Fehlgepolt (Inken-Maria Wendt)

Liebe, Drama und Alltägliches

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Fehlgepolt (Inken-Maria Wendt)

Beitragvon Esprit » Sonntag 18. Juli 2004, 10:30

"Fehlgepolt" ist der Debütroman der deutschen Autorin Inken-Maria Wendt,die in Baden-Baden aufwuchs und in einem Frauenzentrum arbeitete...
hab jetzt die ersten 36 Seiten gelesen und bin schwer beeindruckt.

Inhalt:
In bewegenden Bildern erzählt eine junge Frau ihren Weg in die selbständigkeit.Sie schildert das Martyrium ihrer Ehe und die schlimme Zeit ihrer Kindheit in Heimen und bei Pflegeeltern.
Gleich nach ihrer Geburt zur Adoption freigegeben,wird das hochintelligente und phantasievolle Mädchen hin und her geschoben.Die Folge ist eine Fehlpolung ihres Gefühlslebens,die sich entscheidend für ihr weiteres Leben auswirkt.Das einsame Kind Mara flüchtet sich in eine Phantasiewelt,von der ihre Erziehungsberechtigten nichts ahnen...
Als Sechzehnjährige begegnet Mara ihrer leiblichen Mutter,die an Maras problematischer Entwicklung ausschliesslich die Schuld bei sich selbst sucht.Sie nimmt Mara zu sich und erdrückt sie mit ihrere Liebe und Fürsorge,die Mara in die Arme des brutalen Alkoholikers harald treibt.

Ein sozialkritisches und gefühlvolles Buch über handlungen,die noch immer hinter geschlossenen Türen geschehn.Ein Buch über heikle Dinge,die in unsere Gesellschaft möglichst totgeschwiegen werden.Ein Buch ,das nicht nur für frauen geschrieben wurde,sondern alle was angeht...
Fazit:Lesen!!! :thumbs: ..hat bei aller tragik auch gewisse Stellen,wo man einfach loslachen muss,ist echt klasse geschrieben...
"Der Wahnsinn ist ein Land, in das nicht jeder Zutritt hat. Man muss ihn sich verdienen."
(aus"Die grauen Seelen" von Philippe Claudel)
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Beitragvon Esprit » Mittwoch 21. Juli 2004, 16:30

habs jetzt LEIDER zu ende,und habs bis zum Schluss total gerne gelesen,kanns nur jedem empfehlen...
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