T. C. Boyle

Liebe, Drama und Alltägliches

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Mein Lieblingsautor: T.C. Boyle

Beitragvon Meriadoc » Montag 25. März 2002, 17:28

Mein Lieblingsbuch von ihm: "Grün ist die Hoffnung", ich habe aber auch die meisten anderen gelesen und es gibt keines, das
mir nicht gefiel...
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Beitragvon Ginny-Rose_Carter » Sonntag 8. September 2002, 20:37

Ich hab nur "Willkommen in Wellville" gelesen und war nicht so begeistert. Schlecht fand ichs nicht, aber hab mir nach dem Film irgendwie mehr versprochen. Den Anfang hab ich auch schnell gelesen, aber dann fand ichs ein bisschen ... nervig in seiner Überzogenheit.
Wurden da nicht ein bisschen im "American Psycho"-Stil auch die ganzen Produkte übertrieben ausführlich aufgezählt...?
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Drop City (T.C. Boyle)

Beitragvon Oddball » Freitag 30. Januar 2004, 11:48

Nachdem ich es zuletzt mit Stephen Fry´s "Der Lügner" probiert hab und nicht gerade begeistert war (jemand sollte Herrn Fry mal stecken, daß Männer durchaus nicht grundsätzlich alle schwul sind - in mir steckt jedenfalls kein Funke davon), bin ich jetzt endlich mal wieder an ein Buch geraten, das mir Spaß macht: T.C. Boyle´s "Drop City". Ich weiß nicht, ob es hier schon erwähnt wurde (hatte keine Lust, die vorangehenden 60 Seiten des Threads zu lesen :lol: ), aber in dieser Erzählung geht es um eine Hippiekommune in Kalifornien, die so langsam, aber sicher vor die Hunde geht. Deswegen beschließt eine handvoll dieser Freaks, nach Alaska (!) umzusiedeln. Liest sich prima und macht echt Spaß.
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Beitragvon bookworm » Freitag 30. Januar 2004, 18:28

@ Oddball

Drop City ist echt klasse. Man sitzt und wartet eigentlich schon auf die Katastrophen, die bei DER Truppe kommen müssen.
Da ich nicht weiß, wie weit du bist, möchte ich noch/nur soviel sagen:
Es wird heiß, aber auch ziemlich kalt hergehen. :)
Mich würd interessieren, wie du das Ende findest!

Persönlich lese ich grade Hohlbein, Wolfgang "Der Ring des Sarazenen"
Nachdem ich den ersten Teil "Die Templerin" gelesen habe, muß ich nun auch wissen wie es nun weitergeht.
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Beitragvon Oddball » Montag 2. Februar 2004, 02:19

@bookworm:
Freut mich, von einem weiteren "Dropianer" zu hören!
Der Erzählstil, die Beschreibungen mancher Dinge sind doch, auf postive Weise, sehr eigen. Unique, sag ich mal. Bin gerade bei der Stelle, wo Pamela sich nach der Ankunft in der Hütte und kurzem Umsehen eine Träne aus dem Augenwinkel drückt und in den Pelz-Schlafsack schlüpft. Als Kind der 70er mit der einen oder anderen im Roman geschilderten Erfahrung :wink: ist das Buch ein gefundenes Fressen und das letzte, was ich abends aus der Hand lege bzw. das erste, was morgens vor Augen kommt. Wie DAS ausgeht, mag ich mir gar nicht vorstellen, zumal mir der Klappentext schon zu verräterisch war :? .
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Beitragvon bookworm » Montag 2. Februar 2004, 21:01

Mensch, da bist ja fast noch am Anfang quasi... Da kann ich ja gar nicht allzu viel schreiben-muß also warten bis du durch bist.
Meldst dich dann mal?

viele grüße aus "Alaska"
...Die Welt hat sich weitergedreht...
Und wir uns mit ihr....
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Beitragvon Oddball » Dienstag 3. Februar 2004, 02:03

Davon kannst du mal feste ausgehen, weil, wie gesagt, mir der Stil des Autors nach einigen austauschbaren Büchern in letzter Zeit mal wieder sehr zusagt. Großen Respekt an den Mann. Und der Name spukt mir seit Erwerb des Buches immer wieder durch den Kopf...Boyle, Boyle...ich komm nicht drauf, wo ich das schon mal gehört habe...auch die angegebenen Bücher von ihm sagen mir wenig bis gar nichts, aber das ist erstmal egal. Wir hören also spätestens voneinander, wenn die Jungens den Bus voller Stimulanzien packen (da mal einen lässigen Nachmittag dabeisein... :wink: ) und zu kälteren Regionen aufbrechen. Übrigens werden Pamelas Beweggründe, sich in Alaska anzusiedeln, gerne mal als radikal angesehen, aber ich persönlich würde keinen Moment zögern, den Platz von Sess einzunehmen. Naja - so eine kleine versteckte Plantage würde sich schon zum Kohl, den Rüben und dem anderen Gemüse gesellen, aber ansonsten klingt das gar nicht mal so übel. Zivilisationsmüdigkeit dürfte meiner Meinug nach sowieso bald zu den häufigsten Beschwerden der westlichen Welt gehören - lange genug hat sich die Bevölkerung ja nun auf den Nerven rumgeritten.
Wir hören also voneinander - und bin ich mal froh, noch ein gutes Stück vor mir zu haben :D .
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Beitragvon Esprit » Sonntag 8. Februar 2004, 16:49

Oddball hat geschrieben:.Boyle, Boyle...ich komm nicht drauf, wo ich das schon mal gehört habe...auch die angegebenen Bücher von ihm sagen mir wenig bis gar nichts, aber das ist erstmal egal. .


