George Orwell: Die Farm der Tiere

Goethe, Mann, Tolstoi und Co aber auch neueres

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George Orwell: Die Farm der Tiere

Beitragvon Nimrod » Montag 19. März 2007, 20:12

Ich habe diese großartige Buch verschlungen und bin gestern damit fertig geworden. Natürlich ist mir bewußt, dass die komplette Geschichte eine Parabel um die Oktoberrevoltion zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Mütterchen Rußland darstellt, und dass man praktisch jedem Protagonisten im Buch bei genauerer Recherche ein real existierendes Pendant gegenüberstellen kann. (Napoleon=Stalin, Snowball=Trotzki usw.)
Doch auch abgesehen vom geschichtlichen Hinterrund ist diese Erzählung ein Meisterwerk, dass uns allen verdeutlicht, wie Machthunger dazu führen kann, dass selbst die nobelste Idee korrumpiert wird.
Viel zu sagen gibt es wohl nicht mehr dazu, ausser dass Boxers Tod einer der für mich persönlich in einem Buch ergreifendste war, obwohl man hier viel weiter weg war als bei manch anderer Literatur. Das kann ich irgendwie weder dem Autor vergeben, noch dem Schwein.
Eigentlich ist diese Buch eine Pflichlektüre für jeden, der des lesens mächtig ist.
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Re: George Orwell: Die Farm der Tiere

Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Montag 19. März 2007, 22:13

Nimrod hat geschrieben: kann ich irgendwie weder dem Autor vergeben, noch dem Schwein.
Auch wenn es alles andere als lustig ist, liest sich das komisch. <g>
Aber Boxers Tod hat mich auch fertig gemacht. In der Schule sahen wir nur den Film (der ja etwas verändert ist), danach las ich das Buch, auch wenn man die Handlung eigentlich schon viel früher irgendwoher kennt. Es ist bemerkenswert, dass man sogar ohne politische Hintergrundkenntnisse die Lehre versteht.
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Re: George Orwell: Die Farm der Tiere

Beitragvon stephy » Dienstag 20. März 2007, 15:42

Ginny-Rose_Carter hat geschrieben:Es ist bemerkenswert, dass man sogar ohne politische Hintergrundkenntnisse die Lehre versteht.


Dem kann ich nur beipflichten; auch ohne historische Kenntnisse versteht man die Grundaussage dieses Meisterwerks.
Ich heul regelmäßig, wenn ich mir den Film anschaue, das fing in Kindertagen an und hört bis heute nicht auf. :heulsuse:
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Beitragvon LittleMissCabyCane » Montag 30. April 2007, 17:19

Ich fand das Buch auch sehr gut, am besten den letzten Satz, mit dem das Buch endet :megacool:
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Beitragvon spaddl » Dienstag 12. Juni 2007, 07:01

Ich habe das Buch auch vor einiger Zeit zu Ende gekauft und habe es, auf Raten meines ehemaligen Deutschlehrers auch gleich gelesen...

Es ist wirklich ein wundervolles Buch! Orwell holt aus diesem Buch ungemein viel raus, und was ich am Tollsten fand, war, dass man langsam anfängt, aggressiv auf die Schweine zu werden...und solche Emotionen aus großbedruckten 200 Seiten zu holen, ist schon bemerkenswert!
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Beitragvon Nimrod » Dienstag 12. Juni 2007, 19:42

Spaddl hat geschrieben:
Ich habe das Buch auch vor einiger Zeit zu Ende gekauft...


Wann hast Du denn mit dem kaufen angefangen? :lol2: ;)
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Beitragvon spaddl » Dienstag 12. Juni 2007, 20:23

Nimrod hat geschrieben:Spaddl hat geschrieben:
Ich habe das Buch auch vor einiger Zeit zu Ende gekauft...


Wann hast Du denn mit dem kaufen angefangen? :lol2: ;)



Huch, ja das ist so wenn man nebenbei noch seine Mutter am Quatschen hat, ICQ sowie Musik läuft...Verwirrung! :nuts:
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Beitragvon Morgaine le Fay » Sonntag 3. Februar 2008, 16:02

Ich habe das Buch vor einigen Jahren auf Englisch gelesen und obwohl ich von anderen die Hintergründe kannte, hat es mich doch noch total beeindruckt. Hätte vorher nicht gedacht, dass "ein Buch über Schweine" solche Nachwirkungen haben könnte. Hatte es ursprünglich nur gelesen, weil ich dachte, dieser Klassiker muss sein. ;) Bin aber froh, dass ich es gelesen habe.
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Beitragvon TimeGypsy » Mittwoch 6. Februar 2008, 18:44

Wir hatten den Film in der Schule gesehen und hatten auch das Buch lesen müssen. Und dann ein Referat dazu schreiben müssen...

Ich finde das so schlimm & traurig... und Boxers Tod... das hab ich nie vergessen können. Mag zwar albern sein, ist aber so.
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Beitragvon Morgaine le Fay » Mittwoch 6. Februar 2008, 19:35

TimeGypsy hat geschrieben:Ich finde das so schlimm & traurig... und Boxers Tod... das hab ich nie vergessen können. Mag zwar albern sein, ist aber so.


Finde das gar nicht albern. ;)
Bei diesem Buch hatte ich das zwar nicht so extrem, aber es gibt viele Bücher, da macht mich der Tod eines Charakters auch noch nach Jahren traurig.
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