Laurins Gürtel

Alles zur Phantastischen Literatur

Moderator: Annie_!

Beitragvon Nimrod » Mittwoch 8. August 2007, 23:35

So, ich hab mal fünf Minütchen Zeit und muß meinen Senf auch noch loswerden :lol2:

Was die Kommata und gelegentlichen grammatikalischen Stolperer angeht, hat Biber ja schon recht eindringlich angesprochen, deshalb lass ich das jetzt mal aussen vor. In der Hinsicht mußt du die Story auf jeden Fall noch mal ordentlich lektorieren.

Insgesamt hat Biber eigentlich eine recht ähnliche Meinung wie ich zu der Geschichte, so dass eigentlich nur noch ein paar Punkte ansprechen muß, die mir besonders ins Auge gestochen haben.

Wo sich mir, das muß ich jetzt mal direkt am Anfang bemerken, wirklich die Fußnägelaufgerollt haben, war die Liebesszene zwischen Theoderich und Miriam. Diese Szene war die einzige, bei der ich behaupten würde,sie ist mißglückt. Viel zu kitschig für meinen Geschmack,vor allem, wenn man die kurze Zeit, die die beiden sich kannten. Böses Star-Wars-Episode-2-Gefühl...

Zusammenfassend kann ich sagen, dass deine größten Stärken auch deine Schwächen sind.

Da sind zum einen die Beschreibungen. Hab ich ja schon mal erwähnt. Du zauberst dem Leser die wunderschöne Landschaft der mitteralterlichen Welt vor Augen, man kann die Luft praktisch schmecken. Leider sind die Personen dabei irgendwie zu kurz gekommen. Das Äussere der handelnden Personen kam mir viel zu kurz und Miriam existiert praktisch erst seit der Bergtour. Etwas mehr Tiefe, etwas mehr Hintergrund hätte der Geschichte noch mehr Atmosphäre verliehen, denn wenn man mich fragt werden die Menschen erst durch ihre Geschichte zu Personen.

Zum anderen wäre da das Tempo. Du jagst deine Protagonisten von einem Vorfall zum nächsten, lässt weder ihnen noch dem Leser kaumZeit für eine Atempause. Du packst in die etwas mehr als 200 Seiten mehrals manch ein anderer in eine tausendseitige Triologie. Und das ist auf der einen Seite wirklich toll. Es besteht einfach keine Chance auf Langeweile, deine Dynamik ist wirklich mitreissend.

Aber manchmal ist es einfach doch etwas zu schnell. Manchmal hat man das Gefühl, ein wenig mehr Ruhe täte doch ganz gut,vieleicht möchte man sich noch etwas umsehen, oder der vieleicht kam der Übergang etwas zu schnell.

Auf jeden Fall ist dir ein respektables Erstlingswerk gelungen, ich hatte ein Buch in der Hand, das ich problemlos in einem Rutsch durchlesen konnte. Und besser als manch anderes, das jemand mit einem großen Namen lustlos niedergekritzelt hat

Natürlich finde ich den Cliffhänger wirklich gemein, aber ich freu mich auf die Fortsetzung.
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Beitragvon Laurin » Donnerstag 9. August 2007, 22:06

Hallo Nimrod,
es war interessant auch deine Meinung zum Buch zu lesen. Ich werde mir im zweiten Teil mehr Zeit für die Personen nehmen und etwas gediegener durch die Handlung reiten. Zumindest bin ich erfreut darüber, dass ich Euch in Spannung halten konnte.
Ja, das mit der „Liebesszene“ ist immer so ein Ding. Schließlich muss ich hier, aus meiner Sicht, in einen anderen Körper springen. Ich habe auch schon andere Meiningen dazu gelesen und gehört. Der Pfad ist schmal und ich hatte auch ehrlich Angst zum Kitsch abzurutschen. Deshalb vielleicht die etwas zu kurze Abhandlung dazu. Ist aber wohl doch fehlgeschlagen! Ich muss da wohl noch einige Pilcher-Romane lesen.
Aber trotzdem meinen Dank. :grinsking:
Gruß Laurin
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Beitragvon Annie_! » Samstag 18. August 2007, 13:46

