. :charmin

Viele Grüße

Anke :hallo:
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Beitragvon Nimrod » Montag 7. November 2005, 04:17

Hallo, Anke. Ich habe gerade "Erwachen" gelesen, und bis auf eine winzige Kleinigkeit, die ich zu bemängeln habe (vieleicht hab ich es auch nicht ganz kapiert :wink: ), muß ich sagen, die Geschichte ist einfach klasse. Du schreibst unheimlich atmosphärisch, ich konnte die Empfindungen von Annie unglaublich gut nachvollziehen.
Was mir nicht ganz klar geworden ist, war, was es jetzt mit dem Schlüsselanhänger auf sich hatte. Anfangs schien er mir noch eine besondere Stellung, ein wichtiges eil des Puzzles zu sein, nachher war er einfach verschwunden aus deiner Geschichte.
Aber wie gesagt, nur ein winziger Makel. Sonst war`s einfach spitze !
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Beitragvon Anke Sky » Montag 7. November 2005, 17:21

Hallo Nimrod,

danke, dass du meine Geschichte gelesen hast. Ja, das mit dem Schlüsselanhänger kann ich dir erklären. Es hat sich ja am Schluss herausgestellt, dass Annie total falsch lag. Alles, woran sie gedacht hat, die Sache mit dem Kindesentführer etc. war ja falsch. Der Grund, warum ihr Sohn gestorben ist, war ja viel banaler. Deshalb hatte der Schlüsselanhänger am Ende auch keine Bedeutung mehr, weil er mit Roberts Tod nichts zu tun hatte. Verstanden?

Ich danke dir nochmals sehr. Es ist immer schön, wenn sich die Leute etwas genauer mit den geschriebenen Sachen befassen und einem auch Kritik geben, ob positive oder negative, damit man daraus was lernen kann.

Ich freu mich schon auf deine Geschichte in MG II (wie du weißt, hat mir deine kleine Alltagsgeschichte ja ganz gut gefallen, war halt natürlich ein vollkommen anderes Genre, fand ich aber gut). Und einen sehr guten Schreibstil hast du auch. Außerdem stimmt bei dir sogar die Rechtschreibung und Grammatik, was nicht bei allen Geschichten, die hier drinstehen der Fall ist.

Also, vielen Dank. Wenn du wieder was geschrieben hast, werde ich es auch gerne lesen.

Anke Sky :-P
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Beitragvon Nimrod » Dienstag 8. November 2005, 03:08

Ja, ist schon echt gut, wenn die Freundin Deutschlehrerin ist :D

Ich habe mir auch deine zweite Geschichte, "Traum und Wirklichkeit" durchgelesen, und muß mich Marcs Meinung größten Teils anschließen. Den kleinen Logikfehler finde ich nicht so schlimm, man könnte ihn sogar noch durch das Ende erklären, denn falls sie immer noch träumt, warum sollte ihr Peiniger nicht davon wissen, wie viel Zeit für sie vergangen ist?
Nur das Ende selbst...ich fand die Wendung einfach nicht ganz verständlich. Irgendwie fehlt noch irgendwas, ich kanns nicht genau beschreiben.
Auch finde ich, wirken die Dialoge, auch die inneren, diesmal etwas aufgesetzt, irgendwie gestelzt.
Aber die Idee war super, ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, dass es sich um eine Komapatientin handelt. Und, wie gesagt, bin ich einfach nur begeistert, wie atmosphärisch Du deine Geschichten schreibst, so, dass man immer die Gefühle der Protagonisten nachvollziehen, fast selber mitfühlen kann. Einfach whow.
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Beitragvon Anke Sky » Dienstag 8. November 2005, 18:27

Danke dir nochmal, Nimrod,

wahrscheinlich werde ich die Geschichte auch irgendwann mal umschreiben. Vor Allem das Ende ist, glaube ich, nicht so gut geworden. Und so kurz ist sie, weil ich sie ursprünglich für einen Wettbewerb geschrieben habe und da ja immer Längenvorgaben sind. Da muss man dauernd drauf achten, dass die Geschichte nicht zu lang wird und das ist manchmal echt schwierig, wenn man grad so schön im Schreiben ist.

Die Dialoge, ja, ich glaube, das Gefühl hatte ich auch ein bisschen.

Aber das mit der Athmosphäre hatte mir schon mal meine Lehrerin bei meinem Autorenfernstudium gesagt, dass ich das ganz gut mache, nicht dass ich mir da jetzt was drauf einbilde. Mehr als versuchen, mein Bestes zu geben, kann ich eh nicht. Aber mit euren Meinungen kann ich schon was anfangen. Ein Freund sagte mir das auch mit dem Schluss. Irgendwie ist das ganz anders rübergekommen, als es sollte.

Wenn ich mal Zeit und Lust habe, werde ich mich nochmal drüber setzen

Bis dahin vielen Dank

Gruß

Anke :nice:
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Beitragvon Holger » Freitag 25. November 2005, 13:32

Hallo Anke!

Habe gerade auch deine Geschichte "Erwachen" gelesen und muss mich meinen Vorrednern anschliessen, denn sie ist wirklich gelungen. Sehr schöner Schreibstil, dichte Atmosphäre, kaum Rechtschreib- und Grammatikfehler. Hat viel Spass gemacht die Story zu lesen. Die Sache mit dem Schlüsselanhänger hättest du aber wirklich besser aufklären können, hat mich auch verwirrt.
Und ein weiteres Wort hat mich doch sehr gestört. Die falsche "Freundschaftlichkeit" von Lisa. Ich glaube nicht, dass es dieses Wort gibt.
Werde demnächst auf jeden Fall nach weiteren Geschichten von dir Ausschau halten und würde mich sehr freuen, wenn du auch mal einen Kommentar zu einer meiner Stories (Holger Altmann) abgibst.
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