Unten am Fluss - Watership Down (Richard Adams)

Wo Tiere die Hauptrollen spielen

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Beitragvon Gwenhwyfar » Freitag 3. Januar 2003, 15:08

Ich dachte auch, der wär ab 12. :confused2:

*heul* mein PC ist wieder böse, ich fliege ständig aus dem Internet. :bunnymoon: Oder Igor macht das. :mrgreen:
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Beitragvon BlackVampire » Dienstag 7. Januar 2003, 12:49

Das weiss ich von meiner Mutter... Als der Film in die Kinos kam, hatter er die FSK ab 16... Wie das heute ist, weiss ich net, aber ich glaub net, dass sich das geändert hat...
Angst... Wovor hab ihr Angst? Bald ist alles vorbei...
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Unten am Fluss (Watership Down) von Richard Adams

Beitragvon LittleMissCabyCane » Freitag 30. Juni 2006, 13:42

Gab es das irgendwo hier im Forum schon mal??

Ich lese es gerade und habe etwa 200 Seiten von ca. 600. Ich find's echt toll, irgendwie faszinierend. Gut geschrieben und spannend. Es liest sich als hätte Stephen King den "Herrn der Fliegen" geschrieben. Und ihr? :lol2:
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Beitragvon biberrulez » Freitag 19. Januar 2007, 21:23

„Watership Down“ hab ich vor knapp zehn Jahren gelesen. Damals hat mir das Buch ganz gut gefallen, aber wirklich gefesselt hat es mich nicht. Ich hab zwar auch versucht, es meiner Freundin schmackhaft zu machen, aber sie hat nur ein Drittel gelesen und dann aufgegeben. Hat jemand von Euch auch die „Fortsetzung“ Neues vom Watership Down gelesen? Eigentlich sind es nur einige lose verknüpfte Kurzgeschichten um die Karnickel, aber ein Lesegenuß ist es allemal! Das Buch besteht aus drei Teilen. Im ersten und zweiten werden traditionell-mythologische Hasenstorys erzählt, von denen einige in „Watership Down“ beiläufig erwähnt worden sind. Und der dritte handelt von den Erlebnissen der Protagonisten aus Watership Down nach Ende des Romans.

Was ich aber eigentlich bedauerlich finde, ist, dass „Watership Down“ meines Erachtens bei weitem nicht der beste Roman Adams’ ist. Die Hunde des Schwarzen Todes ist, na, ich will mal sagen mindestens doppelt so gut ist wie die Hasenstorys. Ich bin eigentlich kein Hundemensch, ich mag eher Katzen :orange:, aber nach dem ich diesen Roman durch hatte, hätte ich am liebsten mit jedem Straßenköter ein Gespräch angefangen.
Worum geht’s? Zwei Hunde, Wuff und Snitter, entkommen aus einer Tierversuchsanstalt und sind auf der Suche nach einem besseren Leben. Dann verbreitet aber ein Reporter, die Hunde hätten die Pest. Ab da nimmt ihre Flucht dramatische Ausmaße an.

Das eigentliche und absolute Highlight von Adams ist aber Shardik :love:, den einige sicherlich eher als gigantischen Robo-Wächter kennen. Es ist ein Fantasy Roman, der ohne die altbekannten Fantasy-Elemente auskommt. Mit den ersten Seiten tat ich mich noch schwer, aber das liegt an der dem Buch immanenten Kraft. Es handelt von einem Bären (der im Gegensatz zu Adams’ anderen Tieren nicht sprechen kann), der als Gottheit verehrt wird und dabei doch einfach nur ein Bär ist. Tja, wenn man sich auf diesen Roman einlässt (er ist leider vergriffen, aber nicht so schwer online zu bekommen), bzw. der Roman sich auf den Leser einlässt, dann wird einem ein tiefer Blick in die menschliche Gesellschaft, Kultur und das Verhältnis zur Natur gewährt.

Ich erlaub mir mal den Klappentext zu zitieren, denn der trifft den Nagel sowas von auf den Kopf!!!
Shardik, der Bär, ist eine Gestalt des Schreckens und des Geheimnisses, gewalttätig und unvorhersehbar. Er ist die Natur selbst, im wahrsten Sinne des Wortes, mit blutverschmiertem Maul und Pranken, gefährlich und schön, schreckenerregend und begehrenswert. Sein ganzes Verhalten bewegt sich innerhalb der Grenzen normalen tierischen Handelns, und nur denen, die an ihn glauben, erscheint es symbolisch, als ein Akt Gottes. Shardik ist die Geschichte der Beziehungen der Menschen zu der Welt der Natur. In Shardik veranlaßt der Glaube die Menschen, grausam und destruktiv, aber auch edel zu handeln. Der Bär ist eine Art von Test, mit dessen Hilfe verborgene Stärken und Schwächen an den Tag gebracht werden, auch bei denen, die nicht an ihn glauben. Darüber hinaus wird dem Leser aber auch bewußt, wieviel Zerstörung der natürlichen Welt und Vernichtung unschuldiger Menschen, wie viele Entführungen und Verstümmelungen von Kindern im Laufe der letzten zwanzig Jahre im Namen unserer Götter begangen worden sind.
Heute wahrscheinlich sogar aktueller als bei der Veröffentlichung 1974. :schande:
Noch heute muss ich manchmal schwärmerisch an bestimmte Szenen des Buches denken. Tja, wäre es unendlich, ich hätte nichts dagegen.

Vielleicht kennt ja einer von Euch diese oder noch andere Bücher von Adams und kann dazu was beitragen. Mehr Beachtung verdient dieser Autor auf jeden Fall.
:grinsking:
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Beitragvon Gwenhwyfar » Freitag 19. Januar 2007, 22:58

Danke, danke für einen guten und längeren Beitrag hier im Forum, in dem auch noch eine interessante Empfehlung steckt! :bounce:
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