Geschichten von Torsten Hefenbrock

Hier könnt ihr konstruktive Kritik und Lob loswerden

Moderator: Ginny-Rose_Carter

Beitragvon Fresh » Donnerstag 22. Februar 2007, 01:40

Also 'Wäsche' fand ich ich DEUTLICH besser als den "Schmetterlingseffekt".
Aber gleichzeitig muss ich auch sagen, dass die Sprache dafür umso schlechter war. Ich denke aber das weißt du selbst. Jetzt alle Stellen zu nennen, die sprachlich nicht so passen wäre zu langwierig. Da muss man irgendwann nochmal komplett durchgehen. Auch verschiedene Metaphern sind, wie ich finde, äußerst unangebracht:
Der Stoff am Ärmel zog sich wie ein Banane in der Kälte zusammen und wurde enger.

Das passt irgendwie überhaupt nicht. Ich finde das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Vielleicht deshalb ein Hinweis an dieser Stelle für die Zukunft: Es wird dir wahrscheinlich noch sehr oft passieren, dass dir plötzlich eine Metapher einfällt, bei der du denkst: 'Boah wie geil, die muss in die Geschichte!' Das ist ein Fehler!!! Wenn sie WIRKLICH passt, dann ja. Aber im allgemeinen darfst du auf keinen Fall versuchen soetwas in irgendeinen Zusammenhang zu pressen. Das ist dann nicht nur erzwungen, sondern wirkt auch auf Leser so. Nur dann schöne Metaphern benutzen, wenn sie wirklich treffend sind!

Genug zu Sprache und Schreibstil, das wird beides höchstwahrscheinlich irgendwann von selbst kommen. Zur Story selbst: sie war auf jeden Fall ganz unterhaltsam, aber trotzallem leider auch nicht wirklich gut. Das hat mehrere Gründe:
Punkt 1: Du erwähnst zuviele Nebensächlichkeiten, die einfach unbedeutend für den Handlungsstrang sind. Sie sind langweilig und ziehen alles auseinander. Soetwas kann man in bestimmten Maßen in längeren Geschichten machen, um vielleicht den Hauptcharaktär durch sein Umfeld zu charakterisieren, um verschiedene Probleme aufzuzeigen und und und... Da gibt es viele Gründe. Aber in einer derart kurzen Geschichte darf man das einfach nicht machen. Über die Hälfte der Story besteht aus Unbedeutsamkeiten! Tötlich, wenn man verhindern will, dass ein potentieller Leser irgendwann aus Langeweile die Geschichte einfach abbricht. Okay, bei Storys in dieser Länge, ist das eher unwahrscheinlich, aber bei 5-seitigen Geschichten kann das durchaus schnell mal passieren.
Punkt 2: Ich habe die Geschichte schlichtweg nicht verstanden. Damit meine ich nicht auf dem oberflächlichen Nivau: 'Junge stirbt aufgrund missteriöser Umstände in Zusammenhang mit einem Pullover', sondern auf einer tieferen Ebene. Was war deine Idee zu den Vorkommnissen?
Wolltest du einfach nur sagen der Pullover war böse oder das Haus war böse oder irgendeine übernatürliche Macht war böse und deshalb musste der Junge einfach sterben. Und um alle Hinweise zu vertuschen, hat die böse übernatürliche Macht nach seiner scheußlichen Tat natürlich auch wieder alle Hinweise auf das übersinnliche beseitigt. Wenn dem so ist (WAS ICH NICHT DENKE!!!), dann ist das wirklich einfallslos und schlecht. Auf diese Art kann man Millionen Geschichten in Sekunden runterschreiben ohne sich auch nur die kleinste Sache dabei zu denken. Eine Geschichte wie die andere und doch alle anders. Mal ist es der böse Pullover, mal der verfluchte Wäschetrockner und mal das hinterlistige Batterieladegerät. Du weißt was ich meine.
Na ja, aber wie gesagt, ich glaube nicht, dass du soetwas im Sinn hattest. Ich vermute eher, du wolltest wirklich auf irgendeine Art psychologischen Schockzustand anspielen. Vielleicht ein Nervenzusammenbruch. Irgendwas, was Atemnot und Wahnvorstellungen auslöst. Da gibt es bestimmt vieles. Aber wenn du so etwas verwendest, dann mußt du auch sagen (oder zumindest darauf anspielen), durchwas es ausgelöst wurde. Dadurch, dass er keine Freundin hat? Sein (Fast-:-/)Lieblingspullover eingegangen ist? Sein Leben schlichtweg Scheiße ist? Das klingt alles nicht sonderlich plausibel. Wenn du wirklich etwas derartiges im Hinterkopf hattest, dann mußt du das viel logischer gestalten. Zumindest dem Leser etwas geben, womit er drauf kommen kann. Aber vielleicht sagst du mir einfach, wie deine persönliche Interpretation der Dinge ist, dann können wir nochmal speziell darüber reden und ich muss keine Vermutungen mehr aufstellen. Jedenfalls fand ich das alles ziemlich unklar und unverständlich.
Damit will ich natürlich das stilistische Mittel einen Leser auch im Ende im Unklaren darüber zu lassen, was eigentlich passiert ist, nicht schlecht machen. Im Gegenteil: das kann oftmals auch sehr positiv wirken. Nur in deiner Geschichte vermisse ich diese Strukur ein wenig. Man hat keine echten Ideen, die homogen zur Geschichte passen. Und deshalb wirkt alles ein kleines bisschen 'langweilig', 'ideenlos'.

