Französische Klassiker

Goethe, Mann, Tolstoi und Co aber auch neueres

Moderator: Gwenhwyfar

Französische Klassiker

Beitragvon Gwenhwyfar » Dienstag 26. August 2003, 20:04

Der Klassiker-Thread wird schon seit geraumer Zeit unübersichtlich, deshalb mein Vorschlag, die Klassiker nach der Herkunft bzw. der benutzen Sprache des Autors zu unterscheiden.

Um einen Anfang zu haben, zitiere ich alte Beiträge. :P

Gwenhwyfar - 15. 12. 2001 hat geschrieben:Die alten Franzosen sind auch nicht schlecht: Zola und Guy de Maupassant.
Victor Hugo ist ein bißchen trocken, aber auch ganz nett.


Gwenhwyfar - 11. 7. 2002 hat geschrieben:Nun, ein Klassiker, der durch seinen Ruf nicht zu wenig verspricht, ist "Les Misérables" von Victor Hugo. Sehr vielschichtig und ein feines Puzzel aus den unterschiedlichsten Handlungsträgen, die dennoch alle verbunden sind durch kleine Ereignisse.


Ginny-Rose_Carter - 2. 8. 2002 hat geschrieben:So, es ist spät, aber ich muss noch ein bisschen rumschwärmen. Hab soeben nach vier intensiven Lesetagen "20.000 Meilen unter den Meeren" beendet und mein Fazit: Wahrlich, ich sage Euch - ein grandioses Buch.

Ich hab zahllose Bücher gelesen, aber dieses gehört zu den etwa zwanzig besten die ich verschlungen hab. Ein Meisterwerk.

Ich bin kein Ass was die Naturwissenschaften angeht, aber dieses Buch beschreibt so anschaulich die Wunder der Meereswelt, dass ich glatt darüber nachdenke mich in der Zukunft ein bisschen näher mit der Matierie zu befassen.

All die Besonderheiten der Flora und Fauna dort unter Wasser, die abenteuerlichen Reisen durch die Weltmeere bis hin zur Erforschung des Südpols und des untergegangenen Atlantis, die Zwischenfälle, die die Nautilus mermals um ein Haar scheitern ließen ... Jules Verne beschreibt dramatisch, fesselnd und sogar humorvoll.

Mein persönliches Highlight war das Ende des Buches (Vorsicht, SPOILER!!!) :
Als Kind besaß ich eine Schallplatte von "20.000 Meilen unter den Meeren", aber mir ist kaum etwas von der Handlung im Gedächtnis geblieben. Nur ein einziger Satz am Ende, den der Erzähler sprach: "Kapitän Nemo war tot."

Das ganze Buch über habe ich diesem Ende entgegengetrauert weil mir Nemo sooo sympathisch war - aber im Buch stirbt er gar nicht, bzw es wird offengelassen. Das hat mich wirklich zusätzlich positiv überrascht.

Die Charaktere sind in ihrer Gegensäzlichkeit faszinierend; da ist der Erzähler der Geschichte, ein Professor der Meereskunde, Monsieur Aronnax, der zwischen Heimweh nach dem Festland und begieriger Faszination von den unterseeischen Abenteuern hin- und hergerissen ist; sein treuer Diener Conseil den nichts aus der Ruhe bringt und der jeden Vorfall standhaft mit einem "Wie es Monsieur beliebt" kommentiert, und schließlich Ned Land, der kanadische Walfänger mit dem ungezügelten Temperament und dem Drang nach der alten Heimat.

Die Figur des Kapitän Nemo ist eine der interessantesten der ich jemals in der Literatur begegenet bin.