Dachte auch ,ich hätte schon mal was von Boyle gehört,aber als ich meine Bücher durchsah,fand ich nur A.C.Doyle,nämlich auf nem Kurzgeschichtenband "Geschichten aus der Schattenwelt" (wo Geschichten von King und diesem Doyle drin sind)...

Jedenfalls ist "Drop City" echt gut...
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(aus"Die grauen Seelen" von Philippe Claudel)
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Beitragvon Oddball » Donnerstag 19. Februar 2004, 01:51

Der gute alte Arthur Conan, ja. Gut möglich, daß das eine Rolle spielte.
Ich wäre mit Drop City bestimmt längst durch, wenn ich nicht immer zwei, drei Bücher parallel lesen würde, außerdem gehe ich extra zögerlich an das Buch heran, weil es mir zu gut gefällt, um es in einem Rutsch zu Ende zu bringen. Mitlerweile
SPOILER
sind die Hippies in Alaska angekommen und wissen eigentlich noch gar nicht so recht, worauf sie sich eingelassen haben. Letzte Nacht streckte Jiminy seinen Kopf zu Pan und Merry ins Zelt - mal gespannt, was heute nacht so passieren wird :? .
SPOILER ENDE
Wird also leider nicht mehr allzulange dauern, bis das Vergnügen ein Ende findet und ich grübel schon, welches Buch als nächstes auch nur annähernd an diese angenehme Überraschung gelesen werden soll. Für Voschläge ist der alte Odd immer zu haben :wink: .
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Beitragvon hogi » Montag 8. März 2004, 13:27

So, ich bin gerade an der Stelle, wo sie mit ihrem Bus an der kanadischen Grenze ankommen ...

Mannomann, ist DAS eine Chaotentruppe ... :D :D

Ich find das Buch auch total super und witzig geschrieben. Bin gespannt wie es ausgeht.
Wahrscheinlich werden die Hippies noch mit Joe Bosky aneinandergeraten ... Gibt sicher 'ne
Menge Ärger und Chaos. :D

Aber ALASKA???

7 Monate DUNKEL & KALT ???

Nä!!!

Sowas würde ich höchstens in Australien durchziehen ...

:lol:
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Beitragvon Oddball » Dienstag 9. März 2004, 14:24

Hab´s mittlerweile schon ein Zeitchen durch und suche noch immer nach einem würdigen Nachfolger - vergeblich. Tolles Buch, einmalig geschrieben. Vor allem hätte das jetzt noch mindestens mal bis zum folgenden Sommer weitergehen sollen.
Große Paukenschläge brauchst du eigentlich nicht zu erwarten. Einer der Hunde läßt heldenhaft sein Leben, Bosky macht weniger den Hippies als einem anderen Sympathieträger das Leben schwer (aber man sieht sich immer zweimal im Leben und eine Nacht da draußen kann kalt werden... :twisted: ). Probleme werden sich häufen, aber keine nennenswerten Geschehnisse biblischen Ausmaßes geschehen. Ließ dosiert, auch wenn´s schwer fällt. Ist der Deckel erst mal zu, geht die Trauer auch schon los.
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Beitragvon hogi » Mittwoch 10. März 2004, 13:44

Oddball hat geschrieben:Einer der Hunde läßt heldenhaft sein Leben,


Noch einer? Ich fand das ja schon ziemlich gemein, daß Bosky die Hunde von Sess erschossen hat! (Bin erklärte Hundeliebhaberin ...)

Oddball hat geschrieben:Ließ dosiert, auch wenn´s schwer fällt.


Das mach ich.

Das hier ist jetzt schon mein viertes Buch von T.C. Boyle, und die anderen drei, die ich glesen habe, kann ich auch sehr empfehlen: Worlds End, Tortilla Curtain (heißt auf deutsch "America")
und "Wassermusik". Die ersten beiden handeln, wie "Drop City", von Teilen der amerikanischen Gesellschaft, und ich finde es immer wieder genial, wie er die Situationen beschreibt, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger gleich eine "Moral von der Geschichte" herzuleiten. Er beschreibt die Dinge einfach so, wie sie sind, und das aus jedem Blickwinkel. Und manchmal können die
Dinge für alle Beteiligten ganz doof rauskommen ... :)
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Beitragvon Levia » Dienstag 14. März 2006, 17:30

Hab mir von ihm mal "Dr. Sex" aus der Bücherei augeliehen, bin noch nicht weit, aber bisher ist es ganz unterhaltsam..
Boyle verknüpft in dem Buch die Biographie des skandalösen Sexualforschers Alfred Kinsey mit den Erfahrungen seines fiktiven Assistenten..
Kennt es wer?
...but it all ends up in tears...
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