Habs heut auch fertig gelesen. :mrgreen:

Eigentlich mag ich so mittelalterliche Geschichten nicht so gerne, aber diese war ganz gut. :daumenhoch: Ich fand es toll, dass immer so viel passiert, wie ja Nimrod schrieb, ein Vorfall kommt nach dem anderen. Aber das fand ich, wie gesagt, gut, weil es mir sonst sicher zu langweilig geworden wäre, da ich so Fantasymittelaltersagen eben eher langweilig finde. :orange:

Die Vorstellung von dem Gürtel fand ich übrigens total grausig...er frisst sich in den Bauch hinein... wäh.

Verwirrend fand ich manchmal auch die ganzen gleichen Namen, Dietrich, Dieter, Dietleib, Wittrich usw. Aber naja, weiß ja nicht, wenn das damals so üblich war... :P!

Dann muss ich auch noch sagen, dass mich zB Kommafehler nicht gestört haben, weil die mir gar nicht so auffallen. :P Oder auch einige der anderen von biber aufgezählten Fehler hätt ich gar nicht bemerkt. Nur dass oft das Heil in der Flucht gesucht wurde, das hat mich auch gewundert.

So grundsätzlich kann ich noch sagen, dass ich die Geschichte von der Idee her recht gut find, weils mal irgendwie was anderes, ausgefallenes ist. Und ich finde, sie liest sich recht fein und spannend, so dass einem nicht fad wird und man nicht aufhören mag, und das ist ja recht was Gutes. :D
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Beitragvon Laurin » Sonntag 19. August 2007, 15:40

Danke Annie,
ich freue mich, dass ich auch bei Dir Lesespannung vermitteln konnte.
Ja, bei den Namen konnte und wollte ich nichts ändern. Sie entstammen der Sage. Es sind nun mal die Namen der Helden, die Dietrich um sich scharrte und die seine Getreuen waren. Ähnlich der „Artusrunde“. Dafür habe ich die eigentliche Handlung der Sage für meine Geschichte entsprechend verfremdet bzw. abgewandelt.
Gruß Laurin :grinsking:
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Beitragvon Bangor » Sonntag 19. August 2007, 21:16

Mensch, da fällt mir auf, dass ich mich noch gar nicht für das signierte Exemplar bedankt habe. Wird gleich nachgeholt:

Danke Laurin. :hallo:

Wie schon erwähnt, folgt meine Meinung später. :lernen:
Bangor
 

Beitragvon _Bergzigeuner_ » Donnerstag 11. Oktober 2007, 11:40

Also, ich bin jetzt zur Hälfte durch!

Ich muß sagen mir gefällts bisher echt gut!
Das von vielen hier angesprochene genaue Beschreiben der Personen finde ich in diesem Buch sogar sehr positiv, ich mag es lieber wenn alles schnell auf den Punkt gebracht wird und nicht immer alles so künstlich in die Länge gezogen wird!

Beim Lesen der Geschichte kann ich mich sehr gut hineinsteigern und ich bekomme das Gefühl als würde ich einen Film sehen!
Man bekommt eine gute Vorstellung wie alles aussieht!

Eine Freundin von mir hats auch schon gelesen, ihr hats gut gefallen, nur war ihr die Brutalität manhcmal zu viel, wie zb. das mit der Hirnschale ;-)

Ich für meinen Teil freue mich immer über eine Gewisse Brutalität, zumal das in der Zeit in der das Buch handelt ja auch Tatsache war!

