Wir Kinder von Bahnhof-Zoo

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Moderator: theklaus

Beitragvon bubbles » Donnerstag 14. Oktober 2004, 11:53

mh ich hab das buch vor ca. 5 jahren gelesen..
fand es auch sowohl sehr gut und einfach geschrieben, als auch sehr abschreckend für drogenkonsum..
wirklich absolute pflichtlektüre ^^

als bei uns in der schule das thema <drogen> aufkam und wir uns für ein buch für den deutsch-unterricht entscheiden sollten, war auch die gesamte klasse für christiane f., aber unsere lehrerin meinte, es wär zu hart für uns.. wenn uns das thema wirklich interessiert, dann ist dieses buch für das lesen im privaten viel geeigneter.. [dadurch kennen das viele aus meiner klasse nichmal heute.. und werden es auch nie lesen..]
als <ausgleich> haben wir dann <fragt mal alice> gelesen.. [was nach unserer lehrerin eh viel schlimmer ist.. was für ne logik :roll: ]
kennt das jemand?!
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Beitragvon jule » Donnerstag 2. Februar 2006, 18:42

Hm.. ich les es grad.. bei uns an der schule wird das ja leider net gelesen :roll:
naja sehr erschütternd natürlich aber unheimlich fesselnd.. konnt gestern ewig net aufhörn zu lesen und habs dann auch erst so um drei uhr nachts weglegen können..
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Beitragvon Rush » Dienstag 25. Juli 2006, 21:17

Ich habs auch vor einigen Tagen durchgelesen und bin begeistert. Ich konnt's ebenfalls kaum weglegen, so gefesselt hat es mich.
Hab mich aber auch einige Male tierisch aufgeregt. Erst einen Entzug hinter sich gebracht und dann nochmal "ein letzter Schuss". Aber die Fixer können damit eben nicht von jetzt auf gleich aufhören.

Der einzige Kritikpunkt am Buch ist der Schluss. Ich hätte gerne erfahren zu welchem Prozess Christiane geladen wurde, ob es etwas mit Drogen auf sich hatte, oder nicht...

Heute lebt Christiane F. wohl in einem kleinen Dörfchen in Brandenburg und hat einen Sohn. Sie bekommt jährlich 20.000€ vom Stern für ihr Buch gezahlt. Seit 1995 (Geburt des Kindes) ist sie wohl clean, davor wurde sie noch einige Male rückfällig und kam auch ins Gefängnis.
Heute muss es ihr wohl wirklich sehr schlecht gehen, körperlich, sowie psychisch. Das einzige, das ihr noch Freude bereitet ist ihr Sohn, doch auch um ihn macht sie sich wohl sorgen. Laut Christiane F. denken viele Leute, dass sie sehr reich ist und sie hat Angst, dass mal irgendjemand ihren Sohn entführt. Dabei hat sie gar nichts...
Ich würde so gerne noch mehr über sie wissen, aber es gibt keine Homepage, keine eMail-Adresse, keine Kontaktmöglichkeiten. Auch würde mich interessieren was aus Detlef (der lebt wohl heute in Berlin und ist Busfahrer) und Babsi geworden ist.
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Beitragvon Bangor » Mittwoch 26. Juli 2006, 07:36

Ich habe das Buch mit 15 oder 16 Jahren gelesen.
Damals hat es mich schon ziemlich runter gezogen. Diese ganze Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit war kaum auszuhalten und um jede/n verlorenen "Freund/in" tat es mir leid.
Der Film spiegelt das auch sehr gut wieder. Bei der Szene mit David Bowie´s Song "Heroes" habe ich geheult wie ein Schlosshund.
Damals konnte ich gar nicht fassen, das es so ein Elend gibt.

