Elfriede Jelinek

Liebe, Drama und Alltägliches

Moderator: Gwenhwyfar

Elfriede Jelinek

Beitragvon Levia » Freitag 18. Februar 2005, 15:43

ich weiss nicht so ganz wo ich den thread einordnen soll, hoffe bin hier richtig! :P

ich habe bisher noch nichts von ihr gelesen, allerdings belege ich nächstes semester ein seminar, das sich ausschließlich mit ihren werken beschäftigt.
sie hat für ihre bücher viele preise bekommen, u.a. letztes jahr den nobelpreis für literatur!
vielleicht hat der ein oder andere von euch sich schon eine meinung über sie gebildet, ich habe mir aufgrund des seminars zunächst einmal die klavierspielerin geholt, werde aber noch mehr von ihr lesen (müssen :P )
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Beitragvon Annie_! » Freitag 18. Februar 2005, 19:43

Ich hab mal "Die Klavierspielerin" von ihr gelesen. (Und den Film auch gesehn, übrigens. ) Fand ich aber nicht so besonders toll!!!! Erstens gefiel mir das Thema der ganzen Geschichte irgendwie gar nicht uuuund ich mochte nicht wie sie schreibt!!! :? Ich fands irgendwie langweilig.... !!! Oh, und ich find sie wirkt auch unsymphatisch, also von dem her was man halt so von ihr liest oder im TV sieht!!! :mrgreen:
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Beitragvon susa » Donnerstag 3. März 2005, 17:42

Furchtbar, ich weiß nicht wie man dieser Frau einen preis geben kann. ihre Bücher sind kaum zu lesen- eine reine Qual sich duchr all die Phobien, Ängste, durch die ganze Wut und sexuellen Spielarten und den Schmerz durchzuarbeiten.
Jelineks Stil verurascht bei mir Kopfweh, also ein Genuss sind ihre Werke sicher nicht. ich würd eher von Langweile und Quälerie sprechen, also M.Meinung anch wird dieser Dame furchtar überschätzt. :aehm
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Beitragvon stephy » Donnerstag 9. Juni 2005, 08:44

also, ich hab vor einiger zeit von ihr auch "die klavierspielerin" gelesen. war davon wie viele von euch auch nicht so sehr angetan. dafür hatte ich zuvor (ohne zu wissen, daß der roman von der jelinek ist) mal den film gesehen und war hin und weg. total psychisch das ganze, ging mir voll unter die haut. die sexuellen untertöne gehören da einfach rein, sex spielt vor allem in dieser geschichte eine ganz große rolle. nicht wegzudenken. und dann das psychische trauma... hat mir wirklich gut gefallen - der film wohlgemerkt, mit ihrem schreibstil und dem buch bin ich nicht wirklich klargekommen... :schuettel:
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Beitragvon Nenya » Dienstag 30. Mai 2006, 08:36

Da ich gerade das Buch lese will ich auch was dazu anmerken ;-)

Also ich bin da etwas zwiegespalten bisher. Auf der einen Seite ist ihr Erzählstil genial wie ich finde doch weiß ich auf der anderen Seite nie worauf sie eigentlich hinaus will. Der Sarkasmus der sich bisher bemerkbar macht ist sehr intelligent eingesetzt.
Und ohne wörtliche Rede zu schreiben habe ich bisher noch nicht gelesen. Ist mal was ganz anderes. Da ich der Autorin manchmal nicht folgen kann muß einige Passagen doppelt lesen und das ist etwas müßig :-(
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Beitragvon Creative » Dienstag 30. Mai 2006, 18:48

Hallo!

ich habe im Vorjahr "Die LIebhaberinnen" gelesen und war absolut positiv überrascht.

Der Schreibstil ist auch hier gewöhnungsbedürftig - alles ist kleingeschrieben - doch daran gewöhnt man sich schnell. Inhaltlich geht es um 2 sehr unterschiedliche Frauen und deren Schicksal in den 60-er Jahren.

Ich war absolut beeindruckt vom Einsatz der Sprache, jedes Wort ist wohldurchdacht - die Athmosphäre ist düster und deprimierend, aber das hatte ich auch erwartet.

Ich werde ganz sicherlich wieder eine Jelinek lesen, die "Klavierspielerin" steht schon im Regal!

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Beitragvon stephy » Freitag 31. August 2007, 20:09

Ich will nächstes Semester in ein Seminar mit dem Titel "1970er Jahre: Terrorismus RAF" (oder so ähnlich), jedenfalls stand da auf der Leseliste die Jelinek mit "Wolken. Heim" also dachte ich mir; da mach ich dann Expose drüber (müssen wir in Germanistik immer vorher anfertigen, bevor man in ein Seminar überhaupt kommt). Tjo. Jetzt kann ich das Ganze umschmeißen.

Jelinek bedient sich einer Montagetechnik, d.h. "Wolken.Heim" besteht fast vollständigen aus (aus dem Zusammenhang gerissenen) Zitaten von Heidegger, Hegel, Hölderlin etc. pp.
Damit provoziert sie natürlich vor allem das Bildungsbürgertum. Aber hey; ich kann mir echt ein neues Thema suchen, weil; das ist hammer kompliziert. Gehöre nämlich nicht zum Bildungsbürgertum, d.h. hab keine Ahnung, welche Zitate sie woraus verwendet hat und wie sie den Zusammenhang verfälscht hat etc. geschweigedenn keine Ahnung davon, warum sie das überhaupt so tut.

Fazit: Die Frau ist komplizierter, als man auf dem ersten Blick denkt. :nuke:
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