Günter Grass

Goethe, Mann, Tolstoi und Co aber auch neueres

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Die Blechtrommel (Günter Grass)

Beitragvon stephy » Mittwoch 11. Juni 2003, 21:19

Für Poe könnte ich sterben! :)

Ich lese jetzt "Die Blechtrommel", von wem brauch ich ja wohl nicht extra erwähnen... ;)
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Beitragvon stephy » Montag 23. Juni 2003, 07:54

Ich bin noch immer mit der "Blechtrommel" beschäftigt... Gerade ist es ziemlich langweilig... :(
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Beitragvon aubrey » Montag 23. Juni 2003, 08:32

ich hab gehört, blecktrommel soll von vorne bis hinten langweilig sein :roll:
aber tröste dich, stephy..ich stecke auch auf seite 350 von anna karenina fest..und es will nicht so recht voran gehen...es liest sich zwar gut, aber es werden sooooo oft nebensächliche dinge beschrieben, z.b. wie ein feld abgemäht wird :roll: naja ich les schon jeden tag n paar seiten, also muss ich ja irgendwann mal fertig werden :mrgreen:
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Beitragvon stephy » Montag 23. Juni 2003, 21:07

@ aubrey

Der Anfang von der "Blechtrommel" ist gar nicht übel. Auch der Mittelteil hat seinen Charme... Aber ich bin so ungefähr auf Seite 600 und jetzt läßt das Buch doch ziemlich nach... :(
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Beitragvon Louis » Dienstag 24. Juni 2003, 14:48

Ich kenne das Buch zwar nicht, aber: 600 Seiten??? Wieviele hat das Buch denn gesamt? und: Wer hats geschrieben und worum gehts?
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Beitragvon stephy » Dienstag 24. Juni 2003, 16:37

Günter Grass hat's geschrieben, den kennst Du bestimmt... ;) Es geht um einen Jungen oder einen Mann oder wie auch immer, der an seinem dritten Lebensjahr beschließt, daß er nicht mehr wachsen will. Außerdem läuft der Kerl immer mit ner Blechtrommel rum und klopft sich so in seine Erinnerungen... Spielt in Polen. Und zur Nazizeit, ist also eher nichts fü Dich, Louis... ;)
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Beitragvon susa » Dienstag 24. Juni 2003, 16:52

Ich hab mich beim Lesen (und noch mehr beim Film) so vorm Oskarcheng gegraußt! :schuettel:

Hat Grass eigentlich für "Die Blechtrommel" den Nobelpreis gekriegt oder war das ein anderes Buch? *überleg*
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Beitragvon Louis » Dienstag 24. Juni 2003, 17:03

@ Stephy
Puuuuhhh, danke dass du gesacht hast das es um 1940 + - dreht, aba irgentwie auch schade, denn die Geschichte hört sich nicht schlecht an... Was meinst du mit 'er will nicht mehr wachsen'? Körperlich oda Geistlich?
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Beitragvon susa » Dienstag 24. Juni 2003, 17:05

Naja, Oskarchen will ein Kind bleiben. Also wohl beides. Aber eigentlich wächst er nur körperlich nicht mehr.
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Beitragvon Louis » Dienstag 24. Juni 2003, 17:06

Bekommt man in dem Buch denn viel üba Juden, Hitler und CO mit?
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Beitragvon susa » Dienstag 24. Juni 2003, 17:12

Hmmm..*überleg*. Ich glaube schon das man davon was mitkriegt, aber im Mittelpunkt steht eindeutig das Oskarchen was ich mich erinnern kann. Und meine einzige wirklich klare Erinnerung ist an die Szene mit dem Brausepulver.. :casanova:
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Beitragvon Louis » Dienstag 24. Juni 2003, 18:01

Sag schon, was passiert da?
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Beitragvon susa » Dienstag 24. Juni 2003, 18:13

Das kleine, ekelige Oskarchen verführt das Kindermädchen(?) mit Brausepulver.
Aber das kann man nicht nacherzählen, Louis, die Szene mußt echt selber lesen. Oder du schaust dir einfach den Film an wenn du das Buch nicht lesen magst(hab mitgekriegt das du Nazizeit-Bücher öd findest). Der Film ist echt gut-auch wenn das Oskarchen einfach nur wäh ist. :sweet
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Beitragvon Fänger » Dienstag 24. Juni 2003, 18:24

Susa hat geschrieben:Hat Grass eigentlich für "Die Blechtrommel" den Nobelpreis gekriegt oder war das ein anderes Buch? *überleg*


War für die Blechtrommel.
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Beitragvon Gwenhwyfar » Dienstag 24. Juni 2003, 20:52

Ähm, sicher? Er bekam den Nobelpreis 1999, "Die Blechtrommel" erschien aber schon 1959 erstmals. Grass erhielt den Nobelpreis für Literatur, für sein Gesamtwerk, und nicht für ein bestimmtes Buch.

Inhaltlich schreibt Grass aus der Sicht von Oskar, der in Danzig der 30er (?) zur Welt kam, gleichzeitig ist das Werk Zeitgeschichte, besonders das dritte Reich spielt eine große Rolle. Aber nicht in Form von Judenverfolgung etc, sondern Grass zeigt anhand von Leuten der Mittelschicht in den östlichsten Teilen des damaligen Deutschlands, welche Mentalität herrschte, als gleichzeitig auch Hitler und das Naziregime herrschten...und zeigt dadurch seine Interpretation dafür, warum ein ganzes Volk dem Führerwahn verfiel. So verstand ich es. Auf jeden Fall gehört das Buch zur Liste von Reich-Ranicki über die deutschen Bücher, welche man unbedingt lesen sollte. :mrgreen:
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