Tolkien - Der Herr der Ringe

Alles zur Phantastischen Literatur

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Beitragvon DePfaelzer » Mittwoch 29. März 2006, 09:58

also ich finde herr der ringe ist die beste fantasytrilogie überhaupt, durch hdr bin ich überhaupt erst zum lesen gekommen :wink:
und es macht immer wieder spass es von neuem zu lesen.
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Beitragvon Silver » Samstag 26. August 2006, 21:34

Habe vor laaaaanger :orange: Zeit auch Hdr durchgelesen. Bis jetzt für einer der Besten Fantasytrilogien nach dem Dunklen Turm. Habe alle drei Geschichten in einem Buch mit klasse torem Umschlag und zwei Karten. Wenn ich mal zu viel Zeit hab ( :laugh: ) und nichts anderes zum Lesen, werde ich mich warscheinlich mal wieder ranwagen.
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Beitragvon Marc » Sonntag 27. August 2006, 14:57

Ich habe die drei "Herr der Ringe" Bücher, "Das Silmarilion" und "Der kleine Hobbit" gelesen.
Die Geschichten finde ich von der Sache her immer ganz große Klasse, aber meiner Meinung nach gibt es bessere Fantasy- Autoren, als Tolkien es war. Und eigentlich nur aus einem Grund: Tolkien konnte (finde ich jedenfalls) nicht wirklich spannend schreiben.

Bei einem Tolkien- Buch habe ich gar kein Problem es einfach aus der Hand zu legen. Manchmal sind sogar Stellen derart trocken geschrieben, dass ich mich zwingen musste, weiterzulesen. Ich habe mir dann immer gesagt, dass es ein Klassiker ist, den man einfach gelesen haben muss und mir die Sachen dann doch wieder vorgenommen.

Ich finde es ehrlich gesagt auch ungerecht, dass manche Autoren immer wieder mit Tolkien verglichen werden.
Tad Williams zum Beispiel. Seine Osten- Ard- Sage steht im Punkto Komplexität dem Werk Tolkiens in nichts nach, aber sie ist auch spannend zu lesen. Sicher, es gibt auch hier Stellen, die sich etwas ziehen, besonders die ersten hundert Seiten des "DRachenbeinthrons", bei dem viele Namen auf einen einprasseln.
Aber Tad hat derart spannungsreiche Stellen in seinen Geschichten, dass man sich gerne die ganzen Namen und Beziehungen merkt.

Bei Tolkien hatte ich immer das Gefühl, dass man deutlich merkt, dass hier ein Linguist schreibt, der mehr Wert auf schönen Satzbau, als auf Spannung legt. Selbst Szenen, in denen viel passiert, haben mich als Leser nie recht packen können.
Von daher fand ich die Filme auch wesentlich besser (zum ersten Mal, dass ich einen Film besser als das Buch finde), da hier der Stoff wirklich spannend aufgearbeitet worden ist.
Von daher gefällt mir ganz persönlich TAd Williams besser. Ist aber nur meine Meinung.
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Beitragvon Leila2002 » Sonntag 27. August 2006, 18:33

Marc hat geschrieben:Bei Tolkien hatte ich immer das Gefühl, dass man deutlich merkt, dass hier ein Linguist schreibt, der mehr Wert auf schönen Satzbau, als auf Spannung legt. Selbst Szenen, in denen viel passiert, haben mich als Leser nie recht packen können.
Von daher fand ich die Filme auch wesentlich besser (zum ersten Mal, dass ich einen Film besser als das Buch finde), da hier der Stoff wirklich spannend aufgearbeitet worden ist.


Bin ganz deiner Meinung. :firejump:
Beim Lesen von HDR war ich schon immer glücklich wenn mal ein paar Kampfszenen vorkamen. Ich habe das Buch zwar zu Ende gelesen und auch den Hobbit, doch ich habe sehr lange gebraucht und umgefallen hat es mich auch nicht besonders. :schuettel:
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Beitragvon Silver » Sonntag 27. August 2006, 23:17

Ja, da habt ihr leider recht. Das Buch hat wirklich viele langwierige Stellen, trotzdem bin ich froh, dass ich es gelesen habe. Der Hobbit habe ich auch gelesen, war aber meiner Meinung anch besser zum lesen.
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Beitragvon Nimrod » Montag 28. August 2006, 07:57

Das wirklich besondere an HdR ist nun mal die Komplexität. Es stimmt einfach nicht, wenn man sagt, andere Autoren hätten auch nur annähernd eine Traumwelt wie Mittelerde geschaffen. Tolkien hat hier eine komplette Weltgeschaffen, mit einer eigenen Geschichte, mit eigenen Sprachen und und und. Man kann vieleicht sagen, Tolkiens Stil gefalle einem nicht, oder andere Autoren hätten ihre Werke genau so Detailiert beschrieben, wie Tolkien es in HdR getan hat. Aber zu behaupten, ein anderer Autor käme Tolkien bei seiner Schaffenskraft nahe, ist einfach nicht wahr. Das einzige, ähnlich umfangreiche Werk ist mMn Star Treck, wobei ich hier nicht genau weiß, wieviele Kreative letztendlich hier hinter stecken.

Außerdem macht nicht die Qualität des Romans seine Bedeutung aus. Es ist schlicht und einfach eine Tatsache, dass diese Geschichte um einen Hobbit und seine Freunde die Wiedergeburt der Fantastischen Erzählung war. Tolkien hat vieleicht nur wenig neu erfunden, aber er hat Vielem neues Leben eingehaucht.
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Beitragvon Marc » Montag 28. August 2006, 16:00

Hast du mal etwas von Tad Williams gelesen?

