Jane Austen

Goethe, Mann, Tolstoi und Co aber auch neueres

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Beitragvon Gwenhwyfar » Dienstag 17. Juni 2003, 16:11

Meinst Du das?
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Ich hab am liebsten die Insel-Ausgaben, fast alle meine Austen-Bücher sind in diesem Design. :sweet Bild
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Beitragvon Esprit » Dienstag 17. Juni 2003, 18:14

Ja,genau das ist es, ist das nicht süß? :love: hab ich mir auch zu 80 Prozent nur wegen des Covers gekauft,in der Bücherei hätt ichs mir nämlich auch ausleihen können,aber das gefiel mir so und vom inhalt her solls ja auch ganz gut sein...Nach "Azrael" werd ich endlich mal reinschnuppern....
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(aus"Die grauen Seelen" von Philippe Claudel)
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Beitragvon Gwenhwyfar » Mittwoch 25. Juni 2003, 19:03

Mir ist heiß, mir ist langweilig, ich geh weiter "Emma" lesen...

PS: Esprit, es lohnt sich. :sweet
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Beitragvon Gwenhwyfar » Sonntag 6. Juli 2003, 02:57

Hab "Emma" durch. :bounce: Und würde es zu ihren besten Büchern zählen, "Mansfield Park" fand ich z.B. nur mittelmäßig in Austens Werk. Und weil's so schön war, ist nun ein Buch mit ihren Jugendwerken dran. :mrgreen:
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Beitragvon Gwenhwyfar » Dienstag 8. Juli 2003, 00:08

Fand was Süßes für alle, die die "Sinn und Sinnlichkeit"-Verfilmung mit Thompson und Winslet kennen! :bounce:
Im Internet befindet sich eine der Szenen, welche leider rausgeschnitten wurden: Die Kußszene zwischen Elenor (Emma Thompson) und Edward Farris (Hugh Grant :casanova:).
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Beitragvon Gwenhwyfar » Mittwoch 2. Juni 2004, 21:23

Uff, las eben einen Roman von Joan Aiken zu ende. Sie nahm sich - mit Verlaub - die Frechheit heraus, von Jane Austen erfundene Figuren in neue Geschichten einzuspannen und Randfiguren einiger Austen-Romane zu Hauptfiguren ihrer zu machen.
Emma Watson, das Buch, welches ich zur Hand hatte, ist der Versuch, den unvollendetet Roman Die Watsons angemessen fertigzuschreiben. Leider kenn ich das Romanfragment nicht, kann also nicht sagen, wie Austen die Rahmenhandlung anlegte. Jedoch hat das, was ich eben las, nichts mit Austen zu tun. :angry:
Stilistisch eher Barbara-Cartland-mäßig; eine abstruse Handlung, welche meiner Meinung nach auch Anachronismen aufwies. Kein Hauch von der berühmten Austen-Ironie, nur derbe Sätze in den Mündern der Hauptpersonen, für die sich meine Jane im Grabe übergeben würde. Desweiteren klaute Ms Aiken ganz frech aus Austens Biographie ein paar Details, welche diese aber nie schriftstellerisch verwertet hat (und ich behaupte mal noch dazu verwertet hätte).
Keine Figur erschien mir sympathisch, die Charaktere eher oberflächlich und klischeehaft gezeichnet.

Ich kenne keine weiteren Austen-"Fortsetzungen" von Joan Aiken, um mehr über ihr "Können" zu wissen, rate aber unbedingt von Emma Watson ab!
Dieses Buch hat mit Jane Austen soviel zutun, wie Benjamin von Stuckrad-Barre mit Thomas Mann. *grummel* Wer behauptet, Aikens Anspruch an kongenialer Fortsetzung sei gelungen, hat keine Ahnung von Austen.
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Beitragvon Gwenhwyfar » Sonntag 1. Mai 2005, 13:28

Was las ich da grad beim Stöbern im Internet? 2004 wurde ein Bollywood-Film gedreht mit dem Titel Bride & Prejudice. :mrgreen:
Ja, er beruht auf Austens Pride and Prejudice/Stolz und Vorurteil und ist angesiedelt in Indien sowie Hollywood. Der Film müßte im Februar 2005 in Deutschland gelaufen sein, leider bekam ich davon nichts mit. :frown:
Regie führte Gurinder Chadha, von der auch Kick it like Beckham stammt!
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Beitragvon Elena » Mittwoch 18. Mai 2005, 18:04

Ich habe letztens doch zu "Stolz und Vorurteil" gegriffen - "doch", weil ich mir nichts von dem Buch erwartet hatte und es eher als Pflichtlektüre begriff.
Wie hatte ich mich doch geirrt! Leider wird es doch oft als "Niederländisches Landschaftsgemälde" gehandelt, umso mehr überraschte mich der sarkastische Humor. Zwar ist die Sache mit Darcy und Elisabeth am Anfang ein bissschen abzusehen aber der Rest ist wirklich überraschend und kurzweilig. Ich habe richtig mitgefiebert!

Die Töne sind zwar eher sanft, aber die Untertöne einfach großartig bissig.

Sollte es in der Bibliothek vorhanden sein, werde ich mir auch mal bald Emma holen - leider ist mein Buchbudget so furchtbar begrenzt!

