Michael Moore

Zahlen, Daten, Fakten

Moderator: theklaus

Beitragvon jeremy » Sonntag 3. August 2003, 00:52

Also ich fand Bowling for Columbine auch gut. Interessante Theorie, bestimmt nicht neu aber ich hab sie zum erstenmal gehört.

ich war bis zuletzt auf Moore'S Seite,,,
ALLERDINGS hat er in der Schlußszene sämtliche Sympathien verspielt. Nen 70 jährigen Mann unter vorspieglung flascher Tatsachen in nem Interview komplett zu überumpeln (auch wenn ich Moores Meinung bin) und ihm jede Möglcihkeit des Konterns zu nehmen find ich nicht gut. M.M war ganz sicher bis ins kleinste Detail auf diese Begegnung vorbereitet, die Chance hat er dem Interviewten nicht gelassen, selbst die Art wie er es geführt hat gefällt mir nicht. Ihn mit dem Bild des toten Mädchens zu verfolgen und es dann als Mahnmal dazulassen war schlichtweg AMERIKANISCH (ich hoffe ihr wisst wie das gemeint ist). Ich hatte das Gefühl er missbraucht den Tod des Mädchens nur um noch ne Schlüsselszene mit C.H im Kasten zu haben und ihn vielleicht irgendwie aus der Fassung bringen zu können.


P.S. Ich bin auch kein Fan von C.H. und, dass er jeweils einen Tag nach einem Massaker in derselben Stadt in der es passiert ist eine Rede für die Waffenlobby hält,, das hat einfach keinen Namen. Er ist nicht nur höchstgradig unsympathisch sondern gemeingefährlich. Aber wenn man ihm so begegnet wie es M.M getan hat verspielt man jede morlaische Überlegenheit die man vorher vielleicht gehabt hat.
Ramble on!!!
Benutzeravatar
jeremy
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 23
Registriert: Freitag 1. August 2003, 11:11
Wohnort: München

Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Sonntag 24. August 2003, 16:18

~*~ Der Zauber existiert ... ~* ~
Benutzeravatar
Ginny-Rose_Carter
Moderatorin und Forumsinventar
 
Beiträge: 1149
Registriert: Mittwoch 26. Dezember 2001, 01:01
Wohnort: Köln

mal wer ders aufm Punkt gebracht hat

Beitragvon Ventil » Montag 25. August 2003, 21:25

Ich hab den Film erst vor kurzem gesehen, und muss sagen ich fand es großartig wie moore das gemacht hat!!!!

da hat man mal wieder gemerkt das die Amis nicht unbedingt das klügste Volk sind (es wissen noch nicht mal alle das Deutschland nicht mehr im Krieg ist, oder das nicht die ganze Nation in Lederhosen und mit einer Maas Bier durch die Straßen laufen!!!)

Den Vergleich mit Kanada war großartig. und ich kann mich leider nicht der Meinung anschließen das dass net i.O. war was er mit diesem Herr am Schluss gemacht.

Da dieser Mensch Propaganda übelster Sorte über Waffen macht das es nicht mehr vertretbar ist, vielleicht erinnert ihr euch an seine Sätze die er von sich gegeben hat als er dazu befragt wurde als dieser 6 Jährige Junge seine Schulkameradin erschossen hat.... (hoff ich bring da jetzt nix durcheinander und das des noch ein Deutsch Satz ist)

aber bitte......

und Moore hätte ihn bestimmt nicht zu einem Interview überreden können, wenn er ihm offen gesagt hätte warum er mit ihm sprechen will. so war er unvorbereitet und hat sich nix ausdenken können (wie man ja wohl gemerkt hat)

Was auch der absolute Hammer war ist das was er bei der Oskar-Verleihung gesagt hat!!! WOW und RESPEKT!!!!!!
Wenn 5 Leute in einen Aufzug steigen und dann 7 Austeigen, müssen 2 Leute einsteigen damit dieser leer ist...
Benutzeravatar
Ventil
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 6
Registriert: Sonntag 22. Juni 2003, 22:19
Wohnort: im wunderschönen Augsburg