Nebenbei - der Mann wäre was für mich: Hochintelligent, gebildet, kultiviert, charismatisch, überaus souverän und mit einem trockenen Humor ausgestattet - also, dem würd ich schon auf die Nautilus folgen ... :mrgreen:

P.S.: Die einzigen Haken waren, dass dem versunkenen Kontinent Atlantis viel zu wenig Aufmerksamkeit erteilt wurde, und dass das Ende zu schnell abgehandelt wird. Wer war Nemo, was war sein Schicksal?
Der Erzähler spricht davon, dass vielleicht eines Tages seine Autobiographie, die er vor seinem Tod dem Meer überlassen will, Aufschluss darüber geben wird ... das klingt fast, als habe Jules Verne eine Fortsetzung im Kopf gehabt. Gibt es sogar vielleicht eine?


Ginny-Rose_Carter - 4. 8. 2002 hat geschrieben:... hat sich geklärt, das mit der Fortsetzung. Für alle, die wissen wollen was mit der Nautilus passiert ist: "Die geheimnisvolle Insel"

Gruß, Ginny *die sich ein anderes Ende gewünscht hätte, aber naja*


Gwenhwyfar - 20. 11. 2002 hat geschrieben:Mhm, der "Graf" ist echt ein tolles Buch, leider kann ich nur in der Straßenbahn oder im Zug lesen, da komm ich nicht so schnell weiter. :frown:
Und dieser Abbé Faria scheint MacGyvers Urgroßvater zu sein. :mrgreen:
Meine Lieblingsstelle bis jetzt:
"Es tut mir leid, daß ich Sie in ihren Nachforschungen unterstützt und Ihnen gesagt habe, was ich sagte", sagte er.
"Warum dies?" fragte Dantes.
"Weil ich in Ihr Herz eine Leidenschaft brachte, die noch nicht darin war: die der Rache."

:blover:


Gwenhwyfar - 25. 11. 2002 hat geschrieben:Hab gestern ein seltsames Kapitel im "Grafen" gelesen. :P
"Simbad der Seefahrer" - der Graf hat sich in den Grotten von Monte Christo ein verstecktes Zuhause angelegt und läd einen jungen Adligen, der sich auf Reisen befindet, zu sich zum Essen ein. Als Dessert gibt es einen "grünlichen Teig".
"Nun, diese Sorte von Zuckerwerk ist nichts mehr und nichts weniger als Ambrosia, die Hebe an der Tafel von Jupiter reichte. Sind Sie ein materieller Mensch, ist das Gold Ihr Gott? Kosten Sie hiervon; und die Minen von Peru, Golconda und Guzerate sind Ihnen geöffnet. Sind Sie ein Mensch von Phantasie? Sind Sie eine Dichter? Kosten Sie abermals hiervon, und die Schranken des Möglichen werden verschwinden; die Gefilde des Unendlichen öffnen sich, und Sie wandeln, frei an Herz, frei an Geist, auf dem grenzenlosen Gebiet des Traumlebens umher. Sind Sie ehrgeizig, jagen Sie der irdischen Größe nach? In einer Stunde sind Sie König, nicht König eines kleinen Reiches, wie Spanien, Frankreich und England, sondern König der Welt, König des Weltalls."
(...)
"Also ist es Haschisch", rief Franz; "ich kenne dies wenigstens dem Namen nach."
"Sie haben das richtige Wort gesagt, Herr Aladin, es ist Haschisch aus Alexandrien."

Und dann wird über 4 Seiten der erotische Rausch von Franz/"Aladin" unter der Drogeneinwirkung beschrieben. :eek13:

Warum sagt mir denn keiner, was für "Abgründe" in dem Buch sind? :mrgreen:


Gwenhwyfar - 25. 11. 2002 hat geschrieben:Mein Graf-Buch wird immer seltsamer, erst ärgert sich Albert, der Sohn von Mercedes, darüber, daß er "Liebesdienste" bis jetzt nur von Prostituierten bekam und noch keine "echte" Geliebte hatte, und nun handelt es von allen möglichen Formen der Hinrichtung. :eek13:


Gwenhwyfar - 28. 12. 2002 hat geschrieben:So, hab den Grafen durch. :sweet Tolles Buch, aber Dumas läßt für mich zum Schluß zu viele Personen weg, von denen ich auch gerne gelesen hätte, was aus ihnen wird. Und bis auf Valentine und die fiesen Damen traut er sich nicht, ihnen mehr an Charakter zu zumuten.:P Diese ganzen engelsgleichen Züge sind ein wenig :aehm
Na ja, insgesamt ein sehr schönes Buch. :thumbs:


stephy - 29. 12. 2002 hat geschrieben:Ich hab's mir zu Weihnachten gewünscht und auch bekommen... :P Muß man auf irgendeine Übersetzung achten oder so? Ich hab die Ausgabe mit dem französischen Schauspieler drauf. Das paßt mir zwar selbst nicht, aber egal... ;) Ich hab zwei Bände...


Gwenhwyfar - 30. 12. 2002 hat geschrieben:Brrr, noch was zum "Grafen" - sah gestern den Schluß der TV-Verfilmung mit Gérard Depardieu... :kotz:
Soooo schlecht, alles verfälscht, und zwar richtig. :schuettel: Da hat der Graf eine Geliebte, die es gar nicht im Buch gibt und

Spoiler für alle, welche die Geschichte nicht kennen
am Ende kommen er und Mercedes wieder zusammen. :eek7: Das ist ja wie eine Disney-Version der Geschichte. Buh! :blbl:
__________________________________________________________

Und Herr Depardieu spielt nicht den Grafen; die Rolle wurde ihm angepaßt. D.h., von wegen dünner Graf, den alle mit Lord Byron vergleichen, von wegen Graf, der fast nie ißt - das ist ein Obelix-Graf, aber nicht Edmond. :bunnymoon:

Also, wer es gesehen hat und das Buch nicht kennt - LESEN! :sweet

Und am 1. 1. 2003 läuft auf RTL2 "Der Graf von Monte Christo" mit Richard Chamberlain - vielleicht ist diese Verfilmung ja besser. :rolleyes:


Gwenhwyfar - 11. 1. 2003 hat geschrieben:Hihi, "Die Elenden" ist auch ein Buch von "Schuld und Sühne". :P


stephy - 11. 1. 2003 hat geschrieben:hihi, Gwen... :D Ich glaub, das muß ich auch mal lesen... :P


Gwenhwyfar - 12. 1. 2003 hat geschrieben:Stephy, das Buch ist toll, es ist sehr dick und nie wirklich gut verfilmt worden. :mrgreen:
Nee, zu Recht ein Klassiker. :sweet :sweet


stephy - 19. 1. 2003 hat geschrieben:Jules Verne ist klasse! "2 Jahre Ferien" und "In 80 Tagen um die Welt" --- wow! :love: Ich hab letztens ein 2-Minuten-Referat über ihn auf Französisch gehalten... Das war vielleicht ein Chaos... :( Dabei wollte ich ein bißchen was über ihn erzählen! Hach, in fremden Sprachen wird man den Ansprüchen einfach noch schlechter gerecht als in der eigenen Landessprache... :(


Esprit - 16. 3. 2003 hat geschrieben:Welches Buch mich auch mal interessieren würde,ist "Die Pest" von Albert Camus...Kennt das jemand und ists lesenswert?


Susa - 17. 3. 2003 hat geschrieben:@ Esprit

"Die Pest" ist meiner Meinung nach ein ziemlich geniales Buch-zwar nicht immer ganz einfach, aber sehr, sehr lesenswert :daumenhoch:

Aber ich hab da ne sehr subjektive meinung-ich find Camus fast immer extremst gut :wink:

Was ich noch empfehlen ist von Sartre "Geschlossene Gesellschaft"..."Denn die Hölle sind die anderen" :mrgreen:


Gwenhwyfar - 8. 7. 2003 hat geschrieben:Ich mach weiter im Abarbeiten der französischen Klassiker. :mrgreen:
Zur Zeit Stendhals "Rot und Schwarz".


Esprit - 12. 7. 2003 hat geschrieben:"Madame Bovary" wird eins meiner Lieblingsbücher - bin grad so in der Mitte und muss sagen,ich kann die Emma total gut verstehn..... :?