Okay, genug geschrieben. Die Geschichte war wirklich unterhaltsam, aber auch nicht mehr. Das lag im wesentlichen an den oben aufgeführten Gründen. Da geht sicherlich noch einiges, davon bin ich überzeugt.

Grüße

Fresh.
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Beitragvon Torsten2 » Donnerstag 22. Februar 2007, 08:08

Hi,
Punkt 1: Ich weiß, dass die Geschichte sprachlich nicht so gut ist, hab ich dir auch gesagt. :ohhh:
Punkt 2: Den Grund wirst du in der nächsten Geschichte erfahren, ich habe mir Gedacht, dass alle meine KG (außer Schmetterlings-Effekt) in Raddock City spielen, aber den Grund werde ich dir in meiner übernächsten Geschichte (also nicht Ich liebe dich), also "Familientreffen" erfahren, wahrscheinlich durch einen Zeitungsausschnitt, aber auch durch den Roman, den ich gerade schreibe, in den ich versuche, die verschiedenen Geschehnisse in den KG einzuarbeiten, womit du die Gründe vielleicht verstehst und ich wollte einfach die Leser noch etwas im Dunkeln tappen lassen, bis ich alles verrate, aber wenn das so ist, verarbeite ich den Grund in der nächsten KG^^. Ich kann schon mal sagen, dass ich mit dem Gedanken gespielt habe, dass ein paar Wissenschaftler in Raddock City ein Experiment durchführen, z. B. ein Tor zur Welt der Toten aufrecht zu erhalten und dabei irgendetwas von dort auf diese Seite huscht und diese "Dämonen" Besitz von z. B. dem Pullover ergreifen. Jedenfalls wollte ich den Herrchen tötenden Pullover in den Roman (Träume des Wahnsinns) einarbeiten, habs dann aber als KG geschrieben, gut oder schlecht, mir hat die Idee gefallen. Vielleicht die Arbeit selbst, ich meine wie ich sie umgesetzt habe, nicht so, aber die Idee schon, aber man muss doch nicht immer die Gründe wissen, oder? :heilig:

Fazit: Ich werde den Grund der Geschehnisse in die nächste KG einarbeiten, die den Titel Familientreffen :neu: haben wird(auch wenn in DER Geschichte nicht viel Übersinnliches passiert.).
MFG Torsten
:hallo:
PS: Danke für die Kritik.
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Beitragvon Torsten2 » Freitag 23. Februar 2007, 11:40