Beitragvon Zuckeronkel » Dienstag 26. August 2003, 22:25

:D Hab den Film gestern bereits zum 7. oder 8. mal gesehen und er haut mich immer wieder um. Ich sage nur : MICHAEL MOORE FOR PRESIDENT ! :)
Nein, im Ernst, der Film ist äußerst fundiert recherchiert und sehr klug inszeniert bzw. montiert. Er unterhält und hält der Gesellschaft, insbesondere der amerikanischen, den Spiegel vor. Und nur so kann man die Amis kriegen; nicht mit einer furztrockenen, vor Fakten berstenden aber langwierigen Doku sondern mit UNTERHALTUNG. Und das bedeutet in diesem Fall lachen und weinen können - halt Anteil nehmen.
Empfehlenswert ist aber nicht nur "Bowling...", sondern auch Michaels anderen Doku's, wie z. Bsp. "Roger & Me" oder "The Big One" (läuft demnächst auf ARTE), sowie seine beiden beißend satirischen und faktisch bitterbösen Bücher "Downsize This" und "Stupid White Men". Sehr sehens- bzw. lesenswert. Sie haben mein Bild von den Amerikanern komplett bestätigt. Weiter so, Michael. Du bist die letzte Hoffnung für dieses Land.

Zuck. :wink:

P.S. Im Frühjahr nächsten Jahres wird es einen neuen Doku - Film von Michael Moore geben. Er wird den Titel "Fahrenheit 911" tragen und sich mit der Vorgeschichte und den Folgen der Ereignisse des 11. Septembers 2001 beschäftigen - ich denke, man darf darauf sehr gespannt sein.
Benutzeravatar
Zuckeronkel
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 23
Registriert: Sonntag 11. Mai 2003, 04:01
Wohnort: Wuppertal,NRW,Germany

Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Dienstag 26. August 2003, 22:28

... dann stelle ich meinen Link hier nochmal rein, interessiert vielleicht den einen oder anderen.
~*~ Der Zauber existiert ... ~* ~
Benutzeravatar
Ginny-Rose_Carter
Moderatorin und Forumsinventar
 
Beiträge: 1149
Registriert: Mittwoch 26. Dezember 2001, 01:01
Wohnort: Köln

Beitragvon igor » Mittwoch 27. August 2003, 00:50

@Zuckeronkel

Wann genau läuft THE BIG ONE denn? Hab nichts gefunden :shock:
Benutzeravatar
igor
Bücherfreund
 
Beiträge: 78
Registriert: Donnerstag 31. August 2000, 00:01
Wohnort: Köln

Beitragvon Zuckeronkel » Mittwoch 27. August 2003, 01:05

Wollte es eigentlich zur gegebener Zeit bei den TV Tipps posten, aber weil du es bist, Kollege, will ich mal 'ne Ausname machen :) :

Montag, 08.09.2003 - ARTE - 22:20 h

"The Big One - Der große Macher"
Dokumentarfilm, USA/Großbritannien 1997
von und mit Michael Moore
90 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Zuck. :wink:
Benutzeravatar
Zuckeronkel
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 23
Registriert: Sonntag 11. Mai 2003, 04:01
Wohnort: Wuppertal,NRW,Germany

Beitragvon jeremy » Mittwoch 27. August 2003, 12:53

Ich finds interessant wie dem Link von Ginny nie beachtung geschenkt wird :). Ein Fleck auf Moore's Weste wird anscheinend nicht gern gesehen. Obwohl ich den Bowling for Columbine auch gut war is mir doch aufgefallen das es schon SEHR einseitig war. Naja , für das Deutschland genau richtig da wir eh antiamerikanisch eingestellt sind. Ich bilde da keine Ausnahme, ich find die Politik Amerikas unter aller Sau und verachtenswert aber die Berrichterstattung in Deutschland ist ebenfalls sehr einseitig.
Ramble on!!!
Benutzeravatar
jeremy
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 23
Registriert: Freitag 1. August 2003, 11:11
Wohnort: München

Beitragvon Zuckeronkel » Donnerstag 28. August 2003, 00:30

:? Nun Jeremy, einseitig findest du die Darstellung(en) in Moores Film(en) ? Ich denke, es kommen genug fragwürdige Gestalten aber auch halbwegs kluge Köpfe und wirkliche Menschen in seinen Filmen zu Wort, auf deren Aussagen und Handlungen man sich selber schon ganz gut ein Bild vom Umgang mit Waffen und Gewalt innerhalb der USA machen kann. Ich denke, gerade in Zeiten wie diesen, in denen es ach so "hipp" ist, sich die 'Vereinigten Staaten von Amerika' zum Vorbild für so ziemlich alles zu nehmen (schau dir nur einmal unser beknacktes Fernsehprogramm an und den immensen Einfluß den die Popkultur der Staaten auf heutige Jugendliche in aller Herren Länder inne hat). Und in diesen fragwürdigen Zeiten habe ich seitens der Unterhaltungsbranche nicht all zu viele kritische Beiträge vernommen und gesehen. Michael Moore hat keine Scheu die Dinge beim Namen zu nennen, faktisch zu hinterfragen und der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten. Er nimmt sich weder selbst aus dieser Gesellschaft heraus noch läuft er dauerhaft mit erhobenem Zeigefinger durch die Gegend. Er versucht einfach, Dinge in Bewegung zu bringen und etwas zu verändern. Und das finde ich, gerade in solch einem durchgeknallten und gewalttätigen Land wie den Staaten äußerst mutig. Vor allem, wenn man eine Frau und zwei Kinder hat, somit Verantwortung trägt für eine Familie, die ebenfalls jederzeit in die Schusslinie (im leider wahrsten Sinne des Wortes) seiner Gegner kommen kann. Hut ab sage ich da nur. Ich hätte diese Chuzpe wahrscheinlich in solch einer Lage nicht.