Für mich als Leser ist die Qualität eines Romans das einzige Kriterium, was zählt. Warum sollte ich qualitativ schlechte Geschichten lesen? (Um nicht missverstanden zu werden: ich bezeichen den Herrn der Ringe hier nicht als schlechte Geschichte!)
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Beitragvon Nimrod » Montag 28. August 2006, 18:59

Ja, ich habe auch die Saga um das Geheimnis der großen Schwerter gelesen und fand es auch nicht schlecht. Ich verstehe zwar den Hype nicht, den es Teilweise darum gibt,aber okay, eslies sich super lesen.
Und versteh mich hier bitte nicht falsch, ich will mich hier nicht für Herr der Ringe querlegen. Ganz im Gegenteil, ich habe nur versucht zu erklären, warum das Werk trotz seiner teilweise trockenen Erzählweise und den Längen eine solche Sonderstellung einnimmt. Ich denke, man kann fast behaupten, ohne Tolkien gäbe es die moderne Fantasy vieleicht gar nicht.
Meine Lieblingsreihe ist übrigens "Das Lied von Eis und Feuer", meiner bescheidenen Meinung nachdas Beste an Fantasy, was ich bis jetzt gelesen habe, dich gefolgt von "Rad der Zeit" und "Das Schwert der Schatten".
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Beitragvon Marc » Montag 28. August 2006, 20:26

O.K., das stimmt: ohne Tolkien wäre Fantasy wohl nicht das, was man heute darunter versteht. Wobei dies, wie ich finde, mehr für die High- Fantasy gilt, als für so manche andere Untergenre.

Robert E. Howards Literarischer Nachlass hat z.B. die moderne Fantasy auch sehr stark beeinflusst, obwohl der arme Mann sich mit dreißig schon das Leben genommen hat. Aber alles was heute in die Sword and Sorcery- Richtung geht, hat viele Anleihen an seinen Erzählungen.
Und er war ein Zeitgenosse Tolkiens.

Habe gerade ein wenig nach "Das Lied von Eis und Fuer" gegoogelt. Das sieht sehr interessant aus.
George R.R. Martin...hmm, kenne ich gar nicht, muss ich mir mal merken :)
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Beitragvon Nimrod » Dienstag 29. August 2006, 09:33

Ja, wenn man High-Fantasy mag, kann ich Martin nnur empfehlen. Und das Ende ist auch absehbar. Es sind noch zwei oder drei englische Bücher geplant, so genau weiß ich es nicht, aber mehr wohl nicht.
Hier ist der passende Thread dazu.
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Beitragvon Leila2002 » Dienstag 29. August 2006, 11:14

Habe grad bei amazon nach dem Lied von Eis und Feuer nachgeschaut. Hört sich wirklich nicht schlecht an. :thumbs:
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Beitragvon Nimrod » Dienstag 29. August 2006, 11:31

Ja, der erste Teil ist "Die Herren von Winterfell"
Einfach mal reinlesen.
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Beitragvon Leila2002 » Dienstag 29. August 2006, 11:38

ok
:orange: :lernen:


Habe gerade gesehen, dass Buch gibt es bei uns in der Bibliothek. Vielleicht leihe ich mir es heute aus.
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Beitragvon TheUsed » Mittwoch 27. September 2006, 17:28

vom Lesen her fand ich "Der Hobbit" sehr schön, und auch der HdR ging noch. Aber das Silmarillion hab ich nach 2 Seiten wieder weggelegt, das war nix für mich^^
die anderen Bücher (Nachrichten aus Mittelerde, verschollene Geschichten etc) hab ich mir daraufhin garnich erst angetan, da sie garantiert genausowenig was für mich sind, wie das Silmarillion...
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Beitragvon Glue Boy » Freitag 29. September 2006, 14:01

Vor dem "Silmarillion" möchte ich Tolkien-Newvies ausrücklich warnen. Das ist nur etwas für absolute Freaks, die erfahren müssen, wer Gandalf wirklich war, wie die Tolkien-Welt dereinst von Eru erschaffen wurde, wie die frühen Elbenkriege verliefen u.ä.

Der Stil gleicht eher einem Homer-Epos und hat nichts mit HdR oder gar dem Hobbit (ein Kinderbuch) gemein. Zum Beispiel gibt es praktisch überhaupt keine Kampfszenen, und die schier unglaubliche Menge an Charakteren (vor allem der Elbenkönige) macht eine flüssige Lektüre unmöglich.

Wer ein bisschen tiefer in die HdR-Welt eintauchen möchte, dem empfehle ich eher "Nachrichten aus Mittelerde". Da kann man die unverständlichen Teile aus dem Ersten Zeitalter einfach weglassen, erfährt aber einiges über die Aktivitäten Sarumans während Frodos Reise, über die Wege der Nazgul, etwas über Gandalf genialen Plan, Bilbo mit den Zwergen zu Samaug zu schicken, usw.

By the way: Nächstes Jahr gibt es einen "neuen" Tolkien: "Die Kinder von Hurin", editiert von Tolkiens Sohn Christopher.
Ich bin so mit Talent vollgepumpt, dass ich sämtliche Körperöffnungen verstopfen muss, damit es nicht aus mir rausläuft wie...na ja, damit es nicht rausläuft..." (R. Tozier: "Es")
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