Meine neue KG Ich liebe dich http://www.bookola.de/content/view/819/78/ ist online! :love:
Bewertert, kritiesiert! Danke
MFG
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Beitragvon Torsten2 » Montag 26. Februar 2007, 16:12

Meine neueste Kg Familientreffen ist hier http://www.bookola.de/content/view/824/78/
jetzt online. Hab mich im ersten Absatz etwas verrechnet :glowface: sorry
Viel Spaß beim Kritisieren... :lol2:
PS: @Fresh Für den Grund: Lies dir mal den Zeitungsausschnitt durch :lookaround:
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Beitragvon Torsten2 » Dienstag 27. Februar 2007, 21:15

Wochenende vorbei und noch keine neuen Beiträge? Mal was neues!
Naja, hier ist einer: meine neue KG Erde ist online:
http://www.bookola.de/content/view/825/78/

Viel Spaß beim lesen![/url]
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Beitragvon Nimrod » Montag 5. März 2007, 20:35

So, habe mir dann mal "Erde" durchgelesen. Fand ich im großen und ganzen sehr stimmig, bis auf den Anfang hat mir die Geschichte eigentlich recht gut gefallen. Nur leider erzeugst du einen großen Teil der Spannung... ich weißnicht, ob es Absicht war oder nicht, aber ...
Die Arbeit ist anstrengend, aber sie muss getan werden, mir bleibt keine andere Wahl. Mein Sohn, oh Gott, wenn ich nur an ihn denke, wird mir schon übel bei dem Gedanken, was wäre wenn ich ihn nicht umgebracht hätte.


impliziert nicht nur,sondern sagt meiner Meinung nach eindeutig aus, dass er seinen Sohn umgebracht hätte. Darum war das Ende für mich auch keine "positive" Überraschung, sondern eher eine,bei der ich mich arg verar... gefühlt habe.

Miles, denke ich, während ich mit Hilfe des rechten Fußes die Schaufel knirschend in den Haufen Erde stoße, den ich zuvor aus dem loch ausgehoben habe. Die Leiche liegt unter einer dünnen Schicht feuchter Erde. Der Regen plätschert auf meine Schädeldecke, die Bäume wiegen in der leichten Brise und ich kann die Wühlmäuse im Wald zwischen dem Platschen des Regens hören. Es sind dicke, große Tropfen, die die Erde nass machen.


Beim Anfang holpert es aber noch gewaltig. Man kann die Wühlmäuse im Wald hören? Respekt. Auch das mit dem Haufen Erde hört sich nicht recht elegant an. Und die Erde nass machen? Tun und machen tut man nicht beim Schreiben machen ! ! ! ;)
Lasciate ogni speranza, voi ch' entrate ! ! !

Dante Alighieri (1265-1321)

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Beitragvon Torsten2 » Mittwoch 7. März 2007, 07:31

Ich weiß, dass mit der "Ver...e"... :glowface:
Aber das "ihn" bezieht sich auf den Hund, wobei ich mich wohl anders ausdrücken hätte müssen :ohhh:
Danke fürs lesen und kritisieren
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Beitragvon Torsten2 » Montag 12. März 2007, 21:42

So, die ersten 4 Kapitel + Prolog meines neuen Romans Träume des Wahnsinns sind online, wobei ich zwischen diesem und "Dämonendämmerung" viel dazu gelernt habe (hoffe ich :ohhh: )
MFg
Torsten
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Beitragvon Torsten2 » Mittwoch 28. März 2007, 07:51

Kapitel 5 habe ich gerade an den Webmaster geschickt
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Beitragvon Torsten2 » Mittwoch 11. April 2007, 11:59

Ich hab mal noch ein paar Geschichten verbrochen, guckt einfach mal, sind schon ein paar. :megacool: :neu:
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