Die Roman Rakete

Hier könnt ihr konstruktive Kritik und Lob loswerden

Moderator: Ginny-Rose_Carter

Beitragvon Robert_Herold_ » Sonntag 9. März 2008, 20:41

momentaner Arbeitstitel: Perfectus Auctor de Mendacio
momentan 40 Din A4 Seiten


TEIL EINS
DER HOF


TEIL EINS
DER HOF

Sündensend war eine ganz normale Kleinstadt. Einfamilienwohnhäuser, keine großen Wolkenkratzer oder Einkaufszentren, nur wenige Dorfläden. Einheitlich geschnittene Hecken, ein Haus gleicht dem anderen und alle stehen in penibler Einheitlichkeit nebeneinander. Sie war nicht besonders groß, aber auch nicht so klein, dass man sie auf keiner Landkarte hätte finden können, aber in letzter Zeit hat sich einiges verändert.
In der lokalen Zeitung der Stadt, der End Time, musste der Teil mit den Todesanzeigen erweitert werden. So viele Tote wie in diesem Monat hat es in der ruhigen Kleinstadt noch nie gegeben. Auch die Umstände, die diese Leben beendet hatten waren zumeist sehr merkwürdig. Die Bewohner der kleinen Stadt waren sehr beunruhigt, nicht nur wegen dem, was hier fast schon als Massensterben galt, sondern was sich seit einiger Zeit für Gestalten hier herumtrieben, die sich wirklich überhaupt nicht in das Gesamtbild der Stadt eingliedern wollten, wie Skinheads, oder ähnliches Pack, das von einer von einer verschworenen Gesellschaft, wie den Bewohnern von Sündensend nicht geduldet werden konnte.

Ein Pension, die schon immer hier gestanden hat, soweit sich die ältesten noch Lebenden erinnern konnten stand zu verkauf. Etwas verfallen, das war sie, aber mit einigen wenigen Renovierungsarbeiten würde sie bald wieder zu ihrer vorigen Glanz gelangen, vorausgesetzt, der richtige Käufer würde sich finden lassen, aber wie man sich vielleicht denken kann, war das nicht der Fall. Eine Gruppe rechtsradikaler kaufte den alten Gasthof und macht daraus ein Zentrum für ihre Vereinigung. Tagsüber merkte man gar nicht, dass man es überhaupt verkauft wurde, aber wenn es dunkel wurde fuhren dicke Schlitten vor, meist noch frisiert, bis zur völligen Unkenntlichkeit der Automarke, aus denen Männer mit Bomberjacken, Stiefeln und natürlich kahl rasierten Köpfen ausstiegen. Literweise Bier und anderer Alkohol wurden angeliefert, zumeist gleich Fässerweise. Laute Rockmusik dröhnte jede Nacht durch die Mauern der Gasstätte, die noch die Wände der nahe gelegenen Häuser Zittern ließ und teilweise auch, die alte Fassade des Hofs bröckeln ließ. Es war auch kein normaler Rock oder irgendeine andere Musikrichtung, von dem sie sich berieseln ließen, sondern harter und unzensierter Rechtsrock. Bei der einzigen Razzia, die das fortbestehen dieser Faschisten bedrohte, hatten sie aus irgendwelchen, und bestimmt nicht ganz legalen, Quellen die Information, wann diese stattfinden sollte. Alle die Zeichen der Nationalsozialisten, wie Hakenkreuze auf Fahnen und Bilder von Hitler wurden alle abgehängt und verschiedenen Mitglieder mitgegeben. Und natürlich spielten sie, für die Polizei, aber nicht für die Kleinstadtbewohner, akzeptable Musik und das einzige worum man sie bat, war, dass sie doch etwas leiser drehen sollten, was diese netten Menschen doch natürlich gern taten. Sie wollten ja niemanden belästigen.

