Chicago

Da kommt Spannung auf

Moderator: Esprit

Chicago

Beitragvon Martin65 » Donnerstag 30. März 2006, 19:32

eine neue wöchentliche Krimiserie aus dem Hause Bastei im Stile von Hammett, Chandler usw.

Chicago

CHICAGO lässt eine legendäre Zeit wieder lebendig werden. Prohibition, Gangster, Mafia, Korruption sorgten in den zwanziger Jahren noch einmal für Verhältnisse, die denen im Wilden Westen nicht unähnlich waren. Doch es gibt einige Aufrechte, die versuchen, der Gerechtigkeit Geltung zu verschaffen. Zu ihnen gehört der Privatdetektiv Pat Connor, der Held dieser neuen Krimiserie.


Auszug aus: CHICAGO Band 1

Das Vermächtnis des Toten

Am nächsten Morgen rasierte ich mich besonders sorgfältig, zog von meinen drei Anzügen den besten an, gab mir Mühe die Krawatte ordentlich zu binden und machte mich nach einem kurzen Besuch in meinem Büro, von wo aus ich beim Zollinspektor anrief, um sicher zu sein, dass Jack Wallmer auch dort war, auf dem Weg zum Wallmer Anwesen.
Das Tor stand offen. Über die Zufahrt steuerte ich meinen Plymouth vor die Haustür. Nach meinem Klingeln erschien ein Kerl mit der Figur eines Catchers in der Tür, den man in die Livree eines Butlers gesteckt hatte.
"Sie wünschen?"
"Ich möchte Miss Murdock sprechen."
"In welcher Angelegenheit?"
"Eine Vertrauliche", erklärte ich, um seinen Fragen ein Ende zu bereiten.
"Ich glaube nicht, dass das möglich ist", gab er zurück und die Tür war schon fast ins Schloss gefallen.
"Ich glaube schon. Sagen Sie der Dame einfach, es ginge um Piet de Holden."
Ein Moment des Zögerns, oder hatte ich mich getäuscht, dann war vor mir nur noch die massive Holztür mit den Messingbeschlägen. Ich stand unschlüssig herum und steckte mir erst einmal eine Zigarette an. Der Vorgarten war so groß wie ein halbes Footballfeld und zeigte dass wohl eine halbe Footballmannschaft von Gärtner damit beschäftigt war, ihn in Schuss zu halten. Doch jetzt war niemand zu sehen. Was gar nicht in das Bild passte, war mein betagter Plymouth.
"Miss Murdock lässt bitten."
Der Sesam hatte sich weit geöffnet und der Butler gab mit steinerner Miene den Weg nach innen frei. In dem Vorraum war nichts billig. Ich nahm meinen Hut ab und folgte dem Butler nach links in einen Raum, der förmlich nach Geld roch, eher schon danach stank. Holz getäfelte Wände, eine Couch, auf der man problemlos die Abschlussklasse eines Mädchencolleges hätte vernaschen können, ein niedriger Tisch mit Marmorplatte und fünf Ledersessel, von denen jeder einzelne noch für eine bequeme Nummer gut gewesen wäre.
"Bitte warten Sie. Miss Murdock wird gleich bei Ihnen sein", erklärte der Butler und war auch schon verschwunden. Anscheinend hatte er keine Angst, ich könnte silberne Löffel klauen.
Unschlüssig ging ich einmal um die Sitzgruppe herum und ließ mich dann in einem der Sessel nieder. Mehr und mehr beschlich mich das Gefühl, einen Fehler gemacht zu haben. Das hier war ohne Zweifel einer der Mühlsteine, zwischen die zu geraten ich in Gefahr war. Der andere war der Cardinal und sein Iceman. Welcher von beiden schlimmer war, wagte ich nicht zu beurteilen.
"Was kann ich für Sie tun, Mister…?"

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