Esprit - 12. 7. 2003 hat geschrieben:Bin fertig mit "Madame Bovary"*seufz* ein Klassiker,bei dem man wieder kaum glauben kann,dass er schon vor ca. 100 Jahren geschrieben wurde...


Friend567 - 12. 7. 2003 hat geschrieben:@Esprit: Wieviel Seiten hat denn das Buch? Ich frage mich wie man so schnell mit einem Buch fertig sein kann...?!


Esprit - 12. 7. 2003 hat geschrieben:so ca 400 Seiten,aber ist ein kleines inseltaschenbuch,nicht kleingedruckt und sehr flüssig zu lesen,was man ja von den wenigsten klassikern behaupten kann...
Und da ich mich vor allem in Emma Bovary gut hineinversetzen konnte
(bin ja auch schon an die 12 Jahre verheiratet :wink: ),hat mich deren geschichte sehr gefesselt,aber 2 tage (am Donnerstag fing ich an,vorhin war ich fertig) sind eigentlich lang für so ein "kurzes" buch,wenn ich mehr zeit gehabt hätte,hätt ichs auch schneller durchgehabt...
Habn immer gedacht,das ist mehr so ein altbackenes Buch,aber von wegen,da hab ich mich total getäuscht,ich fand es echt klasse...


stephy - 12. 7. 2003 hat geschrieben:Ich habs mal angefangen, bin aber nicht über Seite 100 hinaus gekommen. Lag aber nicht am Buch, sondern an meiner Zeit... Mußte dann viel für unser Fach Literatur lesen und habs erst mal auf Eis gelegt. Werd's mir aber nach Juli Zeh und "Don Quichote" auf jeden Fall nochmal zur Genüge führen - und diesmal ganz. Mir hat der Stil gefallen. :) Man merkt halt, daß der Autor ein Franzose war... ;)


Esprit - 13. 7. 2003 hat geschrieben:Ja,die Sprache gefiel mir auch sehr gut...
Mal schaun,ob ich mir noch "Effie Briest" von Fontane hole,das soll so ähnlich sein...aber da soll ja das Ende nicht so tragisch sein wie bei Madame Bovary :cry:


Esprit - 14. 7. 2003 hat geschrieben:
stephy hat geschrieben:Mein ehemaliger Literaturlehrer hat mal erzählt, daß er einer aus der 11. in Auftrag gegeben hat, "Effie Briest" mit "Madame Bovary" zu vergleichen und die jämmerlich dran gescheitert sei, weil es ihr sehr schwer gefallen ist, diese alten Bücher zu lesen und zu verstehen.


Hää? Madame Bovary ist doch sehr flüssig und leicht zu lesen,hat ne sehr schöne Sprache aber keinesfalls schwierig im Vergleich zu anderen "alten" Büchern...Mich hat der fast moderne Stil eher überrascht...

@Aubrey: In Madame Bovary gehts um Folgendes:(kurzgefasst)
SPOILER

Emma Bovary heiratet einen Landarzt,der sie abgöttisch liebt...
Sie jedoch verzweifelt langsam an der Eintönigkeit des Ehelebens (trotz Geburt einer Tochter) und sucht Ablenkung in leidenschaftlichen Liebesabenteuern,wo sie jedoch merkt,dass diese mit der zeit auch zur Gewohnheit werden ...Da sie die Realität nicht wahrhaben will,sucht sie auch Befriedigung in ihrer kaufsucht,bis sie bald vor der Pfändung stehn...

Das Ende verrat ich aber nicht... :wink:


Esprit - 14. 7. 2003 hat geschrieben:
stephy hat geschrieben:
Mein Lehrer meinte, daß den jungen Leuten von heute einfach der Bezug zur Literatur aus dem 19. Jahrhundert und früher fehlt. Vielleicht das Einfühlungsvermögen... Keine Ahnung.