Michael hatte damals der Polizei, den Tipp gegeben, dass sich hier eine rechtsradikale Vereinigung trifft, aber das hatte sie nicht interessiert. Sie konnten schließlich nichts finden, was zu beanstanden wäre. Dabei sieht man doch, dass diese Skinheads den Arm zum Hitlergruß heben, sobald man ihnen auch nur den Rücken zudreht.
Rauchend saß er in seinem Fernsehsessel. Nikotin war die einzige Droge, die in Sündensend gesellschaftlich akzeptiert war, denn Alkoholismus konnte zu unüberlegtem Handel führen und das wiederum zu Straftaten und so was duldet man hier eben nicht. Und diese Nazis waren die schlimmsten Säufer, die diese Stadt je erlebt hatte. Und sie scheißen auf die Kirche, und den Herrn Jesus Christus. Ein großes Kreuz, das in dem fast verfallenem Gasthof auf dem Dachboden hing, haben sie einfach zerstört, indem sie es haben splittern lassen und dann auf dem Biergarten (auch wenn dort nur selten Bier ausgeschenkt worden ist) verbrannt. Und sie haben sich in ihrem Anfall von Atheismus noch rings um das Feuer aufgestellt und dann ihre Trinksprüche gegrölt.
Bei diesen Gedanken bekreuzigte er sich. Wenn diese Stadt nicht den Zorn Gottes auf sich ziehen wollte, wie einst Sodom und Gomorrha dann mussten sie etwas tun. Er musste etwas tun. Die Todesfälle dieser Menschen, Gott hab sie Selig, die sich in letzter Zeit zutrugen, waren nur die Vorboten der wirklich Plagen, die bald über sie hereinbrechen würden, wenn sich nicht ändern sollte. Entweder würden sich diese Heiden bekehren lassen und den rechten Weg einschlagen... »Rechten Weg könnten diese Fehlgeleiteten falsch verstehen«, dachte Michael und musste Lächeln, »oder sie würden die Stadt verlassen müssen und Gott über sich richten lassen.«
Eigentlich wollte Michael immer Priester werden, um so wenigstens seine Gemeinde das wahre Wort Gottes zu lehren, aber er hatte einfach nicht die besten Noten, damals in der Schule, konnte deshalb nie studieren. Später ist er dann ach Sündensend gezogen, nachdem er mit Zwanzig angefangen hat, von Stadt zu Stadt zu ziehen, um so eine Gemeinde zu finden, die er als „gleich gesinnt“ betrachten konnte. Schnell hatte er sich hier eingelebt und er mochte die allgemeine Stimmung hier und bis auf den Pfarrer schien es auch allen anderen so zu gehen. Er mochte den Pfarrer einfach nicht - Pater Johannes -, Michael meinte, er könnte selbst besser Predigen, als dieser... . Meist hörte er dann mitten im Satz auf, denn er wollte ja keinen Mann Gottes beleidigen, selbst wenn er ihn nicht mochte.
Er selbst war nur Kassierer in einem kleinen Laden, der eigentlich keinen Kassierer brauchte, da er so winzig war, dass gerade noch Zwei Regale hineinpassten. Es war auch nur eine Gefälligkeit, des Leiters, der einer der ersten war, die Michael zu seinen Freunden erklärt hatte. Er hieß Mark, ein etwas älterer Herr, der ähnliche religiöse Ansichten, wie Michael hatte. Vor einiger Zeit, kurz nachdem die Nazis den Gasthof gekauft haben, erstand Mark fast die komplette Ausstattung des Hofs für ein paar Groschen. Er hatte keine Ahnung, wer sich dafür interessieren könnte, aber irgendjemand würde es schon kaufen, denn es sah noch relativ gut aus, und was schon fast wie aus grauer Vorzeit wirkte, konnte er immer noch als Antiquität verkaufen. Michael wollte ihm deswegen schon fast eine Predigt halten, wie er mit solchen Leuten Geschäfte machen konnte, welcher Dämon ihn geritten hätte, das zu tun, aber ließ es dann bleiben. Er würde schon merken, was er davon hat, wenn das schäbige Gerümpel in seinem Lager vergammelte.(Wobei es ein wunder war, dass er überhaupt ein Lager hatte.)

Michael hatte aufgeraucht und als er sich gerade eine neue Zigarette anzünden wollte, hörte er einen Motor so laut aufröhren, dass ihm sein neue Nikotinzufuhr aus den Mund fiel. Er sah aus dem Fenster und erkannte einen der getunten Wagen der Rechten, auf dessen Tür groß und unübersehbar KNEIPENTERRORISTEN auflackiert war. Einer warf eine Bierflasche aus dem Wagen, und es war auch noch der Fahrer. »Ihr werde schon sehen, was ihr davon habt.«, sagte Michael laut vor sich hin, während er seine Faust so ballte, dass seine Knöchel weiß hervortraten.