Liebe Grüße,

Elena
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Beitragvon Gwenhwyfar » Mittwoch 18. Mai 2005, 18:12

Juhu, endlich mal eine Leidensgenossin. :mrgreen:

Leider wird es doch oft als "Niederländisches Landschaftsgemälde" gehandelt, umso mehr überraschte mich der sarkastische Humor.

Der gute alter Walter; er traute wohl Frauen keine Ironie zu. :P
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Beitragvon Elena » Mittwoch 18. Mai 2005, 18:24

Der gute alter Walter; er traute wohl Frauen keine Ironie zu


Vielleicht aber nur ganz vielleicht und eventuell hat er's einfach nicht verstanden...

Aber wie gesagt, es wird auch heute noch so gehandelt. Als ich dann irgendwo las "Ein ironisches Zeitportrait" habe ich das auch nicht geglaubt. Schließlich liest man so etwas in der Schule, dann macht es garantiert keinen Spaß! :wink: ("Werther"-geschädigt und bekennder "Faust"-Fan -was von beidem haben wir wohl in der Schule gelesen, hm?).

Vielleicht traut man heute auch der Zeit einfach so etwas nicht zu?

Aber wenn ich so darüber nachdenke, steckt wohl eine Menge von Jane Austen in Elisabeth. Eine ganze Menge. (Vermutlich ist das allgemein bekannt und ich erfinde das Rad wieder, aber wenn ich so überlege...)

Liebe Grüße,

Elena
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Beitragvon Gwenhwyfar » Mittwoch 18. Mai 2005, 18:54

Man hält sich beim Sujet auf, und da dieses stets gleich bleibt, wird die gute Jane in Richtung "romantische Teestunde" gestellt. :aehm
Der eigentliche Wert ihrer Bücher - bestehend aus einer Mischung von kristallklaren Charakterstudien, einer umwerfenden Ironie, ausgefeilten Sätzen, versteckter Kritik, ihrem Humor - wird überlesen bzw. unterschätzt.
Emma Thompson sagte mal "Jane Austen ist sexuell" (:P), die Kunst, derartiges in ihren Büchern zu entdecken, scheint jedoch leider fast ausgestorben.

Übrigens, willkommen auf der Seite, Elena. :sweet
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Beitragvon Elena » Donnerstag 19. Mai 2005, 11:44

Danke für die Willkommensgrüße! :D

Aber naja, solange Austen noch gelesen wird, werden die Leute merken, was sie drauf hat. Und vielleicht ändert sich der Ruf durch Mundpropaganda auch... :D

Liebe Grüße,

Elena
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Sonntag 22. Mai 2005, 08:36

Ich hab mir "Verstand und Gefühl" aus der Bibliothek geholt. Ich wollte schon lange was von Jane Austen lesen, aber zugegeben, mir war nicht danach, weil mein, hm, Gefühlsleben nicht zu dieser Literatur passte. Jetzt fühl ich mich aber gewappnet. <g>
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Beitragvon susa » Montag 7. November 2005, 20:26

So, nachdem meine 50- Bücher-Lieferung angekommen und im Regal verstaut ist (wo sie übrigens wunderschön aussehen, die ganzen Bücher :P), hab ich mir gleich als erstes Austen mit "Stolz und Vorurteil" vorgenommen. Und ich glaube mich zu erinnern das es gwen war, die so von Mr. Darcy geschwärmt hat, kann das sein? :wink:
Bin allerdings noch nicht sehr weit, doch bisher ließt es sich viel besser- und weniger kitschig- als ich es mir eigentlich erwartet hatte.
Gerade der Umstand, das einige der Figuren, die ja eigentlich in ein der damaligen Zeit entsprechendes Korsett aus Verhaltensregeln und Konventionen gesperrt sind, so unterschwellig ausbrechen macht die Geschichte auch moderener als ich es mir vorgestellt hätte.
Mr. Bennet ist von Anfang an ziemlich amüsant, sein Verhalten sein so typischen Frau gegenüber ist köstlich, genauso wie Mary mit ihrer Tiefgründigkeit oder Darcy, ders ja in kürzester Zeit schafft zur Antiperson zu werden, dabei aber herrlich eloquent ist. :P Lizzy find ich noch nicht so toll, ich mag den "unkonventionellen Wildfang" ja nicht besonders..mal schaun wie sie sich entwickelt.

Aber ja, ich bin positiv überrascht. :sweet

EDIT: Und erst dieser ständige Drang alle möglichen Leute zu verheiraten ist einfach eine wunderbare Parodie auf die damaligen tatsächlichen Umstände! Ich muss jedesmal aufs neue grinsen wenn eine neue Verbindung angedacht wird..oder die arme Jane nicht nach Hause darf um ein wenig länger bei Mr. Bingley zu sein. :mrgreen:
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Beitragvon Gwenhwyfar » Dienstag 8. November 2005, 09:07

Ich bekomme langsam Lust, auch mal wieder Darcy und Lizzy zu treffen nachdem ich sie auf DVD und im Kino bewundern durfte. :mrgreen:

Susa, falls das Buch Dir wirklich gefällt, hätte ich noch einen Austen-Tipp, und nein, ich meine weder Emma noch Mansfield Park. :P
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