"Sklavin" - Mende Nazar

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"Sklavin" - Mende Nazar

Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Sonntag 12. Februar 2006, 17:13

Für alle, die sich für Bücher wie "Wüstenblume" von Waris Dirie interessieren, ist das ein guter Tipp.

Das Buch enthält die Autobiographie der heute etwa 25-jährigen Mende, die beim Stamm der Nuba im Sudan aufgewachsen ist, mit 12 Jahren im Dorf von Arabern überfallen., geraubt und als Sklavin verkauft wurde. Mit knapp 20 Jahren wurde sie von ihren "Besitzern" nach London weitergegeben, wo sie für die Familie des sudanischen Botschatfters arbeitete, ebenfalls als Sklavin. Nach einigen Wochen gelang ihr die Flucht, sie veröffentlichte ihre Geschichte und lebt heute in London, wo sie Asyl gewährt bekommt.

Wie man unschwer erkennen kann, hat man es hier mit einem sehr berührenden Schicksal zu tun. Ein Sklavenleben im ausgehenden 21. Jahrhundert ist ein Skandal, aber leider viel zu oft noch Wirklichkeit. Mende kommt im Buch sehr sympathsch rüber. Großte Teile des Werkes erzählen von ihrer glücklichen Kindheit bei den Nuba. Obwohl auch sie das grausame Ritual der Beschneidung über sich ergehen lassen musste stand sie ihrer Kultur sehr nah und war glücklich in ihrem Dorf. Es liest sich sehr flüssig, zwischendurch sogar humorvoll und vor allem sehr bewegend. Im aktuellen Nachwort steht, dass es Mende noch nicht gestattet wurde, ihre Familie (die den Überfall seinerzeit überlebt hat) wiederzusehen, aber der Kontakt ist zumindest hergestellt.
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Beitragvon Leila2002 » Freitag 25. August 2006, 22:42

Hört sich ja schon mal sehr interessant an...
Könnte ich mir auch vorstellen mal zu lesen :lernen:
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