Zuck. :wink:
Benutzeravatar
Zuckeronkel
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 23
Registriert: Sonntag 11. Mai 2003, 04:01
Wohnort: Wuppertal,NRW,Germany

Beitragvon igor » Donnerstag 28. August 2003, 02:05

:!:

"THE BIG ONE" läuft sogar noch früher :!: :!: :!:

SAMSTAG, 30.08.2003 um 10:05 auf WDR


Ausserdem sind noch weitere (spätere Termine) da: einfach bei www.tvtv.de nach "Michael Moore" suchen lassen :idea:
Benutzeravatar
igor
Bücherfreund
 
Beiträge: 78
Registriert: Donnerstag 31. August 2000, 00:01
Wohnort: Köln

Beitragvon jeremy » Donnerstag 28. August 2003, 11:21

Naja Zucker, ich glaub da sind wir unterschiedlicher Meinung. Ich denke schon, dass der Film einseitig war. Ist shcon ne Weile her aber ich kann mich ncht daran erinnern das kluge Köpfe ihre Argumente gegen Moores Meinung darlegen durften. Ganz im Gegenteil er hat sich immer die Paradebeispiele des waffenverrückten rumballernden Amis rausgesucht, man konnte gar nicht anders als auf seiner Seite stehen. Ich stimme ja mit der Aussage des Filmes überrein, aber er WAR einseitig.
Das unser Land immer mher veramerikanisiert ist leider wahr (obwohl solche formate wie Popstar, Big Brother etc. aus europa kommen). Das auf Rtl2 nicht übermässig viele kritische Beiträge zu AMerika kamen ist mir natürlich auch aufgefallen. Das liegt natürlich auch daran das dieser Sender einfach nicht für Nachrichten geschaffen ist. Ich meinte eher die 'Seriösen' Berichterstatter wie den Spiegel (Online und Offline), die Süddeutsche etc. und auch diese Berrichterstattung WAR einseitig und antiamerikanisch. Genauso war die Berrichterstattung in Amerika Kriegstreiberisch und antieuropäisch. Da kommt natürlich die Frage auf wie weit man von der Haltung der Medien beeindlusst wird, aber das ist n anderes Thema.

Ich finde Moore nicht unbedingt schlecht, ich sage nur das man ihn nicht zum neuen Mesias ausrufen soll da er bewußt eine sehr einseitige Betrachtung des Problems betreibt. Aber vielleicht ist das in Amerika ja nötig um Aufmerksamkeit zu bekommen. Eine sachliche Doku mit Pro und Contra und Gegenargumenten hätte bestimmt nie solch eine Beachtung gewonnen.

http://www.hardylaw.net/Truth_About_Bowling.html
Vielleicht ist der Link ganz interessant, er ist ebenso einseitig wie moores Film aber um zu sehen wie man das Bild zu seinen gunsten verzerren kann doch ganz gut.
Zuletzt geändert von jeremy am Mittwoch 19. November 2003, 12:28, insgesamt 3-mal geändert.
Ramble on!!!
Benutzeravatar
jeremy
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 23
Registriert: Freitag 1. August 2003, 11:11
Wohnort: München

Beitragvon Zuckeronkel » Donnerstag 28. August 2003, 20:30

Jeremy hat geschrieben:Ich finde Moore nicht unbedingt schlecht, ich sage nur das man ihn nicht zum neuen Mesias ausrufen soll da er bewußt eine sehr einseitige Betrachtung des Problems betreibt. Aber vielleicht ist das in Amerika ja nötig um Aufmerksamkeit zu bekommen. Eine sachliche Doku mit Pro und Contra und Gegenargumenten hätte bestimmt nie solch eine Beachtung gewonnen.