Ich meld mich nochmal wenn ich mit dem Buch durch bin!
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Beitragvon Nimrod » Donnerstag 11. Oktober 2007, 12:34

Hey, Laurin. Du scheinst dich ja einigermaßen in der germanischen Sagenwelt auszukennen. Lebt Beowolf eigentlich auf der gleichen Ebene des Turms wie Siegfried und Dietrich oder auf einer anderen? Würde mich mal interessieren, ob man ihm nicht vieleicht auch noch begenen könnte.

P.S. Meine Bewertung bei AMazon kommt noch, versprochen !
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Beitragvon Laurin » Donnerstag 11. Oktober 2007, 19:44

@Bergzigeuner,
ich habe mich sehr über deine Bewertung gefreut.
Das spornt mich an, die Fortsetzung voranzutreiben. Manchmal hadere ich ja auch mit mir, und frage mich, ob wohl alles auch so an den Leser kommt, wie ich es mir vorstelle und beschreibe. Das dabei etwas „Brutalität“ auftaucht, kann ich nicht verhindern. Die Handlung spielt in einer Zeit, in der es solche Riten gab. Und da wo das Gute gegen das Böse kämpft, fließt auch manchmal Blut.
Jedenfalls freue ich mich, dass meine Beschreibungen auch bildhaft aufgenommen wurden.
Gruß Laurin.

@Nimrod,
die Beowulf-Sage ist auch sehr schön. Zeitlich aber ist sie mindestens 250 Jahre früher aufgetaucht. So um das Jahr Acht oder Neun nach Christi. Aber Zeitsprünge sind ja kein Problem. Die Handlung der Sage, die im Einzugsgebiet der Dänen handelt, würde schon irgendwohin passen. Zuvor haben aber meine Helden noch reichlich viel in eigenen Gefilden zu tun. So in der Gegend bei Worms.
Mehr kann ich aber noch nicht verraten.
Gruß Laurin.
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Beitragvon _Bergzigeuner_ » Sonntag 14. Oktober 2007, 13:07

@Laurin,
Bitte beeil dich mit Teil 2, ich kanns kaum erwarten!
Mir fehlen jetzt noch ca. 20 Seiten bis zum Ende, aber bisher ist das Buch echt der Hammer!
Was ich noch sagen wollte: Mir gefällt die Art wie die Figuren in deinem Buch reden, so gewant, höflich und heldenhaft!
Was mir auch gefällt ist der Bissige Humor zb von Wittich oder Heime!

Gibts zu den Sagen von Dietrich oder auch Beowulf auch Lesestoff?
Bin leider auf dem Gebiet nicht so belesen da ich mich bisher hauptsächlich für Sagen aus dem Salzkammergut interessiert habe, da ich aus dem Salzkammergut stamme!
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Beitragvon Nimrod » Sonntag 14. Oktober 2007, 15:44

Hast du denn schon mal einen Blick auf unsere Anthologie geworfen? Vieleicht kannst Du dir damit die Zeit bis zur Fortsetzung überbrücken ;-)

Darüber hinaus gibt es zu den genannten jede Menge Lesestoff, gib einfach mal ein paar Stichwörter bei z.B. Amazon ein.
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Beitragvon Laurin » Sonntag 14. Oktober 2007, 22:53

Hallo Bergzigeuner,
ich arbeite schon an Teil 2. Miriam wird sich dabei mit viel Widrigkeiten, die ihr im Mittelalter begegnen, herumschlagen müsssen. Es verschlägt sie ins Burgunderland nach Worms. Dort trifft sie auf Siegfried, den Drachentöter, auf König Gunter, Hagen von Tronje und all den Figuren der Nibelungensage. Sie trifft aber auch auf das absolut Böse, dass alles beherscht und das nur noch …
Leider kann und will ich nicht mehr verraten.
Übrigens findest du viel über die Deutschen Heldensagen auch auf Wikipedie.de. Nimrods Hinweis solltest du auch mal nachgehen. Es gibt viel Material über diese Legenden.
Mein Lieblingsbuch in Sachen Heldensagen ist:
Deutsche Heldensagen von Gunter Sachse.
Gruß Laurin :hallo:

Weiter Infos findest du hier.
http://de.wikipedia.org/wiki/Thidrekssaga
http://de.wikipedia.org/wiki/Nibelungensage
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Beitragvon _Bergzigeuner_ » Montag 15. Oktober 2007, 10:07

oh Laurin hör auf und erzähl nicht noch mehr von Teil 2, da fang ich ja noch zu sabbern an!
Bitte um sofortige Info sobald das Buch irgendwo erhältlich ist!

