Geschichten von Luke Collacio

Hier könnt ihr konstruktive Kritik und Lob loswerden

Moderator: Ginny-Rose_Carter

Geschichten von Luke Collacio

Beitragvon Luke Collacio » Dienstag 23. Oktober 2007, 22:44

Ich, 26j, freue mich meine Kurzgeschichte, die ich gestern geschrieben und heute überarbeitet habe, hier als meinen Einstieg, mein Debüt bei bookola zu präsentieren. Da die Geschichte "etwas länger" ist, empfehle ich einen Ausdruck. Vielen Dank fürs Lesen und für die hoffentlich zahlreichen
Feedbacks.

Bitte um Kritik zu meiner Horror-Kurzgeschcichte "Die Felder":
http://www.bookola.de/content/view/894/78/

Vielen Dank !
Zuletzt geändert von Luke Collacio am Mittwoch 24. Oktober 2007, 01:43, insgesamt 1-mal geändert.
Luke Collacio
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Beitragvon stephy » Mittwoch 24. Oktober 2007, 00:46

KG.de oder BookOla?
... die gleich tot in Ohnmacht fällt
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stephy
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Re: Geschichten von Luke Collacio

Beitragvon Nimrod » Mittwoch 24. Oktober 2007, 01:07

So laß mich dich dann erstmals herzlichst bei uns auf bookola begrüßen. In diesem Sinne, Hallo, hallo und hallo.

Luke Collacio hat geschrieben:Bitte um Kritik zu meiner Horror-Kurzgeschichte "Die Felder"


Will ich gerne tun, aber bitte bedenke: Eine Hand wäscht die andere ;)
Darüber hinaus bitte ich um Verständniss, wenn meine Kritik aufgrund der recht vorangeschrittenen Stunde nicht ganz so ausführlich ausfallen sollte oder den einen oder anderen orthographischen Fehler enthällt, bei Bedarf gehe ich aber zu einem etwas humanerem Zeitpunkt gerne nochmal genauer auf meine Ausführungen ein.

Am besten gefallen hat mir an deiner Geschichte noch der erste Absatz, die sehr eindringliche Beschreibung des Wetters, der Hitze und der auf Besserung wartenden Bauern. Leider verpufft diese Intensität im Laufe der Geschichte total.

Richtige Spannung kommt zu keinem Zeitpunkt auf, vielzu verwirrend sind die motivationslosen Zeit- und Perspektivensprünge, die Du immer wieder einbaust.
Die Kinder, spielten zu Sommerbeginn in den Feldern, das Getreide war noch gut bei Wuchs und niemand konnte absehen, welch zerstörerischer Hitze bald schon wüten sollte. So jagten sich die Kinder in kurzen Hosen über die Felder und die Kleinsten versteckten sich vor den etwas älteren Kindern. Dann aber, als das Getreide von der Sonne langsam schwarz und leblos wurde, und sich die Schatten der Pflanzen veränderten trauten sich die Kinder nicht mehr auf die Felder und in der Nacht träumten sie unruhig.

In der nächsten Woche regnete es wieder, Tag und Nacht und der Regen fiel auf die rot-weißen Bänder der Polizeiabsperrung, die inmitten eines Weizenfeldes im Wind flatterten. Hier in den Feldern hatte man den Jungen gefunden.


Hier zum Beispiel. Eine kurze Bodenwelle im Lesefluß,in der man (ich zumindest) kurz nachdenken muß, wo jetztder Ansatz ist. In den nächsten Wochen, nachdem sie anfingen schlecht zu träumen oder in den nächsten Wochen nach der Dürre? Nach kurzem Nachdenken kommt man schon freilich drauf, aber es stockt halt. Ähnliches, wenn auch nicht ganz so gravierend zieht sich durch die ganze Geschichte.

Auch den Teil mit der Perspektive des ermordeten Jungen an Richards Bett fand ich irgendwie verwirrend. Mal ganz davon abgesehen, dass sich Richard in therapeutische Behandlung hätte begeben müssen, wenn er sich wegen den Worten seiner offensichtlich verrückten Mutter schlaflose Nächte bereitet. Er hätte sich lieber wegen seiner offensichtlich verrückten Mutter Sorgen machen sollen, die er, für mich unverständlicher Weise, nach ihrem Geständniss kommentarlos hat davon gehen lassen. Aber wer in einem Dorf lebt, desen Erwachsene ihren Kindern erzählen, sie sollen nicht im Feld spielen, weil die Pflanzen sie sonst fressen könnten, und das dann sehr detailliert umschreiben, der ist so ein bisschen Schrecken wohl gewohnt...

Letzten Endes muß ich dir leider sagen, dass mich deine Geschichte etwas ratlos zurückläßt, irgendwie mit einem "Und was solte das jetzt?"-Gefühl.

Alles wirkt irgendwie unfertig, das Feld kommt nicht richtig zur Geltung, die Hitze nicht und man erfährt nichts Näheres über den Tod von Richards Vater, alles Sachen, die Du eingeführt aber dann nicht weiter verfolgt hast.

Auch die Charaktere, Richard, Ben, Richards Mutter, alles erscheinen mir in deiner Geschichte ungefähr so wichtig wie der Bestattungsunternehmer. Sie sind halt da. Ihnen fehlt eindeutig etwas an Tiefe. Die Mutter hatte wenigstens noch ein einleuchtendes Motiv fürihr Handeln, aber bei den anderen Protagonisten konnte ich eine solche nicht so richtig ausmachen.

Wie gesagt, der erste Absatz war spitze, und
Jetzt kam Ben in der Nacht an sein Bett, ganz dicht und sein Atem roch nach diesem heißen Sommer von damals, nach dem Sommer, indem es die »Große Trockenheit« gab,
ist ein großer Satz, der mich wirklich berührt hat. Den Rest hab ich ja erzählt.
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