Aber grad "Madame Bovary" behandelt doch ein Thema,das immer aktuell ist,ob das jetzt im 19.Jahrhundert geschrieben ist ,das merkt man nur an dem Drumherum,und Einfühlungsvermögen hat hier wohl fast jede verheiratete Frau ,die manchmal aus nem langweiligen ehealltag ausbrechen will....Vielleicht ist das für euch 20jährige nicht so nachvollziehbar,aber ich z.B. konnte mich sehr gut in Emmas Lage versetzen,obwohl sie natürlich sehr extrem war,sie konnte die realität ja gar nicht ertragen...Aber ich bin ja auch in dem glauben an das werk rangegangen,es sei ein alter Schinken,jetzt aber zählts zu meinen Lieblingsbüchern...


Gwenhwyfar - 16. 7. 2003 hat geschrieben:...bekannt ist auch, daß der vielgelesene Schriftsteller Alexandre Dumas d.Ä. (1802 - 1870) zeitweise bis zu 73 Lohnschreiber beschäftigte. "Sein" berühmter Roman "Die drei Musketiere" stammt vermutlich ganz aus der Feder von Auguste Maquet, der auch die zweite Hälfte des "Grafen von Monte Christo" schrieb - die erste verfaßte ein gewisser Fiorentino.
:eek7: :bunnymoon:


stephy - 16. 7. 2003 hat geschrieben:Aaaaaaaaaahhhhhhh, so ne Drecksau! :roll: :cry:


Gwenhwyfar - 16. 7. 2003 hat geschrieben:Bin auch schockiert, und die Quelle* scheint nicht unseriös zu sein. :schuettel:

* Das Lexikon der Fälschungen; Werner Fuld


Veit - 30. 7. 2003 hat geschrieben:Hier finden seine Ghostwriter auch Erwähnung.
Finde es auch besonders schade, da ich das Buch sehr mag, aber an der tollen Geschichte ändert es ja nichts. Bloß hätten die Ghostwriter (wieviele es auch immer waren) ebenso Respekt und Anerkennung verdient wie der Herr Dumas.
Und als "schmissige Abenteuer", wie der Artikel seine Werke nennt, kann ich den "Grafen" nun wirklich nicht bezeichnen. Hab noch nie so einen ausgeklügelten Roman gelesen. Hingegen kenne ich auch nicht mehr von dem Autor.
Naja, auf jeden Fall ein klasse Buch, und ich für meinen Teil konnte nicht erkennen, daß dort mehrere Hände am Werke waren.

Piep


____________________

Es gibt noch mehr Themen (z.B. "Meine Lieblingsbücher" etc.), wo klassische Werke der französischen Literatur erwähnt und beurteilt werden, aber mir vergeht langsam der "Spaß" am Sammeln. Und so ist der erste Beitrag schon etwas aus dem Rahmen fallend.*hüstel*

Mhm, meine großen Favoriten sind Maupassant (:love:), Zola, Dumas d. Ä., Baudelaire (:sweet), Hugo und andere. Und zur Zeit liegt immernoch "Rot und Schwarz" halb gelesen bei mir...:mrgreen:
Kennt jemand "Der Horla"? Eine Novelle von Maupassant, las ich heute zu ende, erinnerte mich stark an eine dunkle Geschichte von einem Russen, muß ich nachsehen. Übrigens sind Maupassants Novellen immer ein Genuß. *schwärm* "Bel Ami" gefiel mir zwar ganz gut, dennoch finde ich, ist er gerade in der Kurzgeschichte/Novelle am stärksten, ausdruckskräftigsten, besten. :sweet
Zuletzt geändert von Gwenhwyfar am Donnerstag 10. Februar 2005, 21:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon stephy » Dienstag 26. August 2003, 22:55