Bin gestern mit Laurins Gürtel fertig geworden!
Hammerbuch, fands echt toll!
Einzig der Schluß war ned schön ;-)
Ein Happy End für die beiden wäre schon gewesen :knuddel2: , aber so gibts wenigstens aussichten auf Teil 2!

Ich bin ja schon am überlegen ob ich deine Geschichte irgendwie in einem Songtext unterbringen kann für meine Band! Oder zumindest einen Teil, wie zb.: Das Gemetzel mit der Zwergenhorde in der Höle! Sowas würde perfekt zu unsrer Musik passen!
Ich hoffe du hast nix dagegen?
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Beitragvon Laurin » Montag 15. Oktober 2007, 21:47

@Bergzigeuner,
da habe ich nichts dagegen. Wenn du einen Teil vertonen willst.
Mein Gedicht „Bataillon der toten Seelen“, das auf BookOla zu finden ist, hat auch schon eine Band vertont, im Stil von Rammstein. Klingt echt gut.
Gruß Laurin :hallo:
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Beitragvon Bangor » Mittwoch 24. Oktober 2007, 18:14

Nun möchte ich endlich mal meiner "Pflicht" nachkommen und meine Meinung zur Geschichte "Laurins Gürtel" kund tun.
Womit soll ich beginnen? Mit dem Lob oder der Kritik?
Ich fang mal mit der Kritik an.

Zunächst fand ich es etwas einfallslos, dass die Covergestaltung sich doch sehr an "Mitternachtsgrauen" anlehnt. Man könnte meinen, die Bücher hätten etwas miteinander zu tun. Darüber bin ich etwas enttäuscht.

Aber zum Inhalt: Die Rechtschreibfehler wurden ja bereits angesprochen. Es sind zwar nun nicht so viele, wie sich in "Mitternachtsgrauen I" präsentiert haben, aber wenn sie vorkommen, dann auch richtig dicke. Ich möchte die Beispiele hier nicht vorführen, wer das Buch liest, dem werden sie schon in´s Auge springen. Das hätte nicht sein müssen.

Am Anfang des Buches hätte ich persönlich einen kleinen Hinweis gebrauchen können, dass es sich bei der Sage um eine tatsächliche Sage handelt. Ich war nämlich davon ausgegangen, dass auch das schon aus den Hirnwindungen des Lutz gekommen ist. Somit startete ich etwas verwirrt in die Geschichte.

Gut, da ich mit diesem Genre bisher überhaupt keine Erfahrungen habe, fiel es mir anfangs etwas schwer, mich ganz der Geschichte hinzugeben. Und so fand ich, dass der Anfang etwas holprig startet. Ich kann nicht einmal sagen, was mich direkt störte. Vielleicht lag es auch an mir, ich weiß es bis heute nicht. Es verschwand jedoch nach einigen Seiten und tauchte auch nicht wieder auf.

