Der Weg des Magiers von Jean-Louis Fetjaine

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Der Weg des Magiers von Jean-Louis Fetjaine

Beitragvon Marc » Mittwoch 11. Februar 2009, 08:46

Ich bin ja gebeten worden, etwas zu Der Weg des Magiers von Jean-Louis Fetjaine zu schreiben, wenn ich es ausgelesen habe.

Daran, dass das schon eine Weile her ist, merkt ihr, dass ich mich durch das Buch ziemlich durchquälen musste. :ohhh:
Weil ich es zwischenzeitlich nicht mehr ausgehalten habe, habe ich zwei andere Bücher zwischendrin gelesen: Optische Illusionen von Al Seckel und Shadowmarch - Das Spiel von Tad Williams.

Dabei ist die Grundidee von Fetjaine sehr gut: die Artussage in einer so ursprünglichen Form wie möglich aus der Sicht des jungen Merlin zu erzählen.
Leider hat der Autor (meiner Meinung nach) nicht das nötige schreiberische Geschick, um dies über die Länge eines Romans auch packend und interessant zu tun.
Alleine schon die Tatsache, dass der Erzähler so kalt wie auf Schachfiguren auf die Charaktere hinabblickt hat mich sehr gestört. Merlin wird dauernd "das Kind" genannt, was meinem Empfinden nach eine empathische Beziehung zwischen Leser und Protagonist sehr stört.

Ich werde wohl die anderen beiden Bände dieser Triologie nicht lesen.

Dafür habe ich jetzt mit "Dolmen ... vergessen sollst du nie" von Nicole Jamet und Marie-Anne Le Pezennec angefangen.
Bis jetzt gefällt es mir ganz gut :)
Zuletzt geändert von Marc am Mittwoch 11. Februar 2009, 16:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Morgaine le Fay » Mittwoch 11. Februar 2009, 11:55

Deine Erfahrungen mit dem Buch sind äußerst interessant. :monstereyeroll_lightgreen: Hatte vor geraumer Zeit ja seine Elfentrilogie gelesen, die ebenfalls einen Abklatsch der Artussage erzählt, aber eher im Stil von Marion Zimmer Bradley. Begeistert war ich auch nicht, aber zumindest habe ich mich durch alle drei Bände gekämpft - da war der Ehrgeiz größer als der Verstand. ;) Ach so, da wurde Merlin auch immer "das Kind" genannt - wegen seiner kindlichen Gestalt und seinem kindlichen Gesicht.
Ich lehne Gewalt ab, weil das Gute, das sie zu bewirken scheint, nicht lange anhält; dagegen ist das Schlechte, das sie bewirkt, von Dauer.
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Beitragvon Marc » Mittwoch 11. Februar 2009, 16:05

Ach so, da wurde Merlin auch immer "das Kind" genannt - wegen seiner kindlichen Gestalt und seinem kindlichen Gesicht.


Ja, das ist auch hier der Grund. Ich persönlich finde das aber trotzdem schlimm. Harry Potter wird ja auch nicht dauernd "das Kind" genannt *grusel* :greenjump:
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Beitragvon Morgaine le Fay » Donnerstag 12. Februar 2009, 09:41

Marc hat geschrieben:Harry Potter wird ja auch nicht dauernd "das Kind" genannt *grusel* :greenjump:


*mitgrusel*

So besonders toll fand ich das auch nicht. Aber muss auch generell sagen, dass ich diesen Autor nicht gerade für ein Genie halte. Seine Geschichte wirkte irgendwie zu "abgeschrieben". Die Bücher sahen damals so toll aus und klangen auch sehr gut, aber was dabei heraus kam ... Ich schätze, ich werde nichts mehr von ihm lesen, wenn es mir nicht wirklich empfohlen wird. Aber dann muss die Empfehlung schon umwerfend sein.
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