Schön, daß Gwen ein alte Thema neu aufrüttelt! *freu*!!! Passenderweise lese ich mal wieder Jules Verne. Diesmal: "Reise zum Mittelpunkt der Erde" und es ist einfach unglaublich, wie detailiert Verne die Wissenschaft mit seiner Phantasie koppelt. Absolut genial!!!!!!!!! :)
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Beitragvon Gwenhwyfar » Donnerstag 28. August 2003, 15:12

Ich habe zuhause noch "Zwei Frauen" von Balzac zu liegen, welches die Freundschaft zweier unterschiedlicher Frauen behandelt. Die eine möchte der traditionellen Rolle als Ehefrau und Mutter entsprechen, die andere lieber frei und unabhängig leben. Übrigens stellt George Sand das Vorbild für zweitere dar. Muß ich aber noch lesen. Amüsiere mich zur Zeit durch Juvenilia-Stücke der Austen. :P
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Beitragvon tiff´any » Samstag 30. August 2003, 14:38

hi gwen,
na das nenne ich mal eine wirklich anspruchsvolle Lektürenauswahl, die du da betreibst.
ich selbst hatte im Abitur Französisch-Leistungskurs und bin daher auch in den französischen Ausgaben bewandert.
Ich habe auch Guy de Maupassant , Balzac, Sartre, Camus und einige Kurzgeschichten von diversen anderen Autoren gelesen.
Am besten hat mir aber "La peste", "le pe´re goriot", "madame beauvarie" und "Candide" gefallen, wobei ich sagen muss "le malentendu" und "der eingebildete kranke" haben mir auch gut gefallen.
aber den tieferen Sinn von Candide habe ich erst nach Verzehr der deutschen Interpretation richtig verstanden.
Ist aber sehr zu empfehlen.
sartre hat noch ein Buch geschrieben, dessen Name mir aus schulischen Verdrängungsgründen mir entfallen ist, geschrieben, in dem es um eine Dreiecksgeschichte in der Hölle (in einem Zimmer) geht. Mit zwei Frauen und einem Mann, die sich in alle Ewigkeit streiten und die eine ist lesbisch. aber keiner will wahrhaben, das er tot ist. und keiner will seine Fehler eingestehen (eine Frau hat ihr Kind getötet, die anderer ihren Mann umgebracht und der andere wurde erschossen-im Krieg, da er Kriegsreporter ist) Sehr tiefsinnig, Meister Sartre!
Auch La peste war gut! (DAs war mein Prüfungsthema im Abi und ich habe ((DDAAANNKKEE Lieber Gott :D ) die volle Punktzahl geholt. Sehr gut von Camus geschrieben und auch in französisch sehr einfach zu lesen, da wenige umgangssprachliche Vokabeln enthalten sind. Und es ist ein wenig aktuell.
So, genug geplaudert.
Aber vielleicht hat ja noch jemand die gleichen Bücher gelesen???

In diesem Sinne, ein schönes Wochenende@all
Tiffy
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Samstag 30. August 2003, 15:08

"Candide" habe ich vor ein paar Monaten für die Uni gelesen, als wir die antiken Abenteuer- und Liebesromane durchnahmen. War ganz schön.
Den "Fremde(n)" von Camus habe ich auf deutsch und französisch gelesen, aber gefallen hat es mir eher nicht.
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Beitragvon Gwenhwyfar » Samstag 30. August 2003, 19:44

Tiff, das von Dir erwähnte Sartre-Werk ist "Geschlossene Gesellschaft", las ich ebenfalls sowie "Bariona oder Der Sohn des Donners" und "Die Fliegen"(<- mein Favourit).
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Beitragvon tiff´any » Samstag 30. August 2003, 20:49

ach ja, jetzt weiß ichs wieder "Huis clos"
danke gwen :-P
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Beitragvon Gwenhwyfar » Samstag 30. August 2003, 21:17

Oh, ich bin voll neidisch, daß Du die Werke im Original lesen kannst. :frown: Ich muß mich mit Übersetzungen begnügen, dafür kann ich aber mit viel Geduld und drei Wörterbüchern russische Klassiker "lesen". :mrgreen:
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Beitragvon theMoellermann » Sonntag 31. August 2003, 11:18

Hi!