Die nächsten Tage passierte nichts erwähnenswertes in der Stadt. Vielleicht haben die Bürger von Sündensend sich damit abgefunden, dass ihre ruhiges Kaff jetzt zu einem Treffpunkt für Faschisten geworden sind. Einige möglicherweise, aber nicht Michael. Ihm waren sie nach wie vor ein Dorn im Auge. Am Samstags Gottesdienst, der Vorabendmesse, platzte ihm dann der Kragen, als Pater Johannes begann, darüber zu Predigen, wie wichtig Akzeptanz in der heutigen Gesellschaft sei und als Beispiel führte er Michaels Feindbild Nr. 1 an, nämlich die Gruppe von Nazis.
»Wir müssen sie bei uns aufnehmen und sie tun lassen, was sie für richtig halten. Das einzige was wir, als gute Menschen und Christen tun können, ist ihnen mit Nächstenliebe, als gutes Beispiel voranzugehen.«
Mit hochrotem Kopf sprang er auf, als der Pater das gesagt hatte und brüllte durch die ganze Kirche. »Wissen Sie eigentlich, was sie da sagen, Pater! Wir sollen diese Nazischweine hier bei uns dulden, und unsere schöne Stadt zu einem braunen Sumpf verkommen lassen?!«
Irritiert, da er noch nie in einer Predigt unterbrochen worden ist, versucht er mit beschwichtigenden Gesten den aufgebrachten Michael wieder zu beruhigen. »Michael, bitte setzten Sie sich wieder, nach der Kirche können wir...«, aber bevor er seinen Satz beenden konnte fiel ihm Michael, der sich in seinen religiösem Eifer hineinsteigerte, wieder ins Wort. »Oh nein, Pere, das wird hier und jetzt, vor der versammelten Gemeinde geklärt!«
»Bitte, Michael...«, aber er war schon auf dem Weg, durch den Gang, den die Bänke der Kirche bildeten, zum Ambo, an dem der Pater gerade eben noch gepredigt hatte. Den Pater stieß er mit einem Arm, zu Seite. » Setzen sie sich in eine der Bänke, Pater Johannes, und hören sie mal eine richtigen Predigt zu, die ihre Schäfchen nicht so schnell vergessen werden.« Noch einmal drehte er sich kurz zu ihm um, und warf ihm einen Blick zu, für den der Spruch „Wenn Blicke töten könnten“ erfunden worden zu sein schien. Dann setzte er sich in die vorderste Reihe und verschränkte die Arme vor sich. Noch einmal räusperte sich Michael, und begann dann zu sprechen
»Brüder und Schwestern im Herrn. Könnt ihr es ertragen wie unsere Stadt verkommt, unser schöner Ort brauner und brauner wird, bis sie hier noch ihre Flagge hissen und uns zu ihrem neuen Wallfahrtsort erklären, bis sie noch Bilder ihres Führers aufstellen und uns zwingen wollen ihre Uniform zu tragen, bis sie uns soweit haben, unsere Kirche und unseren Glauben aufzugeben? Sollen sie unsere Jugend verderben, sie zu Trinkern, und sie zu den Drogen führen, deren Namen ich nicht mal auszusprechen wage. Solle wir es zulassen, dass sie alles Gute in unserem Leben verderben? Wollt ihr Gewalt täglich auf den Straßen erleben und dass sie Recht und Ordnung zu Gunsten ihrer eigenen faschistischen Gesetze untergraben? Natürlich haben sie das alles noch nicht getan, aber dennoch werden sie es tun, denn sie haben sich vom Herrn abgewendet! Wenn ihr sie aufhalten wollt, dann riskiert mit mir alles, und ich meine nicht euer Leben, sondern etwas das sich lohnt zu verlieren! Für eure Ehre, für euren Glauben, wollt ihr mir helfen!«
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Einleitung meiner Kurzgeschichte.

Beitragvon Fresh » Freitag 11. April 2008, 23:51

Vermutlich ist das nicht so der richtige Ort zum Posten, ich mach's aber trotzdem mal! ;-)

Folgendes Problem: es geht um die Einleitung einer Kurzgeschichte (die Geschichte ist komplett fertig). Da diese Einleitung bis jetzt sehr kontroverse Meinungen verursacht hat, würde ich gerne jeden der 5 Minuten Zeit hat bitten, sich diese mal kurz durchzulesen und seine Meinung abzugeben. Ich will nur noch mal schauen wie und wo ich sie überarbeiten kann. Da es nur um die Einleitung geht, wird auch nur diese gepostet. :-)

Danke schonmal!


