Onkel Tom´s Hütte, Berlin – Pierre Frei

Da kommt Spannung auf

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Onkel Tom´s Hütte, Berlin – Pierre Frei

Beitragvon SissyS » Sonntag 2. August 2009, 10:03

Onkel Tom´s Hütte, Berlin – Pierre Frei

1945- die Alliierten teilen Berlin unter sich auf, die Stadt in der der 15-jährige Ben aufwächst, näher der U-Bahn Station „Onkel Toms Hütte“ in einem von den Amerikanern besetzten Viertel. Ben ist über das Ende des Krieges nicht begeistert, denn jetzt kehren wieder Ordnung und Disziplin ein. Und er muss wieder zur Schule. Doch die lenkt ihn doch nur von seinem großen Vorhaben ab: Er möchte sich mit allen Mitteln, die einem Jungen in den chaotischen Tagen zwischen und Befreiung und Besatzung, Bomahdiehrung und Wiederaufbau, zur Verfügung stehen, seinen ersten Anzug verdienen, um das Mädchen seiner Träume zu beeindrucken. Als er gerade im Bahnhof „Onkel Toms Hütte“ zwischen den Gleisen Zigarettenkippen sammelt, stolpert er über eine Leiche- eine junge Frau, die brutal misshandelt und erwürgt wurde. Inspektor Dietrich, der mit dem Fall betraut wird, stellt bald fest, dass er nach einem Serientäter suchen muss, denn in kurzer Folge werden drei weitere Opfer gefunden, alle weiblich, blond und blauäugig. Es zeigt sich, dass diese Frauen – eine Ufa-Schauspielerin, eine Psychiatriekrankenschwester, eine Prostituierte und eine junge Adelige im Auswärtigen Amt – die Kriegsjahre mit viel Mut, Leidensfähigkeit und Willenskraft überstanden hatten und dennoch kurz nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs elend zu Tode kamen.

Soviel frei nach dem Klappentext.

Es ist ein wirklich guter Roman, eigentlich ein Krimi, der weiter geht. Sobald eine Frau tot gefunden wird, bekommt der Leser die Lebensgeschichte dieser Frau erzählt. Was sie z.T. vor dem Krieg gemacht haben und wie sie den überlebt haben, was sie verloren haben. Und einige der Frauen haben sich gekannt, sind sich mal begegnet. Was nichts mit den Morden zu tun hat. Aber Pierre Freitag erzählt diese Geschichte so leicht, so elegant das man von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt wird. Laut Klappentext soll es ein authentischer Roman sein.

Sollte ich jemals eine Liste erstellen mit (meiner Meinung nach) Bücher die man gelesen haben muss, so steht dieser Roman ganz sicher drauf!!!!

Den Roman „Onkel Toms Hütte“ kenne ich (noch) nicht. Hat jemand von euch den gelesen?
Die Zeit ist zu kostbar, um sie mit falschen Dingen zu verschwenden.

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Beitragvon Schnie » Sonntag 2. August 2009, 16:59

Ich hab das Buch (Berlin) schon ein paar mal in diversen Buchläden in den Händen gehalten. Lese ja ab und an recht gerne Berlin-Krimis bzw. authentische Fälle aus der Stadt. Muss ich wohl doch mal kaufen und nicht immer wieder auf den "Berlin-Tisch" zurück legen.

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Beitragvon SissyS » Sonntag 9. August 2009, 21:47

Ich hatte das Buch auch schon oft in der Hand und doch wieder zurück geleget...
Jetzt hatte ich es mir in der Bücherei ausgeliehen, da kann man ja nichts falsch machen!!! Aber das wäre auch ein Buch das man sicher irgendwann noch mal lesen kann...
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