Also, ich kann hier zwar nicht wirklich mitreden, aber ich versuchs trotzdem einmal.

Ich habe erst zwei französische Klassiker gelesen: "In 80 Tagen um die Welt" von Jules Verne und "Das Phantom der Oper" von Gaston Lereoux, oder so ähnlich, wobei ich mir bei letzterem nicht einmal ganz sicher bin, ob es wirklich ein Klassiker ist.

Naja, auf jeden Fall mochte ich beide Bücher ganz gerne, auch wenn ich "Das Phantom der Oper" ein bisschen schwer fand. Weiterempfehlen könnte ich beide Bücher.


Bis dann,

theMöllermann :)
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Beitragvon Gwenhwyfar » Montag 15. September 2003, 20:58

Juhu, wenigstens bei einer Sache habe ich Glück - finde in der 2,99-Grabbelbox die tollsten Bücher.:mrgreen:
Heute war's Schlimme Liebschaften von Choderlos de Laclos. Bild
Übrigens von Heinrich Mann übersetzt.
Ich freu mich schon aufs Lesen, obwohl die Handlung mir bekannt ist (Verfilmungen, Hörbuch). :sweet
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Beitragvon tiff´any » Samstag 27. September 2003, 12:40

du kannst russische klassiker lesen???????gwen das ist ja beneidenswert ich kann nur njet und da und das wars auch schon, nee halt, ich kann noch nastrovje. aber was sind denn russische klassiker? ich habe da leider keine ahnung von!!!
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Samstag 27. September 2003, 12:50

tiff´any hat geschrieben:aber was sind denn russische klassiker? ich habe da leider keine ahnung von!!!
Schau mal in den allgemeinen Klassikerthread, da stehen einige davon ... z.B. die Werke von Tolstoi ("Krieg und Frieden", Anny Karenina"), Dostojewski ("Schuld und Sühne", "Die Brüder Karamasov"), Gogol ...
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Beitragvon sunny_tini » Mittwoch 8. Oktober 2003, 14:46

oh...ein schönes thema....französische literatur.....
ich war vor einem jahr für ein halbes jahr in frankreich und hab ca. sieben bücher lesen müssen....und im endefekt kann ich sagen, dass es mir doch viel gebracht hat.
gleich das erste buch, das ich lesen musste war "La princess de clèves" von mmd de la fayette. es ist super schwer zu lesen, da es alt-französisch ist, aber doch auch super schön.....ansonsten mag ich auch sehr victor hugo!!! sein schreibstil ist nicht so sehr schwer, wie ich finde.... aber das ist sicher immer ansichtssache.
tja, mehr kann ich erstma nicht sagen, da ich net daheim bin, wo alle meine bücher im schrank stehen.

grüßle, sunny

ps: hab mir in frankreich auch drei frz. ausgaben von king-büchern geholt :)
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Beitragvon Gwenhwyfar » Dienstag 11. November 2003, 16:56

Ich habe "Rot und Schwarz" wieder aufgegriffen, das lag ziemlich lang halb gelesen auf dem Schreibtisch. :mrgreen:
Stendhal gefällt mir wegen seines nicht langweiligen Realismus, seines absoluten Reinversetzens in die Charaktere (auch in die der Frauen, sonst ein großes Manko bei den franz. Schriftstellern des 19. Jh.), und wegens einer Kunst, Zeitgeschichte nicht langatmig darzustellen. "Rot und Schwarz" spielt in der postnapoleonischen Ära und handelt von einem jungen Mann, der in den Kirchendienst tritt, um gesellschaftlich aufzusteigen, tief innerlich fühlt er aber genau das Gegenteil und haßt die bestehende Gesellschaft und deren starres System.
Bin schon auf das Ende gespannt.
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Beitragvon Gwenhwyfar » Montag 8. Dezember 2003, 16:40

Tolles Buch, auch wenn ich ewig dafür brauchte. :mrgreen:
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