Das Ende der Unendlichkeit

Nicht jeder scheint dem Krieg mit dem Respekt gegenüber zu treten, der ihm vielleicht gebührt. So blickt der Nachtfalter beispielsweise nur für einen kurzen Augenblick auf die epische Schlacht unter ihm herab, bevor er sich gleichgültig wieder abwendet, um den kolossalen silbernen Mond über ihm zu bewundern. Nur selten zeigt sich der Mond in dieser speziellen Farbe. Nur dann, so sagt man, wenn die Zahl derer die sterben, die Zahl derer die leben übertrifft. Manch einer behauptet, dass die silberne Silhouette des Mondes daher rührt, dass sich die aufsteigenden Seelen der Getöteten darin spiegeln. Hält das Sterben nun so lange an, dass der Mond schließlich vergisst, dass er früher einst ein Mond war und gar kein Spiegel, so fällt er zu Boden und sein Spiegelbild tritt an seine Stelle. Die meisten Menschen merken das nicht einmal, sind sie doch zu sehr mit töten und getötet werden beschäftigt. Doch was passiert mit dem alten, gefallenen Mond? Dieser fristet nun seinem Dasein als Spiegel der Seelen. In ihm wird Vergangenheit Zukunft. In ihm wird Leben Tod. Er verdreht die Welt immer und immer wieder, bis zu dem Tag, an dem er sein altes Spiegelbild am Firmament entdeckt. In diesem Moment erkennt der Mond, wer er wirklich war und ist. Und in diesem Augenblick der Erkenntnis, des Schämens, zerbricht der Seelen Spiegel für immer.


Danke schonmal allen, die bis hierhin durchgehalten haben! ;-)

Viele Grüße, Fresh
»Seit die Mathematiker die Relativitätstheorie aufgegriffen haben verstehe ich sie selbst nicht mehr.«
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Beitragvon Robert_Herold_ » Samstag 12. April 2008, 19:36

Ich würd gern die Geschichte dazu lesen. :lernen:
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Beitragvon Fresh » Sonntag 13. April 2008, 01:05

Danke erstmal für den Kommentar, Robert!!! :-)

Hast du eigentlich wirklich Interesse mal die ganze Geschichte zu lesen oder ist deine Bemerkung eher als rhetorisches Statement im Sinne von "macht Lust auf weiter lesen" zu verstehen?

Greetz, Fresh
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Beitragvon Fresh » Sonntag 13. April 2008, 01:08

Äh, ich seh grad Alexander und nicht Robert. Sorry! ;-)
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Beitragvon Nimrod » Sonntag 13. April 2008, 23:04

Hi,Fresh.

Also, es geht ja wirklich interessant an, aber leider offenbaren sich (zumindest in meinen Augen) dann doch einige Schwächen.

Du beginnst zum Beispiel damit, dass man dem Krieg nicht genug Respekt zollt. Du scheinbar auch nicht, denn er wird weiterhin höchstens als Randerscheinung erwähnt. Irgendwie passt der erste Satz also nicht richtig.

Dann schreibst Du weiter, dass das Spiegelbild des Mondesdessen Platz einnimmt, aber wo kommt dessen Spiegelbild plötzlich her? Der einzige Spiegel ist doch der Mond selbst, und der spiegelt sich nicht selber.

Ansonsten sehr schön geschrieben und macht Lust auf mehr. Ich freu mich schon darauf, die ganze Geschichte lesen zu können.

P.S. Im letzten Satz, sollte es da "Seelenspiegel" heißen und nicht "Seelen Spiegel"?
Lasciate ogni speranza, voi ch' entrate ! ! !

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Beitragvon Fresh » Montag 14. April 2008, 00:46

Vielen Dank Nimrod! :-)

Damit kann ich gut was anfangen!!! Werd mich gleich mal an die Sache machen. Der Krieg taucht zwar in der Einleitung nicht mehr auf, dafür wird direkt danach ausführlich darauf eingegangen. Werd mir deshalb mal überlegen müssen, was ich mit dem ersten Satz anstelle.

Also Danke nochmal! Viele Grüße, Fresh
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Beitragvon Robert_Herold_ » Montag 14. April 2008, 19:25

Ich will eigentlich schon persönlich die Geschichte weiterlesen. Ist die irgendwo online oder so? :laugh:
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Beitragvon Fresh » Montag 14. April 2008, 21:29

Nope, die ist leider nirgends online zu finden und wird es wohl auch nicht werden. Zumindest hab ich nicht vor, sie irgendwann ins Netz zu stellen. Wenn ich sie allerdings fertig überarbeitet habe, kann ich sie dir gerne mal per Mail zukommen lassen!