Das Buch würde ich jedem Jugendlichen empfehlen.
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Beitragvon Morgaine le Fay » Montag 7. Januar 2008, 23:31

Ich habe das Buch mit ca. 13 gelesen und mich hat es definitiv davon abgehalten, Drogen zu konsumieren. Christianes ganze Geschichte war so abschreckend, dass ich lange Zeit Angst hatte, das mir das auch passieren könnte, das mir jemand was unterschmuggelt und ich sofort abhängig werden könnte etc.
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Beitragvon TimeGypsy » Mittwoch 6. Februar 2008, 20:11

Heute abend kommt bei Stern TV was zum Thema, es geht darum was aus "Christiane F." wurde...
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Beitragvon Morgaine le Fay » Sonntag 10. Februar 2008, 15:01

Hat jemand die Reportage gesehen? Ich habe leider nur den zweiten Teil gesehen, fand es aber äußerst spannend. Wirkte leider nur so, als wäre sie (wieder) abhängig, würde es ihr gönnen, dass sie den Absprung endlich schafft.
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Beitragvon TimeGypsy » Sonntag 10. Februar 2008, 18:00

Morgaine le Fay hat geschrieben:Wirkte leider nur so, als wäre sie (wieder) abhängig, würde es ihr gönnen, dass sie den Absprung endlich schafft.


ja, hörte sich leider wirklich so an. (würde auch sagen, nicht "wieder" sondern immernoch.)

Ich hätte es genauso spannend gefunden, zu sehen/hören, wie es ihrem Kind geht. Ich hoffe, der fängt nicht auch irgendwann mit Drogen an.
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Beitragvon Schnie » Sonntag 10. Februar 2008, 18:06

Ich habe es leider auch nicht gesehen. Aber wenn es dich interessiert, Christiane war im Mai 2007 zu Gast bei Maischberger. Das Video dazu kannts du dir hier anschauen (sie ist ganz zum Schluß dran):

http://www.daserste.de/maischberger/sen ... 1ya~cm.asp

Schnie :monstereyeroll_lightgreen:

PS Ich habe das Buch auch kürzlich wieder gelesen. Hatte danach mal ein wenig im Netz geschaut und ein paar sehr interessante Berichte und Interviews über Christiane und "Kollegen" gefunden. Habe ich jetzt aber auf die schnell nicht mehr entdeckt. Wenn ich wieder etwas mehr Zeit habe suche ich mal etwas genauer und poste die Links hier.
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Beitragvon Morgaine le Fay » Sonntag 10. Februar 2008, 18:52

TimeGypsy hat geschrieben:ja, hörte sich leider wirklich so an. (würde auch sagen, nicht "wieder" sondern immernoch.)


Ich finde, "wieder" klingt etwas netter, außerdem hatte sie es doch zwischendurch mal geschafft, oder nicht?!


Schnie hat geschrieben:PS Ich habe das Buch auch kürzlich wieder gelesen. Hatte danach mal ein wenig im Netz geschaut und ein paar sehr interessante Berichte und Interviews über Christiane und "Kollegen" gefunden. Habe ich jetzt aber auf die schnell nicht mehr entdeckt. Wenn ich wieder etwas mehr Zeit habe suche ich mal etwas genauer und poste die Links hier.


Ja, das wäre super! Und danke für den Link, schau mir das Video gleich mal an.

Liebe Grüße
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Beitragvon TimeGypsy » Montag 11. Februar 2008, 13:28

Morgaine le Fay hat geschrieben:Ich finde, "wieder" klingt etwas netter, außerdem hatte sie es doch zwischendurch mal geschafft, oder nicht?!


ja, zwischenzeitig scheint sie immer wieder davon loszukommen. aber darauf bezog sich das mit dem "wieder" nicht. Ich weiß nicht, ob das bei dem Beitrag auch erwähnt wurde, aber das ist ähnlich wie bei nem Alkoholiker, selbst wenn man für den Rest seines Lebens "trocken" ist, ist und bleibt man "Alkoholiker".
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Beitragvon Morgaine le Fay » Montag 11. Februar 2008, 21:56

TimeGypsy hat geschrieben:Ich weiß nicht, ob das bei dem Beitrag auch erwähnt wurde, aber das ist ähnlich wie bei nem Alkoholiker, selbst wenn man für den Rest seines Lebens "trocken" ist, ist und bleibt man "Alkoholiker".