In die Geschichte war ich sehr schnell eingetaucht. Zunächst hatte ich einen typischen amerikanischen Film vor Augen. Höhlenforscherin und Kollege führen reichen Schnösel in die Höhle. Gut, hat Potenzial und passt gut in meine Vorstellung eines amerikanischen Films.
Während des weiteren Lesens, ging mir ein Wort mächtig auf de Wecker: Kristall, kristallinen und alle Variationen dieses Wortes. Es tauchte einfach zu oft auf, wie ich fand. Aber auch das kann an mir liegen.
Der Schreibstil war später sehr flüssig und gut zu lesen.
Was das aber sehr schnell kaputt machte, war eine Tatsache, die mich bei oben erwähnten amerikanischen Filmen stets aufschreien lassen: Die Dialoge. Miriam, die gerade aus der Höhle in den Wald gekommen ist und sich orientierungslos in diesem zurechtzufinden versucht begegnet einem Bären. Er ließ ihren Atem stocken und ihr Herz schneller schlagen. Und was denkt sie? Aus welchem Zoo ist der denn ausgebrochen. Das machte den gesammten Spannungsaufbau für mich mit einem Satz zunichte. Der Gnadenstoss dann auf der nächsten Seite, als Miriam den "seltsamen Leuten in mittelalterlichem Outfit begegnet, die sie gerade vor dem Bären gerettet haben". Aus welchem Film waren die denn entsprungen denkt Miriam. Nein, das ist zu viel. Das ist unrealistisch, das ist amerikanischer Film wie ich ihn hasse. Das Gute: Das passiert danach nicht mehr. Keine dummen Sprüche mehr, aber die beiden Szenen reichen.

Für mich persönlich war es auch etwas schwer, mit gewissen Wörtern und Bezeichnungen klar zu kommen. So habe ich Wörter wie Lampardenreich oder Saumpferde noch nie gehört. Auch regionale Selbstverständlichkeiten sind vorhanden und müssen hingenommen werden.

Von einer Tasache muss man sich frei machen: Wenn man das Buch eines Hobbyautoren liest, sucht man nach Fehlern. Dadurch sieht man vorhandene Patzer durch die Lupe und sie scheinen größer als sie sind. Auch sollte man einem Hobbyautoren kleine Fehler zugestehen. Sie gehören dazu und machen die Geschichte irgendwie persönlicher.

Das Gute an dem Buch ist der Schreibstil. Ich konnte das Buch mehrmals weg legen und kam danach stets wieder gut in die Geschichte hinein. Zwar musste ich mich an die Mischung von Fantasy, deutsche Sagen und Horror sehr gewöhnen. Aber warum nicht. Die vorhandenen Personen hätten etwas mehr vorgestellt werden können und waren daher manchmal etwas zu sehr an der Oberfläche, aber insgesamt war das schon OK.

Ich bin nicht enttäuscht worden. Lutz hat sich viel Mühe gegeben und das merkt man der Geschichte auch an. Die Idee, sich die alten Sagen einmal vorzunehmen und die Geschichten in dieser Zeit spielen zu lassen ist interessant und bietet sicher noch eine Menge an Potenzial. Ich bin gespannt, was Lutz sich noch alles einfallen lassen wird.

Schulnote für das Gesamtkunstwerk? Eine gute 3.

Vielen Dank
Bangor
 

Beitragvon _Bergzigeuner_ » Donnerstag 25. Oktober 2007, 11:54

@Bangor

Wie würdest du reagieren wenn du nicht weißt dass du in einer anderen Zeit gelandet bist und dir solche Gestalten begegnen?
Also ich würde mir auch denken das wohl ein Zirkus in der Gegend ist!

Das du mit Begriffen wie "Lampardenreich" nichts anfangen kannst ist nicht dem Autor vorzuwerfen! Hier muß ich sagen dass der Lutz sehr gut seine eigene Geschichte mit der Sage verwoben hat und es sehr löblich ist das er sich auf alte Ausdrücke und auch alte Gepflogenheiten von damals beruft!

Und das hier alle auf den Rechtschreibfehlern herumhacken stört mich schon auch!
Fällt euch das denn nicht auch bei Büchern der "großen" Autoren auf??
Mir graust es immer wieder wenn ich Bücher von Koontz, King und co. lese und massenhaft Fehler finde (ohne bewusst zu suchen)!
Also finde ich diesen Vorwurf an Lutz auch nicht gerehtfertigt!
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