Joe Abercrombie

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Joe Abercrombie

Beitragvon Berzerk » Montag 15. Dezember 2008, 12:22

Hallo!

Ich wollte mal den meiner Meinung nach längst fälligen Thread zu Joe Abercrombie eröffnen.

Joe Abercrombie ist ein Newcomer, sorgt aber in Fantasy-Kreisen ziemlich für Furore. Grund hierfür ist seine phänomenale "Klingen" - Trilogie, bestehend aus "Kriegsklingen", "Feuerklingen" und "königsklingen". Insgesamt bringen es die drei Bücher auf etwa 2500 Seiten, so über den Daumen.

Erzählt wird aus der Sicht von verscheidenen Personen. Überhaupt Personen: Hier hat sich Abercrombie wirklich Mühe gegeben. Jeder Charakter hat viele Facetten, aufteilen zwischen Gut und Böse ist nicht möglich.

Da wäre zum Beispiel Logen, der Barbar, auch genannt der blutige Neuner, weil er ein gefürchteter Kämpfer ist, dem der Mittelfinger der linken Hand fehlt. Er hat es so satt zu kämpfen, und muss doch jedes mal wieder mit ran.

Oder Bayaz, der undurchsichtige Magier. Der nach Jahren (Jahrzehnten) aus der Versenkung auftaucht, in die Hauptstadt Adua resit und dort seinen Sitz im Rat einnehmen will. Niemand weiß, was er wirklich vorhat, am wenigsten der Leser :)

Dann gibt es noch Glokta, den gebrochenen Menschen, der als Inquisitor keine Gnade kennt. Einstmals Gewinner des Fechtwettkampfes und hochdekorierter Soldat, kehrt er nach zwei Jahren Gefangenschaft und unmenschlicher Folter als Krüppel wieder nach Adua zurück, wo er für die Inquisiton arbeitet. Dieses Charakterschöpfung braucht sich vor z.B. Tyrion nicht zu verstecken.

Oder Hauptmann Jezal, der arrogante Jüngling, dem mit seinem angesehenen Elternhaus und seinem guten Aussehen alles in den Schoß fällt.

Und noch viele weitere, ebenso interessante Charaktere.

Zur Story lässt sich, one zu viel zu verraten, sagen, dass der Kontinent mit der Hauptstadt Adua vom Norden sowie aus dem Süden in Bedrängnis gerät. Im Laufe der drei Bücher wird die Lage für die Stadt fast aussichtlos, besonders, weil die beiden Angreifer auch noch mit magischen Kräften aufwarten können. Das ist jetzt arg zusammengedampft, aber ich weiß nicht wie die Spoiler-Funktion funktioniert, und bevor ich zuviel verrate, halte ich mich kurz :)

Insgesamt ähnelt die Fantasy von Abercrombie eher der "Eis und Feuer"-Reihe von George R.R. Martin und ist mehr als nur ein Lückenfüller in der Veröffentlichungspause. Orks und Elfen sucht man hier vergebens, Magie ist allerdings mit im Spiel.

Vielleicht hat der ein oder andere ja schon die Bücher gelesen, oder hat vor, mal reinzuschauen. Ich kann sie nur empfehlen. Ich habe wirklich jede Zeile genossen.

Würde mich freuen, mit Euch über die Bücher zu diskutieren!

Viele Grüße

Berzerk
Berzerk
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