Oh, ach so. :( Wusste zwar, dass man ewig anfällig für "seine" Droge bleibt, aber dachte, wenn man zeitweise keine Drogen nimmt, also "clean" ist, spricht man nicht mehr von Abhängigkeit.
Aber ich will hier auch keine "Drogendiskussion" vom Zaun brechen. ;)
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Beitragvon LittleMissCabyCane » Sonntag 9. März 2008, 15:26

Ich hab es kürzlich zum 1. Mal gelesen. Es ist total spannend und fesselnd erzählt, obwohl es kein Krimi oder sowas ist. Mich hat es total gepackt, ich wollt es gar nicht mehr weglegen und habe sehr viel darüber nachgedacht. Natürlich war es aber auch sehr erschreckend. Meiner Meinung nach sollte man es auf jeden Fall mal gelesen haben! Ich war sehr positiv überrascht, wie gut es geschrieben ist.
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Beitragvon Odetta » Donnerstag 17. Juli 2008, 06:41

Hab es auch erst jetzt zum ersten Mal gelesen, und bin ziemlich schockiert. Nicht mal so sehr wegen den Drogen, oder dem Anschaffen (so graueneregend das ist), sondern vorallem die Gleichgültigkeit von Staat und Ämtern. Das einzige worauf reagiert wurde war, dass dieses Kind gegen das Gesetz verstößt, als wäre das das Schlimmste, das kam mir so wiedersinnig vor! Überhaupt wurde sie behandelt wie eine erwachsene Straftäterin, die ja selber schuld ist.
Wenn man die Zeit berücksichtigt, in der sich die Geschichte abspielt, wäre es interessant, wie heute mit einer 13-jährigen Heroinabhängigen verfahren wird. Ist die Situation am Bahnhof Zoo, oder allgemein, gleich geblieben? Ich habe die neue Stern Reportage leider nicht gesehen, hat man erfahren was zB aus Detlef und Stella wurde? Leben sie noch? Hab noch nichts dazu gefunden. Habe aber gelesen, dass Christiane mittlerweile einen Sohn hat. Man kann sich nur wünschen, dass sie weiß wie sie ihn vor einem ähnlichen Schicksal bewahren kann.
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Beitragvon Schnie » Donnerstag 17. Juli 2008, 09:38

Wie ich schon weiter oben schrieb, habe ich das Buch kürzlich auch wieder mal gelesen und danach etwas im Netz recherchiert. da ich aber dann doch zu faul bin alles noch mal zu suchen, schreibe ich einfach mal was mir alles in Erinnerung blieb. Du kannst aber auch mal im Netzt suchen. Gib am besten mal in eine Suchmaschine „Christiane F.“ oder „Christiane Felscherinow“ ein. Am besten noch mit so Suchbegriffen wie „Interview“ etc.

Alles was ich jetzt schreibe habe ich aus dem Netz. Muss also nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen. Also nicht darauf festnageln ;-)

Nach erscheinen des Buches machte Christiane eine Lehre zur Buchhändlerin. Die Stelle bekam sie aufgrund von Beziehunegn (Stern). Ob sie Lehre beendet hat, weiß ich leider nicht mehr. Wer hinter dem Namen steckt wurde bekannt als der Film rauskam. Christiane war unter anderem auf Promotionstour mit in Amerika dabei. Sie wohnte zu dem Zeitpunkt in Hamburg und war dort in der Punkszene unterwegs. Eine Beziehung hatte sie mit einem Musiker einer bekannten Band. Später hatte sie eine Beziehung mit einem Bankkaufmann? Der sich von ihr trennte als sie wieder rückfällig wurde. Später zog sie nach Griechenland und lernte dort einen Tätowierer kennen. Gemeinsam wollten sie in Deutschland ein Studio eröffnen. Dazu kam es nicht. Er wurde kurz vor der Abreise verhaftet. Sie trennte sich von ihm und zog zurück nach Berlin. Dort lernte sie im Methadonprogramm einen Mann kennen von dem sie dann Schwanger wurde. Sie trennten sich aber schnell wieder. Zu ihrer Mutter hatte sie zu diesem Zeitpunkt wieder eine gute Beziehung (über ihren Vater und ihre Schwester war nichts zu finden). Vor kurzem gab es aber wieder Krach mit ihrer Mutter. Christiane leidet wohl ein wenig unter Verfolgungswahn und meinte der Staatsschutz ließe sie überwachen und ihre Mutter würde sie bespitzeln. Sie zog, zum Leidwesens ihres Sohnes der sehr einer seiner Oma hängt, in eine Kleinstadt nach Brandenburg (ihre Mutter lebt nach wie vor in Berlin) und lebt dort in bescheidenen Verhältnisemn. Entgegen anderslautenden Gerüchten ist sie trotz Zahlungen vom Stern, die ja auf Hartz IV angetrechnet werden nicht reich (geworden). Kann aber gut von dem Geld leben. Bis heute erhält sie jährlich einen fünfstelligen Betrag (10.000 € ???) vom Stern, von den verkauften Büchern (die sich ja nach wie vor gut verkaufen). Der Sternreporter der das Buch schrieb wollte zum 30ten Jahrestag ein weiteres Buch schreiben (30 Jahre später, was wurde aus den Personen und wie sieht die Szene heute aus). Christiane stimmte zu aber der Reporter brach das Projekt ab. Sie sei im zu „abgedreht“ und nicht mehr glaubwürdig. Laut eigener Aussage geht es ihr den Umständen etsprechend gut, obwohl sie körperlich doch ein wenig angeschlagen ist (Hepatitis?). Aber in einem Interview (Maischberger?) erwähnte sie das sie kürzlich einen rundumcheck machen ließ, und soweit alles in Ordnung sei (bis auf oben erwähnte Spätfolgen). Aber sie sei immer noch im Methadonprgogramm. Allerdings scheint ihr ganzes Leben ihr doch psychisch sehr zugestzt zu haben. Aber ihr Sohn gebe ihr die Kraft zu kämpfen und sich nicht aufzugeben.

