Bukowski

Liebe, Drama und Alltägliches

Moderator: Gwenhwyfar

Beitragvon susa » Montag 17. März 2003, 15:00

Charles Bukowski würd ich jedem ganz dringend ans Herz legen. :love:
Einer der wohl am meisten unterschätzten Autoren des 20.Jahrhunderts-meiner Meinung nach(war das ein grammatikalisch korrekter deutscher Satz? :mrgreen: )
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Beitragvon stephy » Montag 17. März 2003, 17:43

Au man, Bukowski. Hat man eine Kurzgeschichte gelesen, hat man sie alle gelesen... :bfriend: Ich kenne nur einen Kurzgeschichtenband von ihm und der hat mir eigentlich auch gereicht. Kenne noch ein paar Gedichte... Hab mich nie an ein richtiges Buch von ihm gewagt, weil ich schlichtweg Angst davor hab... :shock:
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Beitragvon susa » Montag 17. März 2003, 20:08

@ Stephy

Welches Buch von ihm hast denn gelesen?
Ich find Bukowski grenzgenial, diese schonungslose Abrechnung mit dem Leben, so ehrlich und in aller Obszönität noch so poetisch... :love:
Man darf sich halt nicht an der Sprache stossen, aber mal ehrlich: er spricht doch so wies man eben macht..da hat doch King auch mal was drüber gesagt- in "Das Leben und das Schreiben" wenn mich nicht alles täuscht...
Weiß nicht, Bukowski "berührt" mich auf ne ganze eigene Weise :wink:
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Beitragvon stephy » Montag 17. März 2003, 20:22

Mir macht seine Sprache überhaupt nichts aus. Er mag wohl zu seiner Zeit damit geschockt haben, heute schockt man damit wirklich nicht mehr. :P Ich mag einfach seine Geschichten nicht. Hat man eine KG gelesen, kennt man alle.
Ich hab "Pittsburgh Phill and Co" oder so ähnlich von ihm gelesen. :bfriend:
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Beitragvon susa » Montag 17. März 2003, 20:25

Das kann ich akzeptieren :redtounge: :wink:
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Beitragvon stephy » Dienstag 18. März 2003, 06:19

hihi... :D Schau Dir mal allein seine Gedichte an; es hat immer dieselbe Handlung, es ist immer das Gleiche. Zum Gääähnen langweilig...
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Beitragvon Esprit » Dienstag 18. März 2003, 20:33

@Susa:Bukowski kenn ich nich
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Beitragvon Gwenhwyfar » Donnerstag 20. März 2003, 01:15

Ich las "Ausgeträumt" und "Faktotum" von ihm. Und muß mal wieder gegen stephy wettern - mir gefällt Bukowski. :P Gerade diese abgeklärte, fast "abgewrackte" Erzählart mag ich sehr an ihm, so herrlich Anti-American-Dream. Helden kann man seine Hauptpersonen auch nicht nennen, eher Überlebende, wenn überhaupt.
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Beitragvon stephy » Donnerstag 20. März 2003, 06:21

Ja, aber es ist immer so bei ihm. Und das wird doch auf die Dauer langweilig, oder? :bfriend: :P
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Beitragvon susa » Donnerstag 20. März 2003, 11:22

Er erzählt vielleicht immer vom selben Milieu, aber nicht immer dieselben Geschichten. :redtounge:

@ Gwen

"Überlebende"-das ist verdammt gut gesagt!
Immerhin eine die mir hier Rückendeckung gibt :wink:
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Beitragvon stephy » Donnerstag 20. März 2003, 18:48

Hihi, na, ist wahrscheinlich doch Geschmacksache... ;)
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Beitragvon Gwenhwyfar » Samstag 22. März 2003, 00:46

Ich bin nicht der Meinung, daß Bukowski sich wiederholt. :blbl: :P
Och Stephy, das Argument Geschmackssache mag ich echt nicht mehr hören, das ist eh klar und Grundlage - lieber mit richtigen Gründen und Beurteilungen seine Meinung kundtun. :sweet
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Beitragvon stephy » Samstag 22. März 2003, 11:32

Das hab ich doch getan. Pah! :mrgreen:
Ich finde, er wiederholt sich immer wieder - zumindest bei den Kurzgeschichten; dasselbe Milieu. Und dann halt; Versautes, Schockierendes - und nochmal Versautes. :bekloppt:
Und jetzt sagt mir bitte, warum Ihr findet, daß er sich nicht immer wiederholt... ;)

Vielleicht kann ich daraus lernen und ihn auch ganz toll finden.
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Beitragvon Esprit » Freitag 28. März 2003, 17:51

Akif Pirincii über Charles Bukowski:(seinem Lieblingsautor)

"Er ist jetzt in Deutschland grosse Mode geworden,weil er so schön dreckig und realistisch schreibt.Alle feiern ihn himmelhoch,streben heimlich danach,seine kaputte Lebensweise zu übernehmen,sprechen den berüchtigten Bukowski-Slang("Die Sonne ist eine eingeäscherte Möse") und versuchen seine Perversereien nachzuahmen(weil sie selbst noch tausendmal perverser sind als er).Bukowski sagt das aus,was er wirklich denkt und fühlt,aber sie achten in seinen Büchern nur auf saftige Flüche und sexuelle Passagen,und im Grunde lesen sie ihn alle wie Graf-Bobby-Witze.Einmal unterhielt ich mich mit jemandem über seine Bücher.Ich hatte dabei das seltsame Gefühl,dass er ihn mit Jerry Lewis verwechselte.Am stärksten war ich von Bukowskis Kurzgeschichte "Frozen Man" beeindruckt.Er beschreibt sich darin als ein urzeitliches Monster,das versteinert und zum Sterben verurteilt ist.Aber nicht einmal sterben kann er,der Frozen Man.Während des Lesens hab ich geweint.Etwas ist Bukowski wirklich nicht:ein Witzbold...."
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Beitragvon susa » Sonntag 30. März 2003, 19:48

Also ich hab ganz sicher nicht vor mir Bukowskis Slang anzueignen, Gott bewahre :oops:

Das Bukowski ne Modeerscheinung ein soll ist mir nicht aufgefallen, ich kenn kaum jemanden der ihn liest und wenn ich mal Freunde zwing was von ihm zu lesen sind sie angewidert, so nach dem Motto "Erzähl mir von Liebe und Leidenschaft, von Bienen und Blümchen als von der Wahrheit" :schuettel:

Bukowski ist sicherlich kein Witzbold, aber er ist auf seine eigene Art "lustig". Zynisch, Sarkastisch, verletzend, aber er sieht das, was ihm passiert nicht nur verbissen und verzweifelt, ich hab das Gefühl das er die ganze Zeit ein abfälliges Grinsen im Gesicht hat. :bcool:
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