Der Vorleser (Bernhard Schlink)

Liebe, Drama und Alltägliches

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Der Vorleser (Bernhard Schlink)

Beitragvon LittleMissCabyCane » Mittwoch 5. März 2003, 22:54

Hat jemand von euch den Vorleser von Bernhard Schlink gelesen?!

Also ich mußte das Buch in der 11. in Deutsch lesen und fand's total sch...
Langweilig, depressiv, Weltuntergangsstimmung, öde, einschläfernd. Und dann die Szenen, wo er kotzt und über eine Seite hinweg beschreibt wie seine "Geliebte" riecht...

Wie fandet ihr das Buch? Findet ihr, die durchweg positiven Kritiken, die es erhält, sind gerechtfertigt?
"...Du wirst nur dann neue Ozeane entdecken, wenn du den Mut besitzt, deinen Blick von der Heimatküste abzuwenden..."

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Beitragvon stephy » Mittwoch 5. März 2003, 22:59

Ich habs noch zu meiner Realschulzeit auf eine Empfehlung von meinem Deutschlehrer hin gelesen... Aber ich kann mich nicht mehr genau dran erinnern. Nur, daß sich wieder zu Nazizeiten ein junger Mann in eine viel ältere Frau verliebt... Und die Sexzenen fand ich damals voll brutal, das weiß ich noch... War richtig geschockt, was mir da mein Lehrer empfohlen hat... höhö... :mrgreen:
Aber besonders begeistert hat es mich echt nicht. :bad:
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Beitragvon BadHannes » Mittwoch 5. März 2003, 23:13

auf dieses buch scheinen die lehrer scharf zu sein.
ich hab jetzt schon von mehreren gehört, dass die das lesen müssen in diversen schulen.
hab´s zwar selber noch net gelesen, aber von denjenigen, die´s gelesen haben, war bis jetzt auch noch keiner begeistert.
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Beitragvon LittleMissCabyCane » Donnerstag 6. März 2003, 13:23

Die Lehrer finden's toll weil's ja soooo anspruchsvoll ist
:asdf: und eine die im KZ Juden vergast hat nun als Opfer dasteht. Ooooh, heul flenn Mitleid :bunnymoon:
Das darf doch echt nicht wahr sein! Soll ich die Leute die im KZ Leute ausgerottet haben - anders kann man's echt nicht sagen - etwa noch bemitleiden?!!!! Das kann's doch wohl echt nicht sein!!! :angry: :angry:
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Beitragvon Gio » Donnerstag 6. März 2003, 14:58

Ich habs auch lesen müssen, in der zehnten Klasse Bild
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:sweet
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Beitragvon Annie_! » Donnerstag 6. März 2003, 17:03

Ich habs auch in der Schule lesen müssen!
Ich fands jetzt nicht total gut, aber im Vergleich zu anderen Büchern, die wir in Deutschl lesen mussten wars ganz ok, find ich!!! :bcool:
Hab dann sogar bei der Schularbeit drüber schreiben "müssen"! Mit Personencharakteristik, und interpretieren und ähnlichem Blödsinn!
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Beitragvon MisterQ » Donnerstag 6. März 2003, 20:25

Also, da pass ich genau rein:
Hab es in der 9.oder 10. Klasse gelesen und lese es momentan bei nem anderen Lehrer nochmal!
Gut, wie gesagt ich habe den krassesten Deutschlehrer überhaupt, da kann man nicht von lesen sondern eher von studieren oder analysieren reden, aber ich mag das Buch auch nicht besonders.
Es hat mich weder geschockt, noch angeregt, eigentlich find ich es langweilig und öde...
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Beitragvon Gwenhwyfar » Sonntag 9. März 2003, 00:11

*lach* Hab bis vor ein paar Tagen noch nie etwas von dem Buch gehört; und dann erzählt mir eine Bekannte davon und das es sie beeindruckt hätte ( die Handlung soll auch in und um Heidelberg spielen, mit vielen Plätzen, die wir kennen :eek13: ) und nun seh ich den Thread hier. Mal sehen, werd es dann wohl lesen, hab ja Zeit.
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Beitragvon Nenya » Dienstag 30. Mai 2006, 08:49

UUps, das Buch habe ich "freiwillig" vor kurzem gelesen und ich fands gut.

Mal ein ganz ungewöhnlicher Liebesroman. Der Erzälstil hat mir sehr gut gefallen; obwohl ich diese Hanna von Anfang an unsympathisch fand hatte ich am Schluß auch fast etwas Mitleid mit ihr, aber halt nur fast!!
Ihr (falscher) Stolz war ja schon bemerkenswert finde ich, hätte sie zugegeben das sie Analphabetin ist, wäre das Urteil sicherlich milder ausgefallen...

Ich denke das die Hanna im Gefängnis zu "Besinnung" kam (anhand der ganzen Bücher) und sich so erst ihrer Taten bewußt wurde. Von daher habe ich da schon etwas wie Mitleid für sie empfunden. Vielleicht hätte sie eine 2. Chance verdient aber eigentlich trotzdem gut das es dann anders kam....
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Beitragvon LittleMissCabyCane » Freitag 30. Juni 2006, 13:44

Naja, vielleicht liegt ja gerade darin die Kunst des Autors, dass er es schafft, für so einen Menschen beim Leser Mitleid zu erzeugen... Hmpf. Ich muss ja für sowas Verständnis heucheln, als Germanistik-Student :laugh:
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Beitragvon Leila2002 » Donnerstag 24. August 2006, 17:47

Also, schlecht fand ich das Buch jetzt nicht. Es ließ sich leicht lesen, musste es auch in der 11. Klasse in Deutsch lesen.

Das Thema hat mich nicht unbedingt angesprochen, aber es war trotzdem einmal interessant die KZ- Aufseher aus einer anderen Perspektive zu sehen.
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Beitragvon LittleMissCabyCane » Donnerstag 24. August 2006, 18:30

Stimmt, leicht lesen lässt es sich - aber irgendwie strange ist es schon! Wie er da in allen Einzelheiten beschreibt, wie jedes einzelne Körperteil riecht oder wie er sich übergibt... sehr gewöhnungsbedürftig...
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Beitragvon Carbon Kid » Montag 21. Januar 2008, 08:46

Wir mussten das Buch auch mal für die Schule lesen und ich fand als Schulbuch ziemlich gut. Ich hatte sogar meinen Abschlussaufsatz zu dem Buch. Die Geschichte hat mir zu beginn sehr gefallen. Als dann der ganze NS-Kram kam, war ich erst ein bisschen entäuscht, da sowas nicht so mein Ding ist. Fand es dann aber doch gut geschrieben und im Ganzen richtig gut.
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