Obwohl Christiane sich als einzige überlebende darstellt (unter anderem in dem Maischberger Interview, Link zum Video in meinem Beitrag weiter oben) leben wohl doch noch einige mehr. Stella würde noch leben, wäre weg vom Heroin aber angeblich Alkoholikerin. Ein anderer (Lupo???) wäre im Methadonprogramm und lebe von Hartz IV. Detlef ist angeblich verheiratet, hat zwei Kinder und arbeitet als Paketfahrer bei der Post (andere Quellen sprechen von Busfahrer). Es leben wohl noch einige andere weil Christiane in einem Interview erzählte, sie fahre alle paar Wochen zum Bahnhof Zoo um dort alte Freunde zu treffen.

Aber das ist, wie gesagt, alles aus dem Netz. Über den Wahrheitsgehalt kann ich nichts sagen. Ich weiß nicht ob alle diese Dinge so tatsächlich 100 % stimmen.

Zum Thema „Heute“:

Nach dem Mauerfall wurde Berlin wieder interessanter, vor allem für den Tourismus. Der Bahnhof Zoo war (bis zum Bau des neuen Hauptbahnhofs) ja eben „Hauptbahnhof“. Dort kamen auch viele Politiker an. Der Bahnhof wurde umgebaut und Wachschutz eingestellt. Man wollte die Szene loswerden. Aber wenn man mit offenen Augen mal rund um und im Zoo und am Breitscheidplatz) läuft, sieht man schon noch einiges. Auch der Schwulenstrich existiert noch (wenn auch sehr unauffällig). Die Kurfürstenstraße ist nach wie vor Straßenstrich und ein großes Problem in diesem Bezirk.

Damals war man auf die „neue Droge“ wohl nicht eingestellt. Mittlerweile ist es, denke ich, nicht mehr so schlimm wie damals. Spritzen werden verteilt. Es gibt Anlaufstellen und Methadonprogramme. Es gibt auch nicht mehr so viele Herointote wie in dieser Zeit (70er). Ich denke heute werden Heroinsüchtige nicht mehr ganz so alleingelassen wie damals. Ein Problem ist Heroin sicher nach wie vor. Auch noch bei jungen Menschen. das kann man ja schon am Fall der 14 jährigen Kristina Hani sehen, die im April 2007 an einer Überdosis starb und deren Leiche dann in einen Koffer gelegt und in einem Park in Berlin verbrannt wurde (einfach mal den Namen googlen).

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PS
Rush hat geschrieben: Auch würde mich interessieren was aus ..... Babsi geworden ist.


Das steht ja im Buch. Sie ging als bislang jüngste Drogentote in die Geschichte ein. Ob sie es nach über 30 jahren immer noch ist weiß ich nicht (siehe oben Kristina Hani). Das genaue Geburtsdatum von Babette (Babsi) Doege ist nicht herauszufinden. Es wäre interessant zu wissen wo sie begraben liegt und ob das Grab noch existiert. Dann könnte ich es sicher sagen. Aber selbst im Internet findet man kaum was über sie, obwohl sie ja traurige Berühmtheit erlangte.
Zuletzt geändert von Schnie am Donnerstag 17. Juli 2008, 11:46, insgesamt 2-mal geändert.
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