Greetz, Fresh :-)
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Beitragvon Robert_Herold_ » Mittwoch 16. April 2008, 20:17

Fänd ich sehr sozial von dir, Fresh. :lol2: :lol2: :lol2: :lol2:
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Beitragvon Fresh » Dienstag 8. Juli 2008, 15:18

Nach dem jetzt zwar ordentlich Zeit verstrichen ist, wollte ich nochmal auf das alte Thema zurueck kommen. Die Story ist jetzt fertig und doch online. Allerdings ist meiner Meinung nach leider nichts tolles draus geworden, weil ich es wiedermal nicht geschafft habe meine Ideen interessant umzusetzen. Egal. Wer sich trotzdem quaelen moechte, der findet die Geschichte hier:

http://www.noel-verlag.de/index.php?opt ... &Itemid=51

Gruesse

Fresh :brille:
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Beitragvon Johannes » Sonntag 23. November 2008, 00:01

Titel: Andrea
Autor: Johannes Keim
momentane Länge: 15 DINA4 Seiten

Kritiken sind gerne gesehen!! *leichtnervössei* :heartbeat:

Kapitel 1


Alleine saß sie auf einer der vielen Bänke im Stadtpark Nordhausens. Wenn man sie so ansah wirkte sie irgendwie teilnahmslos als würde sie ihre Umwelt bewusst, nur mit einem kleinen Anteil ihres Bewusstseins wahrnehmen. Wenn man ein zweites Mal hinschaute kam man auf den Gedanken sie warte vielleicht auf jemanden. Den Liebhaber von dem ihr Mann keinesfalls etwas mitkriegen durfte, oder auf eine gute Freundin, vielleicht sogar auf ihr beste Freundin. Keiner wäre auf den Gedanken gekommen das sie in Wirklichkeit um ihren vor ungefähr 2 Monaten verstorbenen Mann trauerte. Das skurrile an der ganzen Sache jedoch war das sie ihn umgebracht hatte. Es mochte verrückt klingen aber trotzdem trauerte sie noch um ihn. Sie betrachtete die kleinen Kinder die auf der Wiese herumalberten. Die jungen aber auch die alten Paare, die verliebt picknickten. Sie bewunderte diese Alten Ehepaare die es geschafft hatten nach so langer Zeit noch genauso verliebt zu sein wie am ersten Tag. Natürlich hatte auch sie ihren Mann geliebt doch war sie irgendwann nicht mehr verliebt gewesen, was nicht zuletzt daran lag das er sie
er sie oftmals fertig gemacht hatte (sowohl psychisch als auch physisch). Stattdessen wurde das Gefühl der Verliebtheit irgendwann durch eine besondere Art der Zuneigung ersetzt. Oftmals war er gewalttätig gewesen doch wenn er einmal nicht betrunken war, hatte sie seine ganze Liebe zu spüren bekommen. Dann hatte er ihr Blumen geschenkt, sie umarmt, und ihr gesagt wie sehr er sie liebte. Tränen liefen ihr übers Gesicht die sie gleich wieder wegwischte. Es war ihr peinlich in der Öffentlichkeit zu weinen. Sie fragte sich oft ob ihr Mann glücklich gewesen war. Sie hatte ihn abgöttisch geliebt und gleichzeitig hatte sie ihn bis aufs Blut gehasst. Ein Weile saß sie regungslos da, sich ihrer Schuld bewusst, und trauerte. Nebenbei lauschte sie den Klängen der Natur, dem Zwitschern der Vögel, dem leisen Plätschern des Baches der durch den Stadtpark verlief. Zum ersten Mal fühlte sie sich trotz ihrer Trauer glücklich. Sofort stellten sich Gewissensbisse ein und sie fühlte sich wieder furchtbar schuldig. Wieder liefen ihr Tränen übers Gesicht, diesmal konnte sie es nicht mehr halten.
Ein paar Minuten verlor sie die Beherrschung und ließ ihren Gefühlen freien Lauf und schluchzte leise vor sich hin.
Mittlerweile wurde ihr Schluchzen von den Leuten in ihrem Umfeld bemerkt und sie wurde von allen Seiten mitleidig angestarrt, dabei wollte sie diese Mitleid nicht einmal. Diese Leute verstanden sie so oder so nicht.
Johannes
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