Nun ja, Jeremy, mir will zwar nicht in den Sinn welche "vernünftigen Anti-Waffen-Argumente" die des Michael Moore (der für mich keineswegs ein neuer Messias - es gab' für mich NIE einen alten! - sondern ein klar denkender, vernünftiger Mensch ist) wiederlegen könnte, aber gut, ich lasse mich gerne überaschen und eines besseren belehren (dies betreffend bedarf es allerdings einer äußerst überzeugenden und konstruktiven Argumentation). Ich denke das die Dinge endlich erstmalig einmal beim Namen genannt wurden; schwachsinnige pseudo - politisch - korrekte Pro - Waffen - Argumente haben sich die Leute lange genug mit anhören müssen. Und das da in den Staaten, aber auch in anderen Teilen der Welt, nun etwas absolut befremdendes und seltsames in diesem und anderen Punkten vor sich geht, daran besteht für mich gar kein Zweifel. Man kann sich die richtigen Informationen aus der Kunst- und Medienwelt schon herausfiltern, man muß sich halt nur die Mühe machen, den Subtext zu lesen und sich weniger von spektakulären Bildern oder reißerischen Artikeln blenden und ohne kritisches Hinterfragen berieseln lassen.

Zuck. :wink:

P.S. "Making A Band" von MTV war übrigens die erste Musikcastingsendung - und die kam aus den Staaten. Alles andere ist nur (wie das Original natürlich auch) nur ein hohler (teilweise europäischer) Abklatsch. Mit Innovationen in Punkto Fernsehkonzepten der vergangenen Jahre können sich weder die Amis noch sonst jemand rühmen, es ist alles nur die Varriation einer Varriation. History will repeat itself !
Benutzeravatar
Zuckeronkel
Des Lesens mächtig
 
Beiträge: 23
Registriert: Sonntag 11. Mai 2003, 04:01
Wohnort: Wuppertal,NRW,Germany

Beitragvon Annie_! » Donnerstag 4. September 2003, 13:35

Ich hab das Buch jetzt auch gelesen.
Ich weiß nicht so genau was ich davon halten soll.
Es war wirklich interessant und witzig zu lesen..... aber es kommt halt nicht sehr seriös rüber, find ich.
Oft wusste ich echt nicht mehr ob Moore das was er grade schreibt jetzt ernst meint oder wieder mal nur Spaß macht! (Besonders bei seinen "tollen Verbesserungsvorschlägen" die er für jedes Problem hatte...)
Manches was er im Buch schreibt fand ich auch etwas widersprüchlich (vor allem bei den Präsidenten-Themen) :? .

Naja, trotzdem war das Buch ganz gut... vielleicht wars einfach nur zu kompliziert für mich :lol: :lol: :lol: .

PS: Ginny Link hab ich mir auch schon angeschaut! Hmm... :?
Bild
Benutzeravatar
Annie_!
Moderatorin
 
Beiträge: 236
Registriert: Dienstag 9. April 2002, 00:01
Wohnort: Österreich

Beitragvon igor » Donnerstag 4. September 2003, 13:40

Annie_! hat geschrieben:Es war wirklich interessant und witzig zu lesen..... aber es kommt halt nicht sehr seriös rüber, find ich.


Dieses Buch ist so etwas wie eine kritische Satire. Natürlich darf man nicht allen glauben, was drin steht, aber ein Hauch von Wahrheit ist schon drin.

Ich find "White Stupid Men" sehr gut und ich hatte Spass beim Lesen. Jetzt werde ich mir sein anderes Buch "Querschüsse" holen und den Dokufilm "The Big One" anschauen :roll:
Benutzeravatar
igor
Bücherfreund
 
Beiträge: 78
Registriert: Donnerstag 31. August 2000, 00:01
Wohnort: Köln

Beitragvon Annie_! » Donnerstag 4. September 2003, 13:51

igor hat geschrieben:Jetzt werde ich mir sein anderes Buch "Querschüsse" holen und den Dokufilm "The Big One" anschauen :roll:

Um was gehts denn in dem Buch?? (Querschüsse)
Vielleicht könnt ich das ja auch noch lesen. Aber ich frag mich grad, was für Themen er da noch behandeln könnte. Er hat ja in Stupid White Men eh schon so gut wie alle Probleme die es auf der Welt gibt angesprochen :mrgreen: !?!?
Und "Querschüsse" hat er doch auch vor "Stupid white men" geschrieben, oder?
Bild
Benutzeravatar
Annie_!
Moderatorin
 
Beiträge: 236
Registriert: Dienstag 9. April 2002, 00:01
Wohnort: Österreich

VorherigeNächste

Zurück zu Sachbücher, Dokumentationen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

cron